Finnischer Lapplandhirtenhund

Hütespezialist für Rentiere aus Finnland

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Zuletzt aktualisiert am: 27.12.2022

Ein Rentierhund liegt auf der Wiese vor Rindern.jpg
Finnischer Lapplandhirtenhund

Die Heimat des Finnischen Lapplandhirtenhundes liegt in Skandinavien - der Herdengebrauchshund, der für das Hüten von Rentieren entwickelt, gezüchtet und verwendet wird, stammt aus Finnland. Die Finnen nennen ihren Arbeitshund, Lapinporokoira.

Schon die Vorläufer des heute in seiner aktuellen Form geläufigen Finnischen Lapplandhirtenhundes, wie auch seiner Artverwandtschaft dem Finnischen Lapphund, wurden historisch schon seit ihres Daseins, als Arbeits- und Gebrauchshunde von dem indigen Volk der Samen und Lappen gehalten. Lange Zeit wurden beide heute eigenständigen Rassen, als eine geführt, was sich erst 1966 änderte und die hier besprochene Hunderasse seither als autark ernannt wurde. Die Rasse wurde schließlich 1970 von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) unter der Standard-Nr. 284 offiziell anerkannt und wird bei den Nordischen Wach- und Hütehunden geführt.

Neben der Verwendung als engagierter, leistungsfähiger und gebrauchstauglicher Herdenhund für Rentiere, wird der Lapplandhirtenhund heute mitunter auch als klassischer Familien- und Begleithund angeschafft. Ist dem so, braucht der arbeitswillige Rassehund unbedingt ausreichende Alternativbeschäftigungen und anspruchsvolle Aufgaben, die ihn körperlich und kognitiv fordern und fördern, damit er sich artgerecht und rassekonform mit all seinen Anlagen einbringen, entfalten und ausleben kann - die Bedürfnisse nach viel Bewegung und kopfseitiger Arbeit in Mutter Natur sind hoch.

Die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit eines Finnischen Lapplandhirtenhundes kann man aus Sicht der Rentierbesitzer, gar nicht genug würdigen. Denn ihre Hunde, die sie als Hüte- und Hirtenhunde zum Hüten, Treiben und Beschützen der Rentierherde jeher und bisweilen einsetzen, müssen in den riesigen Gebieten Lapplands extreme Distanzen bei Wind und Wetter, Eis und Schnee, Nebel und Regen zurücklegen, um den Rentieren zu folgen. Ferner sind die unwahrscheinlich aufmerksamen Hunde dafür zuständig, dass keines der Herdentiere verlorengeht. Etwaige "Ausbrecher" müssen auch im Falle größere Fluchtdistanzen, aufgespürt und zur Herde sicher zurückverbracht werden. Dies erfordert einen Hund, der über enormes läuferisches Talent und extreme Scharfsinnigkeit verfügt. Zudem muss er körperlich wetterfest, geländegängig, robust, verteidigungsbereit und wehrhaft sein, um sich gegen aufmüpfige Rentiere zu behaupten, dem Klima resistent entgegenzustellen und etwaige Raubtiere von der Herde fernzuhalten. Auf den Lapinporokoira können sich seine Besitzer stets verlassen, denn er dient seinem Herrn und Meister mit großem Einsatzwillen und Pflichtbewusstsein.

Der Finnische Lapplandhirtenhund ist mittelgroß, stark bemuskelt und mit einer hervorragenden Knochensubstanz ausgestattet. Entsprechend ist der Rassehund mit einer Top-Konstitution und Vitalität gesegnet, von Haus aus robust, gesund, agil und belastbar. Zudem durch sein doppeltes Haarkleid gegen alle Umwelteinflüsse widerstandsfähig und wetterresistent. Das Wesen und Verhalten wird vom Rassestandard als ruhig, freundlich, gehorsam, stets dienstbereit und energisch charakterisiert. Arbeitseifer, Willensstärke, Familientauglichkeit und Kinderfreundlichkeit sind weitere Eigenschaften, die den Lapinporokoira auszeichnen.

Mehr Informationen werdet ihr zu gegebener Zeit hier finden.

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Nummer: 284
Gruppe: 5. Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 3. Nordische Wach- und Hütehunde
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Finnland
Patronat -
Verwendung

Hütehund für Rentiere

Datum der Veröffentlichung 12. März 1999
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 13. November 1970
Link zum FCI-Standard FCI - Finnischer Lapplandhirtenhund
Lebenserwartung
Rüden
12 - 15 Jahre
Hündinnen
12 - 15 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
48 - 54 cm
Hündinnen
43 - 49 cm
Gewicht
Rüden
18 - 25 kg
Hündinnen
15 - 22 kg

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