Alpenveilchen

Ist das Fressen von Alpenveilchen für den Hund giftig?

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Zuletzt aktualisiert am: 27.12.2022

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Allgemein

Familie: Primelgewächse
Giftig: Ja
Giftlevel: Mittel
Pilz: Nein

Alpenveilchen

Die verschiedenen Arten von Alpenveilchen gehören zur Familie der Primelgewächse und kommen je nach Art in Europa, Asien und Afrika vor. Die Verbreitung der Pflanzen geht also von den Regionen Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich, Griechenland, Zypern, Türkei, über die Inseln wie die Balearen, Kreta, Rhodos, Korsika, Sardinien bis nach Algerien, Tunesien, Syrien. Unschwer zu erkennen ist die Tatsache, dass Alpenveilchen also sowohl in Teilen Deutschlands, unserer vielfach für Urlaubsreisen mit Hund befahrenen Anrainerstaaten zu finden sind, aber in entlegeneren Staaten ihr zu Hause hat. Jedenfalls muss vor dem Verzehr der zahlreichen Alpenveilchenarten durch den Hund an allen Orten ihres Vorkommens unbedingt geachtet werden, denn Alpenveilchen sind für den Hund/Welpe giftig. Der Giftigkeitsgrad wird mit mittel eingestuft und kann je nach Menge der Aufnahme, sowie der Größe, Gewicht, Allgemeinzustand und Vorerkrankungen des jeweiligen Hundeindividuums zu Vergiftungen mit Symptomatiken wie Erbrechen, Durchfall, Koliken bis hin zum Kreislaufkollaps führen.

Sollte euer Hund im Allgemeinen potentiell giftige Substanzen zu sich genommen haben oder ihr mit Sicherheit den Verzehr oder Kontakt mit toxischen Pflanzen wie dem Alpenveilchen, sonstigen Produkten, Tieren, Nahrungsmitteln etc. mitbekommen, dann solltet ihr sofort zum Tierarzt oder in eine Tierklinik fahren, damit eine genaue Diagnose erfolgen und wenn notwendig, helfende Behandlungsmaßnahmen eingeleitet werden. Bei einer Vergiftung jeder Art, ausgelöst durch die Aufnahme eines Giftköders oder anderer Giftstoffe, muss unverzüglich gehandelt werden, da je nach Grad Minuten über Leben und Tod des Vierbeiners entscheiden können. Damit ihr eine Praxistipps für den Akutfall präsent habt, raten wir euch unseren ergänzenden Leitartikel  "Vergiftung beim Hund: Gefahrenquellen, Symptome, Tipps & Hilfsmaßnahmen" zu lesen.

Für den Ernstfall noch einen Tipp: Steckt wenn möglich etwas von der "Giftquelle" ein, damit der Tierarzt abschließend sein tiermedizinische Urteil zu dem Giftstoff fällen kann und die zielgerichteten Medikamente etc. indiziert werden könne. Ferner ist der genaue Zeitpunkt einer Einnahme hilfreich.

Aber was könnt ihr präventiv gegen mögliches Fressen oder Körperkontakt mit giftigen Substanzen tun? Die richtige Erziehung in Sachen Grundgehorsam, sicheres Abrufen mit einem Abbuchsignal für Ausnahmesituationen, funktionierende Impulskontrolle und ein Antigiftködertraining sind probate Mittel, um euren Hund jederzeit unter Kontrolle zu halten. Bestenfalls nimmt euer Vierbeiner mit Hilfe der richtigen Konditionierung nur noch Fressbares auf, wenn ihr es ihm als Rudelführer vorab ausdrücklich durch ein Freigabesignal erlaubt habt.



Verbreitung

  • Europa
  • Afrika
  • Asien

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