Kieferfehlstellung beim Hund

Wenn der Hund eine Kieferfehlstellung hat

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Zuletzt aktualisiert am: 11.9.2023

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Fehlstellungen des Kiefers sind ein häufiges Problem kleiner Hunderassen, können aber vereinzelt auch bei größeren Hunden beobachtet werden. Sie gehen oft mit weiteren Symptomen/Erkrankungen, wie z.B. Zahnfehlstellungen, einher. Bei Mops, Bulldogge, Chihuahua und Co. ist die evolutionär gesehen schnelle Züchtung auf Kleinwuchs Ursache der Fehlstellungen und meist erblich bedingt. Bei größeren Hunden i.d.R. eine Einzelfall-Entwicklungsstörung im Mutterleib.

Da die Fehlstellung mit weiteren Problemen (Fehlender/unzureichender Kieferschluss, Zahnfehlstellung, schnellerer Zahnsteinansatz, Probleme bei Futter- und Wasseraufnahme, ggf. Verletzungen beim Beißen etc.) einhergehen kann, sollten betroffene Hunde aus der Zucht ausgeschlossen werden. Die zwei häufigsten Formen der Kieferfehlstellung sind:

  1. das Hechtgebiss (Brachygnathia superior bzw. Prognathia inferior), bei der der Oberkiefer verkürzt ist und dementsprechend der Unterkiefer hervorsteht (vgl. Hechtmaul), auch Unterbiss genannt
  2. das Karpfenbgebiss (Brachygnathia inferior bzw. Prognathia superior), bei der der Unterkiefer verkürzt ist und dementsprechend der Oberkiefer hervorsteht (vgl. Karpfenmaul), auch Überbiss genannt

Darüber hinaus sind auch einseitige, also nur einen Kieferast betreffende, Missbildungen, schief gewachsene Kieferäste und andere angeborene oder nach Unfall erworbene Fehlstellungen möglich.


Synonyme

  • CMD
  • Craniomandibuläre Dysfunktion

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