Habituation beim Hund

Was versteht man unter Habituation bei Hunden?

Von:
Zuletzt aktualisiert am: 12.7.2024

Deutscher Schaeferhund Welpe an der Leine mit Halter unterwegs.jpg
Synonyme
  • gewöhnen
  • Gewöhnung
  • habituieren

Während der Habituation wird ein Hundewelpe in seiner frühen Lebensphase an äußere Umwelteinflüsse und externe Reize wie beispielsweise verschiedene Geräuschkulissen im Haushalt (Sauger, Fön, Geschirrspüler, Thermomix, Klingel, Radio, Fernseher etc.), Straßenverkehr (Autos, Motorräder, Traktoren, Straßenbahn, Bauarbeiten etc.), sonstiger Umwelt (Sirenen, Motorsägen, Rasenmäher etc.), Wetterbedingungen (Regen, Sturm etc.), Gerüche, unterschiedliche Untergründe (Zeitung, Stroh, Teppichboden, Parkett, Wiese, Asphalt, Geröll, Erde, Sand etc.) oder optische Reize (Leuchten, Taschenlampe, Spiegel etc.)  herangeführt und durch wiederholte Konfrontation gewöhnt.

Auf Grund des behutsamen, schrittweisen und positiven Vermittelns dieser Einflussfaktoren wird der Welpe für den normalen Hundealltag fit gemacht, durch die positiven Erfahrungen werden die zunächst unbekannten Umweltreize immer mehr zur Normalität und folglich im besten Fall wird der heranwachsende Hund durch die erfolgte Gewöhnung diese mit der Zeit ignorieren und darauf kein reaktives Verhalten mehr zeigen.

Kurz, der Welpe gewöhnt sich an den Reiz und das Verhalten bzw. seine Reaktionsbereitschaft darauf nimmt durch Abnahme der Bedeutsamkeit ab und kann sich durch den Lernprozess bis zu einem völligen Ausbleiben etwaiger Reaktionen ausbilden.

Auf was es in den verschiedenen Lebensphasen der Hundewelpen neben Habituation, Prägung, Sozialisierung noch alles ankommt, könnt ihr nun in unserem ergänzenden Artikel "Die Entwicklungsphasen von Hundewelpen" erfahren.

Hat dir der Inhalt gefallen? Dann teile ihn doch auch mit anderen:

VGWort Zählpixel