Was ihr über den Fellwechsel bei haarenden Hunden wissen müsst

Hunde haaren und verlieren beim Fellwechsel viel Haar

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Zuletzt aktualisiert am: 8.7.2024

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Praktisch alle Hunde, bis auf wenige Nackthunderassen, haben ein Haarkleid.

Unterscheiden tun sich die Vierbeiner von der Fellbeschaffenheit, denn die einen Rassen haben ein doppeltes Haarkleid, mit Deckhaar und Unterwolle, andere Hunde hingegen sind mit einem einfachen Haarbewuchs, sprich ohne Unterwolle, ausgestattet.

Generell verlieren Hunde im Normalfall ganzjährig Haare. Bei den allermeisten Hunderassen und Mischlinge gehört das Haaren und der Verlust von Haaren einfach dazu.

Bei den meisten Hunden steht ferner ein saisonaler Fellwechsel an. Denn Hunde tragen je nach Jahreszeit ein Sommerfell oder Winterfell. Sprich im Frühjahr und im Herbst steht alljährlich ein Wechsel des Fells an.

In dieser Zeit kann je nach Hund der Haarverlust enorm sein. Dies ist ein ganz natürlicher und normaler Prozess.

Hinzu benötigen die Hunde in dieser Zeit mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, was die Fellpflege betrifft.

So wird auf den jeweiligen Hundehalter in diesen Phasen viel handwerkliche Arbeit zukommen. Denn sowohl Sauger, Besen, Kehrblech, Putzlappen, aber auch Bürste, Kamm und Trimmer sind gefragt. Schließlich müssen die Haare vom Boden und in allen Ecken und Ritzen des Wohnraums, KFZ und Kleidung entfernt werden. Zudem helfen wir mit der Hundepflege, altes und überschüssiges Haar aus dem Fell zu entfernen, damit das neue Haar besser nachwachsen und gedeihen kann.

Sollte euch dieser Umstand mit dem Haarverlust stören, ihr ggf. sogar an einer Hundeallergie leiden und ihr noch auf der Suche nach dem passenden Hund für euch seid, raten wir euch vor dem Welpenkauf eingehend mit alternativen Hunderassen und -gattungen zu beschäftigen, denn es gibt Lösungen:

Denn manche Rassenhunde, wie beispielsweise die verschiedenen Varietäten des Pudels und sogenannte Hybridhunde, neigen zu extrem wenig bis gar keinem Haaren, was die Haltung für manch einen Hundehalter sehr angenehm macht. Denn dann setzen sich die Hundehaare nicht überall fest. Zudem wurden Hybridhunde ursprünglich für Menschen gezüchtet, die an Hundeallergien leiden und durch ihre Fellbeschaffenheit deutlich minimierte Belastungsfaktoren mitbringen sollten.

Wir wollen nun in den folgenden Ausführungen euch hilfreiche Informationen, Ratschläge, Tipps und Tricks liefern, wie ihr euren Hund im Hinblick auf den saisonalen Fellwechsel am besten unterstützt.

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Hunde verlieren Haare - beim Fellwechsel umso mehr

Sommer- und Winterfell werden im Frühjahr und Herbst gewechselt. Entsprechend den jeweiligen Wetterbedingungen.

Bei vielen Hunderassen und Hunden gehört der Fellwechsel und Haarverlust einfach dazu

Nahezu jeder Hundehalter kennt das Problem. Es liegen überall so viele Haare des Vierbeiners herum, obwohl man erst gestern die Bude richtig saubergemacht hat.

Jegliches Saugen und Putzen bringt nichts. Minuten später, wenn sich der Hund schüttelt oder durch den Raum läuft, sieht es schon wieder fürchterlich aus. Der Boden ist voll mit seinen Haaren, das Sofa übersät von seinen Stoppeln, der dunkelblaue Anzug des Ehemanns nun mit dem beigefarbenen Fell des Golden Retriever oder von weißen Borsten des Dalmatiner bespickt, selbst im Essen finden wir die Haare unseres Vierbeiners wieder.

Welcher Hundeliebhaber hat diese Beispiele im Alltag und saisonal bedingt nicht schon mehrfach erlebt?

Je nach Hund und Hunderasse, verliert der Vierbeiner eben ganzjährig einen Teil seiner Haarpracht.

Kommt dann noch der saisonale Fellwechsel, mit Sommer- und Winterfell hinzu, nehmen der Haarverlust mitunter ausufernde Formen an. Kurzum: Dann sind die Haare überall verstreut.

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Es kommt auf den Hund an, was den Haarverlust angeht

Rassehunde aller Art, Mischlinge und Hybridhunde, jeder einzelne bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit.

Je nach rassespezifischen Merkmalen, haaren manche Hunde deutlich stärker wie andere Artgenossen

Rassespezifisch gibt es natürlich Hunderassen, die bedeutend mehr Haaren und beim saisonbedingten Fellwechsel Haare verlieren, als Artgenossen anderer Hunderassen.

Ebenso gibt es Rassen, die das ganze Jahr über relativ wenig bis gar keine Haare verlieren. Auch ein Fellwechsel vom Winterfell zum Sommerfell und andersherum durchlaufen manchen Hunderassen nicht.

Sollte es für euch ein K.O.-Kriterium darstellen, ob der für euch in Frage kommende Hund viele Haare verliert, dann erkundigt euch im Vorfeld des Welpenkaufs beim Züchter oder der Adoption eines Hundes aus dem Tierheim, welche Hunderassen besonders vom Haaren und alljährlichen Fellwechsel betroffen sind. Sprich, welche Hunde zu mehr und welche zu weniger Haarverlust neigen.

Die Auswahl bei den Rassehunden ist schließlich immens und ob es am Ende des Tages ein Airedale Terrier, Jack Russell Terrier, Yorkshire Terrier, Labrador Retriever, Weimaraner, Deutscher Schäferhund oder Bobtail mit all ihren unterschiedlichen Fellarten sein wird, liegt an euch und euren Wünschen, Vorlieben und dem Anforderungsprofil an den entsprechenden Hund.

Vielfach werden von Hundekäufern beispielweise die Rassen Pudel oder Malteser sowie die verschiedenen Wasserhunderassen, wie Portugiesischer Wasserhund und Spanischer Wasserhund zugelegt, da sie bekanntlich nahezu überhaupt nicht oder nur minimal Haaren und sogar nur sehr reduziert den typischen Hundegeruch abgeben.

Um einen Gesamtüberblick zu allen Rassehunden und deren jeweiligen körperlichen Voraussetzungen mit Fellbeschaffenheit, potentiellem Haarverlust und etwaigem Fellwechsel zu erhalten, stehen euch unsere Rassebeschreibungen zur Verfügung. Ferner gewinnt ihr damit auch einen Eindruck, welchen Pflegeaufwand die jeweilige Hunderasse mitbringt.

Da die Hundewelt aber nicht bei den Rassehunden endet, so habt ihr weiterhin die Möglichkeit auf einen Mischling bzw. Mischlingshund oder einen Hybridhund bzw. Designerhund, wie Labradoodle, Goldendoodle oder Cockapoo auszuweichen. Viele weitere Hybridhunderassen findet ihr in unserer Rasseübersicht.

Speziell die Hybridhunde sind von ihrer Zuchthistorie dahingehend kreiert worden, da deren Eigenschaften speziell für Allergiker, die mit einer Hundeallergie zu kämpfen haben, entwickelt wurden.

Ein positiver Nebeneffekt für alle Hundeinteressierte, die der Haarverlust im Generellen stört: Hybridhunde haaren nur minimal bis gar nicht.

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Der lästige Haarverlust gehört bei vielen Hunden dazu

Gründe und Faktoren die zu Haarverlust beim Hund führen können.

Durch besondere Umstände kann der Haarverlust bei Hunden verstärkt werden

Die meisten Hunde verlieren das ganze Jahr Haare, der eine mehr, der andere minder.

Aber wisst ihr was?

Es ist ganz normal und ein völlig natürlicher Vorgang, dass unsere geliebten Vierbeiner die Haare verlieren.

Und wisst ihr was noch?

Ihr könnt nicht viel dagegen tun. Es gehört zum Hund und der privaten Hundehaltung mit all ihren Aufgaben einfach dazu. Das müssen wir von vornherein bei der Entscheidung einen Hund anzuschaffen bedenken und einkalkulieren.

Es ist ein völlig üblicher Prozess, dass die Hunde Haare verlieren, denn das einzelne Haar hat nur eine begrenzte Lebensdauer.

Und dass unsere Vierbeiner zum Sommer hin einen Teil ihres Kleides ablegen wollen und lieber ins Sommerfell schlüpfen, ist ja nur logisch, dennoch von uns will auch keiner bei 35 Grad in der Sonne mit einem Pelzmantel und Rollkragenpullover sitzen.

Sie entledigen sich ihres Fells, um nicht so stark die Wärme ertragen zu müssen.

Das Winterfell hingegen schützt sie wiederum vor den kalten Temperaturen und den jahreszeitlich bedingten Wetterverhältnissen. Das Fell ist entsprechend dichter und dicker, einschließlich der Unterwolle, die Hunde und Rassen mit doppeltem Haarkleid mitbringen.

Hinzu kommen einige Einflussfaktoren, die den Haarausfall des Hundes mit beeinflussen.

Folgende Faktoren bewirken das Verlieren von Haaren des Vierbeiners:

Einflussfaktoren für Haarverlust bei Hunden:
Alter des Vierbeiners / Alterserscheinungen
Geschlecht des Vierbeiners / Rüde oder Hündin
Kastriert oder unkastriert
Hunderasse
Fellbeschaffenheit (Langhaar / Kurzhaar / Unterwolle u.a.)
Jahreszeit
Temperatur
Lichtverhältnisse
Ernährung
Gemütszustand, Stress, Nervosität, Angst, Verhaltensstörungen, Verhaltensprobleme
Gesundheit / Hundekrankheiten
Unverträglichkeiten z.B.  durch falsches Hundefutter
Nebenwirkungen durch Medikamentengabe
Parasiten (Flöhe, Läuse, Zecken, Würmer, Milben)
Pilzbefall
Läufigkeit
Hormonelle Gründe z.B. während der Trächtigkeit und Laktation
Unterversorgung / Nährstoffmangel

Auf die vorgenannten Einflussfaktoren können wir Hundehalter vielfach einwirken und aktiv unseren Beitrag zur Hilfe und Unterstützung des Hundes liefern. Denn auf Grund der Faktoren und in bestimmten immer wiederkehrenden Phasen benötigen unsere Hunde eine besondere Pflege.

Wir können beispielsweise schauen, dass es unserem lieben Vierbeiner gut geht, er nicht ständig irgendwelchen Geräuschkulissen ausgesetzt ist, nicht ständig durch die stressige Fußgängerzone oder sonstigen Menschenansammlung rennen muss oder von den Kindern drangsaliert wird. Sprich, wir versuchen ihm ausreichend Ruhe zu geben und ihn möglichst wenig zu stressen.

Des Weiteren sollten wir auf eine gute und ausgewogene Ernährung mit Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren wichtigen Bestandteilen achten. Sein Stoffwechsel arbeitet in der Zeit des Fellwechsels deutlich stärker und muss mit guter substanzreicher Energie versorgt werden. Beispielsweise ist Eiweiß extrem wichtig, unter anderem für die Keratinproduktion, die zu einem Großteil das Haar von der Beschaffenheit beinhaltet.

Bei der Nahrungszusammenstellung muss zudem darauf geachtet werden, dass weder eine Unterversorgung bzw. Nährstoffmangel entsteht, da dieser zu weiterem Haarausfall führen kann, ebenso könnten Nahrungsmittelunverträglichkeiten Verursacher des zusätzlichen Haarverlusts sein.

Auch der Haut des Hundes gilt in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Um die Struktur zu verbessern und zu stärken, macht es durchaus Sinn unterstützend Zink oder Vitamin A als Nahrungsergänzung zu verabreichen. Auch Fettsäuren sorgen für eine bessere Geschmeidigkeit der Haut.

Ferner neigen Hunde, die von Parasiten (Flöhe, Läuse, Zecken, Würmer, Milben) befallen sind, sich an den betreffenden Stellen ihres Körpers ständig zu jucken und kratzen. Die Folge ist Haarverlust, was bis zu größeren kahlen Stellen führen kann. Aus diesem Grund ist auf regelmäßige Antiparasitika, sprich Entwurmungen und die verschiedenen Möglichkeiten durch Darreichung von Mitteln gegen Parasiten, zu achten. Auch dies gehört zur Hundepflege und Vorsorge seiner Gesundheit dazu.

Ein Tipp: Sprecht mit eurem Tierarzt, wenn ihr die Vermutung habt, dass euer Hund deutlich mehr Haare verliert als sonst. Es könnte sich z.B.  auch um eine Nahrungsmittelunverträglichkeit handeln. Ansonsten wird er aber bestimmt gute Ratschläge zum Thema Hund und Haarverlust für euch haben.

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Wie kann ich meinen Hund beim Fellwechsel und Haaren aktiv unterstützen?

Dem Fell und Haarkleid des Hundes müssen ausreichend Beachtung und Pflege zugewendet werden. Besonders in der Zeit des Fellwechsels, sollte man als Halter den Hund mit Bürsten und Kämmen unterstützen.

Hundepflege und Fellpflege stehen ganz oben

Die Pflege des Hundes spielt hier eine wesentliche Rolle.

Nicht umsonst nimmt die Hundepflege generell eine der Kernthemen der Aufgabenfelder der privaten Hundehaltung ein. Denn sie sorgt für gutes und gepflegtes Aussehen, Schönheit und nimmt positiven Einfluss auf eine stabile Gesundheit, Fitness und Konstitution des Hundes. Damit leistet die Pflege einen wertvollen Beitrag, damit der Hund möglichst alt wird. Welche weiteren Faktoren hierbei eine Rolle spielen, könnt ihr gerne in unserem ergänzenden Artikel "Wie alt werden Hunde überhaupt?" nachlesen.

Was könnt ihr nun im Hinblick auf die Hundepflege konkret tun?

Geht auf euren Hund ein, seid aufmerksam und macht euch regelmäßig ein Bild über dessen Gesamtzustand. Dazu zählen auch körperliche Nähe und Berührungen.

Bringt idealerweise bereits eurem Welpen in seiner sensiblen Lebensphase der Welpenentwicklung bei, dass das Abtasten und Anfassen seines Körpers, sowie der Einsatz verschiedener Gegenstände wie Pflegewerkzeug (Bürste, Kamm, Trimmgerät, Zahnbürste für die Zahnpflege etc.) ein regelmäßiges Ritual sind.

Er muss daran behutsam und auf spielerische Weise gewöhnt werden, positive Erfahrungen sammeln und verinnerlichen, dass das Bürsten und die Pflege eine angenehme Sache sind. Am besten funktionieren die ersten Schritte in Phasen, in der der Welpe entspannt und müde ist, beispielsweise nach einer kurzen Trainingseinheit, nach dem Fressen, abends beim gemeinsamen Fernsehschauen oder vor dem Zubettgehen.

Lobt, belohnt und motiviert ihn zudem. Durch ein Leckerchen zur richtigen Zeit, wird er sicherlich den Vorgang in guter Erinnerung behalten und mit etwas Positiven verknüpfen. Desto einfacher werdet ihr alle Pflegemaßnahmen zukünftig umsetzen können, bestenfalls wird euer Hund bereitwillig kooperieren und mitmachen. Wie das Loben richtig funktioniert und effektiv eingesetzt wird, erfahrt ihr durch die Lektüre unseres Artikels "Richtiges Loben & Motivieren beim Welpen & Hund"

An dieser Stelle wollen wir euch eine hilfreiche Trainingsmethode zur Konditionierung des Hundes für die entspannte Umsetzung von Pflegemaßnahmen und die nötigen tiermedizinischen Behandlungen an die Hand geben. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Medical Training mit dessen Werkzeuge der Hund optimal auf die vorgenannten Prozesse vorbereitet werden kann.

Schaut euch bei der Ausübung der Pflegeschritte u.a. in regelmäßigen Abständen das Fell und die Haut eures Vierbeiners genau an, um Unregelmäßigkeiten schnell und frühzeitig festzustellen.

Ferner bringt auch an dieser Stelle ein ausreichendes Wissen über das Ausdrucksverhalten eures Hundes viele Vorteile. Denn in Kombination mit der Aufmerksamkeit werdet ihr anhand seiner Handlungen erkennen, ob etwas anders ist wie gewöhnlich.

Bemerkt ihr z.B. ein außergewöhnliches Verhalten wie starkes Jucken und Lecken? Fallen euch rote Stellen oder Hautekzeme auf? Kratzt sich euer Vierbeiner deutlich mehr als sonst? Wirkt er nervös und gestresst durch körperliches Unwohlsein?

Dann solltet ihr den Tierarzt mit einbeziehen und ausschließen, dass euer Hund vielleicht Flöhe oder eine dermatologische Erkrankung neben dem Haarverlust hat. Denn derartige Einflüsse können rasant zu starkem Haarausfall führen.

Der Schlüssel zum Erfolg in Sachen Fellwechsel und Unterstützungsmaßnahmen lautet: Bürsten, bürsten und nochmals bürsten.

Das regelmäßige Bürsten ist in der Zeit des Haarwechsels unerläßlich und ihr beschleunigt den Prozess durch euer aktives Zutun. Denn damit entfernt ihr überschüssiges und altes abgestorbenes Haar, damit das nachwachsende neue Fell besser gedeiht und Platz für das Wachstum hat.

Es muss zudem Vermieden werden, dass es zu Verfilzungen und Knötchen im Fell kommt. Auch diese werden durch das Kämmen und Bürsten entfernt.

Auch für die Haut ist die Fellpflege eine Wohltat, denn durch das Bürsten wird die Haut regelrecht massiert und die Durchblutung angeregt. Gleichzeitig wird die Regeneration des natürlichen Schutzfilms verbessert.

Nicht zu Letzt sorgen die Maßnahmen auch für weniger Haare in der Wohnung, dem Auto und der Kleidung, da ihr durch das Entfernen, viele Büschel Haar zusammentragt, die ansonsten sich überall verteilen würden.

Je nachdem welche Hunderasse ihr euer Eigen nennt, ist es ratsam mit einem Hundehaarprofi, z.B. mit einem Hundesalon in Kontakt zu treten und nachzufragen, welche Werkzeuge und Utensilien ihr für die richtige Anwendung bei der Haarpflege eures Vierbeiners benötigt.

Denn jeder Hund, ob Rassehund, Hybridhund oder Mischling bringt eine sehr differente Fellstruktur und Fellbeschaffenheit mit, die allesamt eine andere Herangehensweise benötigen, für die es verschiedene Pflegewerkzeuge braucht. Es macht einen sehr großen Unterschied, ob es sich um einen rauhaarigen oder glatthaarigen Vertreter, oder einen Chihuahua mit extrem kurzem Haar oder einen Afghanischen Windhund mit dünnem und langem Haar handelt.

Die Bandbreite der verschiedenen Fellarten ist groß. Je nach Felllänge, Felltextur bzw. -beschaffenheit, mit Unterwolle oder ohne, gibt es für die Fellpflege verschiedene Bürsten und Kämme. (z.B. Softbürsten, Striegelbürsten, Furminator/Zupfbürsten, Entfilzer, Fellwechselkamm, Bürsten für Lang- und Kurzhaar, Massagestriegel, Pflegekamm, Entfilzungskamm etc.) Alle erforderlichen Infos mit Produktipps findet ihr dazu in unserem Leitartikel "Fellpflege beim Hund: Ein Schritt-für-Schritt-Leitfaden für alle Felle".

Auch das Trimmen der Haarpracht bei Hunden mit festem Haar ist hier und da notwendig. So z.B. bei Rassen wie Rauhaardackel, Deutsch Drahthaar, Foxterrier (Drahthaar) etc., was ihr in unseren Rassenporträts jederzeit bei Bedarf nachforschen könnt.

Insgesamt wird also der Prozess für den Haarwechsel durch die tatkräftige Unterstützung verbessert und sorgt auch für eine gewisse Entlastung für euren lieben Vierbeiner. Er wird es euch danken, denn es tut ihm gut und er weiß dies zu schätzen.

Ein positiver Nebeneffekt durch den engen Umgang bei der regelmäßigen Fell- und Hundepflege ist die Tatsache, dass durch die Nähe und aktive Unterstützung des Hundes sein Wohlbefinden steigt.

Und dies führt wiederum dazu, dass die Bindung und das Verhältnis Hund/Mensch noch weiter intensiviert und gestärkt wird, was zur Folge hat, dass alle weiteren Aktivitäten vermutlich einfacher, leichter und in der Zusammenarbeit erfolgreicher umgesetzt werden.

Denke man hier nur einmal an anstehende Herausforderungen beim Hundetraining oder den verschiedenen Hundesportarten wie bei den unterschiedlichen Aufgaben des Agility, Rally Obedience oder Turnierhundesport, wo es auf ein eingespieltes Team mit gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit ankommt.

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