Adoption von Hunden

Was versteht man unter einer Adoption eines Hundes?

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Zuletzt aktualisiert am: 26.10.2023

Schwarz brauner Hund steht hinterm Zaun und schaut in die Weite.jpg
Synonyme
  • Hundeadoption

Unter einer Adoption eines Hundes versteht man im Regelfall die Übernahme eines Hundes aus dem Bereich des Tierschutz. Sprich, es wird von einem Tierheim oder einer in- oder ausländischen Tierschutzorganisation, ein Hund an neue Hundebesitzer vermittelt.

Spielen interessierte Hundefreunde mit dem Gedanken, sich einen Hund anzuschaffen, so kann dies prinzipiell durch Kauf eines Hundewelpen vom gewerblich tätigen Züchter oder einer Hobbyzucht erfolgen. Ferner wählen zahlreiche Menschen lieber den Weg einer Adoption eines Hundes, da sie einer Fellnase aus dem Tierschutz ein zweites Leben abseits des Daseins in "Gefangenschaft" schenken wollen. Sie haben ein Herz für Tierheimhunde bzw. Hunde aus dem Tierschutz und wollen einem dieser, ein liebevolles Zuhause in einem neuen Menschenrudel bieten.

Leider trifft viel zu oft Hunde das Schicksal, im Tierheim zu landen oder von einer anderen Tierschutzorganisation aufgenommen werden zu müssen. Besonders im Rahmen der Corona-Pandemie haben unzählige neue Haushalte, sich einen Hund zugelegt. Das aber die Übernahme einer Fellnase in die Haltung ein langfristig angelegtes Engagement sein sollte, ist dem einen oder anderen vorab wohl bewusst gewesen. Denn während der Zeit des Homeoffice, konnten sich die entsprechenden Hundehalter noch rührend und fürsorglich um ihren neuen Hundepartner kümmern. Als nun aber wieder die Zeit des normalen Büroalltags vor Ort im Job anstand, waren zahlreiche Hundebesitzer mit der notwendigen Betreuung überfordert. Sie standen vor dem Problem, wohin mit dem Hund während der Arbeitszeit. Leider fanden viele Hundehalter keinen besseren Ausweg, als den Hund im Tierheim abzugeben. Traurig, aber wahr.

Daneben gibt es aber unzählige weitere Gründe, warum ein Hund von einer Tierschutzorganisation oder einem Tierheim zur Adoption angeboten wird. Sei es die Aufnahme eines Vierbeiners, da der bisherige Hundebesitzer verstorben ist und keine Hinterbliebenen für die weitere Versorgung und Betreuung vorhanden sind. Oder der Hund ist durch öffentlichen Zugriff der Behörden ins Tierheim gekommen, da er von seinen bisherigen Haltern entgegen aller Tierschutzregeln "gehalten" wurde. Ferner gibt es natürlich auch Hunde, die von ihren Herrchen/Frauchen abgeben werden, da sie sich vom Partner getrennt haben und beide Parteien aus diversen Gründen nicht mehr kümmern können oder wollen. Für den ein oder anderen Halter sind die Kosten für den Unterhalt eines Hundes mittlerweile zu hoch oder Hund und Halter kommen einfach auch nicht zurecht. Wir könnten die Liste an möglichen Begründungen und mitunter Ausflüchten für die Abgabe eines Hundes noch vielfach weiterführen...

Damit die Adoption eines Hundes bestenfalls wohlüberlegt ist, wollen wir im Sinne des Hundes, 10 Tipps und Fragen für die Vorbereitung auf eine mögliche Adoption mit auf den Weg geben:

  1. Bevor der Hund adoptiert wird, muss man mehr für die individuellen Bedürfnisse des Hundes erfahren.
  2. Es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob es ein Welpe oder erwachsener Hund sein soll, der prinzipiell angeschafft und letztlich adoptiert werden soll.
  3. Entsprechend muss klargestellt sein, dass genug Zeit für die Haltung, Erziehung und Betreuung eines Welpen oder Hundes generell vorhanden ist, um den Bedürfnissen des Hundes vollumfänglich gerecht zu werden. 
  4. Im Vorfeld muss eine umfassende Recherche sicherstellen, welcher Hund/Rasse am besten zur eigenen Persönlichkeit und den Lebensbedingungen passt.
  5. Ein zeitnaher Besuch im Tierheim oder der Tierschutzorganisation kann bei der Auswahl eines Hundes und den zu klärenden Fragen helfen. Eine Hauruck-Aktion sollte im Sinne des Hundes vermieden werden. Die Adoption ist auf einer möglichst sachlichen Grundlage zu entscheiden.
  6. Fällt die Wahl auf einen potentiellen Adoptionskandidaten, geht es darum das Wesen und Temperament kennenzulernen, um abzuklopfen, ob man der Hundepersönlichkeit mit all ihren angelegten Verhalten, gewachsen ist.
  7. Welche Kosten sind mit der Adoption und weiteren Haltung verbunden? Denn neben der einmaligen Schutzgebühr für die Adoption des Hundes, werden regelmäßige Kosten für Ernährung, Pflege, Tierarzt/Gesundheit etc. anfallen.
  8. Passt der Hund zur Familie, der Wohnumgebung und den persönlichen Vorstellungen?
  9. Bin ich als zukünftiger "Adoptionspartner" bereit, ein langfristiges Engagement über viele Jahre mit der Adoption eines Hundes einzugehen? Mit allem Wenn und Aber?
  10. Ist man bereit sein eigenes Leben und den bisherigen Lebensstil, ein Stück weit an die Bedürfnisse des Hundes anzupassen, damit ihm ein glückliches Hundeleben in einem neuen Lebensumfeld und Zuhause geboten werden kann?

Die vorgenannten Punkte sind nur einige wenige Ratschläge/Fragen, die im Zusammenhang mit der Adoption eines Hundes aufkommen. Mehr haben wir in diversen Artikeln abgehandelt, die im Magazin frei verfügbar sind. 

Um weitere Infos zur Adoption eines Hundes aus dem Tierheim direkt nachlesen zu können, legen wir euch die Lektüre "Ein Hund aus dem Tierheim - was gilt es zu beachten?" ans Herz.

Soll sogar ein Hundepartner aus dem Tierschutz im Ausland nach Deutschland geholt werden und zukünftig das eigene Leben bereichern, gibt es weitere hilfreiche Informationen in unserem Ratgeber "Worauf ist bei der Adoption eines Hundes aus dem Ausland zu achten?" zu entdecken.

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