Herkuleskraut

Ist das Fressen vom Herkuleskraut für den Hund giftig?

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Zuletzt aktualisiert am: 2.3.2023

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Allgemein

Familie: Doldenblütler
Giftig: Ja
Giftlevel: Gering
Pilz: Nein

Synonyme

  • Bärenklau
  • Bärenkralle
  • Heracleum mantegazzianum
  • Herkulesstaude
  • Riesen-Bärenklau
  • Riesen-Bärenklau
  • Riesenkerbel
  • Russenkraut

Herkuleskraut

Das Herkuleskraut ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Doldenblütler gehört.

Sie wird wissenschaftlich als Heracleum mantegazzianum bezeichnet. Besser bekannt ist das Herkuleskraut aber auch unter den Begriffen, Riesenkerbel, Riesenbärenklau, Bärenklau, Herkulesstaude, Russenkraut, Bärenkralle und Kaukasischer Bärenklau, was auf die ursprüngliche Heimat, dem westlichen Teil des Kaukasus in Eurasien hindeutet.

Demnach wird das heutige Vorkommen mit Europa und Asien beschrieben. Aber auch in Nordamerika ist das Herkuleskraut mittlerweile beheimatet.

In Mutter Natur wächst das Herkuleskraut an Wegesrändern im Feld, auf Wiesen und am Rad von Waldgebieten. Ferner wächst das Herkuleskraut an Bächen und Gewässern. Selbst vor mühsam angelegten Parkanlagen hält sich Pflanzenart nicht fern. Und in Gärten findet man den Riesen-Bärenklau in Form von Wildwuchs.

Die Blütezeit wird mit Juli bis September beschrieben.

Unverwechselbar ist das Herkuleskraut durch seine bis zu mehr als 3 Meter hochgewachsene Größe. Nicht umsonst wird die Pflanze auch Riesen-Bärenklau genannt. Die unzähligen kleinen weißen Blüten bilden einen großen Blütenstand, der die Gestalt eines Schirms zeigt. Die Blätter passen von ihrer Dimension zur gesamten imposanten Erscheinung des Herkuleskrauts. Denn sie werden bis zu 1,2 Meter lang. Blätter und Stiele sind grün.

Neben seiner Robustheit ist das Herkuleskraut für sein wucherndes Wachstum bekannt. Und vor allen Dingen muss man sich vor dem Riesen-Bärenklau auf Grund seiner Giftigkeit in Acht nehmen. Das Herkuleskraut ist eine Giftpflanze. Dies gilt für Menschen und Tiere - demnach ist das Herkuleskraut auch für Hunde giftig und folglich im Hinblick auf möglichen Kontakt Tabu.

Sollte der Hund am Herkuleskraut lecken, knabbern oder gar davon fressen, so droht je nach Menge im Verhältnis zum Körpergewicht, eine Vergiftung. Typische Vergiftungssymptome sind u.a. Magen-Darm-Beschwerden, Hautentzündungen, Schleimhautreizungen etc. Sprich, jeglicher Kontakt mit den Schleimhäuten, ob Augen, Maulbereich, Verdauungstrakt oder Haut ist möglichst zu vermeiden.

Habt also stets ein wachsames Auge auf euren Hund, wenn er im Freien verweilt und die Umwelt erkundet. Besonders gefährdet sind Hundewelpen, Seniorhunde und vorerkrankte Fellnasen.

Neben aller Vorsicht sind die richtigen Erziehungsmaßnahmen ein probates Mittel, um den eigenen Hund situativ unter Kontrolle zu haben. Denn macht es sich über etwas her, so muss das Abrufen zuverlässig funktionieren. Bestenfalls wird der Hund sogar soweit durch Hundetraining gebracht, dass er nur noch frisst, wenn er vorab ein aufgebautes Freigabesignal (Hör- und/oder Sichtzeichen) von Herrchen/Frauchen erhalten hat. Aber es sind neben dem Grundgehorsam und den vorgenannten Trainingszielen auch der Aufbau der individuellen Impulskontrolle und Frustrationstoleranz wichtig, denn ohne diese ist der Hund bei etwaigen Reizeinwirkungen nicht in der Lage, diesen zu widerstehen. Erkundigt euch in der Hundeschule nach einem Anti-Giftköder-Training, um das nötige Rüstzeug unter Anleitung eines kompetenten Hundetrainers zu erlernen und für den Hundealltag bezüglich potentiellem Kontakt eures Hundes zu giftigen Substanzen bestens aufgestellt zu sein.


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