Schmerzen beim Hund

Wenn der Hund unter Schmerzen leidet

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Zuletzt aktualisiert am: 9.9.2023

Rot weisser Hund an Leine schaut traurig auf den Boden.jpg

Schmerzen

Jeder von uns kennt ihn: egal, ob stechend oder dumpf, kurzweilig oder langanhaltend, Schmerz tritt immer wieder auf. Ob wir wollen oder nicht. Und das ist auch gut so! Denn, so quälend er bisweilen auch sein mag, ist er doch wichtig, um unseren Körper vor Schäden zu schützen.

Als Tierbesitzer möchten wir unseren Lieblingen so gut es geht schmerzhafte Erfahrungen ersparen, das gelingt aber natürlich nicht immer. Erschwert wird das Ganze dadurch, dass Tiere Schmerzen nur selten offen zeigen. Dieser Artikel soll Ihnen helfen, das Prinzip Schmerz zu verstehen, um ihn besser erkennen, behandeln und vorbeugen zu können. 

Wie entsteht Schmerz?

Schmerz wird beim Menschen als unangenehme Sinnes- oder Gefühlswahrnehmung definiert, die vor aktuell schon vorhandener oder möglicherweise bald entstehender Schädigung warnt oder mit Begriffen einer Schädigung umschrieben wird. So sagt uns Schmerz bei einer Schnittverletzung beispielsweise „Hey, pass auf, du hast gerade deine Haut kaputt gemacht und verlierst Blut! Wenn du nichts dagegen unternimmst, wird es noch schlimmer!“.

Diese Definition des Schmerzes kann nicht 1-zu-1 auf den Hund übertragen werden, da ein Hund uns natürlich nicht mit Worten seine Gefühlswahrnehmung beschreiben kann. Dementsprechend ist Schmerz beim Tier leicht abgewandelt definiert als „aversive sensorische Erfahrung, die durch aktuelle oder potentielle Verletzungen verursacht wird, protektive motorische oder vegetative Reaktionen auslöst, zur erlernten Vermeidung solcher Reize führt und somit das Verhalten modifiziert“*. Hunde erleben durch Schmerz also eine negative Erfahrung, die dazu führt, dass sie ihr Verhalten ändern (z.B. von der heißen Herdplatte zurückweichen oder die Chilli-Schote ausspucken) und den Auslöser in Zukunft meiden (z.B. einen großen Bogen um den Dornenstrauch im Garten machen). 

Die Schmerzwahrnehmung, -weiterleitung und –verarbeitung wird als Nozizeption bezeichnet und verläuft über ein ausgeklügeltes System:

Schmerz kann durch mechanische, thermische oder chemische Reize hervorgerufen werden. Also z.B. durch einen Schlag, starke Hitze oder eine Verätzung. Erkannt werden diese Reize über Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren, Nozisensoren), die in verschiedenen Geweben, vor allem aber in der Haut zu finden sind. Die Anzahl der Rezeptoren variiert je nach Körperregion: so hat man beispielsweise im Gesicht viele und im Nacken wenige Rezeptoren. Man unterscheidet drei Typen:

  1. Rezeptoren, die mit langsam leitenden Nervenfasern (unmyelinisierte C-Fasern) verbunden sind und für die Empfindung von dumpfem oder brennendem Schmerz zuständig sind (z.B. Stoßen am Tischbein)
  2. Rezeptoren, die mit schnell leitenden Nervenfasern (myelinisierte Aδ-Fasern) verbunden sind und für die Empfindung von intensivem, scharfem Schmerz zuständig sind (z.B. Schnitt durch einen scharfen Gegenstand)
  3. „schlafende“ Rezeptoren, die durch Reize erst dann angesprochen werden, wenn das Gewebe rundherum sie durch bestehende Schädigung (z.B. Entzündung, Sauerstoffmangel, Überdehnung) „aufweckt“ 

Über die entsprechenden Nervenfasern wird der Schmerzreiz ans Zentrale Nervensystem (ZNS), also ins Gehirn, weitergeleitet und dort verarbeitet. Das Gehirn entscheidet anhand der ankommenden Informationen wie stark der Schmerz ist, um was für eine Art Schmerz es sich handelt und wie damit umzugehen ist. Es werden anschließend Befehle über Nervenfasern in das betroffene Gebiet geleitet, die das Gewebe vor weiterer Schädigung schützen sollen. Zum Beispiel Rekrutierung von Entzündungs- und Abwehrzellen, um eine Infektion der geschädigten Haut zu verhindern und den Defekt zu heilen, das Zurückziehen der Pfote oder Öffnen des Mauls, um den Schmerzauslöser loszuwerden oder Reiben an der schmerzhaften Stelle, um den Schmerz zu überlagern (vgl. Gate-Control-System).

Der Körper hat außerdem verschiedene Mechanismen parat, um die Schmerzwahrnehmung anzupassen. So können Schmerzen verstärkt werden, um weitere Schädigung zu verhindern oder gedämpft werden, um sie besser zu ertragen. Die Anpassung erfolgt über Verknüpfung verschiedenster Nervenfasern, die sich gegenseitig aktivieren oder hemmen können und z.B. Noradrenalin, Serotonin und Glutamat als Botenstoffe verwenden. Hier einige Beispiele:

Denken sie an eine Schnittwunde: zunächst spürt man den schnellen stechenden Schmerz, der uns die Verletzung signalisiert und uns reflektorisch zurückzucken lässt, um weiteren Kontakt mit dem schneidenden Gegenstand zu vermeiden. Anschließend folgt meist eine Reaktion zum Überspielen des Schmerzes, z.B. ein Schütteln der Hand, Ablecken des Fingers, drücken oder reiben der Wunde. Dieses Phänomen wird unter dem Begriff Gate-Control-System beschrieben und beruht auf Verringerung eines Reizes (z.B. Schmerz), indem man ihn mit einem anderen Reiz (z.B. Druck, Reibung) überlagert. Fangen nun Abwehr- und Entzündungszellen mit den „Aufräumarbeiten“ an, um das geschädigte Gewebe von Fremdmaterial zu befreien und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, entsteht die typische Entzündungsreaktion: das Gewebe um den geschädigten Bereich rötet sich durch verstärkte Durchblutung, schwillt an, wird warm und empfindlich. Die gesteigerte Empfindlichkeit beruht auf der Aktivierung oben genannter schlafender Nozizeptoren. So schmerzt uns plötzlich eine leichte Berührung des entzündeten Gewebes, die gesundem Gewebe keine Schmerzreaktion entlocken würde. Der Sinn dahinter ist, eine weitere Schädigung zu vermeiden. Sonst würden wir, da der stechende Schmerz des Schnittes schon abgeklungen ist, durch unbedachte Bewegungen die frische Wunde noch mehr aufreißen und die Heilung verzögern. 

Ein Beispiel für Schmerzanpassung mit Verringerung des Reizes ist chronischer Schmerz. Menschen und auch Tiere, die längere Zeit einem bestimmten Schmerzreiz ausgesetzt sind, stumpfen irgendwann ab. Sie lernen mit dem Schmerz zu leben. Welche Mechanismen genau dahinterstecken, ist noch nicht abschließend erforscht. 

Ein weiteres Beispiel sind Schmerzen, die in Stresssituationen plötzlich verschwinden, z.B. Patienten mit Zahnarztphobie, die im Wartezimmer plötzlich keine Zahnschmerzen mehr haben oder Hunde, die vor lauter Aufregung beim Tierarzt plötzlich wieder lahmfrei gehen. Grund hierfür sind Stresshormone, die auf das körpereigene Schmerzhemmungssystem (antinozizeptives System) wirken. 

Wie erkennt man Schmerzen beim Hund?

Wie wir im vorherigen Abschnitt schon gelernt haben, ist die Definition des Schmerzes beim Tier anders als beim Menschen, da Tiere uns nicht mit Worten ihren Gemütszustand oder ihre Wahrnehmungen beschreiben können. Um Schmerzen zu erkennen, müssen wir also auf Veränderungen des Körpers oder des Verhaltens des Tieres achten. 

Hilfreich sind hier vor allem physiologische Veränderungen, die analog auch beim Menschen geschehen und somit eine Einschätzung der Schmerzhaftigkeit erleichtern. Dazu zählen Erhöhung der Körpertemperatur, schnellere Atmung/Hecheln, schnellerer Herzschlag oder Anstieg des Blutdruckes. Diese Veränderungen können vor allem während einer Operation hilfreich sein, da sie dem Anästhesisten anzeigen, wenn mehr schmerzausschaltende Narkosemittel von Nöten sind. 

Äußerlich wahrnehmbare Schmerzanzeichen sind Lautäußerungen (Stöhnen, Keuchen, Schreien, Fiepen, Winseln, Knurren), Lahmheiten, Fehlhaltungen, Zittern und Verhaltensänderungen (Zurückgezogenheit, Schlafbedürfnis, kein Interesse an menschlichem oder tierischem Kontakt, Unruhe, Umherwandern, Aggression). Besonders bei chronischen Schmerzen kann man außerdem verringerte Futter- und Wasseraufnahme, Gewichtsverlust, struppiges Fell oder Verschmutzungen durch fehlendes Putzverhalten beobachten.

Die Ausgeprägtheit dieser Schmerzanzeichen variiert je nach Art und Dauer des Schmerzes und Persönlichkeit des Hundes. Einige Rassen, wie Terrier, Retriever oder Schäferhunde, lassen sich Schmerzen kaum anmerken und zeigen sie erst in fortgeschrittenem Stadium. Das hängt stark mit ihrem Zuchtziel zusammen, denn sie können es sich nicht leisten vor ihren Kontrahenten (Beutetier, Jagdgegner, Einbrecher etc.) Schwäche zu zeigen bzw. müssen auch in Extremsituationen noch arbeitsbereit sein. Andere Rassen, wie beispielsweise Chihuahuas, Malteser oder Windhunde sprechen sehr schnell und intensiv auf Schmerzreize an und zeigen diese auch deutlich. Natürlich gibt es aber auch hier individuelle Unterschiede, sodass auch wehleidige Schäferhunde und tapfere Chihuahuas existieren. 

So gut wir als Tierbesitzer auch versuchen unsere Hunde vor Schmerzen zu bewahren, passiert es trotzdem immer wieder, dass Schmerzen nicht oder zu spät erkannt werden. Grund hierfür ist zum einen, dass man als Tierhalter selten gelernt hat, Schmerzanzeichen zu erkennen und richtig zu deuten, zum anderen, dass man schleichende Veränderungen leicht übersieht. Zwei extreme, aber nicht unbedingt seltene, Beispiele wären: 

  1. Der sehr ruhige, keinen Blödsinn anstellende, nicht wild herumtobende Welpe. Man würde ihn als „brav“ und „vorbildlich“ beschreiben und die gute Erziehung loben. In Wahrheit verhält er sich aber nur deshalb welpenuntypisch, weil er schon in seinem jungen Alter, aufgrund angeborener Gelenkserkrankungen, chronische Schmerzen hat. 
  2. Der viel schlafende, nur noch kleinere Gassirunden gehende, leicht untergewichtige Senior. Alle begrüßen ihn mit „jetzt wirst du langsam alt“ oder bezeichnen ihn als „besonnen“. In Wahrheit nimmt er aber gar nicht altersbedingt, sondern schmerzbedingt ab und würde sich sehr gerne noch draufgängerisch zeigen, wenn er sich ohne Schmerzen bewegen könnte. 

So kommt es leider sehr häufig vor, dass Hunde still vor sich hin leidet und sich nichts anmerken lassen, weil sie ein Leben ohne Schmerzen gar nicht kennen und diese für sie Normalität darstellen oder ihr Verhalten fatalerweise völlig falsch eingeschätzt wird.

Hilfreich kann hier die Einschätzung von Freunden, Nachbarn, Bekannten und natürlich dem Tierarzt sein. Erstere erkennen Veränderungen im Verhalten oft schneller, da sie den Hund nicht ständig um sich haben und somit nicht „betriebsblind“ werden. Letzterer kennt die komplette Bandbreite möglicher Schmerzanzeichen, nimmt auch unscheinbare Veränderungen wahr und kann zusätzlich spezielle Schmerzproben durchführen.

Zur Einschätzung von Schmerzen kann man sich auch sogenannte Schmerzskalen („pain scores“) zu Hilfe nehmen. Diese bestehen aus einer Auflistung bestimmter Symptome. Je mehr Symptome auf das Tier bzw. dessen Verhalten zutreffen, desto intensiver ist der Schmerz. Diese Skalen gibt es in verschiedenen Ausführungen und für verschiedene Tierarten. Für den Hund existiert zum Beispiel der „Glasgow Composite Measure Pain Scale“ (CMPS-SF), den sich viele andere Schmerzskalen als Vorbild genommen haben. In einigen Tierarztpraxen finden Sie außerdem Poster oder Flyer zur Schmerzerkennung beim Hund oder Ihr Tierarzt hat vielleicht sogar ein selbst erstelltes Schema parat.

Die Skalen sind nicht nur hilfreich zur Erkennung, ob ein Hund Schmerzen hat oder nicht, sondern auch, um den Verlauf der Schmerzen zu beurteilen. Zum Beispiel begleitend während einer medikamentösen oder physiotherapeutischen Schmerzbehandlung. Besitzer eines chronischen Schmerzpatienten sollten bestenfalls ein Schmerztagebuch führen, in dem sie den Verlauf der Schmerzen täglich oder wöchentlich dokumentieren. So kann schneller und effektiver gehandelt werden, wenn Änderungen auftreten. 

Wie behandelt man Schmerzen am besten?

Schmerzen können auf vielfältige Weise behandelt werden. Je nach Art und Ausprägung des Schmerzes sowie den individuellen Faktoren des Tieres (Alter, Rasse, Vorerkrankungen, Kooperativität etc.), kommen unterschiedliche Medikamente und physikalische Verfahren, aber auch Managementmaßnahmen zum Einsatz. Nicht immer ist damit eine komplette Schmerzfreiheit zu erreichen, aber zumindest die Reduktion auf ein erträgliches Maß sollte das Ziel sein. Möglich sind beispielsweise:

  1. Schmerzmittel (Analgetika): hemmen Schmerzentstehung/-weiterleitung; in unterschiedlicher Dosierung (akut, schubweise, dauerhaft, täglich, wöchentlich, ausschleichend…), passend für verschiedene Schmerztypen (Gelenkschmerz, Weichteilschmerz, Nervenschmerz…), individuell zu verabreichen (Pulver, Granulat, Flüssigkeit, Tabletten, Salbe…), mit oder ohne Suchtgefahr (vgl. Opioide)
  2. Monoklonale Antikörper: hemmen Schmerzentstehung/-weiterleitung
  3. Wärme-/Kältetherapie: Schmerzlinderung durch Beeinflussung von Entzündungsreaktion, Muskelspannung und Nervenleitgeschwindigkeit 
  4. Manuelle Therapie / Massage: Schmerzlinderung durch Lösung von Verspannungen/-klebungen, Verbesserung der Durchblutung, Endorphinausschüttung
  5. physikalische Therapien: z.B. TENS, Stoßwellentherapie, Schmerzlinderung durch Herabsetzen der Nervenleitgeschwindigkeit
  6. Komplementärverfahren: z.B. Akupunktur, Neuraltherapie, Schmerzlinderung durch Aktivierung des Schmerzhemmungssystems, Ausschüttung von Endorphinen, Segmentale Schmerzhemmung
  7. Managementmaßnahmen: Stressreduktion, körperliche und geistige Auslastung, weicher Liegeplatz, Gewichtsreduktion, Tragehilfen, Kofferraumrampe, Orthesen, Verbände etc.

Die Auswahl der passenden Schmerztherapie muss immer für den Einzelfall getroffen werden. Bei einer akut verletzten Pfote reicht meist initiale Kälte und Schonung. Nach den meisten Operationen muss nur wenige Tage mit Tabletten behandelt werden und die weitere Schmerzlinderung kann über Physiotherapie erfolgen. Es gibt aber natürlich auch sehr schmerzhafte Erkrankungen (z.B. Osteosarkom) oder langwierige Heilungsprozesse (z.B. nach Bandscheibenvorfall), die deutlich mehr oder deutlich stärkere Medikamente erfordern. Ebenso sind chronische Schmerzpatienten (z.B. Arthrose) immer eine Herausforderung, die am besten mit einer Kombination verschiedenster Therapien behandelt werden sollten (z.B. bei akuten Schüben Schmerzmittelgabe + dauerhaft Managementmaßnahmen und physikalische Therapie). Mitunter muss die Therapie auch mehrmals angepasst werden, je nach Verlauf der Erkrankung bzw. Veränderung der Schmerzlage. Eine wichtige Hilfe sind Schmerztagebücher/-skalen (s. oben).

Ebenso reagiert jeder Hund unterschiedlich auf verschiedene Medikamente oder Therapieansätze, so wie nicht jeder Mensch jedes Schmerzmittel verträgt oder jede Massageform als angenehm empfindet.

Die Psyche darf dabei auch nicht außer Acht gelassen werden. Denn körpereigene Botenstoffe (Stresshormone, Glückshormone) sind wichtige Regler in der Schmerzwahrnehmung und können zur Schmerzsteigerung oder Schmerzlinderung beitragen. (s. oben). Entsprechend sollten Schmerzpatienten bestmöglich körperlich und geistig gefördert werden, um die Ausschüttung von positiven Botenstoffen zu steigern, und stress- und straffrei gehalten werden, um negative Botenstoffe auf ein Minimum zu reduzieren. In Einzelfällen, z.B. wenn Trennungsangst oder Gewitterangst das Tier belasten, kann auch eine Verhaltenstherapie teil der Schmerztherapie sein. 

Bei der Auswahl der besten Verfahren für Ihren Hund kann Ihnen Ihr Tierarzt oder Tierphysiotherapeut helfen. Eine gute Kommunikation und Mitarbeit untereinander sind dafür essenziell. 

Wie kann man Schmerzen vorbeugen?

Ein völlig schmerzfreies Leben ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sonst ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers fehlen würde. Mit einfachen Maßnahmen können aber zumindest „hausgemachte“ Schmerzen vermieden werden:

  1. Adäquate körperliche und geistige Auslastung: hält Körper und Geist fit, sorgt für Endorphinausschüttung, beugt Verletzungen und Verspannungen vor und reduziert Stress, der Schmerz triggern kann
  2. Einhaltung des Idealgewichts: reduziert Gelenkschmerzen durch geringere Gelenkbelastung, beugt Verletzungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden vor
  3. Stressreduktion: verhindert stressbedingte Schmerzsteigerung
  4. rechtzeitige Schmerzerkennung und -behandlung: verhindert weitere Schädigung und Entstehung chronischer Schmerzen / Schmerzgedächtnis
  5. frühzeitige Schmerztherapie bei anstehenden Operationen: bei vielen Eingriffen kann eine Schmerztherapie vor bzw. direkt nach der Operation die Stärke und Dauer postoperativer Schmerzen deutlich reduzieren und Folgeschäden verhindern

Durch optimale Haltung und regelmäßige Gesundheitskontrollen können Schmerzen vorgebeugt bzw. rechtzeitig erkannt und behandelt werden. So steht einem aktiven und freudigen Hundeleben nichts im Wege! Achten Sie stets auf Ihren Liebling, er wird es Ihnen danken!

Risikofaktoren / Ursachen
  • Adipositas
  • Rassebedingte Erkrankungen
Symptome / Krankheitsanzeichen
  • Vokalisation (Jaulen, Winseln)
  • Aggression (Drohen, Knurren, Beißen)
  • Fressunlust
  • Gewichtsabnahme
  • Trägheit / reduzierte Bewegungsfreude
  • Depression
  • Unruhe
  • Drangwandern
Behandlung
  • Schmerzmittel (Anagetika)
  • Monoklonale Antikörper
  • Wärme- / Kältetherapie
  • Manuelle Therapie / Massage
  • physikalische Therapien (TENS, Stoßwellentherapie)
  • Komplementärverfahren (Akupunktur, Neuraltherapie)
  • Managementmaßnahmen (Gewichtsreduktion, körperliche und geistige Auslastung, Stressreduktion, Gehhilfen...)
Präventive Maßnahmen / Vorbeugung
  • Adäquate körperliche und geistige Auslastung
  • Einhaltung des Idealgewichts
  • Stressreduktion
  • rechtzeitige Schmerzerkennung und -behandlung
  • frühzeitige Schmerztherapie bei anstehenden Operationen
Sofortmaßnahmen
  • evtl. Kühlung
  • evtl. Ruhigstellung
  • evtl. Notfallmedizin Schmerzmittel

 

 

* Quelle: „Physiologie der Haustiere“, von Engelhardt/Breves/Diener/Gäbel, 5. Auflage, Enke Verlag, S. 78


Synonyme

  • Algesie
  • Pain

Pflanzen

Verknüpfte Symptome

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