Mops

Charmanter Kleinhund mit Kulleraugen aus China

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Zuletzt aktualisiert am: 17.12.2023

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Mops

Das wichtigste in Kürze

  • Aristokratischer Gesellschaftshund und Alltagsbegleiter
  • Gefragte treuherzige Rasse mit Charme, die das Leben mit ihrer Anwesenheit bereichert
  • Gemäß Loriot: Ein Leben ohne Mops ist möglich - aber sinnlos!
  • Fröhlicher, lebhafter, intelligenter, ausgeglichener und würdevoller Rassehund im Kleinformat
  • Für Hundeanfänger, Jung und Alt, Familien, Paare und Singles geeignet

Der Mops wird als "klein aber oho" beschrieben und erobert immer wieder mit seiner Art das Herz zahlreicher Hundefreude in der ganz Welt. 

Der charmante Rassehund gilt als Frohnatur, ist lebhaft, aktiv und quickfidel. Zudem begeistert er regelmäßig mit seinem verspielten und mitunter witzigen Verhalten.

Er sucht stets die Nähe seiner Bezugsmenschen, ist treu und anhänglich, bringt ein sensibles und feinfühliges Gespür für die situative Stimmungslage mit, bezaubert einfach mit seiner Anwesenheit.

Ebenso weiß aber der kleine Hund ganz genau was er will, denn der Mops ist willensstark, neigt auch schon mal zu Sturheit und will seinen Kopf durchsetzen. Die Begabung mit seinem Verhalten sein Gegenüber um den Finger zu wickeln, hilft ihm dabei seinen Willen mitunter einfach durchzusetzen, ohne dass seinem Bezugsmenschen die Masche auffällt. 

Weshalb die kleine Rasse als tierischer Freund und Lebenspartner so häufig an der Seite von uns Menschen zu finden ist, mit welchen Qualitäten und Vorzügen der Mops neben den vorgenannten Eigenschaften punktet, worauf es im Hinblick auf die Anschaffung und Haltung alles ankommt, könnt ihr nun in allen Einzelheiten in unserem Rasseporträts nachlesen. Viel Freude dabei!

Nummer: 253
Gruppe: 9. Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion: 11. Kleine doggenartige Hunde
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Volksrepublik China
Patronat
Vereinigtes Königreich von Großbritannien
Verwendung

Gesellschaftshund

Datum der Veröffentlichung 13. Oktober 2010
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 4. November 1966
Link zum FCI-Standard FCI - Mops

Wie entstand unser Rassenname?

Der Mops wurde in aller Herren Ländern sehr unterschiedlich genannt. 

So bezeichneten ihn die Italiener als "Gaganlino Camuso", die Spanier als "Doguillo", die Franzosen als "Carlin", die Engländer als "Pug" und Dutch Mastiff. 

In Deutschland, Holland und Belgien wurde der Mops aber eben als "Mops" und "Mopshond" tituliert. 

Warum? 

Das Verb "mopperen" besagt im holländischen so viel wie, murren, nörgeln, brummen. Die alltäglichen Geräusche, die ein Mops so von sich gibt, das Schnarchen, Brummen, Grunzen, Schnurren und die charakteristischen Gesichtszüge und typische Mopsmimik, wurden vermutlich mit diesem Verb im weitesten Sinne beschrieben.

Und somit entstand dann folglich die Bezeichnung und der Rassenamen Mops.

Welches Problem sollten wir lösen?

Die Privilegierten dieser Welt hatten zwar an den Fürstenhäusern und Palästen immer viele Menschen um sich, diese dienten in der Regel aber als niederes, angestelltes Volk. Sprich, sie hatten diverse Arbeiten zu erledigen, waren aber keine Vertrauensleute.

So war im Grunde der Alltag der Aristokraten und des Adels, am Ende des Tages schwer einsam. 

Um ein wenig Nähe, Vertrautheit, Zuneigung und Liebe weiterzugeben, musste also eine andere Lösung her, denn den allermeisten Menschen konnte nicht über den Weg getraut werden. Ein tierischer Partner musste her, der als Lebensbegleiter, Seelentröster, Vertrauensperson, Spielkamerad etc. das Leben durch dessen Anwesenheit verschönerte. Zudem galt es als schick einen Hund an seiner Seite zu haben.

Somit wurden wir Mops-Hunde zum Zeitvertreib und als vertrauensvoller, liebender Partnerersatz und Freund gehalten und begleiteten unsere Herrchen/Frauchen überall hin mit, bis in die Gemächer.

Wie wurden wir eingesetzt?

Jeher war die ursprüngliche Verwendung von uns Mops-Hunden, die des Gesellschafts- und Begleithundes.

Und hier hatten wir das Privileg, als sogenannter Königs- und Kaiserhund unseren Lebensmittelpunkt an der Seite des Adels und der Aristokratie weltweit zu haben - sprich wir lebten in Saus und Braus, waren begehrte kaiserliche Hundepartner, die den Adelsgeschlechtern mit ihrer Anwesenheit und Geselligkeit das Leben versüßten.

Diverse Hunde wurden als Luxusobjekt und Statussymbol gehalten.

Es galt als Chic, Mode und Verpflichtung einen kleinen Mops als Begleiter bei sich zu haben und zu den angesagtesten Treffen, Festen und Veranstaltungen mit ihnen zu kommen.

Somit lebten wir Mops Hunde an den fürstlichen, kaiserlichen und königlichen Palästen dieser Welt und wurden als Luxusgeschenke oftmals bei Besuchen der Königshäuser untereinander als Dank, Wertschätzung und Anerkennung dem Gastgeber übergeben.

Aber wir waren nicht nur zum Vorzeigen da, sondern galten als Vertraute, die bedingungslos, treu und loyal als anhänglicher und stets zuverlässiger Lebensbegleiter fungierten, immer ein offenes Ohr hatten, mit unserem Feingefühl Seelentröster spielten, Spielkamerad von Groß und Klein waren. Möpse waren ständige Begleiter, egal wo sich unsere Besitzer aufhielten und durften als eine der wenigen, bis in die Gemächer vordringen und Tag und Nacht bei unseren Adelspersonen verweilen. Für viele waren wir Partner- und Kinderersatz, denn das Leben eines Adeligen konnte sehr einsam sein, obwohl so viele Menschen an den Höfen lebten und anwesend waren. Aber vertrauensvolle und ehrliche Freundschaften waren doch äußerst selten - diese Funktion hatten wir Mops-Hunde inne.

Wo stammen wir her?

Wie bei vielen anderen Hunderassen auch, gibt es häufig keine gesicherten Fakten, wo die jeweilige Hunderasse ihren Geburtsort und folglich genaue Heimat hat. So gibt es in der kynologischen Literatur immer wieder diverse Mutmaßungen und Thesen, auf die auch wir uns stützen müssen.

Der Ursprung es Mops soll wohl in Asien liegen. Und hier soll die Rasse ihre Wurzeln in China haben.

Der Rassestandard führt ferner auf, dass die Rasse wohl aus dem Orient stammen soll, um direkt aber ebenso China als Heimatland zu nennen...So muss also China aller Voraussicht nach, mit dem Mops eine sehr enge Verbindung haben, denn dort sind seit Jahrtausenden, stumpfnasige Hunde äußerst beliebt gewesen.

Urzeitliche doggenähnliche Hunde sind die Vorfahren des Mops.

Welche Rassen sind unsere Vorfahren?

Die Ahnen des heutigen Mops sind die frühzeitlichen Hundetypen in China gewesen.

Es waren kleine doggenartige Hunde, die bei Weitem noch nicht dem heutigen Mops vom Aussehen entsprachen, deren Aussehen aber ebenfalls von ihrer kurzen Schnauze/Fang und stumpfen Nase geprägt war. Zudem waren diese Schläge alle kurzhaarig.

Die Chinesen hatten stets ein Faible für kurznasige Kleinhunde, so dass der Einfluss alter "kurzgesichtiger" Hunde und damit Genlieferanten, in Bezug auf die Entwicklungsgeschichte des heutige Mops, Sinn macht.

Die Rasse gilt als eine der ältesten Hunderassen überhaupt.

Wie haben wir uns auf der Welt verbreitet?

Der Mops hat eine sehr sehr lange Geschichte, die laut diverser Publikationen bis ins frühe 9. Jahrhundert zurückgeht. Denn in  China wurde jeher kurznasige Hunde mit großen Köpfen gezüchtet und waren dort beim chinesischen Adel sehr angesehen und begehrt. Er war der Kaiserhund, galt sprichwörtlich als unantastbar, durfte zwischenzeitlich nur vom Kaiser persönlich gehalten werden und jeder der sich unerlaubterweise näherte oder gar einen der Exemplare einheimsen wollte, wurde exekutiert.

Da der Mops einen so hohen Stellenwert im Kaiserreich hatte, wurde der Zucht dieser mopsartigen Schläge, viel Aufmerksamkeit zuteil. Es großer Stab an Bediensteten kümmerte sich intensiv und fürsorglich um das Wohlbefinden der Hunde und Nachzöglinge, schließlich lagen diese ehrfürchtigen Hunde, dem Kaiser sehr am Herzen.

Diese Schläge waren natürlich noch nicht mit dem heutigen modernen Mops zu vergleichen, sahen anders aus und waren auch vom Wesen sicherlich noch different. Dies änderte sich erst im Laufe der weiteren Entwicklungsgeschichte.

Dennoch ging also der Startschuss der Verbreitungsgeschichte in Asien und hier genaugenommen, in China, los. Dort gilt das Dasein eines Mops-Hundes im 9. Jahrhundert als wahrhaftig. Dieser mopsartige Hund war unter der Bezeichnung "Lo-chi-ang-sze" und "Lo-sze" bekannt.

Ob nun der Mops, wie im Standard erwähnt, ursprünglich aus dem Orient stammt, können wir trotz Recherche nicht belegen, wollen aber diesen Einwurf an der Stelle, nicht unerwähnt lassen.

Auch in Tibet wurde der Mops bereits in der frühzeitlichen Geschichte in den Klöstern und Tempelanlagen der buddhistischen Mönche gehalten.

In der kynologischen Literatur kursieren allerhand diversen Mythen und Thesen, wie der kleine doggenartige Mops wohl nach Europa gekommen sein mag. Auch dies kann nicht eindeutig nachgewiesen werden, üblicherweise geschah dies aber über den Seeweg per Schiff. Dies erscheint auch beim Mops als naheliegend. So könnten holländische Seefahrer und Händler die Hunde auf ihren Heimfahrten aus der Kolonie Indiens mitgebracht haben. Auch der Rassestandard verweist hier auf Geschäftsleute der Niederländischen Ost-Indien-Gesellschaft, die von ihren Geschäftsreisen, den kleinen Mops in die Heimat verbrachten.

Eine andere Theorie ist die des äußerst beschwerlichen Fußwegs über die Seidenstraße nach Europa.

Seien es nun Geschäftsreisende oder Aristokraten gewesen, üblicherweise wurden Hunde und so auch der Mops, als Mitbringsel in andere Länder mit nach Hause importiert - es gehörte zu dieser Zeit unter den Privilegierten zum guten Ton, als Gast Gastgeschenke bei ihren Reisen den Gastgebern zur Wertschätzung zu überbringen und Gäste Präsente der Gastgeber zu erhalten und diese mit nach Hause zu nehmen. Wer also das Wohlwollen des chinesischen Kaisers und später anderer Adeliger gewann, konnte im Glückfall als Geschenk mit einem oder mehreren Möpsen den Heimweg antreten. Hierdurch gelangten vielfach diverse Dinge bis hin zu Tieren aus anderen Kulturen, in aller Herren Länder. So auch beim Mops, der auf diesem Weg nach in die Tempel Tibets bis hin nach Europa wie Holland, England, Frankreich, Italien bis hin zu Russland gelangte.

Im 15. Jahrhundert wurden die ersten Gemälde von Künstlern angefertigt, auf denen der Mops zu sehen ist. Da sich doch etliche Privilegierte zu dieser Zeit oft mit ihren Tieren haben porträtieren lassen, kann man relativ sicher von der Tatsache und Genauigkeit des Wahrheitsgehalts ausgehen. So gibt es ein Gemälde des italienischen Künstlers Pisanello, auf dem 3 Herren und 2 Damen mit einem Mops zu erkennen sind. Eine weitere Zeichnung zeigt 5 spielende Möpse aus dem Jahr 1425.

Über ein Jahrhundert später konnte man den kleinen Mops im Theater in Italien während seines Auftritts in einem Theaterstück bestaunen. So trug der Mops einen Zweimaster auf seinem Kopf und einen Plissee-Kragen um den Hals. Der Hund musste auf den Hinterläufen stehen und Kunststücke vorführen. Was für ein fürstlicher Auftritt - In der gesamten Aristokratie weltweit, hatte der Mops einen ganz besonderen Stellenwert.

Bekannt ist auch die Geschichte des Mops-Rüden "Pompey". Dieser gelangte zu großem Ruhm, da er seinem adeligen Besitzer Wilhelm van Oranje (Prinz Wilhelm von Oranien) durch sein lautes Gebell das Leben rettete und ihn vor dem sicheren Tot durch eine geplantes Attentat, bewahrte. Damit geriet die Rasse und vor allen Dingen dieser heldenhafte kleine Mops in den Fokus ganz Hollands. Zudem wurden fortan Möpse am niederländischen Königshaus zu Ehren "Pompeys" und seiner Rasse, gehalten. Er galt als offizieller Hund des Köngishaus.

Eine weitere Anekdote, die später zu einem Denkmal für einen Mops in Winnenden (Baden-Württemberg) führte, war folgende: Der Herzog von Württemberg hatte einen Mops als ständigen Begleiter bei sich. So auch bei einer Schlacht rund um Belgrad im Jahr 1717. Bei den kriegerischen Auseinandersetzungen verloren sich Herrchen und Hund. Traurig zog der Aristokrat wieder gen Heimat. Doch wie durch ein Wunder tauchte der kleine Mops zu einem späteren Zeitpunkt Zuhause wieder auf und soll wohl die Strecke fußläufig zu seinem Herrn und Gebieter zurückgelegt haben, um in dessen Arme zurückzukehren. Stolze 1100 km Wegstrecke legte der kleine Hund dabei zurück.

Die enorme Beliebtheit und besondere Stellenwert der Rasse zeigte sich unter anderem durch die Tatsache, dass der Erzbischof von Köln, Clemens August von Bayern, den sogenannten Mops-Orden gründete. Dieser diente als Ersatz für die Freimaurerlogen, die 1738 vom damaligen Papst verboten wurden. Er sprach sich nicht gegen den Mops-Orden aus, so dass der Stellenwert der Möpse höher war, als der der Freimaurer.

Weitere Bildnisse entstanden, so auch beispielsweise das Gemälde des weltberühmten Künstlers, Francisco de Goya. Dieser porträtierte die Marquesa de Pontejos auf Leinwand in Begleitung ihres Mops. Dieses gigantische Gemälde entstand um 1786 und ist heute im Besitz der National Gallery of Art in Washington.

Weiter hielt die Ehefrau von Napoleon Bonaparte, Kaiserin Joséphine de Beauharnais, einen Mops als Gesellschaftshund. Dessen Rufname war Fortuné.

In England hatte der Mops, wie auch viele andere Hunderassen, eine leidenschaftliche Anhängerin. Königin Victoria war eine begeisterte Hundeliebhaberin - so auch im Hinblick auf den Mops. Sie lebte von 1819-1901. In der Spitze hielt sie sich annähernd 40 Mops-Hunde zzgl. zu ihren zahlreichen weiteren Hunden. Da kann man tatsächlich von Leidenschaft sprechen.

Queen Victoria war später Schirmherrin des Britischen Tierschutzvereins „Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals" und setzte sich stark für die Belange aller Hunde und Hunderassen ein. 

Doch langsam änderte sich die Stimmung, was den Mops anging. Ebenfalls noch im 19. Jahrhundert galt plötzlich der Mops durch die stetige Kreuzung mit unterschiedlichsten anderen Hunderassen, als verpönt. Er wurde von den Allermeisten als dumme, verbaute und zu dicke Kreatur abgetan. Sollte dies das Aus für die Rasse sein?

Wie so oft in der kynologischen Geschichte, gab es allerdings vereinzelt nach wie vor Liebhaber und Anhänger des Mops. So auch in Großbritannien. Denn Lord Willoughby d´Eresby und dessen Ehefrau verpaarten 1864 eine Mops-Hündin und einen Mops-Rüden, woraus ein Wurf steingrauer Möpse mit schwarzer Maske, dem typischen schwarzen Aalstrich und Stirnfleck, entstand. Diese waren der Grundstein für viele weitere Nachzuchten aus dieser Linie. Sie hauchten der Rasse mit ihrer intensiven, passionierten und akribischen Arbeit, neues Leben ein.

Ferner züchtete Mr. Morrison, ebenfalls ein großer Fürsprecher der Rasse, Möpse in gelbfarben. So hielt auch dieser Züchter die Fahne der Mops-Zucht mit seinem Kennel und eigener Zuchtlinie hoch.

Des Weiteren gab es ein paar wenige reingezüchtete Mops-Linien aus den Niederlanden und Russland, die den Weg nach England fanden. 

Der Marquis of Wellesley brachte direkt aus dem Kaiserpalast in Peking zwei Möpse mit zurück nach England. Diese wurden dem kaiserlichen Palast in China entwendet und einer Dame in England übergeben. Ein Nachkomme dieser beiden Möpse, wurde an eine Dame namens Mrs. Mayhew abgegeben, die wiederum die Zucht weitertrieb und aus derer Nachzucht ein Rüde entstammte, der als Stammvater vieler weiterer Nachzuchten des Mops galt.

Den Weg über den großen Teich nach Amerika nahm der "Pug", wie er in den USA genannt wird, im 19. Jahrhundert nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Seine Anerkennung durch den American Kennel Club (AKC) erfolgte bereits 1885.

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Aktuelles zum Mops

Wie beliebt ist der Mops und wie wird er heute eingesetzt?

Beliebtheit der Rasse heute

In Sachen Beliebtheit muss man sich nur einmal mit offenen Augen in seinem Umfeld bewegen und umschauen. Hier stößt man sehr oft auf die putzige Hunderasse mit den großen Kulleraugen - und oftmals kommt dann nicht nur ein Exemplar des Mops entgegen, denn häufig legen sich eingefleischte Mops-Halter direkt mehrere zu. Was für ein Glück für die entsprechenden Hunde, wenn sie im Mehrhundehaushalt mit Schwester und Bruder zusammenleben dürfen.

Lasst uns doch einmal auf die aktuellen Zahlen des Verbands für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH) zurückgreifen. Der VDH veröffentlicht jährlich seine Welpenstatistik, in der er die Anzahl der neugemeldeten und registrierten Nachzuchten aller anerkannten Hunderassen veröffentlicht. Diese ist ein guter Gradmesser für die Nachfrage- und Angebotsseite für die jeweiligen Rassen und letztlich wie beliebt diese unter den Deutschen sind. Im Jahr 2020 sind für den Mops 251 Mops-Welpen von VDH-organisierten Züchtern im Zuchtbuch eingetragen worden. Damit liegt der Mops noch unter den Top 50 von ca. 360 Rassen. Nicht schlecht Herr Specht.

Blickt man aber über den Tellerrand hinaus, so kann man gerade in der Welt der Prominenten, Reichen, Stars und Sternchen zahlreiche Mops-Hunde als "Lebenspartner" finden, was letztlich auch zu einem gewissen Trend und hin zum Modehund geführt hat. Dies war bereits in der ganz frühen Zeitgeschichte im Adel und den Aristokraten nicht anders. Denn auch sie hielten den kleinen Rassehund, um sich damit zu schmücken, ihren Alltag interessanter zu gestalten und ein vertrauenswürdiges Lebewesen neben sich zu haben.

Allen voran kennt man aus der modernen Zeitgeschichte natürlich Paris Hilton, die amerikanische Erbin der gleichnamigen Hotelkette. Sie hat unter anderem als ihren Schoßhund, einen Mops gewählt. Tori Spelling, bekannt durch die Serie Beverly Hills 90210, hat ebenfalls einen Mops. Aber auch der weltbekannte ehemalige Künstler Andy Warhol und der leider viel zu früh verstorbene US-Schauspieler Robin Williams, hielten sich einen dieser Rassehunde. Und Loriot war ein Anhänger der Hunde.

Da der Mops an der Seite zahlreicher Berühmtheiten und um es ihnen gleich zu machen, von "Nachahmerinnen" und "Nachahmern", ständig auf dem Arm oder einer Tasche umhergetragen wurde, wurden ihm die Beinamen  "Handtaschenhund" und "Spielzeughund" (Toy-Dog) verliehen.

Ferner ist der Mops auch bei Film und Fern ein gerngesehener Gast. So hat er beispielsweise bei "Men in Black" oder "Ein Mops zum Verlieben" als tierischer Schauspieler mitgewirkt. 

Auf Grund der vorgenannten Tatsache hat der Mops in Teilen der Hundefreunden einen wahren Kultstatus gewonnen und ist zum Modehund erwachsen. Leider mit allen Konsequenzen im Hinblick auf etwaige Überzüchtung und Verfolgen extremer Zuchtziele (Qualzucht), wodurch die Rassevertreter mitunter unter gesundheitlichen Schäden leiden. Auch dies gehört zur Wahrheit des Mops und seiner Entwicklungsgeschichte dazu.

Heute ist der Mops auf der ganzen Welt bekannt und in einer festen Anhängerschaft vertreten.

In Großbritannien gilt die Rasse als eine der beliebtesten unter den englischen Hundefreunden. In UK sind laut einer aktuellen Statistik im Jahr 2020 ca. 6.000 Mops-Hunde registriert worden.

Wir wollen noch einen kurzen Blick über den großen Teich nach Amerika werfen. Der American Kennel Club (AKC) kann von der großen Popularität in den USA eindeutige Zahlen liefern. Denn der Pug (Mops) liegt dort auf einem beachtlichen 28. Platz im Popularitätsranking. Sprich, eine Großzahl der Amerikaner halten sich einen Mops. Not bad!

Verwendung heute

Der Mops ist als Gesellschaftshund gezüchtet worden, um als tierischer Lebensbegleiter an der Seite seiner Besitzer zu verweilen und ihnen ihr Leben durch seine Anwesenheit noch schöner und lebenswerter zu machen. Für viele ist der kleine Rassehund nicht nur eben ein Hundepartner, sondern Seelentröster und oftmals Kinderersatz. Das ist bis heute so geblieben, sprich der Mops wird in aller Regel als Begleit- und Familienhund angeschafft. Im Rahmen dieser Verwendung als Haushund, lebt der kleingewachsene und pfiffige Mops, mit Singles, Paaren und Familien aller Altersgenerationen zusammen.

Durch sein tolles Wesen ist der Mops aber auch eine beliebter Therapiehund, der hilfsbedürftigen Menschen mit seiner einfühlsamen und sensiblen Art, zu therapeutischen Zwecken mit ihnen eine zeitlich begrenzte Dauer arbeitet und aktiv ihnen mit seinem Zutun hilft.

Ferner trifft man die Rasse natürlich auch im Showring. Denn Hundeausstellungen ohne den Mops, sind undenkbar.

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Wie ist es um die Physis des Mops bestellt?

Welche körperlichen Rassemerkmale bringt der Mops mit und welche Vor- und Nachteile hängen mit ihnen zusammen?
Lebenserwartung
Rüden
14 - 18 Jahre
Hündinnen
14 - 18 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
25 - 32 cm
Hündinnen
25 - 32 cm
Gewicht
Rüden
6.3 - 8.1 kg
Hündinnen
6.3 - 8.1 kg

Schläge und Varietäten

Laut dem Rassestandard wird der Mops in 4 verschiedenen Farbschlägen gezüchtet. Sprich, es gibt den kleinen doggenartigen Rassehund in 4 diversen Fellfarbvariationen.

Folgende Farbschläge sind als Farbvarietäten offiziell zugelassen:

Damit haben alle potentiellen Mops-Käufer eine breite Auswahl an Farbvarietäten, wenn sie sich auf die Suche nach einem Wunschwelpen begeben und zwecks Welpenkauf verschiedene Züchter kontaktieren.

Solltet ihr Interesse haben und noch weitere allgmeine Infos zu dem Thema Fellfarben und -muster finden wollen, dann klickt hier.

Allgemeines Erscheinungsbild

Das äußere Erscheinungsbild eines jeden Hundes und der einzelnen Hunderassen prägt die Wirkung auf den Betrachter. Demnach ist in vielen Fällen das Aussehen ein Haupteinflussfaktor, der über das individuelle Geschmacksempfinden in Sachen persönlichem "Gefallen" entscheidet. Somit steht das Äußerliche auch im Fokus beim Welpenkauf bzw. der Anschaffung eines Hundes. Dies ist völlig legitim, sollte aber unbedingt nur ein Merkmal im Hinblick auf eine Entscheidungsfindung spielen, wie ihr in unserem ergänzenden Artikel nachlesen könnt. Denn es kommt auch auf die inneren Werte an...

Nun seid ihr sicherlich mehr als gespannt, was uns kleine doggenartige Möpse körperlich so auszeichnet, wie wir gebaut sind und am Ende des Tages genau aussehen:

Der aktuelle Rassestandard fasst es in einem Zitat gut zusammen: "Multum in Parvo" - wir bringen viel Masse in kleinem Raum zusammen. Und hier kann man gut zwischen den Zeilen lesen, was so in uns steckt.

Unsere Gesamterscheinung ist von ihrer gedrungenen Statur und ausgesprochen quadratischen Körperbauweise geprägt.

Unser Körpergebäude ist mit einer ausgesprochen festen Muskulatur bestückt, die uns Möpsen die kompakte, bullige, massive und straff-gedrungene Anmutung verleiht. Wichtig ist dem Standard, dass wir aber zu keiner Zeit tiefgestellt, schmal oder hochbeinig wirken.

Eine sehr charakteristische Bedeutung nimmt das individuelle Gangwerk eines jeden Hundes auf dessen Auftreten und Gesamterscheinung ein. Während der Vorwärtsbewegung greifen unsere Vorderläufe weit aus. Schaut man uns vom vorderen Profil, dann bewegen sich unsere Vorderhände auf und ab. Die Hinterläufe werden beim Gang von einer freien Bewegung geführt, wobei die Hinterbeine ein leichtes Rollen das Gangwerk typisieren. Bei der Hinterhandbewegung fällt das gute und aktionsreiche Arbeiten aus den Kniegelenken auf. Insgesamt wirkt das Gangwerk bei uns Möpsen gleichmäßig, zudem ist der Mops je nach Fortbewegung zu einem entschlossenen Gang fähig.

Nachdem wir uns nun mehr das allgemeine Gesamtbild unserer Körperlichkeit angeschaut haben, wollen wir mehr Details der einzelnen Körperteile verraten:

Unser Kopf passt von seiner Proportion perfekt zu unserem Gesamtkörper. Der Kopf ist ziemlich groß und rund, aber es darf kein Apfelkopf sein.

Auf unserer Stirn tragen wir klar zu erkennende Falten, die aber nicht übertrieben wirken. In unserem Schädel ist keine Vertiefung zu erkennen.

Der Riechkolben, also unser Nasenschwamm, ist stets schwarz. Bestückt ist dieser mit großen und gut geöffneten Nasenlöchern. Als inakzeptabel und laut Standard fehlerhaft gilt eine zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf unserem Nasenrücken.

Unser Fang ist mäßig lang gebaut, also relativ kurz. Weiterhin ist dieser von der Form quadratisch und stumpf.

Der leichte Vorbiss und die größere Breite unseres Unterkiefers, fallen dem Betrachter sofort ins Auge. Die Schneidezähne stehen dabei nahezu in einer Reihe.

Visuelle Umwelteinflüsse nehmen wir Mops-Hunde mit den dunklen, runden und relativ großen Augen wahr. Dieser Blick verleiht uns einen sanften und bekümmerten Ausdruck. Bei einem erhöhten Erregungslevel sind ein wahrer Glanz und Feuer in den Augen zu vernehmen. Laut dem Rassestandard stehen die Augen niemals hervor, sollen nicht übertrieben wirken oder das Weiß des Auges zeigen, wenn wir schnurstracks nach vorne blicken. Die Augen sollen frei von jeglichen Augenproblemen sein.

Was die Ohren angeht, so dürfen wir Möpse entweder mit Rosenohren oder Knopfohren ausgestattet sein. Beides ist erlaubt, bevorzugt wird allerdings das Knopfohr bei der Nachzucht gesehen.

Dabei ist beim Rosenohr das Ohrinnere zu erkennen, hingegen beim Knopfohr nicht.

Ansonsten sind die Ohren des Mops dünn von ihrer Struktur, klein von ihrer Größe und von der Haptik angenehm seidig weich, ähnlich der Struktur von Samt.

Kommen wir zu unserem Halsbereich. Der starke und dick gebaute Hals ist von seiner Form leicht gebogen und von seiner Länge gut ausgebildet. Wie es sich für einen Königs- und Kaiserhund gehört, können wir mit den vorgenannten Eigenschaften des Halses, unseren Kopf erhobenen Hauptes, stolz und mit Würde tragen…

Der Körper ist bei uns Mops-Hunden mit einem geraden Rücken und einem breiten Brustkorb bestückt. Unsere Rippen sind gut gewölbt und reichen weit zurück.

Am hinteren Ende befindet sich die mäßig lange und relativ hoch angesetzte Rute. Diese sollte von uns so knapp wie es nur geht über der Hüfte, in gerollter Form, getragen werden.

Die Gliedmaßen sind dafür verantwortlich, dass wir uns gut durch den Alltag bewegen können. Wie sind denn diese beschaffen?

Die Vorder- und Hinterläufe sind mittellang und geradegestellt, von der Struktur sehr kräftig und stark gebaut.

Unsere Pfoten passen hervorragend zu unserer Statur, sind weder so lang wie Hasenpfoten, noch so rund wie Katzenpfoten.

Die Zehen stehen gut voneinander abgesetzt. Die Krallen der Pfoten sind schwarz.

Die Schulter an unserer Vorderhand ist sehr schräg gelagert.

Die Knie der Hinterhand sind gut gewinkelt.

Fellfarben & Fellarten

Felldichte -
Fellstärke fein
Fellform glatt
Fellhärte weich
Felllänge kurz
Unterwolle Ja
Fellmuster einfarbig, zweifarbig, Abzeichen, Maske, Aalstrich
Fellfarbe Schwarz, Apricot, Falb, Silber

Der Mops wird in vier verschiedenen Farben gezüchtet, die als offizielle Farbvarietäten wie oben beschrieben im Rassestandard aufgeführt sind.

Das Haarkleid ist dementsprechend immer einfarbig im Fall von schwarzen Mops-Hunden, da bei ihnen die Abzeichen sich vom Grundton nicht abheben. Ansonsten ist der kleine Rassehund stets zweifarbig. Dabei kommen die Farbschläge Apricot, Silber oder Hellfalbfarben als Grundton vor, die dann mit besagten farblich sich abhebenden Abzeichen wie MaskeAalstrich Naeri auf den Wangen, Stirnfleck oder den schwarz abgesetzten Ohren bestückt sind.

Die jeweilige Farbe soll in höchster Reinheit vorkommen, damit sich die farblichen Elemente kontrastreich von der Grundfarbe abheben und diese markanter wirken.

Das Schwarz der Abzeichen soll so dunkel als möglich sein. Dies betrifft die Abzeichen Aalstrich, Maske, Wangen, Stirnfleck und die Ohren.

Die Beschaffenheit des Haarkleids ist beim Mops folgendermaßen:

Das Fell weißt einen wunderschönen Glanz aus. 

Die Länge ist kurz, dabei ist das Haar glatt und von seiner Haptik weich. Die Struktur des Haares ist fein.

Körpermaße

Der Mops gehört mit seinen Körpermaßen ganz klar zu den kleinen Hunderassen.

Nimmt man den aktuellen Rassestandard als Grundlage, so wird in diesem keine spezifische Körpergröße in Sachen Widerristhöhe vorgeschrieben.

Blickt man sich aber in der realen Welt des Mops um und nimmt die Mops-Population als Maßstab, so wächst der Mops im Regelfall bis zu einer Größe von 25 bis 32 cm, gemessen am Widerrist. Natürlich kann es hier auch zu Abweichungen nach oben wie nach unten kommen.

Hingegen findet man im Standard aber klare Vorgaben, was das angemessene Körpergewicht des Mops anbetrifft. Das Idealgewicht für beide Geschlechter wird hier mit 6,3 bis 8,1 Kg angegeben. Dabei soll der Mops steht muskulös wirken und nicht übergewichtig. Substanz ja, Übergewicht nein.

Stärken

Wir Möpse bringen durch unsere Körperstatur und -ausstattung eine hohe Agilität, Wendigkeit und Beweglichkeit mit. Wir sind durchaus flink auf unseren vier Läufen unterwegs.

Anhänger unserer Hunderasse schätzen unser pflegeleichtes Fell und die geringe gesamte notwendige Pflegeintensität. Wir sind sehr reinliche Hunde, die weder Pfützen, Matsch und sonstigen Dreck mögen.

Die kleine Körpergröße ist ideal für Menschen mit kleinerem Wohnraum. Weiterhin bringt die Größe den Vorteil beim Transport und vielen anderen alltäglichen Situationen mit.

Ihr steht mit starkem Haarverlust auf Kriegsfuß? Stören euch Hundehaare auf dem Boden, den Klamotten und dem Mobiliar? Dann habt ihr mit uns Mops-Hunden Glück. Denn wir verlieren nur mäßig Haare und das sogar über das ganze Jahr. Sprich, selbst der Fellwechsel hält sich in Grenzen. Der Haarverlust ist naturgemäß aber in dieser Phase ausgeprägter.

Zudem riechen wir nicht so stark nach Hund und sabbern quasi überhaupt nicht.

Stärken

  • Beweglichkeit
  • Flinkheit
  • Wendigkeit
  • Agilität
  • kaum Hundegeruch
  • wenig Haarverlust
  • kein Sabber
  • geringer Pflegeaufwand
  • geringer Platzbedarf
  • Widerstandsfähigkeit
  • Nässeresistenz

Schwächen

  • geringe Ausdauer
  • Fellwechsel 2 mal jährlich
  • Kälteempfindlichkeit
  • Hitzeempfindlichkeit
  • Schneeempfindlichkeit

Schwächen

Durch die sehr kurzen und kleinen Haare, die der Mops insbesondere bei dem zweimaligen Fellwechsel zum Winter- und Sommerfell verliert, findet man die Härchen überall. Sie setzen sich durch die stichelhaarige Beschaffenheit gerne in Kleidung, Sofa, Auto uvm. fest.

Sollte der potentielle Käufer eines Mops in heißen Gefilden wohnen, tut er mit der Anschaffung dem Hund keinen Gefallen. Möpse hassen Hitze und leiden darunter. 

Kommt der Sommer benötigen Möpse möglichst kühle Schattenplätze und viel viel Wasser.

Das Spazierengehen bei strömendem Regen und -20° braucht der Mops nicht. Das sind nicht seine bevorzugten Wetterverhältnisse für den Ausgang. Alleine auf Grund unserer körperlichen Merkmale sind wir auch keine Zwingerhunde oder für eine Außenhaltung geeignet.

Was das Leistungsniveau in Sachen Ausdauer und Kondition betrifft, ist der Mops garantiert kein Langstreckenläufer. Er eignet sich weder für das Joggen noch Ausreiten mit dem Pferd. Hier will es der Mops etwas gemächlicher angehen.

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Mops: Wesen, Charakter & Temperament

Was zeichnet das Wesen und Sozialverhalten beim Mops aus?

Allgemeine Merkmale

Intelligenz Hoch
Temperament Hoch
Willenstärke Mittel
Allein zuhause Gering
Verfressenheit Mittel
Jagdtrieb Gering
Wachsamkeit Hoch
Streuner-Trieb -
Bewegungsbedürfnis Gering
Verspieltheit Hoch
Mut Hoch

Allgemeine Merkmale

Intelligenz

Der kleine Mops weiß genau was er will. Es sind extrem clevere und intelligente Hunde, was ihm zu Letzt auch der Rassestandard bescheinigt.

Damit hat man als Halter eine gute Voraussetzung, mit dem Hund bestens klarzukommen, wenn man ihm zeigt wo es langgeht. 

Tut man dies nicht, sind sie schlau genug, um ihren eigenen Vorteil daraus zu ziehen. Die pfiffige Rasse ist mit ihrer charmanten Art in der Lage, Herrchen/Frauchen um ihren Finger zu wickeln und von ihrem Willen zu überzeugen. Notfalls wird eben ein zum Dahinschmelzen überzeugender Dackelblick mit den dunklen Augen aufgesetzt. Das wirkt in aller Regel immer.

Durch die Intelligenz versteht er bei den Erziehungsmaßnahmen schnell, ist wissbegierig und lernwillig. Gleichzeitig durch seine Neugierde für Neues, aufgeschlossen für das nächste Abenteuer. Ob beim Spazierengehen, der Lerneinheit oder beim Hundespiel.

Auch wenn ihm historisch und auch heute noch der ein oder andere "Hundekenner" eine hohe Intelligenz absprechen will, die Rasse ist sensibel, einfühlsam und mit ausreichend scharfem Grips gesegnet, um mit ihm einen wunderbaren Alltagsbegleiter zu haben - der Mops war nie ein Arbeitshund, der eigenständig anspruchsvolle Aufgaben in seinem Alltag zu bewältigen hatte. Er war und ist ein liebevoller und anhänglicher Hundepartner fürs Leben.

Möpse sind laut dem Standard intelligent, zieht man die Publikation "Die Intelligenz der Hunde" des Psychologen Stanley Coren hinzu, so wird in dessen Intelligenz-Ranking die Rasse in der 5. Qualitätsklasse geführt. Demnach soll der Mops zu den Rassen gehören, die fair arbeiten. Hier geht es also um die Arbeitsintelligenz. Ferner neigen Möpse dazu, für neue Befehle und Verhalten 40-80 Wiederholungen zu brauchen und in ca. 40 Prozent Gehorsam zu zeigen. Ob dies nun mit mangelnder Klugheit oder Lustlosigkeit, Sturheit, Interessenlosigkeit etc. zu tun hat, muss jeder Fachmann und Mops-Halter selber entscheiden. Probieren geht über Studieren. Zudem kommt hinzu, dass jede Hundepersönlichkeit sicherlich unterschiedlich tickt und demnach ein Pauschalurteil sehr schwer möglich ist. Aber letztlich ist dies nicht anders als bei uns Menschen, wo jeder auch unterschiedlich "begabt" ist.

Eine weitere herausragende Eigenschaft ist sein sensibles Gespür für die Stimmung seines Gegenübers, seien es seine engen Rudelmitglieder oder fremde Menschen, mit denen er beispielsweise im Rahmen seiner Therapiehundetätigkeit arbeitet. Er weiß ganz genau, welches Verhalten situativ angebracht und erforderlich ist. Er ist ein einfühlsamer Seelentröster und spürt sofort, wenn der seelische Rückhalt durch intensive Zuwendung weiter gestärkt werden muss. Auch diese Scharfsinnigkeit, Sensibilität und Einfühlungsgabe sind besondere natürliche Fähigkeiten, über die der Mops verfügt und im Alltag beim Zusammenwirken mit Menschen zur Verfügung stellt.

Temperament

Der kleine Mops ist lebhaft, fröhlich, temperamentvoll und agil.

Er ist neugierig und steckt voller Tatendrang, ist aber nicht ständig von einem unruhigen Bewegungswahn getrieben.

Ganz im Gegenteil. Der Mops ist eher ein Hund, der seine Ruhe und Pausen genießt, abliegt und chillt.

Sein Wesen kann als ausgeglichen, würdevoll, liebenswert, freundlich, anpassungsfähig, feinfühlig und nachgiebig beschrieben werden. Und dies bezieht sich auf Mensch oder Tier.

Der Hund liebt sein Hundeleben und das merkt man ihm an. In einer Minute kann er vom faulenzenden und dösenden Hund, zu einem äußerst verspielten und clownhaften Energiebündel werden, der eine große Bewegungsfreude an den Tag legt, aber ebenso kurze Zeit später wieder entspannt und verschmust mit Herrchen/Frauchen auf dem Sofa abhängt.

Nicht umsonst gibt es den Ausspruch "mopsfidel", der das spaßige, vergnügte und ausgelassen Verhalten einer Spezies umschreibt. Wie wahr.

Willensstärke

Möpse können durchaus willensstark sein, insbesondere tanzen sie ihrem Herrchen hin und wieder gerne auf der Nase herum. Haben sie etwas Interessantes entdeckt, werden sie sich nur schwer davon ablenken und abbeordern lassen. In derartigen Situationen zeigen sie durchaus ihren eigenen Kopf, sind zuweilen stur, schalten auf Durchzug und ignorieren. Dann versagt gerne der Gehorsam und das eigene Ding wird weiter durchgezogen, was einen liebevollen, aber stets konsequenten, disziplinierten und geschickten Führungsstil erfordert.

Wie bei Kleinkindern testet der Mops situativ gerne aus, wie weit er aufgestellte Regeln und Grenzen ausdehnen und für zu seinen Gunsten verschieben kann. Hier ist Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt, um mit den richtigen Führungstools den kleinen doggenartigen Mops zu überzeugen und das Heft in der Hand zu behalten. Führungsschwäche, Inkonsequenz und Nachgiebigkeit sind zu vermeiden, da die klugen Köpfe andernfalls dies für sich nutzen.

Als letztes Ass im Ärmel, weiß der Mops genau mit welcher Art er Herrchen/Frauchen einlullen und für sich gewinnen kann. Dann wird auch mal der einnehmende Dackelblick aufgesetzt und der endlose Charme spielen gelassen, um seinen Willen doch irgendwie zu bekommen. Clever...

Kurz: Der selbstbewusste und würdevolle Mops zeigt in bestimmten Situationen auch mal seinen Charakterkopf und dass sie trotz der kleinen Größe, starke Hundepersönlichkeiten sind. Also Klein aber oho.

Allein zuhause

Nehmt den Mops mit, wenn ihr geht. Er bleibt nicht gerne alleine zurück. Er will möglichst immer bei Herrchen/Frauchen verweilen und in ihrer Nähe sein.

Vorteil ist seine Größe und sein grundsätzliches Verhalten, da man ihn bequem überall hin mitnehmen kann. Er ist äußerst anpassungsfähig, ruhig und zu Mensch und Tier extrem friedfertig. Sprich, der Mops ist ein gerngesehener Gast, so dass er niemanden stört, außer es herrscht im öffentlichen Bereich ein generelles Hundeverbot.

Um für derartige Situationen gewappnet zu sein und eurem Mops das nötige Rüstzeug zu vermitteln, ist unbedingt in frühen Kindertagen, das Training und die Gewöhnung des Alleinseins, Gegenstand des Ausbildungsprogramm. Denn es kann schließlich immer mal vorkommen, dass ihr einen wichtigen Arzttermin oder Behördengang ohne euren lieben doggenartigen Hundepartner wahrnehmen müsst - und hierfür muss er durch behutsames und sukzessives Heranführen an das Alleinbleiben vertraut gemacht werden, damit dieser unbekannte Zustand zu einer ganz normalen und alltäglichen Begebenheit wird. Mehr zum Training des Alleinseins findet ihr hier.

Der Mops ist kein Zwingerhund oder für eine Außenhaltung geeignet. Das versteht sich von selbst.

Verfressenheit

Der Mops frisst gerne und das was er in die Finger bekommt, mit Genuss. Das Leckermäulchen kann also durchaus verfressen sein. Möpse sind keine Kostverächter, verschmähen keinerlei Fressbares und lassen folglich keine Gelegenheit aus, etwas abzuschnappen. Lasst euch als Halter nicht von seine dunklen Kulleraugen und dem verzückenden Bettelblick einnehmen.

In diesem Zusammenhang muss man als Halter darauf achten, dass man dem leidenschaftlichen "Esser" nicht zu viele Leckerchen neben den normalen Mahlzeiten gibt, denn sonst sorgt unnötiges Hüftgold für Übergewicht, dass sich negativ auf Gesundheitszustand, Fitness und Wohlergehen auswirkt. 

Im Idealfall haltet ihr den Fressimpuls des kleinen Mops von Anbeginn durch entsprechende Trainingsmaßnahmen unter Kontrolle und baut ein spezifisches Kommando zur Freigabe des Fressens auf. Sprich, der Mops wird durch den Aufbau und die Stärkung von Impulskontrolle und Frustrationstoleranz in die Lage versetzt, Futter zu widerstehen. Zusätzlich sorgt das Freigabesignal dafür, dass er nur Fressen anrührt, wenn sein Rudelführer ihm dies ausdrücklich erlaubt. Letztlich sorgt dieser Freigabebefehl auch dafür, dass er beim Auslauf bestenfalls keine Nahrungsmittel und vor allen Dingen Giftköder anrührt.

Jagdtrieb

Der Jagdtrieb ist beim Mops praktisch gar nicht aufgeprägt. Er hat daher kein großes Jagdbedürfnis.

Wachsamkeit

Eine hohe Wachsamkeit und aufmerksames Beobachten bringt der Mops von Haus aus mit. Er meldet, wenn Gefahr droht. Das Eigentum seines Herrn, ist bei der kleinen Alarmanlage, in besten Händen. Allerdings reduziert sich die Wachtauglichkeit auf das Bellen, denn mit seiner friedfertigen, aufgeschlossen und menschenfreundlichen Art, wird er Fremde nicht verjagen, abschrecken und stellen.

Der Mops mag wachsam sein und Ungewöhnliches zuverlässig melden, ein Wach- und Schutzhund ist er aber beileibe nicht.

Bewegungsbedürfnis

Der Mops gehört zu den Hunderassen, die auch für gemütlichere Hundehalter gut in Frage kommt. 

Denn Möpse wollen nicht den ganzen lieben Tag bewegt werden, die meisten Rassevertreter fordern noch nicht einmal den täglichen Auslauf aktiv ein. Dennoch tut ein täglicher kleinerer Spaziergang unter gesundheitlichen Aspekten, Gewichtsgründen und für die Fitness des Mops mehr wie gut.

Der kleine Hund nimmt seinem Besitzer nicht übel, wenn auch mal eine Ruhepause oder Auszeit angesagt ist. Ihm reicht es zuweilen in Ruhe seinen geliebten Platz, Hundedecke, Hundekörbchen, Sessel, Sofa oder bei dem einen oder anderen gar das Bett, einzunehmen. Der Mops kann sehr wohl auch eine ausgedehnte Zeit mit Faulenzen verbringen.

Eines muss aber klargestellt werden, der Mops ist sicherlich kein Couchpotato und Stubenhocker. Einmal rausgegangen, genießt der Mops den Auslauf, schaltet dann in den Energiemodus, geht gerne und mit viel Freude auf die Hunderunde. Auch sein ausgeprägter Spieltrieb will gefördert und gefordert werden. Hundetricks und Kunststücke bieten sich hier neben dem klassischen Spazieren und Wandern an, aber auch diverse Hundesportarten sind sinnvoll und für den kleinen lebhaften Mops ideale Beimischung im Hinblick auf das rassegerechte Auslastungsprogramm.

Hilfreich für den Mops-Halter ist zudem eine Auslaufmöglichkeit im Garten, denn dann findet der Hund ausreichend Bewegung, kann sich selber bespaßen oder mit Groß und Klein spielen.

Zudem liebt es der Mops mit Artgenossen auf der Hundewiese zu spielen, toben und umherzurasen. Dies ist im Hinblick auf die nötige Bewegung hervorragend, sorgt aber auch für den so wichtigen hündischen Sozialkontakt. Hier darf der kleiner Racker auch einfach mal Hund sein.

Verspieltheit

Möpse sind sehr verspielte Hunde, insbesondere im jungen Alter rasen sie über Stock und Stein und verhalten sich oft wie ein Clown. Auch mit den Faxen versucht er stets seinem Herrchen/Frauchen zu gefallen, albert herum und steht gerne im Mittelpunkt. Der Mops ist ein fröhlich aufgelegter Zeitgenosse. Genau mit diesem besonderen Wesenszug gewinnt er schnell der Herzen den ihn umgebenden Menschen.

Lasst ihm nicht zu viel durchgehen, denn später bekommt ihr aufgebautes unerwünschtes Verhalten nur schwer wieder umerzogen.

Mut

Der Mops trumpft trotz seiner bescheidenen Größe mit viel Mut auf. So schreckt er auch vor größeren Artgenossen nicht zurück oder lässt sich einschüchtern.

Aggressivität hingegen ist dem Mops völlig fremd.

Sozialverhalten

Sozialverträglichkeit

Um einen möglichst sozialverträglichen Mops an seiner Seite zu halten, ist es von großer Bedeutung, woher ihr euren Mops im Rahmen der Anschaffung bezieht. Denn die Gene und das Blut seiner Verwandtschaft, beeinflussen die jeweilige Mopspersönlichkeit von Haus aus, sprich durch bestes Genmaterial der Elterntiere und Vorfahren, bekommt die Mops-Nachzucht bestenfalls hochqualitative Anlagen vererbt - so auch in Sachen der angelegten Verhalten und folglich der Grundanlage in Sachen Sozialverträglichkeit. Diese wird dann maßgeblich durch die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Prägung und Sozialisierung weiter auf- und ausgebaut, um am Ende des Tages einen sozialverträglichen, verhaltenssicheren und alltagstauglichen Mops zu führen, der angemessen und verträglich mit seiner gesamten Umwelt interagiert. Dies bezieht sich auf Artgenossen, wie auf seine menschlichen Bezugspersonen und Fremde.

In der kontrollierten und organisierten Mops-Zucht, werden nur Zuchthunde zugelassen, die vorab eine Zuchttauglichkeitsprüfung erfolgreich durchlaufen und abgelegt haben. Hier wird unter anderem auf beste Sozialverträglichkeit innerhalb der Verhaltenstests im Umgang mit Menschen und Hunden, größten Wert gelegt.

Um den richtigen Reifeprozess zu durchlaufen und das nötige Rüstzeug zu erhalten, liegt also die Hauptverantwortung in den Händen von Züchter und zukünftigen Halter. Sie entscheiden maßgeblich mit ihrem fürsorglichen und sorgsamen Zutun, wie sozialverträglich und sozialkompetent der jeweilige Mops am Ende des Tages ist.

Generell wird der Rasse eine hohe Verträglichkeit, Umgänglichkeit und Geselligkeit attestiert. Er ist freundlich, friedfertig, anpassungsfähig, aufgeschlossen und kontaktfreudig, so dass in aller Regel das Zusammenwirken mit Menschen, anderen Hunden und artfremden Spezies, harmonisch verläuft.




Freundlichkeit zu Hunden

Andere Hunde stellen in der Regel keinerlei Probleme dar. Der Mops ist ihnen freundlich zugeneigt. Er zeigt ein gutes Sozialverhalten, sprich er ist sozialverträglich und umgänglich, wenn er gut sozialisiert ist.

Der Mops eignet sich ideal im Haushalt, wenn mehrere Hunde anwesend sind. Häufig werden folglich mehrere Möpse in einem Mehrhundehaushalt gehalten.

Der Mops freut sich über jeden Kontakt zu Artgenossen, sei es auf der Hundewiese, beim gemeinsamen Spazieren oder dem Treffen im eigenen Garten. Hundebegegnungen jeglicher Art, verlaufen im Regelfall harmonisch.

Er verhält sich freundlich und benimmt sich angemessen, allerdings lässt sich der kleine mutige Mops nicht unterbuttern, einschüchtern und erst nicht alles gefallen. Dann kann er auch durchaus einmal aufbegehren und sich etwas überschätzen.

Möpse sind überhaupt nicht aggressiv veranlagt, sondern gesellig und kontaktfreudig. Sie lieben und brauchen regelmäßigen Hundekontakt.




Freundlichkeit zu Menschen

Der Mops gilt nicht umsonst als menschenfreundlicher, aufgeschlossener und kontaktsuchender Zeitgenosse, der weder Aggressionen, Scheu noch böse Absichten kennt - er ist ein wahrer Gesellschaftshund, geschaffen für das enge Zusammenleben und -wirken mit der menschlichen Spezies.

Er tritt mit äußerstem Charme und Zugewandtheit Menschen gegenüber, ist stets offen und positiv gestimmt.

Selbst wenn der kleine wachsame Mops einen Fremden im ersten Moment beim Betreten oder Vorbeilaufen des heimischen Reviers kurz anbellt, so ist er im nächsten Moment der beste Gastgeber, der die Person umgarnt und hofiert.

Der Mops ist ein wahrer Menschenfreund, durch und durch.




Bindung zum Herrchen

Mops-Halter pflegen ein sehr inniges und enges Verhältnis zu ihrem Hund, das von einer starken Bindung getragen ist. Die entsprechende Bindungsfähigkeit und -bereitschaft bringt die doggenartige Kleinhunderasse allemal mit.

Der Mops sucht immer den direkten Kontakt zu seinen Bezugspersonen, will also in dessen unmittelbarer Nähe sein. 

Der kleine Hund ist anhänglich und will unbedingt regelmäßige körperliche Zuwendung haben. Kuscheln und streicheln sind ein Muss. Täglich und dass mehrfach.

Fühlt er sich wohl, hört man ihn schnarchen, brummen und grunzen. Nicht umsonst trägt er den Rassenamen Mops, wie ihr oben in unserer Entstehungsgeschichte nachlesen könnt.

Der Mops entwickelt sich dabei zum besten Freund des Menschen. Möpse sind wahnsinnig treue, menschenbezogene und loyale Hunde.

Die Bindung zu Herrchen und Frauchen ist extrem eng, der Mops liebt seine Bezugspersonen, sie sind ihm heilig. Der Hund ist schon nach kurzer Zeit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Oft avanciert der Mops zum Partner- oder Kinderersatz.

Für viele Mops-Halter heißt es nicht umsonst: Einmal Mops, immer Mops.

Beim Mops merkt man sofort die historisch gewachsene ursprüngliche Verwendung als zutraulicher, vertrauensvoller und zugewandter Lebensbegleiter. Er ist durch und durch ein Gesellschaftshund par excellence.

Der Mops braucht seine Familie und seine Familie braucht den Mops. Schon nach kurzer Zeit ist ein Leben ohne den anderen undenkbar, so sehr wachsen beide mit ganzem Herzen und Verstand zusammen.

Ohne intensiven Familienanschluss verkümmert dieser sensible und einfühlsame Menschenfreund.

Vicco von Bülöw, besser bekannt unter dem Künstlernamen Loriot, hat das besondere Verhältnis des Mops zum Menschen, aus unserer Sicht trefflich beschrieben: "Ein Leben ohnen Mops ist möglich, aber sinnlos."




Erziehbarkeit

Es gibt einige wesentliche Vorteile, die der Mops im Hinblick auf die Erziehbarkeit und Führigkeit mitbringt. Denn er ist sehr auf seine Bezugspersonen fixiert, geht bei richtigem Handling eine enge Bindung und intensive Beziehung ein. Zudem will er mit all seinen Handlungen möglichst die Aufmerksamkeit seines Halters gewinnen und ihm stets mit seinem Tun gefallen - diese Eigenschaften lassen sich bestens für die Erziehung und Ausbildung des Mops nutzen.

Gewusst wie, lässt sich die Rasse leicht erziehen und im Alltag führen. Daher eignet sich der gesellige und menschenbezogene Mops auch für Singles, Paare, Familien, Senioren und Hundeanfänger.

Allerdings müssen einige grundsätzliche Dinge beachtet werden. Denn der Mops ist durchaus auch schon mal dickköpfig und ignoriert seine Menschen, wenn etwas Interessanten seine Aufmerksamkeit geweckt und eingenommen hat. Dann kann er auch mit Ungehorsam und Überhören jeglicher Rufe glänzen.

Daher benötigt der Mops eine liebevolle aber konsequente, disziplinierte, führungsstarke und unnachgiebige Führungspersönlichkeit, die das Heft des Handelns fest in ihrer Hand hält. Laissez-faire als Führungsstil ist völlig unangebracht, denn der Mops ist clever genug, um dies für sich zu nutzen. Auch ein vermeintlich kleiner Hund, braucht strikte Regeln, Umgangsformen und Grenzen. Lasst euch also nicht von dem bezaubernden Mops im Alltag um den Finger wickeln, damit er seinen Kopf durchgesetzt und seinen Wunsch bekommt. Entsprechend muss von Anbeginn aufgepasst werden, dass man dem jungen Mops nicht zuviel zugesteht und durchgehen lässt, was einem perspektivisch auf die Füße fällt. Handelt hier auf Sicht und zeigt eurem kleinwüchsigen Hundepartner, wer die Hosen trägt und wo es langgeht.




Kinderfreundlichkeit

Familienanschluss ist für den kleinen Mops wunderbar, denn er ist ein idealer Familienhund.

Der Mops ist kinderlieb, nicht nachtragend und verzeiht den Kindern auch, sollte es auf Grund grobmotorischer Verhaltensweisen etwas ruppiger zugehen. Natürlich nur in Maßen und in Ausnahmefällen. Denn Respekt will auch er.

Der kleine Racker wird sich durch seine freundschaftliche Art schnell zum Freund und Spielkamerad entwickeln. Und das fürs ganze Leben.

Die Rasse ist für ihr ausgrsprochen Kinderverträglichkeit, dennoch sollten die verantwortlichen Erziehungsberechtigten gerade bei Kleinkindern, dem gemeinsamen Treiben beiwohnen, um das Zusammenwirken zu moderieren und wenn nötig angemessen eingreifen zu können.

Einige wesentliche Regeln und Umgangsformen für die Kinder in Bezug auf das Zusammenleben und -wirken mit Hundepartnern, haben wir hier für euch zusammengefasst.




Sensibilität

Der Mops hat einen sehr ausgeprägten will-to-please, will also mit seinem gesamten Auftreten, 
Tun und Verhalten immer sich bei seinem Halter und den anderen Bezugsmenschen in den Vordergrund und ins rechte Licht rücken. Sprich, er will mit allem was er unternimmt und tut, seinem Halter gefallen und ihn von ihm überzeugen.

Diese besondere Eigenschaft kann von Herrchen/Frauchen hervorragend für das Training und Führen im Alltag genutzt werden - so kann man geschickt den kleinen Mops für sein eigenes Vorhaben gewinnen und den situativen Eigensinn und das "Weghören" ausgleichen. Zudem kommt z.B. dieses Wesensmerkmal für die Ausbildung und den aktiven Einsatz als Therapiehund sehr entgegen, denn sowohl Training wie auch aktiver Praxisalltag, werden damit deutlich vereinfacht, da sich der Mops richtig ins Zeug legt, um seinen Hundeführer von seiner gezeigten Leistung zu begeistern.

Sozialverhalten

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Sozialverträglichkeit Hoch

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Bindung Herrchen Hoch
Erziehbarkeit Hoch
Kinderverträglichkeit Hoch
Sensibilität Hoch
05

Was gibt es beim Mops im Hinblick auf die Erziehung zu wissen?

Welche rassespezifischen Erziehungsthemen können bei der Haltung des Mops aufkommen?

Erziehungsthemen

Wenn ihr euch konkret mit der Anschaffung eines Rassehundes im Allgemeinen und mit einem Mops im Speziellen auseinandersetzt, ist die intensive und akribische Recherche und Vorbereitung vor dem Welpenkauf oder der Adoption eines ausgewachsenen Hundes extrem bedeutsam. Denn es gilt zahlreiche Fragen im Vorfeld abzuklopfen, damit ihr in allen Belangen den richtigen Hundepartner an eure Seite holt. Mehr Infos haben wir diesbezüglich in Sachen Welpenkauf hier zusammengestellt und auch im Hinblick auf eine potentielle Anschaffung über das Tierheim, einen Leitfaden im Magazin geschrieben. Denn beide Wege können ansonsten Überraschungen bereithalten, die sich maßgeblich auf das Zusammenwirken mit dem jeweiligen Hund im Alltag, auswirken.

Prinzipiell wird die jeweilige Hundepersönlichkeit aus einem Sammelsurium vererbter und angeborene, sowie erlangter Faktoren und Einflüsse geprägt. Sprich, die jeweiligen Anlagen werden von den Elterntieren und deren Vorfahren an die Nachzuchten weitergegeben. Im weiteren Verlauf sammeln die Hundeindividuen diverse Erfahrungen, Eindrücke und Lerninhalte, um zu gesunden, sozialverträglichen, verhaltenssicheren und alltagstauglichen Wesen geformt zu werden. Kurz, vieles haben wir Menschen unmittelbar in eigener Verantwortung, was die Persönlichkeitsentwicklung und daraus resultierend das Verhaltensrepertoire unserer Hunde angeht.

Gerade bei Hunderassen, die aus verschiedenen Motivationen zu "Modehunden" gemacht wurden, ist eine sorgsame, kontrollierte und nach festen Regeln einer Zuchtordnung und Rassestandards erfolgende Zucht, das Maß aller Dinge. Denn hier werden nicht alle Möpse zur Zucht zugelassen, sondern sie müssen sich durch eine Zuchttauglichkeitsprüfung qualifizieren. Hierbei stehen Gesundheit, Verhalten und Phänotyp im Vordergrund, damit möglichst authentische, wesenstypische, sozialverträgliche Hunde für die Zucht eingesetzt und unbelastete Gene an die Nachzuchten weitergeben. Bei Hobbyzuchten und speziellen "Hundehändlern" sieht hier die Sache häufig komplett anders aus.

Da der Mops zeitweise so begehrt war, wurden in der Zucht mitunter extreme Zuchtziele bis hin zur Qualzucht verfolgt. Diese Übertreibungen (Überzüchtungen) führten zu problematischen gesundheitlichen und wesensseitigen Belastungen, die u.a. auch zu Verhaltensproblemen unterschiedlicher Ausprägung, bis hin zu schwersten Störungen, führten. Hierzu findet ihr in unserem ergänzenden Artikel über die "Qualzucht" weitere Hinweise, denn so gibt es u.U. beim Mops rassebedingte Beeinträchtigungen durch beispielsweise das Auftreten der Brachyzephalie, deren Folgeerscheinungen nicht nur körperliche Probleme sind, sondern auch in Verhaltensveränderungen sich niederschlagen können.

Die Folge kann nur sein: Augen auf beim Hundekauf!

Dann lasst uns mal schauen, mit welchen rassetypischen Erziehungsfragen und etwaigen Verhaltensproblemen sich der jeweilige Mops-Halter u.U. konfrontiert sieht:

Im Gegensatz zu vielen seiner Artgenossen, bringt der Mops quasi keinen Beutetrieb mit, so dass die Gefahr gegen Null geht, dass er angehizt durch etwaige Bewegungsreize oder gar Sichtkontakt mit Wild oder anderen Tieren, auf der Hunderunde ausbüxt. Ebenso wenig wird er spielende und umherlaufende Kinder zusammentreiben wollen, wie es etwa die ein oder andere Hütehunderasse unkontrolliert macht. Der Mops ist zwar wachsam, wird aber auch nicht durch extremes oder gar unverhältnismäßiges Territorialverhalten auffallen.

Kurz, die möglichen rassespezifischen Erziehungsthemen halten sich in Grenzen.

Wichtig beim Mops ist beispielsweise, dass er ab dem Tag des Einzugs fürsorglich und mit Liebe geführt wird, aber der Führungsstil konsequent, diszipliniert und unnachgiebig erfolgt. Denn der Mops kann durchaus situativ zu Sturheit und eigenem Willen neigen, gerade wenn er etwas viel interessanteres für sich entdeckt hat. Dann ist auch plötzlich der so geliebte menschliche Partner Luft und jeglicher Gehorsam lässt zu wünschen übrig. Das Vertrauen einerseits und der Respekt als Autoritätsperson und Rudelführer anderseits, müssen durch versiertes und kompetentes Vorgehen schnell gewonnen werden, damit sich der kleine Mops stets sicher und gut vertreten an eurer Seite fühlt. Lasst ihm daher von Anfang an nur den Freiraum, den ihr ihm perspektivisch zugestehen wollt. Seht davon ab, auf Grund des süßen Anblicks und seinem clownhaften Verhalten, ihm gerade in den frühen Lebensphasen zu viel durchgehen zu lassen, denn dies könnte sich hintenraus rächen. Aber keine Panik, denn mit dem gelehrigen Mops und seinem ausgeprägten will-to-please habt ihr einen lieben, anhänglichen und treuen Charakterhund euch zugelegt, der alles mitbringt, um mit dem richtigen Handling stets die Position der Leitfigur inne zu haben. Dann wird euer Mops folglich sich einfach und gehorsam erziehen und führen lassen. Unverhältnismäßige Strenge, unangemessene Ansprache, Bestrafungen oder hartes Anpacken sind Tabu. Denn dies setzt den sensiblen und feinfühligen Menschenfreund psychisch/mental unter gewaltigen Druck. Geduld, Fingerspitzengefühl, Geschick und vor allen Dingen positive Bestärkung sind die besseren Ratgeber und wirken beim Mops Wunder, denn er will stets für Herrchen/Frauchen alles in deren Sinne tun und in ihren Augen glänzen.

Ein anderes Thema ist das Alleinsein. Der Mops ist extrem auf seine Familie und Bezugsmenschen fixiert, unwahrscheinlich anhänglich und will idealerweise rund um die Uhr bei ihnen sein. Auf Grund seiner mäßigen und demnach praktischen Größe, könnt ihr euren Hundepartner fast immer mit euch nehmen. Dies kommt eurem Mops natürlich sehr entgegen, denn dann ist er quasi nie getrennt von Herrchen/Frauchen. Nun kann es aber aus diversen Gründen passieren, dass auch ihr einen wichtigen Termin wahrnehmen müsst, wo das Mitnehmen nicht gestattet oder einfach auch unangebracht ist. Auf jeden Fall gehört auch beim Mops die Gewöhnung des Alleinseins mit ins Trainingsprogramm, damit durch behutsames Heranführen, dies völlig stressfrei und normal für ihn ist. Ansonsten können je nach Hundeindividuum die unterschiedlichsten Formen von Verhaltensproblemen aufkommen, ausgelöst durch extremen Stress. Trennungs- und Verlustängste kommen auf, setzen den Mops unter mentalen Druck, da er mit der unbekannten Situation nicht umgehen kann. Was Trennungsängste für Auswirkungen haben können, könnt ihr gerne ergänzend hier nachlesen.

Da Möpse richtige Leckermäulchen und mitunter je nach Mopspersönlichkeit äußerst verfressen sind, ist es ratsam von klein auf ihm nicht unnötig viele Leckerchen neben den Mahlzeiten zu geben. Teilt lieber das Futter in kleine Portionen auf, um ihm über Tag bei erwünschtem Verhalten eine Belohnung zur positiven Verstärkung zukommen zu lassen. Da der Mops relativ klein ist, ist die Gefahr auch mäßig, dass er sich selber im Haushalt etwas Fressbares sucht und stibitzt. Da aber leider immer häufiger Giftköder ausgelegt werden, die zu bösen Verletzungen und schlimmen Vergiftungen führen, ist im Freien Aufmerksamkeit geboten, wenn der Mops beim Schnüffeln mal an einer Stelle länger verweilt. Die Idealvorstellung sieht aber so aus, dass durch entsprechendes Training der Mops nur noch Fressen aller Art anrührt, wenn ihm Herrchen/Frauchen dies durch ein einstudiertes Signal erlaubt und die Freigabe erteilt haben.

Solltet ihr mit bestimmten Verhaltensauffälligkeiten und unerwünschtem Verhalten im Alltag konfrontiert sein, zögert nicht einen Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten zügig hinzuzuziehen, damit sich das Problem nicht weiter verfestigt. Sinnvolle und frühzeitige Gegenmaßnahmen können zügig helfen und unerwünschtes Verhalten abbauen und löschen. Dafür sind die Hundeprofis da. Besonders Halter mit mäßiger Hundeerfahrungen tun sich keinen Gefallen, selber mit etwaigen Dissonanzen herumzudoktern.

Sind euch noch weitere rassetypischen Erziehungsthemen beim Mops bekannt? Dann lasst uns diese doch gerne zukommen, damit wir eure wertvollen Infos mit anderen Mops-Haltern teilen können.

Erziehungsthemen

  • Angsttraining
  • Antiaggressionstraining
  • Verhaltensanalyse & -korrektur

Mops - Erziehung & Training
Wichtige Tipps aus erster Hand vom Hundetrainer!

Der Mops. Eine Hunderasse, die trotz ihrer geringen Größe eine enorme Präsenz hat. Ein Mops ist weit mehr als ein kleiner Begleiter, er ist ein treuer Freund und ideales Familienmitglied. Mit seinem geselligen Charakter und seiner herzlichen Natur wickelt er jeden um den Finger und stellt sicher, dass er im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, wohin er auch geht. Doch was macht den Mops so besonders? Und wie kann man auf diese Rasse am besten eingehen?

Beginnen wir mit den Grundlagen. Der Mops stammt aus China und wurde ursprünglich als Schoßhund in Königshäusern gezüchtet. Sie wurden als Statussymbol angesehen und waren oft das Zentrum der Aufmerksamkeit. Es ist dieser Hintergrund, der dem Mops seine liebenswerte Persönlichkeit verleiht. Trotz ihrer geringen Größe sind Möpse mutig und selbstbewusst. Sie sind bekannt dafür, dass sie sich oft mit Hunden viel größerer Größe anlegen und keinem Abenteuer aus dem Weg gehen.

Sozialisation des Mops

Die Sozialisation eines Mopses ist von großer Bedeutung. Mops-Welpen neigen dazu, sehr aktiv und verspielt zu sein, und brauchen viel Interaktion mit Menschen und anderen Hunden, um gesund und glücklich zu bleiben. Ein gut sozialisierter Mops ist ein glücklicher Mops, und durch positive Interaktionen mit anderen Hunden und Menschen kann man die natürlich freundliche und aufgeschlossene Persönlichkeit des Mopses verstärken.

Grundkommandos

Die Erziehung eines Mopses muss so früh wie möglich beginnen und sollte immer konsequent und geduldig sein. Die Grundbefehle wie Sitz, Platz, Bleib, Komm und Nein sind besonders wichtig für diese Rasse. Diese Kommandos bilden die Grundlage für das Gehorsamstraining des Mopses und sind entscheidend für eine erfolgreiche Leinenführung.

Gehorsamstraining – Leinentraining

Gehorsamstraining mit einem Mops kann eine Herausforderung sein, aber mit Geduld und Beständigkeit kann es erreicht werden. Es ist wichtig, den Mops zu belohnen, wenn er die Befehle richtig ausführt, und ihn gut zu behandeln, wenn er es nicht tut. Bei der Leinenführung ist es wichtig, den Mops zu lehren, an einer lockeren Leine zu laufen und auf Kommandos zu achten.

Spiel- und Apportiertraining

Spiel- und Apportiertraining ist ebenfalls wichtig. Möpse lieben es zu spielen und sollten dazu ermutigt werden. Einfache Wurfspiele und das Apportieren von Spielzeug können eine hervorragende Möglichkeit sein, sowohl den Körper als auch den Geist des Mopses zu stimulieren.

Was sollten wir sonst noch zu dieser Rasse wissen?

Als Mopsbesitzer ist es besonders wichtig, sich der gesundheitlichen Bedürfnisse dieser Rasse bewusst zu sein. Aufgrund ihrer kurzen Schnauze können sie an Atemproblemen leiden, und es ist wichtig, sie vor zu viel Hitze oder Anstrengung zu schützen. Außerdem sind Möpse aufgrund ihrer niedrigen Aktivität anfällig für Übergewicht, so dass eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung essenziell sind. 

Zusätzlich zum oben Genannten gibt es vier weitere wichtige Punkte, die bei der Erziehung eines Mopses zu beachten sind:

  • Stubenreinheit: Es ist wichtig, den Mops frühzeitig daran zu gewöhnen, seine Geschäfte draußen zu erledigen. Dies erfordern Geduld, Konsistenz und viel Lob, wenn der Welpe erfolgreich ist.
  • Verhalten im Haus: Da der Mops ein geselliger Hund ist, sollte er so viel wie möglich ins Familienleben eingebunden werden. Allerdings sollte man den Mops auch daran gewöhnen, allein zu sein, um Trennungsangst zu vermeiden.
  • Angemessenes Kauverhalten: Wie alle Hunde haben Möpse einen angeborenen Bedarf zu kauen. Es ist entscheidend, ihnen angemessene Kauartikel anzubieten und sie davon abzuhalten, unangemessenes Kauverhalten zu zeigen.
  • Besuchen von Tierarzt und Hundefriseur: Es ist wichtig, den Mops regelmäßig zum Tierarzt zu bringen und sicherzustellen, dass er angemessen gepflegt wird. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Reinigung der Gesichtsfalten, um Hautproblemen vorzubeugen.
Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mops eine charmante, gesellige und liebenswerte Hunderasse ist, die viel Liebe und Aufmerksamkeit benötigt. Besitzer eines Mopses sollten Geduld, Konsequenz und Verständnis mitbringen. Die Erziehung und das Training eines Mopses können durchaus eine Herausforderung sein, aber die Belohnung ist ein treuer und liebevoller Begleiter, der mit seiner einzigartigen Persönlichkeit jeden Tag bereichert. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass ein Mops nicht nur ein Haustier ist. Er ist ein volles und gleichberechtigtes Familienmitglied, das Liebe, Pflege und Respekt verdient.

06

Rassetypische Krankheiten des Mops

Mops: Welche Erbkrankheiten, genetischen Belastungsfaktoren und sonstigen rassetypischen Hundekrankheiten können auftreten?

Erbkrankheiten

Wenn ihr euch einen Mops zulegen wollt, dann ist es doch sicherlich euer sehnlichster Wunsch, einen gesunden, genetisch unbelasteten, fidelen, fitten und vitalen Mops in eure Haltung zu übernehmen. Um euer Ziel zu erreichen, ist es von großer Bedeutung, sich im Vorfeld des Welpenkaufs einige Gedanken zu machen. 

Ein wesentlicher Faktor bei der Recherche ist die Selektion und Auswahl der entsprechenden Bezugsquelle. Denn der Mops gehört auf Grund seiner Beliebtheit zu den Rassen, die unter den Folgen von extremen Zuchtzielen und Überzüchtung mitunter leiden. Vielfach werden diese Übertreibungen gar als Qualzucht bezeichnet, sogar von öffentlicher Seite, wie ihr in unserem ergänzenden Artikel nachlesen könnt.

Nehmt also alle Anbieter, die ihr rund um die Anschaffung eines Mops kontaktiert, kritisch unter die Lupe. Wie wird dort gezüchtet und welche Rahmenbedingungen liegen vor. Um möglichst bei Modehunderassen auf der sicheren Seite zu sein, liegt der Gedanke nahe, sich an organisierte und kontrollierte Rassehundezüchter zu wenden. Denn hier wird nach strengen Regeln einer festgelegten Zuchtordnung gezüchtet, wo das Wohl der eingesetzten Zuchthunde und Nachzuchten unter Einhaltung aller Tierschutzgesetze, an oberster Stelle steht.

Gerade im Hinblick auf mögliche Erbkrankheiten, genetische Belastungsfaktoren und Rasseprädispositionen ist eine sorgsame und fürsorgliche Selektion der Elterntiere von größter Bedeutung, damit die Nachzuchten möglichst unbelastete und beste Gene von Hündin, Rüden und deren Vorgenerationen mitbekommen.

Nun wollen wir euch die wichtigste bekannten erblich bedingten Hundekrankheiten mit auf den Weg geben, die beim Mops bekannt sind:

Eine besondere rassespezifische Hundekrankheit stellt die Pug Dog Enzephalitis (PDE) dar. Dabei handelt es sich um eine Hirnhautentzündung.

Weiterhin sind Möpse von der Kniescheiben-Verrenkung (Patellaluxation) betroffen.

Die erblich bedingte Hüftgelenksdysplasie (HD) tritt nicht nur bei größeren Hunderassen auf. Diese ist auch beim Mops als Veranlagung bekannt.

Das Brachyzephales Syndrom ist eine Atemwegserkrankung der oberen Atemwege. Da der Mops zu den sogenannten brachycephalen Hunderassen gehört, ist auch er u.U. von Atemproblemen geplagt. Laut Studienergebnisse, wurde sogar bei annähernd 50% der untersuchten Möpse diese Krankheit diagnostiziert. 

Weiter geht mit möglichen Dispositionen für Hornhautentzündungen. Auch hier ist der Mops ein potentieller Kandidat.

Ferner ist die Erbkrankheit Spondylose bekannt. Hierbei handelt es sich um eine degenerative Veränderung der Wirbelkörper. 

Eine weitere krankheitsbedingte Belastung der Wirbelsäule sind angeborene Missbildungen in diesem Bereich, die als sogenannte Keilwirbel bekannt sind. 

Abschließend wollen wir noch ein paar tiermedizinische Fakten der amerikanischen Orthopedic Foundation for Animals (OFA) nennen. Diese basieren auf Untersuchungsergebnissen zu Erbkrankheiten und Gendefekten seit den 1970er Jahren. Sprich, die nachfolgenden Ergebnisse gelten für die amerikanische Mops-Population:

Hier ist die erblich bedingte Schilddrüsen-Unterfunktion bei 2,9% aller untersuchten Mops-Hunde diagnostiziert worden. 

Die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit ist bei geringen 1,1% der Möpse nachgewiesen, die Ellbogendysplasie (ED) bei hohen 41,4% und die Degenerative Myelopathie bei immerhin 11,7% der Möpse.

Durch die Besonderheit der vorstehenden Augen, sind Mops-Hunde mit 2,4% an erblich bedingten Augenerkrankungen vorbelastet.

Sonstige Krankheiten

Da es eine Vielzahl an Hundekrankheiten gibt, wird der Mops die eine oder andere Krankheit während seines langen Hundelebens möglicherweise ebenfalls bekommen. Davor ist der Mops genauso wenig gefeit, wie jeder andere Rassehund, Hybridhund oder Mischling.

Rassespezifisch wird ein Mops ab und an von der Demodikose getroffen. Diese Hundekrankheit ist eine parasitäre Hautkrankheit, die durch Milben hervorgerufen wird.

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Welche Aktivitäten eignen sich für den Mops?

Welche Hundesportarten und Alltagsbeschäftigungen eignen sich für den Mops?

Passende Sportarten

Der Mops ist defintiv kein Hochleistungssportler, auch wenn er lebhaft und aktiv sein kann. Allein aber seine mäßige Größe und mangelnde Ausdauer, stehen für viele Hundesportarten im Weg. Er ist einfach für diverse Disziplinen, insbesondere auf Wettkampfebene, nicht geeignet.

Und dennoch gibt es Möglichkeiten, mit eurem Mops auf den Hundeplatz zu gehen und sportlich aktiv zu sein, ihn zu bespaßen und rassegerecht zu fordern.

Findet er Gefallen an bestimmten Aufgaben und Übungen, wird er sich einbringen, bewegen und seinen Tatendrang zeigen. Denn Möpse können durchaus zu leistungsfähigen Energiebündel werden, natürlich stets auf einem anderen Niveau als man es beispielsweise von einem Border Collie, Deutschen Schäferhund oder Rhodesian Ridgeback erwartet.

Da der Mops einen ausgeprägten Spieltrieb mitbringt und Bewegungsfreudig ist, bietet sich das Agility hervorragend an. Allerdings muss der Parcours an die Größenverhältnisse angepasst sein, was in vielen Hundeschulen zwischenzeitlich Gang und Gäbe ist, um auch den kleinsten Hunden und Rassen die Sportdisziplinen zu ermöglichen.

Beim Crossdogging finden sich Elemente aus mehreren Disziplinen des Hundesports wieder, die aber von der Leistungsfähigkeit so aufgestellt sind, dass sie praktisch mit jeder Hunderasse durchgeführt werden können. Auch mit dem Mops.

Ferner gibt es das Obedience, Rally Obedience und Dogdance, die auf das Leistungsniveau angepasst und dann mit dem Mops ausgeführt werden können. Erkundigt euch in diversen Hundeschulen und Hundesportvereinen, welche Möglichkeiten ihr geboten bekommt.

Aktivitäten für jeden Tag

Was das Auslastungs- und Bespaßungsprogramm beim Mops angeht, findet im Regelfall der größte Teil dessen im privaten Umfeld außerhalb dem Hundeplatz statt.

Möpse sind unwahrscheinlich verspielt. Dies kann hervorragend genutzt werden, um dem kleinen Rassehund seine art- und rassegerechte Beschäftigung zukommen zu lassen. Denn beim Spielen wird Kopfarbeit und Körpereinsatz verlangt, sprich Kopf, Geist, Sinne und körperliche Fähigkeiten gleichermaßen gefordert und mit adäquaten Aktivitäten gefördert.

Kunststücke und Hundetricks stehen beim Mops ganz oben auf der Watchlist. So ist jede Form des Trickdogs geeignet, um den Mops sinnvoll zu beschäftigen und seine Stärken, Triebe und Leidenschaft anzusprechen und einzubringen. Er wird es euch mit Freude und Einsatz danken.

Spaziergänge, kleine Wandertouren, Gassigänge sind geeignete Aktivitäten, bei denen ihr euren Mops mitnehmen könnt. 

Weiterhin stehen die Möpse auf Apportierspiele mit Bällchen, Stöckchen, Stofftieren und sonstigen Spielgeräten. Sie müssen aber seiner Größe entsprechen.

Verschiedene Intelligenz- und Suchspiele bieten sich an, um etwas Bewegung mit Denksport zu kombinieren. Nutzt den Garten bei schönem Wetter. Ansonsten ist die Rasse auch auf Grund der Größe prädestiniert, Tricks, Spiele und Aufgaben Drinnen zu gestalten, besonders wenn es nass und kalt ist.

Durch seine hohe Sozialverträglichkeit und Kontaktfreudigkeit mit Artgenossen, sollte man mit dem Mops unbedingt regelmäßig mit anderen Hunden und Haltern zusammenkommen, damit die Hunde spielen, toben und raufen können. Die Hundewiese bietet sich dafür bestens an. So kann er einfach mal Hund sein und neben dem Spielen sein Sozialverhalten weiter ausbauen und reifen lassen.

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Das sind die Anforderungen für die Haltung eines Mops

Welche Besonderheiten sind im Hinblick auf Haltebedingungen, Zeit- und Kostenaufwand beim Mops zu beachten?
Pflege Gering
tägliche Aktivitäten Gering
Gassi gehen Gering
Erziehung Gering

Anforderungen an den Hundehalter

Stadttauglichkeit

Die Stadttauglichkeit des Mops ist hoch. Er ist ein idealer Partner für die Stadtwohnung, aber ebenso für das Leben auf dem Land.

Aber auch in der Stadt will der Mops bewegt und beschäftigt werden. Um ihn auf das Stadtleben richtig in seiner frühen Kindheit vorzubereiten, müssen die Präge-, Habituations- und Sozialisierungsmaßnahmen unbedingt auf die alltäglichen Einflüsse des Stadtlebens angepaßt werden. Visuelle und akustische Umwelteinflüsse und Menschenauflauf sind nur einige Beispiele, an die der Mops während der frühen Welpenaufzucht herangeführt und auf positive Weise durch das Sammeln von Erfahrungen und Eindrücken, gewöhnt werden muss. Nur so werdet ihr einen stadt- und alltagstauglichen und verhaltenssicheren Mops erhalten, der bestens auf das Stadtleben vorbereitet ist.

Der Mops bringt auch den Vorteil mit, dass ihr ihn immer schnell mal unter den Arm nehmen könnt, um ihn z.B. in einem Altbau die Treppe hochzutragen oder in der Straßenbahn/Bus mitzunehmen.

Kurz, der Mops eignet sich hervorragend als Stadthund.

Platzbedarf Wohnung

Schaut euch den Mops an, dann ist die Frage schnell beantwortet.

Der Mops ist klein, somit kann selbst eine kleine Wohnung hundefreundlich sein.

Platzbedarf Garten

Ein eigener Garten oder Gartenanschluss ist beim Mops prima.

Denn dann kann man den kleinen Racker im Freien verweilen lassen, was ihm oftmals eine Alternative zur Gassirunde bietet. Es bringt einfach äußerste Flexibilität für Hund und Hundehalter.

Der Garten muss nicht groß sein. Je größer, desto mehr Möglichkeiten hat man mit dem Hund für die Aktivitäten.

Zeitaufwand Erziehung

Geht ihr also von Anfang an mit liebevoller Konsequenz bei der Erziehung eures Mops vor, wird die Grundausbildung im Regelfall schnell funktionieren. Intelligent und lehrbegierig ist er.

Wenn ihr also wisst, wie das angemessene Handling beim Mops auszusehen hat, wird der Zeitfaktor für das 1 x 1 der Hundeerziehung mit Grundgehorsam, Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Freifolge etc. gering sein.

Zeitaufwand Gassi

Zwischendurch muss der Mops seine Gelegenheit bekommen, sich zu lösen und sein Geschäft zu machen. Ausreichend Zeit sollte man dem Hund geben und ihn nicht unter Stress setzen.

Dennoch ist der Zeitaufwand eher gering.

Zeitaufwand tägliche Beschäftigung

Der Mops ist kein Hochleistungssportler, der den ganzen lieben Tag animiert und gescheucht werden will. Dennoch nimmt er den täglichen Spaziergang gerne an, mal ausgedehnter, mal kürzer.

Er freut sich aber auch mal über einen Tag mit deutlich weniger Beschäftigung, dafür umso mehr Ruhe. Er ist da nicht sehr fordernd und passt sich gerne der Stimmung und Motivation seines Halters an.

Im Gegensatz zu vielen anderen Hunderassen bleibt der zeitliche Aufwand für die Auslastung gering.

Zeitaufwand Pflege

Der Mops in an sich ein pflegeleichter Hund. Dies gilt vor allen Dingen für sein kurzes, feines, weiches und glänzendes Fell.

Dennoch gibt es weitere Körperstellen, die der verantwortungsbewusste Halter regelmäßig kontrollieren und pflegen sollte. Einen detaillierten Überblick über den gesamten Umfang der Hundepflege findet ihr hier.

Wir wollen dennoch kurz auf die spezifische Pflege beim Mops eingehen:

Allen voran sind da die Augen des Mops zu nennen. Durch die besondere anatomische Bauweise der Augen, diese sind auf Grund der Kopfform deutlich nach außen gewölbt, sind Augenkrankheiten, Verletzungen und Dreck potentiellen Gefahrenherde. Checkt also die Augen regelmäßig und reinigt sie vorsichtig mit einem feuchtwarmen Tuch.

Weiter sind da die Pfoten, Krallen und Ballen zu nennen, denen man bei der Hundepflege ein Augenmerk schenken muss. Besonders im Winter, wenn bei Eis und Schnee gestreut wird, sind Salz und Splitt die Totbringer für die Pfoten der Hunde. Zudem müssen die Nägel des kleinen doggenartigen Hundes immer mal wieder in Augenschein genommen und wenn nötig geschnitten werden.

Da der Mops u.a. unter der Demodikose leiden kann, sollte man bei der Fellpflege immer ein Auge auf die Haut des Mops werfen. Hauterkrankungen, Ekzeme und Hautirritationen können den Mops nerven und leiden lassen. Daher lieber im Frühstadium durch bewusste Kontrolle entdecken.

Die Ohren gilt es ebenso auf Feuchtigkeit und Dreck hin zu untersuchen, damit man durch die Pflege der Ohren, Infektionen und Entzündungen vermeidet. Diese riechen grässlich, jucken und schmerzen teuflisch.

Eine Besonderheit stellen die typischen Gesichtsfalten dar. Auch hier sammelt sich jedweder Unrat, seien es Schmutz oder Essenreste. Schaut euch also auch diesen Bereich regelmäßig an.

Trotz allem ist die Pflege vom Aufwand relativ gering, da es sich schließlich um einen kleinen Hund handelt.

Kostenaufwand Pflege

Trotz der relativen Pflegeleichtigkeit des Mops, nutzen viele Mops-Besitzer die Dienstleistung eines Hundesalons. Ist dem so, fallen entsprechende Kosten an. Zudem geht der ein oder andere Mops-Halter für das Schneiden der Krallen auch zum Tierarzt. Auch diese Leistung wird dann im Budget zu berücksichtigen sein.

Kümmert der Halter sich hingegen selbst um die Hundepflege, so sind die monetären Aufwände gering.

Kurz, es kommt also darauf an, ob ihr die Pflege eures Mops in Eigenregie, ganz oder teilweise über den Hundeprofi machen lasst.

Kostenaufwand Ernährung

Wie wir beereits erfahren haben, ist der Mops kein Hochleistungssportler, der den ganzen Tag aktiv auf dem Hundeplatz, im Jagdrevier oder beim Hüten von Nutztieren unterwegs ist. Er geht seinen Alltag etwas gemächlicher an.

Entsprechend ist auch sein Energiebedarf mäßig. Zudem kommt seine kleine Körpergröße hinzu. 

Da der Mops zudem kein Kostverächter ist, muss auf dessen Linie gezielt geachtet werden. Denn Energieverbrauch und Fütterung stehen in einem direkten Verhältnis. Es gilt die Batterien wieder mit gutem Futter aufzufüllen und nicht aus Liebe den Mops zu mästen.

Ferner spielen natürlich weitere Faktoren eine Rolle, wie die Futterzusammenstellung aussehen sollte. So sind das Lebensalter, Gesundheitszustand, Unverträglichkeiten etc. maßgebende Komponenten, die berücksichtigt werden wollen.

Mehr zum Thema Fütterung haben wir für euch hier bereitgestellt.

Der Kostenaufwand für die Mopsfütterung ist relativ gering.

Kostenaufwand Erziehung

Da der Mops gelehrig, intelligent und offen für Neues ist, kann der Halter geschickt diese Wesenseigenschaften für die Erziehung nutzen. Zudem will der Mops von Haus aus durch seinen ausgeprägten will-to-please, Herrchen und Frauchen alles Recht machen. Auch dieses natürliche Charaktermerkmal ist für die Ausbildung und Führung ein Segen.

Mit der nötigen Hundeerfahrung, Sachkenntnis, Führungsstärke und Charismas, werden die Kosten für die Erziehung des Mops sich sicherlich in Grenzen halten.

Kostenaufwand Gesundheit

Vorausgesetzt der Mops bleibt glücklicherweise von Erbkrankheiten, sonstigen Hundekrankheiten und Verletzungen größtenteils verschont, dann werden die Gesundheitskosten niedrig bleiben.

Wichtig sind alle notwendigen Impfungen laut den Impfprogrammen, die regelmäßigen Wurmkuren, Zeckenschutzmittel und sonstigen Präparate gegen Parasitenbekämpfung, sprich Antiparasitika.

Natürlich gehört der Besuch des Tierarztes für die Kontrolluntersuchungen ebenso zum Pflichtprogramm, um etwaige Krankheiten und Verletzung früh zu diagnostizieren und behandeln.

Anforderungen an die Umgebung

Stadttauglichkeit Hoch
Platzbedarf Wohnung Gering
Platzbedarf Garten Gering

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