Hepatische Enzephalopathie beim Hund

Wenn der Hund unter einer Hepatische Enzephalopathie leidet

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Zuletzt aktualisiert am: 11.9.2023

Brauner Hund liegt auf einem Stuhl und hat seine Vorderpfote gegen ein Holzbrett gestuetzt.jpg

Unter Hepatischer Enzephalopathie beim Hund versteht man eine Funktionsstörung des Großhirns (= Enzephalon), die Folge einer Lebererkrankung (Leber = Hepar) ist. Durch die eingeschränkte Funktion der Leber, werden Giftstoffe nicht ausreichend verstoffwechselt und ausgeschieden, sondern eingelagert oder zirkulieren im Körper. So sammelt sich u.a. Ammoniak im Blut an, gelangt über die Blut-Hirn-Schranke ins Großhirn und führt dort zu Flüssigkeitseinlagerungen (Ödem). Dieses Hirnödem kann so weit fortschreiten, dass Nervengewebe und Blutgefäße eingeklemmt oder abgeklemmt werden und Hirnzellen absterben.

Entsprechend sind als Folgen von Konzentrationsstörung, kleineren und größeren Nervenausfällen, bis hin zu Kreislaufproblemen und Koma alles möglich.

Verhält sich ein leberkranker Hund ungewöhnlich und zeigt eines der passenden Symptome, sollte also schnell gehandelt werden, um weitere Schäden zu vermeiden. Im Vordergrund steht dabei die Druckentlastung bzw. Entwässerung des Gehirns, aber natürlich auch Unterstützung der Leber, um weitere Ammoniakansammlung zu verhindern. Bestenfalls sollte die vorhandene Lebererkrankung (Entzündung, Infektion, Tumor, Zirrhose etc.) behandelt oder gänzlich geheilt werden. 


Synonyme

  • HE
  • Hepatic encephalopathy
  • Hepatoenzephalopathie

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