Chihuahua

Selbstbewusster und mutiger Kleinhund aus Mexiko

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Zuletzt aktualisiert am: 12.12.2023

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Chihuahua

Das wichtigste in Kürze

  • Kleinste Hunderasse der Welt aus Mexiko
  • Wachsamer, mutiger, bellfreudiger Rassehund mit starkem Selbstbewusstsein
  • Von lebhafter, aufgeweckter, temperamentvoller und ruheloser Natur
  • Farbenreiches Haarkleid in Kurzhaar- oder Langhaarvarietät
  • Braucht viel Bewegung und Bespaßung

Der Chihuahua gehört zwar von seinen Körpermaßen zu den kleinsten Hunderassen, steht aber in vielerlei Hinsicht ihren großen Artgenossen von ihren Wesensmerkmalen und Fähigkeiten in nichts nach. Die kleinen Hunde haben es faustdick hinter ihren Stehöhrchen...

Diese selbstbewussten, mutigen und unerschrockenen Hunde bringen eine starke Persönlichkeit mit und haben rund um den gesamten Globus, viele Fans und eingefleischte Liebhaber. Häufig werden dies Hunde in Miniaturformat von Unwissenden belächelt, dabei steckt enormes Potential in ihnen - die haben zudem ein großes Herz und sind zu ihren Bezugsmenschen extrem treu und anhänglich.

Was den Chihuahua so in der Gunst vieler Hundehalter eingenommen hat, wollen wir in unserem folgenden Rasseporträt näher aufzeigen. Hier findet ihr interessante und hilfreiche Informationen rund um die Rassegeschichte, körperliche Eigenschaften und Wesen, Erziehungsthemen, Beschäftigungsmöglichkeiten, Haltevoraussetzungen, Gesundheit, Pflege, Fütterung etc.; damit könnt ihr euch einen guten Eindruck über diese außergewöhnliche Mini-Rasse verschaffen und entscheiden, ob der Chihuahua euren Vorstellungen entspricht, zu euch und euren Lebensbedingungen passt und damit der richtige und erwünschte Hundepartner für den Alltag ist.

Nummer: 218
Gruppe: 9. Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion: 6. Chihuahueño
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Mexiko
Patronat -
Verwendung

Begleithund

Datum der Veröffentlichung 4. September 2019
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 4. Dezember 1959
Link zum FCI-Standard FCI - Chihuahua

Wie entstand unser Rassenname?

Wir heißen bekanntlich Chihuahua. Wir kommen ja aus Mexico einem lateinamerikanischen Staat in Südamerika. Unseren Rassenamen verdanken wir dem Staat Chihuahua, nach dem wir benannt sind. Hier sollen wir als wilde Hunde in der Wildnis mit dem wüstenartigen Hochplateau gelebt haben.

Welches Problem sollten wir lösen?

Es gab in den Urzeiten, in denen wir vermutet wurden, Problem mit Nagetieren, da die Hygiene natürlich bei Weitem nicht den Standard hatte, wie heute. Schaut man sich heute noch Urvölker, die in den Urwäldern und abgelegenen Orten dieser Welt leben, bekommt ein einen kleinen Eindruck, wie es zu dieser Zeit mit den Lebensverhältnissen stand.

Ob wir nun hier Jagd auf Mäuse und Ratten machen sollten, kann man bei unserer Größe nur schwer vermuten, ist aber ein Gedankengang. Vielleicht dienten wir auch als „Wachhund“, klar konnten und können wir nicht eine große Schutzfunktion bieten, aber zumindest konnten wir vermelden, sobald wir Gefahr witterten.

Vielleicht waren wir auch nur ein treuer Begleiter jedes einzelnen, der uns hielt und waren dann auf seinem letzten Gang beim Tode, sein Begleiter bis ins Jenseits. Denn es gibt in der Literatur immer wieder Hinweise, dass wir Chihuahua als Gesellschafts- und Begleithunde dienten, aber weiter zurück in der Historie bei den Azteken auch als Opfergabe herhalten mussten.

Dies alles sind allerdings Gedankenspiele, die keine profunden Nachweise liefern können.

Wie wurden wir eingesetzt?

Ob wir Chihuahuas bis in die frühe Geschichte bereits als einfacher Begleithund dienten, kann bekanntlich nicht genau gesagt werden. Ab dem Zeitpunkt wo wir nachweislich aufgetaucht sind, egal ob in den Vereinigten Staaten von Amerika oder hier in Europa, waren wir als Haushunde bzw. klassische Familien und Begleithunde unterwegs.

Wo stammen wir her?

Wir stammen aus dem Bundestaat Chihuahua, der mit annähernd 250 000 qm der größte Staat in Mexico ist. Im Norden ist die Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hauptstadt heißt ebenfalls Chihuahua. Knapp 3,5 Mio. Einwohner leben dort. Aus der Wildnis des Bundestaates stammen wir her und verbrachten dort im kargen Land unser Leben. Dort leben wir nach wie vor als Streuner und nicht wie bei vielen westlichen Haltern als Schoß- und Handtaschenhund.

Die Vorläufer des Chihuahua sind vermutlich Hunde aus der nördlichen Provinz Chihuahua in Mexiko.

Welche Rassen sind unsere Vorfahren?

Hier gibt es keine gesicherten Daten und Fakten. Es gibt Geschichten, wonach wir von kleinen Hunden der Azteken, Mayas oder Tolteken stammen sollen, die als Techichi bezeichnet wurden. Hierfür findet man leider keinerlei Übersetzung, es wird vermutet, dass dieses vierbeinige Lebewesen so bezeichnet wurde und im Grunde "Hund" bedeuten könnte.

Die Tolteken besiedelten den größten Teil Mexicos im 10-12. Jahrhundert und waren ein Volk das Ackerbau betrieb. Hier sind laut Ausgrabungen Hunde auf den gefundenen Arbeiten eingeritzt und verewigt gewesen. Es gibt Sagen, dass die Tolteken Hunde als religiöse Gabe opferten. Ob es sich hier allerdings um uns Chihuahuas gehandelt hat, kann man nicht sagen.

Dasselbe betrifft Funde, die auf der Halbinsel Yucatan, früher Mayab genannt (Land der Maya) gemacht wurden, die aber auch nicht nachweisen können, dass die abgebildeten Zeichnungen von Hunden einen Zusammenhang zu dem bekannten Chihuahua haben könnte.

Die Azteken, waren ebenfalls ein mesoamerikanisches Urvolk, dass zwischen dem 14. Und 16.Jahrhundert lebte und die Mayas und Tolteken unterwarf. Sie sollen auch den Hund als Begleiter übernommen haben. Wenn ein Azteke starb, wurde sein Hund ebenfalls geopfert und mit auf seinen letzten Weg gegeben. Der Legende nach würde der Hund die Seele des Toten durch neun reißende Flüsse bis ins Paradies begleiten. Auch eine weitere Variante besagt, dass der kleine Hund als Opfergabe der Priester diente. Ob und was aber Tatsache ist, weiß man bis heute nicht genau.

Wie haben wir uns auf der Welt verbreitet?

In den Vereinigten Staaten von Amerika sind wir nachweislich im Jahr 1904 aufgetaucht und im Zuchtbuch des Kennel Clubs registriert. Dort veredelte man uns durch die Weiterzucht. Im Jahr 1923 wurde in Amerika ein Rassestandard festgehalten und der Chihuahua Club gegründet. Die Beliebtheit in den Vereinigten Staaten wuchs so rasch, dass bis in die 1960er Jahre bereits über 35000 Chihuahua registriert waren. Die Züchter in den USA waren auch verantwortlich für die Zucht von uns langhaarigen Chihuahua. Die Geschichte weiter zurück handelte immer von den kurzhaarigen Vertretern. Die Artgenossen, die den kurzhaarigen Chihuahua beigemischt wurden, sind die Papillons und Zwergspitze aller Wahrscheinlichkeit nach. Von den USA aus sind wir dann die ganze Welt erobert.

In Europa, ganz genau in der Schweiz ist eine Chihuahua Hündin bereits 1912 im Schweizer Hunde Stammbuch eingetragen. Der erste eingetragene Wurf erfolgte aber erst Jahrzehnte später unter dem Kennelnamen von Brabant. In England wiederum gibt es einen Chihuahua-Wurf im Jahr 1934, der registriert und nachgewiesen ist. Die Mutter der Welpen war eine Hündin aus den USA, die nach England importiert wurde. Langsam ging dort die Zucht weiter, wurde aber durch den zweiten Weltkrieg komplett unterbrochen. Nach dem Krieg wurde 1952 der britische Chihuahua Club gegründet, langsam ging also die gezielte Zucht wieder los und konnte Ende der 60er Jahre über 4000 registrierte Chihuahua Welpen zählen. Ab dem Jahr 1965 wurden dort zwei Varietäten geführt, der kurzhaarige und der langhaarige Chihuahua.

Wann sind wir dann wohl in Deutschland aufgetaucht? Lange nach dem zweiten Weltkrieg, nämlich im Jahr 1956 sind Chihuahuas nachweislich im Zuchtbuch registriert. Die Anzahl ist bis heute auf stattliche 602 Welpen angewachsen, die sich selbstverständlich in Kurzhaar und Langhaar aufteilen. Dennoch für den Winzling eine beachtliche Fangemeinde.

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Aktuelles zum Chihuahua

Wie beliebt ist der Chihuahua und wie wird er heute eingesetzt?

Beliebtheit der Rasse heute

Wir Chihuahua Hunderasse sind relativ beliebte Hunde, insbesondere von Frauen. Wie die Statistik des Verbands für das Deutschen Hundewesen e.V. (VDH) in ihrer jährlichen Welpenstatistik angibt, wurden zuletzt 602 Chihuahua Welpen geboren. 

Er gilt heute als Schmuse- und Schoßhund, viele geben ihm auch den Beinamen Handtaschenhund. Warum? Weil viele seiner Besitzerinnen ihn in der Handtasche verstauen, den Kopf vorne raus und umhertragen.

Bestes und bekanntestes Beispiel, ist die US-Amerikanerin Paris Hilton. Auch sie verhätschelt und vertätschelt ihren kleinen Chihuahua. Der bekannte Tinkerbell war oft bisher auf Fotos der Societylady zu sehen. 

Auch der US-Schauspieler und Rüpel Mickey Rourke, ist bekannt für seine Chihuahua.

Des Weiteren sind wir durch den Film Beverly Hills Chihuahua 2008 weltbekannt geworden. Durch die Walt Disney Verfilmung sind wir auch in den Köpfen von den Kindern bereits bekannt und sehr geliebt.

Wir haben schon so einen kleinen Touch als Schoßhund der Reichen und Schönen, aber Gott sei Dank gibt es auch jede Menge ernste Liebhaber unserer Hunderasse, die uns so behandeln, wie man artgerecht mit einem Hund umgeht. Denn in Florida beispielsweise ist das Problem ausgesetzter Exemplare von uns relativ groß und die Tierheime voll, denn was viele Nachahmerinnen nicht bedacht hatten, dass auch solch ein kleiner Hund Arbeit und Kosten verursacht.

Verwendung heute

Heute werden wir Chihuahua ausschließlich als Familien- und Begleithund gehalten. Vielen Menschen dienen wir zur Präsentation, anderen wiederum wollen einen Kleinsthund als ihren tierischen Partner haben. 

Apropos Präsentation: Natürlich greifen auch der ein oder andere Halter auf unsere Rasse zurück, um gezielt mit uns als Ausstellungshund bei Hundeausstellungen und Zuchtschauen teilzunehmen, uns von Richtern begutachten, bewerten und benoten zu lassen. Wenn möglich wollen wir dabei eine Champions-Titel erwerben und uns gegen Artgenossen durchsetzen.

Besonders stolz sind wir aber auf unsere Verwendung und Spezialausbildung zum Therapiehund, um hilfsbedürftigen Menschen mit unserer Anwesenheit und tollem Charakter zu helfen und sie bei ihrer tiergestützten Behandlung zu motivieren.

Dennoch sollte auch die Kehrseite der Medaille bei der Haltung von uns Chihuahuaern nicht unerwähnt bleiben: Denn leider werden wir Chihuahua hier und da von Unbeteiligten durch das seltsame Verhalten einiger unserer Hundehalter mit einem leichten Lächeln abgetan, wofür wir als Hunderasse selbst nichts können. Man trägt uns dann gerne in der Handtasche zur Show und kleidet uns in etwas fragwürdige Hundekleider. Ob es uns gefällt oder nicht, denn ob dies dann unbedingt unserer Art entspricht, lassen wir mal dahingestellt...

Wie wir aber tatsächlich von unserem Hundewesen ticken, sollte ihr schon selbst rausfinden. Eins ist klar, wir sind die kleinsten unter den Hunden da draußen und das bringt Vor- und Nachteile für jeden einzelnen mit. Ihr sollte genau wissen wofür ihr euch grundsätzlich einen Hund anschaffen wollt und im speziellen Gedanken machen, warum es dann ein Chihuahua sein sollte. Wichtig ist, dass ihr uns las Hunde gerecht werdet.

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Wie ist es um die Physis des Chihuahuas bestellt?

Welche körperlichen Rassemerkmale bringt der Chihuahua mit und welche Vor- und Nachteile hängen mit ihnen zusammen?
Lebenserwartung
Rüden
12 - 18 Jahre
Hündinnen
12 - 18 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
18 - 23 cm
Hündinnen
18 - 23 cm
Gewicht
Rüden
1 - 3 kg
Hündinnen
1 - 3 kg

Schläge und Varietäten

Wir Chihuahua werden in zwei verschiedenen Varietäten gezüchtet: 

  • Kurzhaar

    Wir kurzhaarigen Chihuahua tragen uns Haarkleid am gesamten Körper kurz. Das Fell ist dicht, weich und glänzt wunderschön. Das Haar liegt eng an unserem Körper an. Wir haben in der Kurzhaarvariante ganz leichte Unterwolle, die an den Stellen entsprechend das Haarkleid länger aussehen lässt. Im Gesicht und an den Ohren tragen wir die Haare kurz, am Hals und der Rute ist es leicht länger. Sollte im Bauchbereich und an der Kehle etwas weniger Haar gewachsen sein, so ist dies laut den Rassestandardbeschreibungen der FCI genehmigt.

    Entsprechend dem kurzen Haar dieser Varietät beim Chihuahua wird er auch Kurzhaariger Chihuahua, Chihuahua Kurzhaar, Kurzhaariger Chihuahueno und Chihuahueno Kurzhaar genannt.

  • Langhaar

    Wir langhaarigen Chihuahua haben weiches und sehr feines Haar. Die Struktur ist seiden. Das Fell tragen wir glatt bis leicht gewellt. Zusätzlich haben wir eine leichte Unterwolle, die etwas die Kälte von uns abhält. Die Ohren, Vor- und Hinterbein sind mit Fransen bzw. Federn versehen, wir haben einen stark behaarten Halsbereich, der unseren Kopf aussehen lässt, als ob wir eine Mähne tragen. Unsere Rute ist ebenfalls ausreichend mit Haaren bestückt.

    Entsprechend dem langen Haar dieser Varietät beim Chihuahua wird er auch Langhaariger Chihuahua, Chihuahua Langhaar, langhaariger Chihuahueno und Chihuahueno Langhaar genannt. 

Nun haben wir euch kurz die Unterschiede von uns Chihuahuas im Hinblick auf die Fellbeschaffenheit erklärt. Jetzt habt ihr die Qual der Wahl, ob ihr euch lieber für einen kurz- oder langhaarigen Hund entscheiden wollt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Wenn ihr einen kleinen Hund an euch vorbeiflitzen seht, dann könnten wir Chihuahua das sein. Wir sind die kleinste lebende Hunderasse, die von der Statur je nach Größe und Gewicht in kleinen Unterschieden daherkommen. Ihr werdet lang- als auch kurzhaarige Exemplare sehen, die grundsätzlich bis auf ihr Haarkleid dieselben Eigenschaften mitbringen.

Durch unseren Körperbau wirken wir sehr kompakt, da wir ein nahezu quadratisches Gebäude haben. Die Länge der Damen kann leicht länge wie bei den Rüden sein, was mit der gesamten reproduktiven Funktion des weiblichen Wesens zu tun hat.

Unser Gang ist von den Schritten ausreichend lang und sehr flexibel gehalten. Er wirkt stark und aktiv. Unsere Bewegung sieht sehr leicht und unangestrengt aus. Wir tragen dabei unser Haupt aufrecht, was einen gewissen Stolz vermuten lässt. Unsere Rückenpartie ist dabei von gerader Profillinie.

Unsere Haut ist von elastischer Beschaffenheit und hat eine glatte Struktur.

Ein besonderes Kennzeichen stellt uns Kopf dar. Er ist rund uns sieht apfelförmig aus.

Hinzu kommt ein breiter und tiefer Stop, der durch die gewölbte Stirn verursacht wird.

Wir Chihuahua haben einen kurzen Fang, der am Anfang etwas breiter ist uns zum Ende hin verjüngt. Wirkt dadurch leicht spitzmäulig.

Hierzu tragen wir saubere und glatte Lefzen, die farblich nicht festgelegt sind.

Kommen wir zu unserem Gebiss, das sowohl für die Nahrungsaufnahme extrem wichtig ist, als auch für etwaige Auseinandersetzungen mit Mensch und Tier. Dies sollte natürlich nicht im Vordergrund stehen - also wir haben als ausgewachsene Tier 42 Zähne in unserem Gebiss. Das Gebiss selbst kann sowohl ein Scherengebiss als auch ein Zangengebiss sein. 

Was ist hierbei der Unterschied?

  • Scherengebiss: Hier greift die obere Zahnreihe beim Schließen über die unteren Zähne hinweg. 
  • Zangengebiss: Hier schließen die oberen und unteren Zähne beim Zusammenbeißen genau aufeinander.

Ein Merkmal mit dem wir viele Menschen einnehmen, sind unsere großen und runden Augen. Die Augenfarbe ist dunkel. Der Blick sieht sehr ausdruckvoll und lebendig aus. Bei dem einen oder anderen Exemplar sind die Augen auch in einer helleren Farbe, dies ist laut dem Rassestandard erlaubt aber nicht unbedingt gern gesehen.

Da wir alle Geräusche in unserer Umgebung wahrnehmen, benötigen wir hierfür gute Werkzeuge. Unsere Ohren helfen uns hierbei bestens.  Diese sind von der Größe ausgeprägt entwickelt und von der Form rund. Wir haben sognannte Stehohren. Vom Kopf hin zur Spitze werden die Ohren kleiner, die Spitze ist abgerundet. 

Unser mittellanger Hals, der bei unseren männlichen Exemplaren etwas ausgeprägter ist, geht in den relativ kurzen aber festen Rücken über. Unsere Lenden sind mit straken Muskeln ausgestattet. Die sich anschließende Kruppe ist breit und ebenfalls stark gebaut, zum Schwanzansatz hin leicht abfallend.

Die Brustpartie ist bei uns gut ausgebildet mit ausreichend Platz für die inneren Organe. Dabei ist der Brustkorb breit und tief. Die Rippen sind gut gewölbt.

Wir Chihuahua haben eine nicht allzu lange Rute, deren Ansatz breiter als die Schwanzspitze ist. Äußerst charakteristisch ist unsere besondere Art wie wir die Rute tragen. In unserer Bewegung bildet der Schwanz einen Halbkreis, die Rute steht dabei aufrecht und die Rutenspitze ist in Richtung der Lenden gerichtet. Hierdurch wirkt die Gesamtproportion sehr ausgeglichen.

Wenn wir frontal vor euch stehen, sehen uns Vorderbeine parallel aus und vom Stand gerade. Die Schultern haben hier eine leichte Muskulatur. Bei unseren Hinterläufen sieht dies anders aus. Die Hinterbeine sind mit einer guten Muskulatur ausgestattet.

Sowohl an den Vorder- als auch Hinterbeinen haben wir kleine ovale Pfoten. Diese sind mit kurzen und gespreizten Zehen versehen. Darunter tragen gut entwickelte Ballen.

Die Krallen tragen wir nicht allzu lang, diese müssen regelmäßig geschnitten werden, da sie durch das Laufen nicht von selbst abgeschliffen werden.

Fellfarben & Fellarten

Felldichte dünn, dicht
Fellstärke fein
Fellform wellig, glatt
Fellhärte weich
Felllänge kurz, mittel
Unterwolle Ja
Fellmuster einfarbig, zweifarbig, dreifarbig, mehrfarbig, Abzeichen, gestromt, gefleckt, schattiert
Fellfarbe Schwarz, Braun, Weiß, Beige, Grau, Rot, Blau, Gelb, Crème, Gold, Apricot, Isabell, Fawn, Falb, Zobel (Sand/Sable), Silber, Tan (Loh)

Nach den Richtlinien des Rassestandards des Weltverbands FCI sind grundsätzlich alle Farben und Farbkombinationen in jeglichen Fellmustern bei uns Chihuahua erlaubt. Egal ob wir langhaarig oder kurzhaarig sind.

Somit können wir einfarbig, zweifarbig, dreifarbig oder auch mehrfarbig sein. Als Farben können von rein Weiß bis Schwarz alle Farben kombiniert werden und vom Farbmuster von gefleckt, über gestromt, bis hin zu verschiedenen Schattierungen vorkommen.

Regelmäßige Farben in verschiedenen Abstufungen und Nuancen können u.a. Weiß, Beige, Braun, Schwarz, Grau und Blau sein.

Die Farbe Merle gilt laut Standard als Fehlfarbe und ist nicht erlaubt.

Also sollte für jeden Hundehalter und Geschmack die Auswahl ausreichend sein.

Wir wollen euch noch einige denkbare Fellfarbvarianten von uns Chihuahuas an die Hand geben:

  • Einfarbig Schwarz
  • Einfarbig Weiß
  • Einfarbig Braun
  • Einfarbig Chokolate
  • Einfarbig Rot
  • Black & Tan
  • Black & Tan mit weißen Abzeichen
  • Sable
  • Beige
  • Crème
  • Sable-Beige
  • Rot-Weiß
  • Sable-Weiß
  • Sable-Fawn
  • Schoko-Merle
  • Silber-Merle
  • Rot-Merle
  • Braun-Weiß
  • Gestromt
  • Rot-Braun mit heller oder dunkler Maske

Und dies ist nur ein kleiner Auszug aus den möglichen Farbgestaltungen unseres Haarkleides, sodass ihr bei der Suche nach eurem Wunsch-Chihuahua ganz bestimmt auch in Sachen Fellfarbe und Fellmuster euren Traumpartner findet.

Solltet ihr generell daran interessiert sein, mehr über Fellfarben und -muster bei Hunden in Erfahrung zu bringen, könnt ihr gerne nun unseren ergänzenden Leitartikel anklicken.

Körpermaße

Wir Chihuahua gelten als eine der kleinsten Hunderassen der Welt. Und folglich auch mit die leichteste. 

Unsere Körpergröße wird vom Weltverband FCI nicht als Maßstab angegeben bzw. vorgeschrieben. 

Dennoch gibt es natürlich Zahlen, die die Widerristhöhe angeben. Sowohl wir Rüden als auch wir Weibchen bewegen uns in einem Korridor von sagenhaften 18 bis 23 cm. 

Bei solch einer kleinen Höhe ist natürlich das Gewicht auch nicht extrem hoch, wir achten schließlich ja auf unsere Hundefigur. 

Auch hier liegen wir Rüden und Hündinnen im selben Bereich. Dieser fängt bei 1 kg an und geht bis zu 3 kg hoch. Das Idealgewicht wird vom FCI mit 1,5 bis 2,5 kg angegeben.

Sollte ein Chihuahua mal weniger oder mehr wie die Vorgaben aus dem Standard wiegen, so gilt dies als K.O.-Kriterium und der betreffende Hund wird disqualifiziert, sprich ist für die Verwendung als Zuchthund ungeeignet.

Wenn wir also groß genug und ausreichend Gewicht auf den Rippen haben, dann sind wir auch relativ robuste Hunde.

Stärken

Trotz unserer geringen Größe und Gewichts, sind wir sehr resistente und robuste Hunde. Wir sind äußerst zäh, wahrscheinlich weil wir früher in den kargen Weiten von Mexico irgendwie überleben mussten und so unser Körper sich darauf eingestellt hat. Auf Grund dessen werden wir auch deutlich älter wie viele große Artgenossen.

Durch die ausgeprägte Brustpartie haben unsere inneren Organe genug Raum um sich gut zu entwickeln und heranzuwachsen. Ebenfalls ein positives Prädikat.

Unsere kleinen Beine sind gut bemuskelt und geben uns Kraft und Schnelligkeit. Wir sind quirlig, flink und wendig in unseren Bewegungen. 

Zudem sind wir sehr platzsparende Hunde, sprich Wohnraum und das eigene Auto müssen wegen uns keine überdimensionalen Ausmaße haben.

Was für viele Halter angenehm ist, wir Chihuahua sabbern quasi nicht.

Stärken

  • Beweglichkeit
  • Flinkheit
  • große Sprungkraft
  • schubvolle Beschleunigung
  • Sprinter
  • Wendigkeit
  • kein Sabber
  • geringer Pflegeaufwand
  • geringer Platzbedarf
  • Robustheit
  • Zähigkeit
  • Wärmeresistenz

Schwächen

  • Fellwechsel 2 mal jährlich
  • Haarverlust ganzjährig
  • Kälteempfindlichkeit
  • Nässeempfindlichkeit
  • Schneeempfindlichkeit

Schwächen

Da wir Chihuahua sehr klein und zierlich sind, sind unsere Knochen auch zerbrechlicher als bei einem Bernhardiner. Hierauf solltet ihr bitte im Alltag achten, dass wir nicht ständig umgerannt oder von höheren Positionen heruntergeschuppst werden.

Ein wenig Haar verlieren wir als Hunde natürlich auch, damit muss man eben bei Anschaffung eines unsere Artgenossen leben.

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Chihuahua: Wesen, Charakter & Temperament

Was zeichnet das Wesen und Sozialverhalten beim Chihuahua aus?

Allgemeine Merkmale

Intelligenz Hoch
Temperament Hoch
Willenstärke -
Allein zuhause Gering
Verfressenheit -
Jagdtrieb Mittel
Wachsamkeit Hoch
Streuner-Trieb -
Bewegungsbedürfnis Hoch
Verspieltheit Hoch
Mut Hoch

Allgemeine Merkmale

Intelligenz

Neugierde und Offenheit für Neues sind wichtige Attribute, um immer wieder etwas hinzuzulernen. Wir Chihuahua ticken so. Wir versuchen alle mitzubekommen und nehmen Dinge, die man uns zeigt und beibringt schnall auf und setzen sie um. Wir sind intelligente und aufgeweckte Hunde. 

Cleverness legen wir auch an den Tag und können euch nur anraten, uns nicht zu viele Schwächen von euch zu offenbaren. Diese nutzen wir sonst geschickt für uns aus. Wir können euch ganz gut um den Finger wickeln. Mit der Zeit wissen wir ganz genau, wie wir an eine Portion Leckerlis am besten bei euch gelangen. Wir sind da wie Kleinstkinder, die versuchen immer die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das schaffen wir auch.

Wie ihr bestimmt bereits bemerkt habt, sind wir Chihuahua Hunde mit einem großen Herz und viel Verstand.

Temperament

Wir sind sehr quirlige Hunde, die ruhelos umherlaufen und immer in Action sind. Man muss uns schon fast zwingen ab und an eine Pause einzulegen. Dies liegt so in unserem Naturell. Ob dies davon kommt, dass wir uns immer in Sicherheit wähnen mussten und daher lieber in Bewegung blieben, um keine leichte Beute zu sein, das können wir euch nicht genau sagen. Auf alle Fälle sind wir eine Hunderasse, die sehr lebhaft am Alltag teilnimmt. Für unsere Größe haben wir ausreichend Muskelmasse mitbekommen, damit wir sehr agil und wendig unserer Lauffreude nachgehen können.

Willensstärke

Wir sind willensstark und selbstbewusst. Hinzu kommt unser Stolz, den wir mit Würde zeigen.

Allein zuhause

Eine kurze Zeit kann man uns auch mal alleine zu Hause lassen. Grundsätzlich sind wir aber lieber in Gesellschaft mit unserem Herrchen. Wenn ihr also den ganzen Tag arbeiten seid, dann seht von der Anschaffung von uns bitte ab. Dafür sind wir nicht zu haben.

Jagdtrieb

Mit unseren kleinen Pfoten aber gut ausgebildeten Krallen gehen wir gerne auf Mäusejagd. Sprich wir jagen nicht im Wald irgendwelchem Wild hinterher, sondern suchen uns lieber die kleinen Nager. Ob auf dem Grundstück oder unterwegs, wir haben Freude dabei. Wir sind da ähnlich veranlagt wie die Katzen und nehmen jede Bewegung und Geräusche war und schlagen dann blitzschnell los.

Wachsamkeit

Trotz unserer geringen Größe passen wir gut auf und melden sofort, wenn etwas nicht passt. Zahlreiche Besitzer bezeichnen uns als lebenende Alarmanlage mit Beschützergen und Wachhundqualität. Wir sind sehr aufmerksam und bekommen alles mit. Wir spitzen unsere Ohren und hören jedes Geräusch. Wir können uns zwar nicht mit einem ausgewachsenen Menschen anlegen, versuchen aber alle etwaigen Eindringlinge zu vertreiben. Wir schlagen Alarm und machen Radau, so dass es jeder mitbekommt und hoffentlich dies zum Rückzug der ungebetenen Gäste führt.

Bewegungsbedürfnis

Trotz oder vielleicht auch wegen unserer Größe, sind wir äußerst wuselige und quirlige Hunde, die ihre tägliche Bewegung brauchen. Daher spielt mit uns und stellt uns vor Aufgaben, bei denen wir körperlich beansprucht werden und unseren Kopf anstrengen müssen. Rassespezifische Auslastung brauchen auch kleine Wesen und wir mit unserer Lebhaftigkeit allemal. Wir gelten als unternehmenslustig und bringen einen ausgeprägten Bewegungsdrang mit.

Verspieltheit

Wir lieben es von euch mit spielerischen Methoden beschäftigt zu werden. Auch Kleinkinder können gerne mit uns versuchen, etwaige Kunststücke oder Balancespiele zu trainieren. Wir sind da sehr eifrig und mit Spaß dabei und lernen schnell eine Menge. Hinzu kommt, dass wir gutmütige Zeitgenossen sind. Und das ist bei Kindern nicht immer das Verkehrteste.

Mut

Das Sprichwort „Klein aber oho!“ gilt bei uns Chihuahua noch mehr als bei vielen anderen Kleinhunden. Wir sind zwar mit Abstand die kleinste Hunderasse, aber im Verhältnis dazu, sehr sehr mutig. Wir kurzhaarigen Exemplare sind hier noch etwas aggressiver unterwegs und gehen einem Streit unter Artgenossen nicht unbedingt aus dem Weg. Hier haben wir vor größeren Artgenossen auch nicht unbedingt großen Respekt, Angst oder schrecken zurück. Wir sind also noch leicht couragierter als unsere langhaarigen Verwandten. Insgesamt sind wir sehr selbstbewusste Hunde mit gewissem Draufgängertum.

Sozialverhalten

Sozialverträglichkeit

Wir freuen uns über Kontakt zu anderen Hunden und spielen, toben und tollen mit ihnen herum. Wichtig ist allerdings auch hier aufzupassen, da wir vom Größenverhältnis in der Regel immer der Unterlegene sind - außer wir spielen mal mit einem Welpen einer anderen Rasse… Auch wenn wir nicht zerbrechlich oder wegen jeder Berührung als Jammerlappen bekannt sind, sind wir körperlich einfach graziler gebaut, wodurch es natürlich Grenzen des Guten gibt. Mit der entsprechenden Sozialisierung sind wir freundlich und umgänglich im Hinblick auf Hundebegegnungen. 




Freundlichkeit zu Hunden

Grundsätzlich haben wir Chihuahua keine Probleme mit anderen Hunden, vereinzelt kann es aber zu Streitereien kommen und dann sind wir erstmal nicht die, die direkt zurückziehen. Wir werden von anderen Hunden nicht gerne in den Senkel gestellt, dann sind wir bereit uns zu wehren. Ihr Halter sollte hier ein Auge auf uns haben, denn mit einem Hund der das 10fache und mehr wiegt, sollten wir besser keinen Kampf ausfechten.




Freundlichkeit zu Menschen

Vom Wesen sind wir sehr freundlich und sobald wir merken, dass ihr uns nur Gutes wollt, sind wir gute Kumpels und sozialpartner. Auch fremden Menschen gegenüber öffnen wir uns nach einer Phase des Abcheckens, sind zunächst aber eher reserviert und misstrauisch. Hier kommt die Wachhundmentalität wieder zum Vorschein. Wir gelten aber generell als sehr fröhliche Zeitgenossen, die allen "Bekannten" und Bezugsmenschen gegenüber freundlich und friedfertig gestimmt sind.




Dominanz gegenüber Hunden

Wir Kurzhaar-Chihuahua sind deutlich dominanter anderen Hunden gegenüber, wie unsere Brüder und Schwestern Langhaar-Chihuahua. Wir legen uns auch schon mal mit einem vermeintlich stärkeren aber sicherlich größeren Artgenossen an. Auch wenn die Karten nicht ganz so gut für uns gemischt sind. Daher würden wir selbst uns kurzhaarigen Exemplare mit mittlerer Dominanz einstufen und uns langhaarige Vertreter mit geringem dominanten Verhalten.




Bindung zum Herrchen

Wir Chihuahua lieben unseren Halter, sind ihm treu ergeben und stets loyal. Wir sind tolle Begleithunde, sofern man einen kleinen Hund sein Eigen nennen möchte. Wenn ihr uns einmal angeschafft habt, seid ihr als Bezugsperson unser. Wir gehen zu euch in aller Regel eine intensive und extrem starke Bindung ein. Wir laufen euch auf Schritt und Tritt hinterher, wir sind sehr anhänglich und freuen uns, wenn ihr uns zeigt, dass wir eure number one sind. Wir auf alle Fälle himmeln euch an, ja wir vergöttern unser Herrchen. Daher können wir auch sehr eifersüchtig reagieren, da wir so fixiert sind. Und wir würden nahezu alles tun, um jegliche Gefahr von euch abzuwenden. Wenn wir das Gefühl haben euch will jemand etwas Schlechtes, können wir zu kleinen Tyrannen mutieren.




Erziehbarkeit

Denkt bitte immer daran, dass wir Hunde sind. Und Hunde egal ob klein oder groß, benötigen ein paar Grundregeln, an die wir uns halten sollten. Wir wollen artgerecht erzogen, gehalten und geführt werden. Auch wenn wir so klein und süß sind, bitte bleibt an der Erziehung konsequent dran und setzt die Regeln diszipliniert mit Führungstärke im Alltag um. Auch hier ticken wir wie Kinder und versuchen unsere Grenzen stets aufs Neue auszuloten. Also zeigt wer der Herr im Haus ist und wenn es mal nicht so reibungslos funktioniert, wie ihr es euch vorstellt, dann gebt uns eine klare Ansage. Ihr seid der Rudelführer und solltet entsprechend mit Souveränität und unnachgiebig vorangehen. 

Also knutscht uns nicht rund um die Uhr und knuddelt uns zu Tode, sondern trainiert ein paar Verhaltensrichtlinien und schaut, dass wir uns daran halten. Auch wenn wir mal wegen einer Rüge etwas eingeschnappt sind, auch hier sind wir wie Kinder und versuchen doch nur, dass ihr wieder den ersten Schritt auf uns zukommt und nachgibt. Tut es nur nicht. Wir merken uns jegliche Inkonsequenz und Führungsschwäche.

Grundsätzlich ist es auf Grund der Intelligenz und hohen Auffassungsgabe einfach uns etwas beizubringen, sei es beim Hundetraining oder Spielen. Positive Verstärkung mit einer ordentlichen Belohnung wirkt auch bei uns Wunder. Sprich wir freuen uns im Erfolgsfall über jedes nette Wort, ein paar Zätlichkeiten und eine Extra-Portion Leckerchen.




Kinderfreundlichkeit

Wir sind kinderliebe Hunde, aber seid bitte sehr vorsichtig, wenn wir als Welpen zu euch kommen. Wir sind zu diesem Zeitpunkt sehr klein und zerbrechlich. Hier muss man uns schützen damit kein ungewolltes Unglück beim Spielen ungewollt passiert. Daher sind auch etwas ältere Kinder, die nicht zu grobmotorisch mit uns umgehen, geeigneter als Kleinstkinder.

Leben mit einem Hund, sei er noch so klein, heisst nicht nur Kennenlernen und ab geht´s - eine harmonievolle Beziehung erfordert mehrere Dinge:

Neben der entsprechenden Sozialisierung, Integration in das Familienrudel und Zuweisung unsere Position in der Rangordnung, brauchen wir natürlich entsprechende Umgangsformen, für das Interagieren und Zusammenwirken mit den Kindern. Ferner brauchen auch die Kinder des Hauses Rahmenbedingungen, wie sie mit dem neuen Familienmitglied artgerecht umzugehen haben. Denn es gibt auch das ein oder andere No-Go, sprich Verhaltensweisen, die jedes Kind besser sein lassen sollte, schließlich handelt es sich beim Hund immer noch um ein zwar domestiziertes, aber "wildes" Haustier. Beachtet also unsere Goldenenen Regeln für Kinder und es wird sicherlich eine super Kameradschaft zwischen Hund und Kind erwachsen. Besonders etwas ältere Kinder werden viel Spaß mit uns haben, wenn sie sich ausgiebig mit uns beschäftigen und mit uns spielen.




Sensibilität

Wir wollen immer die Nummer eins bei unserem Herrchen sein. Wir können auch eifersüchtig werden, wenn man uns nicht genug Zuwendung zeigt. Wir tun alles dafür euch zu gefallen. Unser will-to-please ist relativ hoch.

Sozialverhalten

Freundlichkeit Mittel
Dominanz Mittel
Sozialverträglichkeit Hoch

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Bindung Herrchen Hoch
Erziehbarkeit Hoch
Kinderverträglichkeit Hoch
Sensibilität Hoch
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Was gibt es beim Chihuahua im Hinblick auf die Erziehung zu wissen?

Welche rassespezifischen Erziehungsthemen können bei der Haltung des Chihuahuas aufkommen?

Erziehungsthemen

Wir Chihuahua sind Hunde, die nicht einfach vor allem zurückschrecken. Ob wir kurz- oder langhaarigen Jungs und Mädels, wir sind tapfere Hunde, die keinem Streit direkt aus dem Weg gehen, nur weil uns Gegenüber vielleicht etwas größer ist. Manche Exemplare mögen mit ihrer Aggression hier auch zu weit gehen und bellen und kläffen jeden anderen Hund an und suchen die offene Konfrontation. Euch geht das ständige Ziehen an der Leine in einer derartigen Situation berechtigterweise auf die Nerven. Und dennoch seid ihr mit eurem Latein am Ende. 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt möchten wir euch anraten, einen Profi in Sachen Hundeerziehung zu konsultieren. Es gibt hervorragend ausgebildete Hundetrainer und Verhaltenstherapeuten, die sich auf das Trainieren von Problemfeldern spezialisiert haben. Wenn ihr dann mit dem Profi zusammenkommt, wird er sich erstmal ein Bild von uns Chihuahua machen, um uns und unsere Macken kennenzulernen. Oft wird dann eine Verhaltensanalyse ähnlich einer Anamnese vorgenommen und daraufhin ein gezielter Trainingsplan mit Maßnahmen gemeinsam mit euch Haltern erarbeitet.

Bei dem geschilderten Problem oben, könnte ein Antiaggressionstraining genau das richtige sein, um die Angriffslust gegenüber Artgenossen wieder in den Griff zu bekommen. Oder liegt es etwa daran, dass wir extreme Angst vor dem Zusammentreffen mit einem anderen Artgenossen haben und diese Angst durch unser Verhalten versuchen zu überspielen? Hier kann dann das Angsttraining die richtige Maßnahme sein. Diese Fragen werdet ihr mit dem Hundetrainer gemeinsam beantworten.

Sollte es zu Hause zu Problemen zwischen uns und euren Kindern kommen, so gibt es wunderbare Trainingseinheiten Kind und Hund, bei denen beide Seiten den richtigen Umgang miteinander lernen. Denn hier können Angst, Aggressivität oder auch schlimme Vorerlebnisse Ursache von ungewollten Verhaltensweisen sein.

Wenn ihr mit uns auf unseren Gassirunden und Spaziergängen feststellen müsst, dass wir ständig versuchen, jeglichen Unrat ins Maul zu nehmen und zu fressen, dann solltet ihr euch Gedanken über ein Antigiftködertraining machen. Hier wird dem Hund beigebracht, dass er nicht jedes Nahrungsmittel, dass auf der Straße bzw. den Gehwegen herumliegt, zu fressen hat. Gutes Training erreicht sogar, dass der Hund die Gerüche zwar riecht, aber nicht darauf anspringt. Da viele Giftköder ausgelegt werden, um uns Hunden zu schaden, kann dies unser Leben retten.

Weitere Erziehungskurse wie Hundeführerschein und Begleithundeprüfung sind ebenfalls Alternativen über die ihr nachdenken könnt. Je nach dem in welchem Bundesland wir gemeinsam zu Hause sind, ist der Sachkundenachweis verpflichtend. Erkundigt euch mal…

Erziehungsthemen

  • Antiaggressionstraining
  • Antigiftködertraining/Klauen von Lebensmitteln
  • Hund und Kind Training

Chihuahua - Erziehung & Training
Wichtige Tipps aus erster Hand vom Hundetrainer!

Der Chihuahua, der kleinste Hund der Welt, trägt einen großen Namen, der seinen rauen Herkunftsort, den mexikanischen Bundesstaat Chihuahua, würdigt. Trotz ihrer geringen Größe sind Chihuahuas bekannt für ihre große Persönlichkeit, ihr durchdringendes Bellen und ihre bedingungslose Hingabe an ihre Besitzer. Diese tapferen, energiegeladenen Hunde sind alles andere als Schoßhunde und sind bekannt für ihr Selbstbewusstsein, ihre Entschlossenheit und ihren starken Willen.

Sozialisation des Chihuahuas

Zur Sozialisierung der Chihuahuas ist es wichtig zu wissen, dass sich ihre Persönlichkeit erst voll entfaltet, wenn sie in Kontakt zu anderen Tieren und Menschen kommen. Das kann schwierig sein, da Chihuahuas tendenziell territorial und misstrauisch gegenüber Fremden sind. Sie neigen dazu, ihre Besitzer sehr zu beschützen, was zu aggressivem Verhalten führen kann, wenn sie nicht richtig sozialisiert werden. Daher ist es essentiell, sie schon früh verschiedenen Umgebungen, Geräuschen, Menschen und Tieren auszusetzen. Es ist wichtig, ihnen mit Geduld, Liebe und Konsequenz zu begegnen und sie positiv zu verstärken.

Grundkommandos

Grundkommandos sind von entscheidender Bedeutung für die Erziehung jedes Hundes, insbesondere aber für Chihuahuas, die trotz ihrer geringen Größe eine starke Persönlichkeit haben und dazu neigen, dominantes Verhalten zu zeigen. Befehle wie "Sitz", "Platz", "Bleib" und "Komm" sind nicht nur Hilfsmittel zur Kontrolle, sondern auch wichtige Kommunikationsmittel, die dazu beitragen, ein starkes und gesundes Band zwischen dem Hund und seinem Besitzer zu schaffen.


Gehorsamstraining – Leinentraining

Das Gehorsamstraining ist für Chihuahuas von großer Bedeutung, da sie häufig dazu neigen, stur und hartnäckig zu sein. Es ist wichtig, ihnen klare und konsistente Befehle zu geben und positive Verstärkung zu nutzen, um sie für gutes Verhalten zu belohnen. Sie sollten nicht hochgehoben und getragen werden, was ihre geringe Größe nahelegen könnte. Stattdessen sollten sie ermutigt werden, sich frei zu bewegen und ihre Umgebung zu erkunden.

Leinentraining ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Erziehung eines Chihuahuas. Obwohl sie klein sind, können sie dazu neigen, zu ziehen und zu zerren, wenn sie an der Leine sind. Daher ist es wichtig, dieses Verhalten früh zu korrigieren, indem man sie daran gewöhnt, dass die Leine locker hängt und sie neben ihrem Besitzer hergehen, anstatt voranzuziehen.

Spiel- und Apportiertraining

Auch das Spiel- und Apportiertraining ist für die Erziehung eines Chihuahuas wichtig, da es ihnen hilft, ihre Energie auf eine gesunde und konstruktive Weise zu kanalisieren. Dies sollte durch einfache und lustige Übungen erfolgen, wie das Werfen von Spielzeug und die Ermutigung des Hundes, es zurückzubringen.

Was sollten wir sonst noch zu dieser Rasse wissen?

Der Chihuahua ist eine kleinere Hunderasse, die nach der mexikanischen Region Chihuahua benannt ist. Diese Rasse ist bekannt für ihre winzige Größe, ihr lebhaftes Temperament und ihre loyalen Eigenschaften gegenüber ihren Besitzern. Chihuahuas können entweder langhaarig oder kurzhaarig sein und haben oft große Ohren und einen runden Kopf. Sie gelten als pfiffige, mutige Hunde, die gerne in der Nähe ihrer Menschen sind.

Der Chihuahua ist eine faszinierende Hunderasse, die viele Menschen aufgrund ihrer geringen Größe, ihrer aufgeweckten Natur und ihres stolzen Erscheinungsbildes lieben. Hier sind vier wichtige Aspekte, die man über Chihuahuas wissen sollte:

Herkunft und Geschichte

Der Chihuahua ist eine der ältesten Hunderassen der Welt und stammt ursprünglich aus Mexiko. Seine Wurzeln reichen bis in die Zeit der alten Tolteken und Azteken zurück. Der Legende nach wurden sie als spirituelle Führer betrachtet und oft zusammen mit ihren verstorbenen Besitzern beigesetzt. Trotz ihrer langen Geschichte und ihrer Bedeutung wurden sie erst im späten 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten populär.

Temperament und Persönlichkeit

Trotz ihrer geringen Größe sind Chihuahuas bekannt für ihre große Persönlichkeit. Sie sind mutige, lebhafte und oft sture kleine Hunde. Sie haben oft eine starke Bindung zu einer einzelnen Person und können gegenüber Fremden misstrauisch sein. Sie brauchen viel Gesellschaft und Zeit zum Spielen und sind für ihre Loyalität und Liebe zum Menschen bekannt. 

Pflege und Gesundheit

Chihuahuas sind im Allgemeinen gesunde Hunde, sie können aber aufgrund ihrer geringen Größe gesundheitliche Probleme haben. Sie sind anfällig für Zahnprobleme, Herzerkrankungen und einige neurologische Störungen. Regelmäßige Tierarztbesuche sind essentiell, um sicherzustellen, dass sie gesund bleiben. Sie benötigen auch regelmäßige Pflege, vor allem, wenn sie ein langes Fell haben. Sie sollten nicht übergewichtig sein, da dies andere Gesundheitsprobleme verursachen kann.

Training

Chihuahuas sind intelligente Hunde, die gerne lernen und geistig gefordert werden. Sie können jedoch aufgrund ihres stolzen und eigenständigen Charakters schwierig zu trainieren sein. Sie reagieren am besten auf positive Verstärkung und benötigen eine konsequente Erziehung. Chihuahuas sind auch dafür bekannt, schwer stubenrein zu werden, daher ist Geduld bei der Toilettenausbildung unerlässlich.

Zusammenfassung

In der Zusammenfassung lässt sich sagen, dass der Besitz eines Chihuahuas sowohl eine Freude als auch eine Herausforderung sein kann. Sie werden wahrscheinlich Ihren Hund ermutigen müssen, mutiger und unabhängiger zu sein, und Sie sollten immer einfühlsam, aber konsequent sein. Denken Sie daran, dass Ihr Chihuahua zwar klein ist, aber ein großes Herz und einen starken Charakter hat. Er wird Ihre Liebe und Führung brauchen, um ein glückliches und erfülltes Hundeleben zu führen.

Insgesamt ist der Chihuahua ein lebendiger, liebenswürdiger und loyaler kleiner Hund, der jedoch eine konsequente Erziehung und sorgfältige Pflege benötigt. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit kann dieser kleine Hund ein wunderbarer Begleiter sein.

Ralf Lügger
Hundetrainer, Hund-Mensch-Coach, Autor
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Rassetypische Krankheiten des Chihuahuas

Chihuahua: Welche Erbkrankheiten, genetischen Belastungsfaktoren und sonstigen rassetypischen Hundekrankheiten können auftreten?

Erbkrankheiten

Durch die Zuchtaktivitäten über die gesamte Zuchthistorie unserer Rassegeschichte, sind wir Chihuahua zur kleinsten Rasse geworden. Das wir irgendwo von einem Wolf in der Historie abstammen sollen, das glaubt ja kein Mensch.

Gerade in der Hundezucht sieht man immer wieder, zu was der Mensch durch sein Handeln in der Lage ist, ob positiv oder negativ betrachtet. Denn so schön es auch immer sein mag ein konkretes Zuchtziel zu verfolgen, ist dies nicht zwangsläufig im Sinne der betreffenden Rasse, geschweige des jeweiligen Hundeindividuums. 

Warum schicken wir dies so explizit vorweg?

Weil wir Chihuahua nicht zu den gesündesten Hunderassen gehören bzw. von der einen oder anderen Rassedisposition betroffen sind. Sprich wir bringen für Erbkrankheiten und genetisch bedingte Defekte, eine gewisse Veranlagung mit, auf die wir nun weiter eingehen:

So ist eine der Auswirkungen durch die verfolgten Zuchtziele, dass der Kopf bei uns Chihuahua nur von einer extrem dünnen Haut überzogen ist, so dass wir wie bei neugeborgenen Kindern, eine offene Fontanelle haben. Die Schädeldecke ist extrem löchrig und damit verletztlich.

Weiter geht es mit dem sogenannte, Rückwärtsniesen. Auch dies ist eine erbliche Erkrankung, die uns treffen kann. Hierbei strecken wir unseren Hals extrem nach vorne und ziehen unter röchelndem Geräusch Luft durch die Nase. Es hört sich an, als ob dickes und schleimiges Nasensekret durch die Nase hochgezogen wird.

Wenige Exemplare von uns Chihuahua haben das Problem, dass sich eine Menge Wasser im Gehirnschädel ansammelt. Die führt zu der Erkrankung Hydrocephalus, besser bekannt unter Wasserkopf.

Wo wir gerade bei vererbten Krankheitsmerkmalen am Kopf sind: Es gibt bei uns Chihuahua eine erbliche Vorbelastung für das Brachyzephales Syndrom (Kurzköpfigkeit), was eine der Auswirkungen extremer Zuchtziele sein kann, wie ihr in unserem gesonderten Artikel "Qualzucht - Wie Hunde unter der Qualzucht leiden" nachlesen könnt.

Die Progressive Retinaatrophie ist eine Augenerkrankung die uns heimsuchen kann und als vererbliche Erkrankung bei unserer Hunderasse bekannt ist. Hier werden die Zäpfchen und Stäbchen der Netzhaut zerstört. In äußersten Fällen kann dies zur vollen Erblindung führen.

Eine weitere erbliche Vorbelastung besteht für eine rassespezifische Erkrankung. Es handelt sich um die Spinozerebelläre Ataxie kurz SCA genannt. Hier führt die amerikanische Orthopedic Foundation for Animals (OFA) eine Quote von 100% an, allerdings bei einer sehr geringen Anzahl an untersuchten Tieren.

Die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit wird bei der OFA ebenfalls mit einer statistischen Größe von 5% der untersuchten Chihuahuas angegeben. Es handelt sich hierbei um eine Wachstumserkrankung bei kleineren Artgenossen.

Probleme mit der Hüftgelenkspfanne haben 6,9% laut OFA. Die genaue Krankheitsbezeichnung ist die Hüftgelenksdysplasie, die unseren Bewegungsapparat deutlich einschränken kann.

Des Weiteren gibt es immer wieder Chihuahua die unter einer Kniescheiben-Verrenkung, auch Patella-Luxation genannt, leiden. Dies führt unweigerlich bei uns zu Bewegungseinschränkungen wie Humpeln und Nachziehen des erkrankten Beins.

Abschließend muss noch die Schilddrüsen-Unterfunktion bei uns Chihuahuas mit 7,7% positiver Ergebnisse laut OFA angegeben werden. Sprich 7,7% der untersuchten Hunde leiden erblich bedingt an dieser Erkrankung. 

Trotz der gesamten beschriebenen Erkrankungen, wollen wir euch mit auf den Weg geben, dass dies zwar etwaige Vorbelastungen von erblicher Seite sind, aber nicht zwingend auftreten müssen. Immerhin ist unsere Lebenserwartung äußerst beachtlich und kann zwischen 12 und 18 Jahren liegen. Wir sind insgesamt sehr robust und zäh.

Sonstige Krankheiten

Wie mehrfach erwähnt, sind wir die kleinste Hunderasse, die ihr euch zulegen könnt. Sollte ihr euch einen weiblichen Hund zulegen, sollte ihr im Hinterkopf halten, dass wir Damen gewollt oder auch nicht, schwanger werden können. Sollte dies geschehen, wollen wir euch bereits im Vorfeld mitgeben, dass es bei uns Chihuahua unter Umständen in der Zeit der Trächtigkeit als auch bei der Entbindung zu Komplikationen kommen kann. Da wir so klein sind, bekommen wir auch deutlich weniger Welpen wie große Hunderassen. Im Verhältnis zu unserem Körper bzw. Körpergewicht, ist aber der einzelne Welpe, den die Mädels zur Welt bringen, deutlich größer und vom Verhältnis zu unserem eigenen Gewicht deutlich schwerer wie bei einem großen Hund. Diese Tatsache kann zu Nebenerscheinungen führen.

Eine weitere Erkrankung, die es zu beachten gilt, ist die Herzklappenerkrankungen der linken Herzhälfte. Sie wird auch als Mitralklappeninsuffizienz bezeichnet.

Da wir einen sehr kleinen Kopf haben, kann es zu Fehlstellungen unserer Zähne kommen. Diese können dann dazu führen, dass sich vermehrt Zahnstein bildet. Die Ursache ist der deutlich geringer Abrieb beim Kauen auf Grund Mangelstellung.

Weiterhin möchten wir unbedingt euch potentiellen zukünftigen Halter mit auf den Weg geben, wenn ihr euch mit dem Kauf eines Chihuahua Welpen wirklich beschäftigt, dann geht unbedingt zu zertifizierten Züchtern, die beim Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) Mitglied sind. Es gibt leider auf Grund der immer mehr in Mode kommenden Hunderasse, viele die hier schnelles Geldmachen auf dem Rücken von armen Hunden austragen. Es werden so viele Hundebabys von unseriösen Menschen über die dubiosesten Kanäle angeboten und zu Dumpingpreisen verschleudert. Denkt immer daran, dass ihr diese Menschen unterstützt, wenn ihr mit ihnen in Kontakt tretet. Der Leittragende ist und bleibt immer der Welpen egal von welcher Rasse. 

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Welche Aktivitäten eignen sich für den Chihuahua?

Welche Hundesportarten und Alltagsbeschäftigungen eignen sich für den Chihuahua?

Passende Sportarten

Wie ihr bis hierhin durch die Beschreibung unserer körperlichen Merkmale bereits erfahren habt, sind wir eine kleingewachsene Hunderasse. Die allermeisten Hundesportarten sind von ihren Anforderungen und Regeln aber eher für größere Hunde ausgelegt, so dass wir auf Grund unserer Körperproportionen für diverse Sportgeräte, Hindernisse und Übungen einfach nicht geeignet sind. Sie sind einfach mitunter zu hoch...

Aber keine Panik: Es gibt verschiedene Hundeschulen, die speziell außerhalb der FCI-/VDH-Normen und Regularien, für den Privatgebrauch und Spaß an der Freude, auf kleine Hunderassen angepasste Disziplinen anbieten.

Hört euch doch einfach mal um, das würde uns optimal in den Kram passen, da wir Spaß ander der Bewegung haben - wir Chihuahua sind zudem agil, beweglich und wendig genug, um uns sportlich zu engagieren, mit unserer Zähigkeit gerne anspruchsvolle Herausforderungen annehmen und sie versuchen zu lösen. Schaut doch, dass ihr Hundesportarten wählt, die gezielt unsere Stärken und rassespezifischen Eigenschaften ansprechen und einbinden. Wir sind sicher nicht die Marathonläufer und mit exorbitanter Ausdauer gesegnet oder Gewichtheber, der vor Kraft strotzen, dennoch sind wir kleine gewandte, temperamentvolle und sehr willensstarke Kämpfernaturen.

Welche Hundesportarten sind denn generell mit uns Chihuahuas denkbar und sinnvoll? Mit welchem Sport lassen wir uns gerne bespaßen, fordern und fördern, damit wir ausreichend rassespezifisch ausgelastet werden?

Die Hundesportart Agility ist hier perfekt von der Disziplin auf uns zugeschnitten, vorausgesetzt die Hindernisse sind auf unsere Größe angepasst. Hier kommt es dann auf Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Balance, Sprungstärke, Flinkheit und Agilität an. Hier können wir dann einen gesteckten Kurs in bestimmter Reihenfolge und auf Zeit absolvieren. Das macht uns sehr viel Spaß und lastet uns auch körperlich wie geistig gut aus.

Auch die Hundesportart Obedience kann eine schöne Alternative sein, um uns mehr Disziplin und Erziehung auf spielerische Art und Weise beizubringen. Was uns ebenfalls entgegenkommt ist die Tatsache, dass es beim Obedience besonders auf das Team Hund und Mensch ankommt. Gehorsam und Führigkeit stehen hier im Zusammenspiel mit unserem Hundeführer im Vordergrund.

Auch die etwas jüngere Variante, Rally Obedience, könnte eine spaßige Herausforderung für uns als Team sein. Hier laufen wir den gesteckten Parcours gemeinsam mit euch bei Fuß, perfekt funktionierende Kommunikation zwischen uns ist hier erwünscht und bei der Bewältigung der Aufgaben auch erlaubt.

Die dritte Variante von Obedience ist Dogdance. Dies ist sicherlich eine geeignete Variante für uns Chihuahuas. Schaut, dass ihr eine Hundeschule findet, die dies auch für kleine Hunde anbietet. Hier müssen wir dann Kunststücke und Gehorsamkeit kombiniert trainieren. Und das in harmonischer Choreographie zur laufenden Musik. Wunderbar.

Jegliche Betätigung bei der wir unsere Nase einsetzen, wie z.B. Fährtenarbeit oder Mantrailing, kann ebenfalls eine schöne Abwechslung darstellen, unsere Sinne und Konzentrationsfähigkeit bei der Suche stark fordern.

Aktivitäten für jeden Tag

In der Freizeit wollen wir auch mit euch gemeinsam täglich etwas erleben. Sprich, ihr solltet euch was einfallen lassen, wie ihr uns am besten bewegt, kopfseitig beschäftigt und uns dabei Abwechslung bietet.

Aber nichts einfacher wie das, geht auf alle Fälle mehrmals am Tag mit uns raus, da wir unsere notwendigen Geschäfte bzw. Toilettengänge erledigen müssen. Auf eine Katzentoilette wollen wir definitiv nicht.

Ein ausgedehnter Spaziergang sollte täglich drin sein, hier ist es wichtig das richtige Maß für uns zu finden. Damit die Hunderunde nicht zu stupide wird, bieten sich unterwegs im Wald oder einer Wiese, Hundespiele und einzelne erzieherische Trainingssequenzen an.

Dies kann dann einfach nur ausgelassenes Toben, aber auch wiederum eine Suchaufgaben mit versteckten Leckerchen oder Apportierspiele mit einem winzigen Ball, sein. Der Ball sollte aber eher Flummi- und nicht Tennisballgröße haben, denn dahinter können wir uns dann verstecken und ihr uns suchen - verkehrte Welt...

Ferner bieten sich kleine natürliche oder bauliche Hindernisse zum überspringen und/oder das Balancieren auf herumliegenden Baumstämmen an. Auch für sonstige Hundetricks und Kunststücke im Rahmen des Trickdog sind wir offen, denkt nur daran, dass unsere Knochen nicht die dicksten sind und wir uns nicht verletzen wollen.

Wenn ihr weitere Ideen benötigt, so fragt doch Gleichgesinnte, was sie euch anraten würden, um uns Chihuahua weitere Beschäftigung und Auslastung zu bieten.

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Das sind die Anforderungen für die Haltung eines Chihuahuas

Welche Besonderheiten sind im Hinblick auf Haltebedingungen, Zeit- und Kostenaufwand beim Chihuahua zu beachten?
Pflege Gering
tägliche Aktivitäten Mittel
Gassi gehen Mittel
Erziehung Gering

Anforderungen an den Hundehalter

Solltet ihr eine Hunderasse suchen, die grundsätzlich gut in der Stadt und in einer Wohnung zu halten ist, dann seid ihr bei uns kleinen Hunden genau richtig. Wir sind also sehr geeignete Stadthunde.

Wir benötigen nicht viel Platz in der Wohnung, schön wenn wir uns ein paar Schlafplätze aussuchen können, aber viel Raum dafür benötigen wir nicht. Wir sind sehr stadttaugliche Hunde, benötigen aber genügend Bewegung im Freien. Sprich die Zeit müsst ihr investieren.

Ein ganz wichtiger Punkt ist bei einer etwaigen Wohnung in der Stadt, dass vorhanden sein eines Aufzugs, da wir die hohen Treppenstufen nicht überwinden können bzw. dies äußerst schlecht für unseren gesamten Bewegungsapparat ist. Die Alternative ist und stets auf den Arm zu nehmen und hoch und runter zu tragen.

Solltet ihr einen Garten euer Eigen nennen dürfen, egal ob in der Wohnung im EG oder im Haus auf dem Land, so ist dies perfekt. Dann habt ihr die Möglichkeit uns auch zwischendurch einfach zum Spielen und Toben in den Garten zu lassen und für die Not können wir dann auch schnell mal unser Geschäft machen. Einen Tipp für euch Halter: Schaut, dass es nicht zu viele Schlupflöcher gibt und wir die Möglichkeit hätten auszubüchsen. Dies kommt zwar fast nicht vor, aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Allzu groß muss der Garten nicht zwingend sein. Da sind wir bescheiden.

Was unsere Erziehung betrifft, sind wir Chihuahua sehr angenehm und wenn ihr mit etwas Konsequenz hinterher seid, gut zu erziehen. Zeitlich ist der Aufwand nicht hoch und die Kosten halten sich in Grenzen. Macht aber auf alle Fälle frühzeitig die Welpen- und Junghundeschule mit, damit wir rechtzeitig sozialisiert werden. Weitere Erziehungskurse obliegen euch. Je nach dem müsst ihr ein paar Euro mehr investieren, dies aber nur zu eurem Vorteil.

Wir brauchen auf alle Fälle ausreichend Gassigänge damit wir unser Notwendiges erledigen können. Da wir vom Temperament sehr agil und bewegungsfreudig sind, würden wir uns freuen mit euch ein paar Outdoorspiele zu machen. Wir sind nicht der geeignete Hund für den Marathonlauf, aber etwas herumtoben ist gut. Wir lieben auch ausgedehnte Spaziergänge. Daher solltet ihr insgesamt mehrere Runden am Tag einplanen und euch hier unterwegs mit uns beschäftigen. Das reicht. 

Wir Chihuahua sind sehr pflegeleichte Tiere. Bitte bürstet uns langhaarigen Hunde regelmäßig, das entfernt überschüssiges Haar und tut uns gut. Somit wird unser schönes Fell auch nicht verfilzen. Ab und an könnt ihr sowohl uns lang- als auch kurzhaarige Chihuahua baden, dann riechen wir auch wieder extrem lecker. Klar die typischen Pflegebereiche wie Ohren, Augen und Krallen solltet ihr hin und wieder kontrollieren und ggf. säubern und schneiden, damit sich keine Infektionen bilden können. Eine wichtige Partie stellen außerdem die Zähne dar, die von Zeit zu Zeit geschrubbt werden müssen. Somit vermeidet ihr starken Geruch aus dem Mundbereich. Der Zahnstein kann sowohl vom Tierarzt entfernt werden.  Natürlich habt ihr auch die Wahl mal einen Hundesalon mit uns zu besuchen und uns ein wenig Wellness zu gönnen. 

Was das Fressen und die Fütterung angeht, braucht ihr vor exorbitanten monatlichen Kostne keine Angst zu haben. Wir fressen euch garantiert nicht die Haare vom Kopf. Da wir so zierlich und klein sind, benötigen wir dem Körper entsprechend eine ausgewogene und gesunde Ernährung, damit wir lange gesund und leistungsfähig bleiben. Des Weiteren ist es so, dass kleine Hunde deutlich mehr Wärme abstrahlen und diese verlorene Energie durch Futteraufnahme kompensieren müssen. Deshalb ist es also wichtig eine energiereiche Futterzusammensetzung für uns parat zu haben. Dennoch halten sich die Kosten im Rahmen.

Zu guter Letzt sind da noch die Kosten für die Gesundheit. Hier ist es so, dass es zwar einige erbliche Vorbelastungen gibt, aber diese müssen ja nicht zwingend auf uns bzw. euch dann zukommen. Dasselbe gilt für sonstigen Krankheiten oder Verletzungen. Außerdem sind wir so klein, dass auch Arzneimittel nur in ganz geringer Dosierung verabreicht werden. Wir denken, dass ihr hier mit geringen Kosten kalkulieren solltet. Denkt aber dennoch in unserem Sinne, regelmäßige Check-Ups zu machen, uns die notwendigen Impfungen und Antiparasitika zukommen zu lassen, damit einige Risiken durch die präventiven veterinärmedizinischen Maßnahmen verhindert werden oder frühzeitig behandelt werden können. 

Anforderungen an die Umgebung

Stadttauglichkeit Hoch
Platzbedarf Wohnung Gering
Platzbedarf Garten Gering

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