Pumi

Wachsamer und energiegeladener Arbeitshund aus Ungarn

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Zuletzt aktualisiert am: 11.2.2024

Weisser lockiger Hund Pumi sitzt auf der Wiese und schaut zum Betrachter.jpg
Pumi

Der Pumi ist ein betriebsamer, eifriger und unwahrscheinlich leistungsfähiger Treibhund mit ungarischen Wurzeln. Kurz, Ungarn ist die Heimat des Herdengebrauchshundes.

Der stets gut aufgelegte und fröhliche Pumi, ist ein vorzüglicher und zuverlässiger Arbeits- und Gebrauchshund, der eine lange Tradition hat. Seine Vorläufer waren diverse Treibhunde, die aus Deutschland und Frankreich nach Ungarn kamen, dort mit dem artverwandten Puli und Terriern gekreuzt wurden. Von ihnen hat er die Lockenpracht geerbt und wird vom Rassestandard nicht umsonst als terrierähnlicher Treibhund bezeichnet. Die Einflüsse der Ausgangsrassen und Ahnen prägen folglich zu Teilen Aussehen und Charakter - die besten Eigenschaften der vorgenannten Artgenossen sind durch deren Verpaarung beim Pumi in sich vereint.

Trotz seiner mäßigen Größe und Gewicht, wird der arbeitswillige, eifrige und äußerst energiegeladene Pumi nicht nur für die Hüte- und Treibarbeiten mit kleineren Nutztieren eingesetzt, sondern zeigt hervorragende Leistungen bei Treiben von Großvieh. Mit seinem Mut, Entschlossenheit, strategischer Cleverness und Intelligenz, sowie dem vorzüglichen Laufvermögen, weiß er geschickt seinen Job wunschgemäß und zielorientiert zu erledigen. Seien es Schafe, Schweine bis hin zu Rindern, kein Vieh ist für den robusten, widerstandskräftigen und wetterfesten Pumi mit den Terriergenen, eine unhändelbare Herausforderung. Er weiß sich geschickt durchzusetzen, die Nutztiere sicher von A nach B zu bringen und zu beaufsichtigen.

Der Pumi ist für die anspruchsvollen Aufgaben gut gerüstet. Der mittelgroße, temperamentvolle, umtriebige Arbeitshund ist fit und bringt eine gute Konstitution mit. Er ist beweglich, ausdauernd und kann gut springen. Die Rasse gilt als gesund und belastbar. Ferner gilt die Rasse als lebhaft, aktiv, kühn und fremden Menschen gegenüber reserviert. Der Rassestandard weist explizit auf seinen gut entwickelten Spürsinn hin. Neben seinen Aufgaben als Herdengebrauchshund, bewährte sich der Pumi als resoluter Jäger von Raubwild und Nagern.

Neben der ursprünglichen Verwendung als Treibhund, wird er als Pumi zwischenzeitlich auch gerne als Familien- und Begleithund angeschafft. Sein Sinn für Spaß, gute Laune, Kinderverträglichkeit, Beschützerinstinkt sind u.a. treibende Eigenschaften, die zahlreiche private Halter vom Pumi als Hundepartner für den Alltag überzeugen. Wichtig für eine art- und rassegerechte Haltung sind viel Bewegung und kognitive Aufgaben, damit der Pumi sich entfalten und ausleben kann. So bietet der Hundesport mit diversen Disziplinen eine hervorragende Möglichkeit, den Pumi entsprechend zu fordern und dessen natürliche Anlagen anzusprechen.

Was es sonst noch über den unermüdlichen und humorvollen Rassehund zu entdecken gibt, könnt ihr nun durch die Lektüre unserer Rassebeschreibung erfahren. Viel Freude beim Weiterlesen!

Nummer: 56
Gruppe: 1. Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion: 1. Schäferhunde
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Ungarn
Patronat -
Verwendung

Terrierähnlicher Treibhund. Er ist auch zum Treiben größerer Tiere geeignet. Sein Spürsinn ist gut entwickelt. Er bewährte sich hervorragend bei der Bekämpfung von Raubwild und Nagern. Er ist ein ausgezeichneter Haushund und erträgt ohne weiteres die Haltung in einer Wohnung. Er braucht viel Bewegung und ist ein ausgezeichneter Begleit- und Sporthund.

Datum der Veröffentlichung 4. Juni 2000
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 11. August 1954
Link zum FCI-Standard FCI - Pumi
Lebenserwartung
Rüden
12 - 15 Jahre
Hündinnen
12 - 15 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
41 - 47 cm
Hündinnen
38 - 44 cm
Gewicht
Rüden
10 - 15 kg
Hündinnen
8 - 13 kg

Pumi - Erziehung & Training
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Der Pumi ist eine faszinierende Hunderasse, die vielfältige Merkmale und liebenswerte Eigenschaften in sich vereint. Ursprünglich als Hütehund in Ungarn gezüchtet, hat diese Rasse eine unverwechselbare Ausstrahlung und einen einzigartigen Charakter, der es ermöglicht, sie sich schnell den unterschiedlichsten Lebensbedingungen anzupassen. Pumis sind lebhafte, intelligente und spielfreudige Hunde, die viel Bewegung und mentale Anregung benötigen. Sie sind bekannt für ihre Einzigartigkeit und ihre lockige Fellstruktur, die eine besondere Pflege benötigt.

Sozialisation vom Pumi

Sozialisation spielt für den Pumi eine besonders wichtige Rolle, da diese Rasse oft misstrauisch gegenüber Fremden und neuen Situationen ist. Eine frühzeitige, entsprechend intensive und gut überlegte Sozialisation hilft dem Pumi, sich an verschiedene Menschen, Orte und Situationen zu gewöhnen und so zu einem ausgeglichenen und selbstsicheren Hund zu werden. Wichtig ist hierbei eine behutsame und geduldige Herangehensweise, da Hunde dieser Rasse oft etwas länger brauchen, um Vertrauen zu fassen.

Grundkommandos

In Bezug auf die Grundkommandos zeichnet sich der Pumi durch seine schnelle Auffassungsgabe und seinen Eifer aus, Neues zu lernen. Grundlegende Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Bleib" oder auch "Komm" sollten spielerisch und mit viel Lob eintrainiert werden. Dabei ist Konsequenz besonders wichtig, da der Pumi manchmal dazu neigt, seinen eigenen Kopf durchzusetzen.

Gehorsamstraining – Leinentraining

Im Gehorsamstraining zeigt sich die hohe Intelligenz dieser Rasse. Der Pumi liebt die Herausforderung und das Lernen, daher ist das Gehorsamstraining eine hervorragende Möglichkeit, ihn geistig auszulasten. Gleichzeitig ist es wichtig, stets geduldig und einfühlsam zu sein und den Hund nicht zu überfordern.

Das Training mit der Leine, insbesondere in städtischen Umgebungen, ist eine weitere wichtige Herausforderung für den Pumi. Da dieser Hund ursprünglich zum Hüten von Schafen gezüchtet wurde, besitzt er einen ausgeprägten Jagdinstinkt. Daher sollte das Leinentraining bereits frühzeitig und konsequent durchgeführt werden, um eine sichere Kontrolle zu gewährleisten.

Spiel und Apportiertraining

Das Spiel- und Apportiertraining ist ein lustiges und effektives Training, das dem Pumi dabei hilft, seine Energie zu kanalisieren. Sie lieben es, Bälle oder andere Gegenstände zu jagen und zu apportieren, und dies kann auch eine gute Möglichkeit sein, das Kommando "Bleib" zu üben.

Was sollten wir sonst noch zum Pumi wissen?

Als Besitzer eines Pumis ist besonders wichtig, zu verstehen, dass diese Rasse viel Bewegung und geistige Anregung benötigt. Sie sind aktive und intelligente Hunde, die sich schnell langweilen, wenn sie nicht genug Beschäftigung haben. Daher sind sie am glücklichsten, wenn sie ständig neue Herausforderungen und Aufgaben haben.

Ein Wissen, das man über diese Rasse haben sollte, ist, dass Pumis unausgereift und jugendlich in ihrem Temperament bleiben können, lange nachdem sie körperlich ausgewachsen sind. Sie können also genau das Gleiche wie ein alter Hund mit der Begeisterung eines Welpen tun.

Vier weitere wichtige Faktoren für die Erziehung eines Pumis sind:
  • Konsequenz und Geduld: Diese sind besonders wichtig, da Pumis einerseits intelligent und lernfähig, andererseits aber auch stur und eigenwillig sein können.
  • Positive Verstärkung: Da Pumis sehr sensibel sind, funktioniert eine Erziehungsmethode, die auf Belohnung statt auf Bestrafung setzt, bei ihnen am besten.
  • Ausreichend Bewegung und geistige Anregung: Ein Pumi, der nicht ausreichend gefordert wird, kann unruhig und destruktiv werden. Daher ist es wichtig, ihn sowohl körperlich als auch geistig zu fordern.

  • Frühzeitige und gründliche Sozialisation: Pumis sind von Natur aus misstrauisch gegenüber Fremden und neuen Situationen. Eine frühzeitige und gründliche Sozialisation ist daher essentiell, um sie zu selbstsicheren und ausgeglichenen Hunden zu erziehen.

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Pumi ein aktivierter, intelligenter und liebenswerter Hund ist, der in der richtigen Umgebung aufblüht. Der ideale Besitzer für einen Pumi ist aktiv, geduldig und liebevoll und bereit, die nötige Zeit und Energie in die Erziehung, Pflege und Sozialisierung dieses Hundes zu investieren. Mit den richtigen Voraussetzungen kann der Besitz eines Pumis zu einer äußerst erfüllenden und freudigen Erfahrung werden. 

Wenn man sich für einen Pumi entscheidet, hat man die Möglichkeit, einen außergewöhnlichen Wegbegleiter zu gewinnen. Ihren vielfältigen Merkmalen und liebenswerten Eigenschaften gepaart mit einer umsichtigen Erziehung steht nichts im Wege, um aus einem Pumi einen ausgeglichenen und glücklichen Begleiter im Leben zu machen. Der Idealfall sieht so aus, dass der Pumi in ein liebevolles Zuhause mit den richtigen Voraussetzungen kommt und dort zu einem wichtigen und geschätzten Familienmitglied aufwächst.

Ralf Lügger
Hundetrainer, Hund-Mensch-Coach, Autor

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