FCI-Gruppe für Hunde

Was versteht man in der Rassehundezucht unter einer FCI-Gruppe?

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Zuletzt aktualisiert am: 30.5.2024

Cavalier King Charles Spaniel in Vorderkoerpertiefstellung schaut mit grossen traurigen Augen den Betrachter an.jpg

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) zeichnet sich als größter kynologischer Dachverband unter anderem für die internationale Anerkennung von nationalen Hunderassen verantwortlich. Die vorläufig (provisorisch) und endgültig anerkannten Rassen werden nach Vergabe einer einzigartigen FCI-Rassestandard-Nr. in die FCI-Rassenomenklatur aufgenommen und dort diversen FCI-Gruppen zugeordnet.

Aktuell besteht die von der FCI gewählte Gruppeeinteilung aus 10 Gruppen, die wiederum untergeordnet aus einem System mit Sektionen und mitunter Subsektionen bestehen.

Welche FCI-Gruppen gibt es?

FCI-Gruppe Gruppenbezeichnung
FCI-Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
FCI-Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
FCI-Gruppe 3 Terrier
FCI-Gruppe 4 Dachshunde
FCI-Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI-Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Gruppe 7 Vorstehhunde
FCI-Gruppe 8 Apportierhunde – Stöberhunde - Wasserhunde
FCI-Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde
FCI-Gruppe 10 Windhunde

 

Wie sich aus den Gruppenbezeichnungen gut ablesen lässt, erfolgt/e die Zuordnung der jeweiligen Rasse häufig auf Grund ihrer angestammten Verwendung.

Was wir damit meinen, wollen wir anhand von Beispielen erläutern:

Rasse FCI-Gruppe Ursprüngliche Verwendung
Deutscher Schäferhund mit der FCI-Standard-Nr. 166 FCI-Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde Schäferhund (Herdengebrauchshund)
Englischer Foxhound mit der FCI-Standard-Nr. 159 FCI-Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rasse Laufhund bei der Jagd (Jagdhund)
Cavalier King Charles Spaniel mit der FCI-Standard-Nr. 136 FCI-Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde Geselliger Lebenspartner / Schoßhund des Adels

 

Allerdings besagt die Einstufung der Rassen in die Rassenomenklatur nichts über die tatsächliche Verwendungsart. Denn heute werden beispielsweise zahlreiche Arbeits- und Gebrauchshunde als Familien- und Begleithunde angeschafft und gehalten. Zur Zeit ihrer Entwicklung wurden dieselben Hunde aber durch tagtäglichen Arbeitsunterstützung ihrer Besitzer eingesetzt und durch Aufgaben wie Herden-, Zug- oder Jagdarbeiten vordergründig übernehmen. Dies hat sich auf Grund der Beliebtheit von Hunden vielfach geändert, sodass auch zahlreiche Hunderassen, die für den Arbeitseinsatz entwickelt und gezüchtet wurden als Haushunde bei ihren Familien leben. Im Rahmen einer Familien- und Begleithundehaltung ist es dann zumindest wünschenswert, dass die jeweilige Rasse mit alltäglichen Alternativbeschäftigungen körperlich und kognitiv gefordert und gefördert werden. So stellt beispielsweise der Hundesport mit seinen unterschiedlichen Disziplinen, eine willkommene und artgerechte Aktivität dar. Ferner aber auch Hunderassen aus bestimmten FCI-Gruppen entgegen ihrer angedachten Verwendung in Spezialgebieten ausgebildet, um einen wertvollen Dienst am Menschen abzuleisten. So als Rettungs-, Assistenz- und Diensthund, wo man vielfach auf die Feinnasigkeit diverser Jagdhunderassen zurückgreift.

Hinweis:

Abschließend sei uns in Sachen FCI-Gruppen noch eine Anmerkung im Zusammenhang mit den eigenen Diensten von dogondo gestattet. Denn auch hier wird der Leser immer wieder mit dem Begriff „FCI-Gruppe“ konfrontiert. So in unserer Rubrik „Rassen“, wo wir im Intro der jeweiligen Rassedetailseite einen tabellarischen Kurzüberblick ausspielen, die mit der FCI eng zusammenhängen.

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