Eifersucht beim Hund - Ursachen, Anzeichen und Tipps zum abgewöhnen!
Was tun, wenn der Hund eifersüchtig ist? Erfahre, wie sich Eifersucht beim Hund äußert, warum sie entsteht und wie du sie gezielt abtrainieren kannst.
Von:
Julia Reich, Mammalia AG
Zuletzt aktualisiert am: 1.4.2025
Das Wichtigste in Kürze
- Eifersucht beim Hund ist real – Hunde zeigen emotionale Reaktionen wie Jaulen, Knurren oder Dazwischendrängen, wenn sie sich in sozialen Beziehungen bedroht fühlen.
- Eifersucht beim Hund abgewöhnen ist möglich, wenn man individuell und mit Hundeverstand vorgeht – pauschale Lösungen helfen selten.
- Eifersucht Hund auf Mensch oder anderen Hund tritt häufig auf, wenn der Bezugsmensch Aufmerksamkeit auf andere lenkt – z. B. bei neuem Partner, Baby oder Zweithund.
- Eifersucht Hund auf Hund kann zu Konkurrenzverhalten führen – gezieltes Training mit Quality-Time und ritualisierter Aufmerksamkeit kann helfen.
- Wie äußert sich Eifersucht beim Hund? Typische Anzeichen sind Bellen, Jaulen, Rückzugsverhalten oder sogar Aggression.
- Eifersucht beim Hund abtrainieren braucht Geduld und Verständnis – Strafen verschlimmern die emotionale Unsicherheit oft nur.
- Hund Eifersucht abgewöhnen durch Training, Struktur und Beziehungspflege – professionelle Begleitung durch Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten wird empfohlen.
Eifersucht beim Hund ist kein Mythos – viele Hundehalter erleben Situationen, in denen der eigene Vierbeiner auffällig reagiert, sobald Aufmerksamkeit an jemand anderen geht. Ob ein anderer Hund gestreichelt wird, der neue Partner ins Spiel kommt oder gar ein Baby das Familienleben verändert – Eifersucht beim Hund kann sich auf viele Arten zeigen und kann ein Zeichen tiefer Bindung, aber auch emotionaler Unsicherheit sein.
Wie äußert sich Eifersucht beim Hund? Was kann man tun, um Eifersucht beim Hund abzugewöhnen? Und wie unterscheiden sich Eifersucht Hund auf Mensch und Eifersucht Hund auf Hund? Dieser umfassende Ratgeber geht den wichtigsten Fragen auf den Grund, beleuchtet wissenschaftliche Hintergründe und gibt wertvolle Tipps für den Hundealltag.
Im Gespräch mit Hundetrainerin und angehender Psychologin Julia Reich („Pfotenreich“), Mammalia-AG-Mitglied unter der Leitung des renommierten Hundeforschers Dr. Udo Gansloßer, entstand dieser fundierte Artikel für alle, die die emotionale Welt ihrer Hunde besser verstehen – und Eifersucht beim Hund gezielt erkennen, abtrainieren und vorbeugen möchten.
Was ist Eifersucht bei Hunden?
Eifersucht nimmt Einfluss auf die Gefühlswelt von Lebewesen wie Hunden und Menschen.
Sind Hunde eifersüchtig?
Viele kennen es und häufig schmunzelt man sogar ein wenig darüber. Man streichelt einen anderen Hund und der eigene Hund findet das gar nicht gut. Er fängt an zu bellen, jaulen oder versucht sogar den Kontakt zu unterbrechen. Man hat einen neuen Partner und sobald man mit diesem auf dem Sofa kuschelt, legt sich der Hund dazwischen. Sogar im Kontext mit Neugeborenen wurden schon ähnliche Situationen berichtet. Hier ist eine Emotion im Spiel die über längere Zeit nur beim Menschen vermutet wurde – die Eifersucht. Doch gibt es wirklich auch Eifersucht bei Hunden? Und in welchen Kontexten?
Was versteht man unter Eifersucht bei Hund und Mensch?
Schauen wir uns erst mal an, was Eifersucht überhaupt ist. Eifersucht ist eine Emotion, die noch mit vielen weiteren Emotionen in Verbindung gebracht werden kann. Bedeutet – zu Eifersucht gehört oft Angst, Unsicherheit, das Gefühl ausgeschlossen zu werden, Traurigkeit aber auch Ärger oder Wut. Durch dieses Zusammenspiel drückt sich Eifersucht bei jedem Individuum anders aus und es kann nicht „das eine Eifersuchtsverhalten“ definiert werden. Eifersucht fühlen zu können wurde lange Zeit einzig dem Menschen zugesprochen. Doch auch Hunde verfügen über ausgeprägte sozial-kognitive Fähigkeiten und enge soziale Beziehungen, wodurch auch Hunde im Stande dazu sind Eifersucht zu empfinden (Harris & Prouvost, 2014). Der Hund zeigt dies am häufig durch ein langes Anschauen oder Beobachten z.B. seines Bezugsmenschen und des Besitzers, Bellen oder Jaulen, Schnappen oder gar durch ein Dazwischengehen oder Wegschupsen (Abdai et al., 2018).
💡 Merke: |
Hunde können eifersüchtig sein. Bei Hunden kann man Eifersucht im Alltag an verschiedenen Verhaltensweisen erkennen. Eifersucht ist beim Hund als soziales Wesen völlig normal. |
Wozu gibt es Eifersucht?
Haben wir es mit Emotionen zu tun, sollten wir uns bewusst machen, dass diese immer einen gewissen Nutzen haben, sonst gäbe es sie nicht. Wozu dient nun aber die Eifersucht? Meist nervt oder belustigt sie uns eher. Doch aus evolutionärer Sicht, hat die Eifersucht eine überlebenswichtige Aufgabe – den Schutz und das Verteidigen von Bindungspartnern. Sowohl wir Menschen als auch unsere Hunde sind angewiesen auf soziale Beziehungen. Ein Hundehalter bietet einem Hund Schutz, Nahrung und Zuwendung. Ist eine solche Beziehung gefährdet, so muss diese geschützt oder sogar verteidigt werden. Und da kommt die Eifersucht beim Hund ins Spiel.
Was passiert neurobiologisch bei Eifersucht beim Hund?
Eifersucht kann nur entstehen, wenn eine soziale Beziehung zu einem Gegenüber besteht, welche in Gefahr ist. Wir haben es hierbei somit einerseits mit Bindung und andererseits mit der erwarteten Gefährdung zu tun. Und hier kommt das Hormon Oxytocin ins Spiel.
Welche Rolle spielt das Hormon Oxytocin bei Eifersucht beim Hund?
- Bindung
Bindung wird bei Hunden über das „Kuschelhormon“ Oxytocin vermittelt. Eine besonders hohe Ausschüttung geschieht bei engem ruhigem Körperkontakt, bei Blickkontakt oder sozialem Spielverhalten. Dies betrifft sowohl den Hund als auch den dazugehörigen Menschen. Die Beziehung die darüber vermittelt wird, ähnelt der einer Mutter-Kind-Beziehung beim Menschen (Nagasawa et al., 2015). Es entsteht eine sich gegenseitig verstärkende Oxytocinausschüttung, sowohl beim Menschen als auch beim Hund. Schaut ein Hund seinen Besitzer über eine längere Zeit an, so steigt darüber die Oxyctocinausschüttung beim Menschen. Interagiert der Mensch mit seinem Hund auf eine liebevolle Art und Weise, so steigt auch die Oxycotinausschüttung im Hund. Das ist die beste Grundlage um eine feste Bindung mit seinem Hund zu entwickeln. Unterbindet der Mensch die Interaktion, der Hund schaut den Besitzer jedoch weiterhin an, so steigt nur beim Menschen das Oxytocin an, beim Hund jedoch nicht. Der positive Kreislauf des Oxytocins wird an dieser Stelle für den Hund unterbrochen und somit auch die unterstützende Wirkung für das Bindungsverhalten. - Eifersucht
Eifersüchtiges Verhalten wird über das Hormon Vasopressin vermittelt. Dieses ist eine Vorstufe des Oxytocins. Somit kann man sagen, dass allein auf neurobiologischer Ebene zu jedem Bindungsverhalten auch Eifersuchtsverhalten gehört. Eine besonders enge Beziehung, mit einer besonders hohen Oxytocinausschüttung kann sogar zu einer verstärk(t)en eifersüchtigen Reaktion führen. Die Wirkung von Vasopressin kommt somit eher zum Tragen, wenn es um Verhaltensweisen in sozialen Situationen geht, die dazu dienen eine soziale Beziehung zu schützen oder zu verteidigen (MacLean et al., 2017). - Neurologische Korrelate
Ein weiteres Forschungsteam (Cook et al., 2018) versuchte die Hirnaktivität von Hunden zu messen und diese der Eifersucht zuzuordnen. Dabei gingen sie davon aus, dass Eifersucht über die Amygdala vermittelt wird. Diese ist Teil des limbischen Systems und reguliert Angst- aber auch Aggressionsreaktionen. Die Hunde wurden darauf trainiert möglichst still in einem fMRT Gerät zu liegen. Von dort aus sahen sie, wie ihr Besitzer einem realistisch aussehenden Modellhund Futter gab. Wie erwartet stieg die Amygdalaaktivität der Hunde im fMRT an. Man kann daraus schließen, dass die Hunde eine emotionale Reaktion auf die Situation hatten. Differenzieren, ob es sich dabei um Eifersucht, Angst oder Wut beim Hund handelt, kann man jedoch nicht. Auch könne es eine Reaktion auf das Futter und nicht die Bezugsperson sein, was mehrfach am Studiendesign kritisiert wurde. Die Forschung zu Eifersucht beim Hund steckt noch in den Kinderschuhen und grade der Fakt, dass bei der Eifersucht verschiedene weitere Emotionen beteiligt sind, macht es umso schwerer die Ergebnisse zu interpretieren. Eifersucht beim Hund ist eine komplexe Emotion, was auch in weiteren Bereichen noch zu sehen sein wird.
Spielen bei der Eifersucht bei Hunden bestimmte Merkmale eine Rolle?
- Geschlechtsunterschiede
In einer Studie von Nagasawa et al., 2015 wurde ein Experiment durchgeführt, was das Bindungsverhalten von Hunden zu ihren Besitzern umfasste. Dabei wurde den Hunden über ein Nasenspray Oxytocin verabreicht und sie wurden anschließend in einen Raum mit ihrem Besitzer und zwei fremden Menschen gebracht. Es wurde beobachtet, ob die Hunde die Besitzer im Anschluss länger anschauten, als die Hunde, denen kein Oxytocin verabreicht wurde. Tatsächlich schauten die weiblichen Hunde mit verabreichtem Oxytocin ihre Besitzer länger an, die männlichen jedoch nicht. Diese schauten ihren Besitzer nicht signifikant häufiger oder länger an, als die fremden Personen. Auch im Menschen wurden schon ähnliche Geschlechtsunterschiede festgestellt. Nagasawa und Kollegen stellen die Hypothese auf, dass bei Rüden das verabreichte Oxytocin evtl. auch die Vasopressinrezeptoren ansteuern könnte und das gezeigte Verhalten nicht als fehlendes Bindungsverhalten zu interpretieren ist, sondern als „Wachsamkeitsverhalten“. - Rasseunterschiede
Hunde sind abhängig von ihren Haltern und dementsprechend auch von der Beziehung zu ihnen. Oft werden dabei noch Unterschiede gemacht zwischen sogenannten „Familienhunden“ und „Arbeitshunden“. Doch Studien zeigen, dass es im Bindungsverhalten keine signifikanten Unterschiede zwischen Rassen oder Arbeits- und Familienhunden gibt (Mariti et al., 2013; Lenkei et al. , 2021). Da Bindungsverhalten und Eifersucht eng miteinander in Verbindung stehen, ist davon auszugehen, dass auch eifersüchtiges Verhalten somit nicht mit spezifischen Rassen assoziiert werden kann, sondern vielmehr auf individuellen Unterschieden der einzelnen Hunde beruht.
🐕 Interessant zu wissen: |
Eifersucht ist nicht rassespezifisch, sondern ein individuelles Merkmal, dass sich von seiner Ausprägung von Hund zu Hund unterscheidet. |

Ursachen und Auslöser für Eifersucht beim Hund
Verschiedene Gründe wie Eifersucht auf ein Kind, neue Lebenspartner oder andere Hunde kann zu typischem Eifersuchtsverhalten beim Hund führen!
Gründe und Motive für Eifersucht beim Hund
Wie schon in dem Abschnitt „Wozu gibt es Eifersucht?“ kurz angeschnitten, spielt Eifersucht eine wichtige Rolle im Alltag eines Hundes. Dabei können wir uns einerseits die evolutionäre Perspektive anschauen. Ein Tier ist immer darauf bedacht seine „Fitness“ (nach Darwin) zu erhöhen. Das bedeutet, dass ein Tier als höchstes Ziel hat, den Fortbestand seiner Art zu gewährleisten. Dies tut es durch eigene Fortpflanzung oder Unterstützung verwandter Tiere. Da Hunde auf den Menschen als Sozialpartner angewiesen sind, kann eine wahrgenommene Bedrohung dieser Beziehung auch als eine Gefährdung des eigenen Überlebens oder der eigenen Fitness interpretiert werden. Was genau als Bedrohung wahrgenommen wird, kann jedoch individuell von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Es kann ein anderer Hund, ein Kind sein oder auch der Partner des Besitzers sein. Eifersucht könnte somit als eine der Ursachen für Aggressionsverhalten im sozialen Kontext gewertet werden. Schauen wir uns nun einige Beispiele für die beschriebenen Situationen an. (Dabei sind die beschriebenen Verhaltensweisen jedoch nur eine von vielen möglichen Umgangsformen, die ein Hund in Bezug auf „Eifersucht“ mit eifersüchtigem Verhalten zeigen kann.)
Eifersucht beim Hund auf einen fremden Hund
Man ist mit seinem Hund im Feld unterwegs und trifft dort auf einen anderen Hund. Dieser kommt freundlich wedelnd auf einen zu und hält direkt seinen Rücken zum Kraulen hin. Man streichelt den fremden Hund. Der eigene Hund schaut sich die Situation kurz an und drängt sich dann zwischen den Besitzer und den anderen Hund, um nun selbst von ihm gestreichelt zu werden. Solche Situationen werden oft mit einem Lächeln abgetan, können aber schon ein Zeichen von Eifersucht sein.
Ein neuer Hund zieht ein - Eifersucht beim Ersthund
Auch können ähnliche Verhaltensweisen bei einem neuen Hund, der in die Familie dazu kommt, beobachtet werden. Der neue Hund erhält automatisch mehr Aufmerksamkeit der Halter, da sich dieser erst mal in die Familie einfinden muss. Dies kann sowohl einen Welpen als auch einen schon älteren Tierschutzhund betreffen. Die Halter und der neue Hund müssen sich erst mal kennenlernen, wodurch es dazu kommen kann, dass der Ersthund vernachlässigt wird oder auch nur im Verhältnis weniger Aufmerksamkeit und Zuwendung erhält als der neue vierbeinige Familienzuwachs. Dies kann zu Auseinandersetzungen und Aggressionsverhalten zwischen den Hunden, aber auch zu Rückzugsverhalten des Ersthundes führen – alles motiviert durch die Eifersucht beim Ersthund.
Eifersucht bei Hunden auf neue Partner
Ein Hund und sein Halter leben über Jahre zu zweit zusammen. Der Hund ist an den engen Kontakt gewöhnt und es gab selten Situationen, in denen er nicht den Großteil der Aufmerksamkeit des Halters bekam. Der Halter hat nun seit längerem das erste Mal eine Partnerin. Nun liegt sie mit dem Halter auf dem Sofa und kuschelt. Eine völlig neue Erfahrung, die die Emotionen beim Hund hochkochen und das Eifersuchtspegel hochschnellen lassen. Der Hund versucht sich zwischen die beiden zu legen und nimmt ihren Platz ein, sobald sie aufsteht. Kommt sie zurück, kann es sogar dazu kommen, dass er sie anknurrt oder nach ihr schnappt. Der Halter entscheidet sich dazu, dass der Hund mit ihnen zusammen gar nicht mehr kuscheln darf und wird nun aus gemeinsamen Filmabenden ausgeschlossen. Auch kann es dazu kommen, dass sich Hundehalter und Partnerin umarmen und der Hund versucht dazwischen zu gehen, beispielsweise indem er versucht in der Mitte der beiden dabei zu sein, aber vielleicht auch durch Dazwischengehen oder Wegdrängen der Partnerin. Solche und viele weitere Verhaltensweisen können bei Eifersucht bei Hunden gegenüber eines neuen Partners oder einer neuen Partnerin auftreten. Selbst bei kleinen Anzeichen kann man als fürsorglicher Halter schon in die Prävention gehen, um Eifersucht beim Hund entgegenzuwirken.
Eifersucht beim Hund auf ein Baby
Das Horrorscenario eines jeden Hundehalters und werdenden Elternteils – Was ist wenn der Hund das Baby nicht akzeptiert? Die Geschichten hört man leider immer wieder – ein Hund hat ein Baby gebissen. Doch wie kommt es dazu? Einer der Gründe kann Eifersucht beim Hund sein. Das Baby wird viel Aufmerksamkeit der Eltern auf sich ziehen und manche Hunde kommen dabei eine Zeit lang erst mal zu kurz. Die gewohnten Routinen, die dem Hund Struktur und Sicherheit vermittelt haben sind plötzlich anders als zuvor. Die neugewordenen Eltern sind vielleicht überfordert und mit ihren Nerven teilweise einfach am Ende und der Hund merkt ebenso wie gestresst sie sind. Und all das seit das Baby da ist. Der „worst Case“ ist dabei, dass es zu einem Beißvorfall kommen kann. Doch besonders aufmerksamkeitssuchendes Verhalten, wie Winseln und Jaulen, aber auch Zerstören von Gegenständen könnte hier in Erscheinung treten. Wie man von Beginn an den Hund gut auf das kommende Baby und die anstehenden Veränderungen vorbereiten kann, findest du hier in unserem ergänzenden Artikel mit dem Titel „Hund und Baby – Was muss ich als Hundehalter beachten, wenn ein Baby zu Hause einzieht?". Dabei ist zu beachten, dass die genannten Verhaltensweisen nicht nur bei Eifersucht, sondern auch anderen Stressreaktionen des Hundes gezeigt werden können und das Verhalten auch auf andere Ursachen hindeuten kann.
🔥 Wichtig: |
Eifersucht beim Hund kann auf andere Menschen nur dann entstehen, wenn der Hund die Beziehung zur entsprechenden Bezugsperson als gefährdet wahrnimmt. Tut er das nicht, so kann es aus den verschiedensten anderen Gründen zu unerwünschtem Verhalten kommen, jedoch nicht aus Eifersucht. Häufig haben wir es in solchen Szenarien beispielsweise mit Frustration zu tun. |
Ein Hund als Sozialpartner - Eifersucht unter Hunden
Ein bisher noch übergangenes Thema in diesem Artikel ist, dass auch unter Hunden selbst Eifersucht auftreten kann. Nicht nur der Mensch, sondern auch ein anderer Hund kann ein wertvoller Sozial- und Beziehungspartner für einen Hund sein. Besonders in der Mehrhundehaltung ist dies zu sehen.
Ein Halter ist mit seinen zwei Hunden im Feld unterwegs und trifft auf einen weiteren Hund. Dieser versteht sich mit einem seiner beiden Hunde sehr gut und sie fangen ein gemeinsames Spiel an. Nach kurzer Zeit geht der zweite Hund des Halters dazwischen und knurrt den fremden Hund an. Das Spiel ist beendet und der fremde Hund samt dessen Halter geht weiter seines Weges.
Auch hier kann das Verhalten in der beschriebenen Situation natürlich die verschiedensten Ursachen haben. Eine davon kann die Eifersucht des Hundes sein. Hunde entwickeln auch untereinander enge soziale Beziehungen. Dementsprechend kann es allein durch die neurobiologische Basis bei jeder Beziehung auch zu Eifersuchtsverhalten kommen. Jede soziale Beziehung hat, genauso wie für uns Menschen, auch für unsere Hunde einen Wert. Das kann zum Beispiel ein emotionaler Wert sein und das Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln. Ist diese Beziehung nun potenziell gefährdet, so kann es zu Eifersucht und einem entsprechenden Verhalten kommen.
Eifersucht auf Gegenstände beim Hund
Eifersucht kann in jeder sozialen Beziehung entstehen. Ein Gegenstand kann zwar einen emotionalen Wert für einen Hund haben, jedoch kann man hier in keinem Fall von einer sozialen Beziehung sprechen. Haben wir nun einen Hund, der beispielsweise Gegenstände, den Platz auf dem Sofa oder auch Spielzeug verteidigt, so haben wir es an der Stelle nicht mit Eifersucht zu tun. Man würde an der Stelle viel mehr von einer Art der Ressourcenverteidigung sprechen.
In verschiedenen Studien (Bastos et al., 2021; Cook et al., 2018; Harris & Prouvost, 2014) wurde auch der Kontakt vom Hundehalter mit verschiedenen Gegenständen im Vergleich zum Kontakt mit einem Modellhund als Kontrolluntersuchung beobachtet. Hierbei wiesen die Hunde keine signifikante Reaktion bei Interaktion des Menschen mit dem Objekt auf, jedoch auf den Modellhund. Somit kann davon ausgegangen werden, dass eine soziale Beziehung zu einem Menschen der mit einem Gegenstand interagiert vom Hund dadurch nicht als gefährdet wahrgenommen wird.

Wie Eifersucht beim Hund erkennen?
Ist der Hund eifersüchtig, so kann man dies als Halter an Körpersprache und seinem Verhalten erkennen.
Anzeichen und "Symptome" von Eifersucht bei Hunden
Eifersucht kann sich je nach ausgelöster Emotion anders zeigen. Löst eine soziale Situation in einem Hund eher Traurigkeit aus, so wird er sich vermutlich eher zurückziehen oder auch aufmerksamkeitssuchendes Verhalten zeigen. Macht es einen Hund jedoch wütend oder hat er Angst, so kann es zusätzlich noch zu aggressivem Verhalten dem gegenüber kommen, der die Beziehung gefährdet. Allgemein ist eine solche Situation ein Stressauslöser für einen Hund. Es kann somit auch jegliches Stressverhalten abseits des schon erwähnten möglich sein.
Verhalten und Körpersprache, die auf Eifersucht beim Hund hinweisen können:
- Unruhe und Nervosität
- Stress und gesteigertes Erregungslevel
- Knurren, Bellen und Jaulen
- Zuschnappen und Beißen
- Zerstören von Gegenständen
- Dazwischendrängen und Platz erobern
- Aufmerksamkeit erhaschen
- Ignorieren und Nichtbeachtung
- Zurückziehen, Trauer, depressives Verhalten, Futterverweigerung
Wichtig ist noch, dass ein einzelnes Verhalten für viele verschiedene Ursachen sprechen kann. Es sollte dementsprechend immer der Gesamtkontext angesehen werden!
👉 Gut zu wissen: |
Eifersucht beim Hund kann sich situativ fallbezogen vielfältig durch Verhalten und Körpersprache beim eifersüchtigen Hund „Dritten“ gegenüber äußern. |
Eifersucht beim Hund abgewöhnen - Wichtiges Tipps für den Hundealltag
Mit Training und geschicktem Umgang Eifersucht beim Hund minimieren und loswerden.
Eifersucht beim Hund abtrainieren - Gewusst wie...
Im Folgenden werden einige beispielhafte Trainingsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Eifersucht bei Hunden skizziert. Solltest du es mit Aggressionsverhalten zu tun haben, (besonders im Kontext mit Kindern) empfehlen wir dir dringend einen fachkundigen Hundetrainer miteinzubeziehen, da diese Tipps nicht auf alle Hunde oder Situationen generalisiert angewandt werden sollten. Hundetraining sollte immer individuell auf den betreffenden Hund und die Bezugspersonen abgestimmt werden.
Abgewöhnen der Eifersucht des Hundes auf einen weiteren Hund
Solltest du zwei oder mehr Hunde zuhause haben und es kommt unter den Hunden in Bezug auf dich als Sozialpartner zu Eifersucht, so kannst du an verschiedenen Stellen ansetzen. Es kann helfen mit den einzelnen Hunden Zeit alleine zu verbringen und beispielsweise ein Hundehobby immer nur mit dem einen Hund zu machen, sodass jeder Hund auch seine „Qualitytime“ mit dir hat. Ein weiterer Ansatzpunkt wäre gezielt ins Training zu gehen und den Hund daran zu gewöhnen es auszuhalten, dass auch ein anderer Hund die Aufmerksamkeit des Hundehalters beanspruchen darf. In der Studie von Cook und Kollegen (2018) wurde beobachtet, dass die Reaktion der Hunde nach mehrfacher Präsentation der Interaktion des Menschen mit dem Modellhund zu einer abgeschwächten Reaktion führte. Dies kann man über die sogenannte „systematische Desensibilisierung“ machen. Man würde den Hund somit ganz kleinschrittig den eifersuchtsauslösenden Situationen aussetzen. Dabei ist es wichtig, dass der Hund lernen soll, dass diese Situation nicht die Beziehung zum Halter beeinträchtigt. Erfolgreiche Durchgänge sollen somit über eine anschließende angenehme soziale Interaktion belohnt werden. Sollte es trotzdem zu gewissem Eifersuchtsverhalten kommen, wäre eine möglichst neutrale Deeskalation der Situation sinnvoll.
🐶📘🦴Trainingsanleitung - Eine erste Übung gegen Eifersucht beim Hund: "Das Namensspiel" |
Ziel der Übung ist es, dem eifersüchtigen Hund beizubringen, dass die Bezugsperson mit dem anderen Hund interagieren kann und er trotzdem weiterhin von ihr Aufmerksamkeit bekommt und die Beziehung stabil bleibt. Umsetzung Suche Dir einen Raum oder eine Fläche, wo du genügen Platz hast und sich keiner der Hunde bedrängt fühlt. Du nimmst die Hunde je auf eine Seite. Du sprichst zuerst den eifersüchtigen Hund mit Namen an und lobst ihn. Anschließend sprichst du den zweiten Hund mit Namen an. Bleibt der eifersüchtige Hund dabei ruhig und auf der anderen Seite, so lobst du beide Hunde. Wir sprechen hier von einem Zeitraum von wenigen Sekunden. Der eifersüchtige Hund soll die Erfahrung machen, dass er nicht vernachlässigt oder vergessen wird, auch wenn deine Aufmerksamkeit kurz bei dem anderen Hund ist. Übe das so lange, bis es gut klappt. Dann kannst du langsam die Zeitspanne erhöhen. Interagierst du mit dem zweiten Hund und der eifersüchtige Hund bleibt ruhig, kannst du diesen auch mit Futter verstärken. Das Futter kann dir dabei helfen die Zeit, die du mit dem anderen Hund verbringst, sicherer erhöhen zu können. Du solltest jedoch an dieser Stelle nicht komplett mit Futter arbeiten sondern nach einem erfolgreichen Durchgang deinen eifersüchtigen Hund sozial verstärken. Ansonsten kann es dazu führen, dass die Eifersucht weiter bestehen bleibt, da diese ja nicht aus einem Nahrungsbedürfnis, sondern einem Bindungsbedürfnis entsteht und dieses ansonsten trotzdem nicht erfüllt werden würde. Schwierigkeit erhöhen Die Schwierigkeit solltest du erst erhöhen, wenn dein Hund die leichtere Stufe in mindestens 90% der Fälle schafft. Du kannst sie einerseits dadurch erhöhen, dass du die Interaktion mit dem anderen Hund länger gestaltest oder indem du sie intensiver gestaltest. Also beispielsweise engeres Kuscheln oder etwas spielen. Achte an dieser Stelle darauf, dass es nicht um Deckentraining geht, also dein Hund nur lernen soll, sich solche Interaktionen ohne Herzschmerz anschauen zu können. Umgang mit Fehlversuchen Solltest du beispielsweise die Zeit zu schnell erhöht haben, kann es passieren, dass der eifersüchtige Hund sich versucht deine Aufmerksamkeit zu holen. An dieser Stelle kann es helfen mit einer Hausleine zu arbeiten. Damit kannst du deinen Hund möglichst neutral und mit wenig Aufmerksamkeit in seinen Bereich zurückführen. Sprichst du deinen Hund bei Fehlversuchen an, so kann es dazu führen, dass er die Situation als Erfolgserlebnis wahrnimmt, weil er in dem Moment deine Aufmerksamkeit für sich gewinnen konnte. Korrigierst du deinen Hund mit einer Strafe, kann es dazu führen, dass er sich in seiner Eifersucht bestätigt fühlt und das Verhalten ebenso weiterhin zeigen wird. Wichtig im Training zu beachten Achte darauf, dass du keine zu langen Trainingseinheiten machst. Eine Einheit von ca. 3-7 Minuten reicht zu Beginn völlig aus. Ist dein Hund schon müde, so kann auch das Fehlversuche provozieren. Übe möglichst kleinschrittig um Fehlversuche zu vermeiden und deinen Hund auch nicht zu überfordern. Beende jede Trainingseinheit mit einem Erfolg. Schaue, dass du die Schwierigkeit der einzelnen Einheiten an die Situation anpasst. Also beispielsweise eine leichte Einheit zu Beginn, dann steigerst du zwei Mal die Schwierigkeit und beendest das Training wieder mit einer leichteren Einheit, sodass ihr mit einem positivem Lernergebnis abschließt. |
Strafe bei Eifersucht des Hundes Tabu
Jegliche Art von Strafe von Seiten des Halters kann das Gefühl der wahrgenommenen Bedrohung verstärken und auch die Beziehung zum Halter gefährden. Hat der eigene Hund schon das Gefühl, dass der andere Hund die Beziehung bedroht und der Halter reagiert jetzt noch mit Strafe, so kann dies die wahrgenommene Bedrohung bestätigen. Der Hund könnte durch die Strafe in seinem Gefühl der Eifersucht verstärkt werden und auch dementsprechend in seinen Verhaltensweisen.
Die Tendenz an der Stelle den Hund zu bestrafen, werden wahrscheinlich einige Halter haben und es wird evtl. auch dazu führen, dass der Hund das bestrafte Verhalten weniger zeigt. Doch unser Fokus sollte an dieser Stelle nicht beim Verhalten, sondern bei der dahinterliegenden Emotion liegen, die wir verändern wollen. Das Verhalten ist nur ein Ausdruck der Eifersucht beim Hund. Wird eine bestimmte Verhaltensweise über Strafe unterdrückt, so wird sich die Eifersucht danach in einem anderen Verhalten zeigen, bis die Eifersucht selbst behandelt wurde.
Abgewöhnung Eifersucht Hund auf einen neuen Lebenspartner
Bei Eifersucht auf den neuen Partner des Besitzers kann es ebenso helfen, alleine mit dem Hund Zeit zu verbringen. Im Kontakt mit dem Partner selbst kann man einerseits daran ansetzen, dass auch eine Beziehung des eifersüchtigen Hundes zu diesem aufgebaut wird. Der Partner könnte mit dem Hund mal alleine Zeit verbringen und besonders spaßige Sachen mit ihm machen. Er könnte mit ihm neue Tricks lernen oder Gassirunden übernehmen. Situationen wie die beschriebene auf dem Sofa können über gutes Management und geschickte Anleitung geregelt werden. Beispielsweise sollte der Besitzer den Hund nicht den Platz des Partners einnehmen lassen, sondern der Hund könnte eine Decke auf dem Sofa bekommen, bei dem sein Platz klar definiert wird. So kann er weiterhin dabei sein, hat nicht das Gefühl ausgeschlossen zu werden, es kommt jedoch auch nicht zu weiteren „Platzkämpfen“. Bei Umarmungen oder Begrüßungen können gezielte Rituale helfen. Somit lernt der Hund, dass er beispielsweise immer als erstes / letztes begrüßt oder verabschiedet wird und danach / davor der Partner. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Besitzer solche Situationen mit dem Hund einübt und für diese Verantwortung übernimmt und es nicht der Partner machen muss. Der Partner sollte besonders in der Anfangszeit sehr positiv verknüpft werden.
Eifersucht beim Hund vorbeugen
Gezielte Maßnahmen wie behutsame Vorbereitung auf Veränderungen und neue Lebenssituationen helfen Eifersucht beim Hund zu verhindern.
Präventive Maßnahmen und Vorsorge gegen Eifersucht beim Hund
Kein Hund mag Veränderung. Sollte es doch zu einer kommen, sei es durch einen zweiten Hund, einen Umzug, ein Baby, … so kann dies zu individuellen Verhaltensänderungen beim Hund führen. Damit diese Verhaltensänderungen positiv sind, kann es helfen Routinen im Vorhinein zu etablieren, die dem Hund eine gewisse Sicherheit und Struktur geben. Gerade in Bezug auf das Thema Eifersucht beim Hund, können da gemeinsame Spaziergänge aber vielleicht auch eine Art Hundehobby auf dem Hundeplatz, welches einmal pro Woche gemeinsam gemacht wird, helfen, dass die Beziehung weiter als stabil und sicher wahrgenommen wird. Kommen Personen oder andere Lebewesen neu in einen Alltag hinzu, kann es helfen, diese erst auf „neutralem“ Boden zusammenzuführen. Jegliche anfängliche Treffen sollten vom Halter so gestaltet werden, dass sie für den Hund als möglichst angenehm wahrgenommen werden. Auch kann es helfen hier direkt in den Beziehungsaufbau beispielsweise mit dem neuen Partner oder Hund zu gehen. Besonders beim Thema Baby oder Kinder ist zu empfehlen das individuell mit einem Hundetrainer angepasst auf die entsprechende Situation durchzugehen.
❗ Wichtige Tipps um Eifersucht beim Hund zu vermeiden: |
Sicherheit, Routinen, feste Strukturen, aufmerksamer und bedürfnisorientierter Umgang, behutsame Veränderungen, angemessene Vorbereitung, gute Frustrationstoleranz, stabile Bindung und intakte Beziehung sind Grundpfeiler mit denen Eifersucht beim Hund vermieden wird oder nur bedingt aufkommen lässt. |
Fazit – Eifersucht beim Hund kommt vor, ist individuell und situationsbedingt
Eifersucht ist in der Hundewelt real, unterschiedlich ausgeprägt und wird individuell intensiv ausgelebt.
Eifersüchtiges Verhalten beim Hund ist normal, kann vermieden und abgewöhnt werden
Eifersucht kommt bei Hunden in sehr unterschiedlichen Situationen, Formen und Ausprägungen mit anderen Sozialpartnern im Hundealltag vor. Ist der Hund auf andere Menschen, Hunde, Haustiere oder Vieh eifersüchtig, so ist dies ganz normal. Warum der Hund eifersüchtig ist, muss von Fall zu Fall betrachtet, individuell bewertet und differenziert mit umgegangen werden – es gibt kein Pauschalrezept zum Abgewöhnen und Loswerden der Eifersucht beim Hund! Deswegen empfehlen wir jedem Hundehalter beim Auftreten von Eifersuchtsverhalten, einen erfahrenen Hundetrainer und/oder Verhaltenstherapeut zur Lösung des Problems durch eine Individualberatung einzubeziehen.
⭐Lesetipp: |
Hast du Lust mehr zum Verhalten von Hunden zu erfahren? Dann hast du nun die Gelegenheit unseren Leitartikel mit dem Titel "Das Sozialverhalten von Hunden" zu lesen! |
Literatur:
Abdai, J., Baño Terencio, C., Pérez Fraga, P., & Miklósi, Á. (2018). Investigating jealous behaviour in dogs. Scientific Reports, 8(1), Article 8911. https://doi.org/10.1038/ s41598-018-27251-1
Bastos, A. P. M., Neilands, P. D., Hassall, R. S., Lim, B. C., & Taylor, A. H. (2021). Dogs Mentally Represent Jealousy-Inducing Social Interactions. Psychological Science (0956-7976), 32(5), 646-654. https://doi-org.ezproxy.uni-giessen.de/10.1177/0956797620979149
Cook, Peter; Prichard, Ashley; Spivak, Mark; and Berns, Gregory S. (2018) Jealousy in dogs? Evidence from brain imaging. Animal Sentience 22(1)
Harris CR, Prouvost C. Jealousy in dogs. PLOS ONE, 2014 Jul 23; 9(7):e94597.
Lenkei, R., Carreiro, C., Gácsi, M., & Pongrácz, P. (2021). The relationship between functional breed selection and attachment pattern in family dogs (canis familiaris). Applied Animal Behaviour Science, 235. https://doi-org.ezproxy.uni-giessen.de/10.1016/j.applanim.2021.105231
MacLean EL, Gesquiere LR, Gruen ME, Sherman BL, Martin WL and Carter CS (2017) Endogenous Oxytocin, Vasopressin, and Aggression in Domestic Dogs. Front. Psychol. 8:1613. doi: 10.3389/fpsyg.2017.01613
Mariti, C., Ricci, E., Carlone, B., Moore, J. L., Sighieri, C., & Gazzano, A. (2013). Dog attachment to man: A comparison between pet and working dogs. Journal of Veterinary Behavior: Clinical Applications and Research, 8(3), 135-145. https://doi-org.ezproxy.uni-giessen.de/10.1016/j.jveb.2012.05.006
Nagasawa, M., et al. (2015). Oxytocin-gaze positive loop and the coevolution of human-dog bonds. Science, 348(6232), 333-336.
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