Abwehrreaktion bei Berührung beim Hund

Wenn der Hund bei Berührung eine Abwehrreaktion zeigt

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Zuletzt aktualisiert am: 11.9.2023

Mensch beruehrt einen Hund am Kopf der auf dem Boden liegt und zum Betrachter aufschaut.jpg

Abwehrreaktion bei Berührung

Wenn sich ein Hund ungern anfassen lässt, also z.B. dabei die Ohren anlegt, Kopf oder Körper wegdreht, wegläuft oder gar droht/beißt, kann es sich um eine normale Reaktion, Angst oder Schmerz handeln.

Hunde lassen sich prinzipiell ungern an empfindlichen Körperstellen (Ohren, Pfoten, Genitalregion, Schwanz etc.) anfassen, schon gar nicht von fremden Personen. Das ist natürlich sinnvoll, denn es schützt vor ernsthaften Verletzungen und kann bei groben Griffen (z.B. von Kindern) sehr schmerzhaft sein. Des Weiteren stellt zum Beispiel das Streicheln des Kopfes von oben eine bedrohliche Handlung dar, was Hunde prinzipiell in Abwehrbereitschaft versetzt. Es sei denn, sie sind diese Berührung gewohnt bzw. sie kommt von einem "Rudelmitglied" (z.B. Besitzer, befreundete Menschen).

Hunde aus fragwürdiger Haltung oder Straßenhunde lassen sich ebenfalls ungern oder gar nicht anfassen, da sie solche Berührungen nicht gewohnt sind (fehlende Sozialisation) oder schlechte Erfahrungen damit gemacht haben (z.B. Schläge). Sie reagieren meist mit Flucht oder, wenn kein Ausweg sichtbar ist, mit Angriff. Solche Hunde sollten nur sehr behutsam gestreichelt bzw. an Berührungen gewöhnt werden.

Auch Schmerzen können eine Abwehrreaktion auslösen. Jeder, der einmal Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder Rückenschmerzen hatte, wird solche Situationen kennen: man mag am liebsten in Ruhe gelassen werden und jede Berührung ist unangenehm. Das liegt zum einen daran, dass der berührte Körperteil an sich schon schmerzt, zum anderen daran, dass verletzte/entzündete Körperregionen empfindlicher sind als gesunde und dadurch schon kleinste, normalerweise unbedenkliche Berührungen plötzlich einen Schmerzreiz auslösen können. Mehr dazu erfahren in unserem ergänzenden Artikel "Schmerzen".

In jedem Fall sollte man mit Verständnis auf Abwehrreaktionen eines Hundes reagieren, Berührungen zunächst unterlassen und versuchen, die Ursache zu finden und zu behandeln.


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