Kai

Sozialverträglicher Charakterhund mit Jagdtrieb aus Japan

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Zuletzt aktualisiert am: 27.12.2022

gestromter Hund mit dunklem Kopf und offenem Fang.jpg
Kai

Der Kai hat seine Wurzeln im Land der aufgehenden Sonne und gehört mit 5 weiteren Rassen zu den japanischstämmigen Spitzhunderassen - in Japan liegt der Ursprung des Tora Inu, wie der Kai ebenfalls genannt wird.

Seinen Rassenamen verdankt der Kai Inu seiner Heimatregion. Denn sie kommt aus der von Bergen umgebenen Gegend Kai, was der heutigen Präfektur Yamanashi entspricht.

Die Vorläufer des Kai sollen mittelgroßgewachsene einheimische Hundeschläge gewesen sein. Was sie von ihren anderen Artverwandten stark vom äußeren Erscheinungsbild unterscheidet, ist ihr besonders koloriertes Fell. Der Rassehund trägt ein schwarz oder rot gestromtes Haarkleid. Eine weitere Besonderheit gibt es über die Nachkommen zu berichten, den die Welpen sind einfarbig und ändern ihr Fell während ihrer Entwicklungsphase in die gestromte Variante. Apropos Haarpracht: Der Kai trägt ein doppeltes Haarkleid, das aus hartem und geradegewachsenen Deckhaar und einer weichen, dichten Unterwolle besteht. Dieses schützt ihn vor allen Umwelteinflüssen. Entsprechend resistent und wetterfest ist die Rasse.

Der Rassehund hat sich früh einen Namen als leistungsfähiger und vielseitiger Jagdbegleiter gemacht, wo er bei der Jagd auf diverse Wildarten eingesetzt wurde. So standen u.a. ein regional beheimatetes ziegenartiges Säugetier (Japanischer Serau - Kamoshika), Federwild, Schwarzwild, Hirsche bis hin zu Raubtieren wie Bären im Beuteschema. Heute wird die Rasse primär zur Wildschweinjagd und auf Rotwild jagdlich geführt und als Familien- und Begleithund im Land seiner Ahnen gehalten.

In Japan hat der Kai schon im letzten Jahrhundert (1934) auf Grund seiner Beliebtheit den Titel eines Naturdenkmals von der japanischen Regierung verliehen bekommen - die Rasse hat einen hohen kulturellen Stellenwert. Durch diese Auszeichnung und steuerliche Anreize für Besitzer eines Kais, nahm die Population an Rassevertretern inJapan zu und konnte konstant über den 2. Weltkrieg gehalten werden. Außerhalb Japans ist die Kai-Population relativ begrenzt und damit trifft man äußerst selten auf eines dieser besonderen Exemplare.

Die Fédération Cynologique Internationale (FCI) hat die Rasse 1982 anerkannt und führt sie seither unter der Standard-Nr. 317 in der Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen.

Körperlich ist der Kai tora Ken mit einer hervorragenden Konstitution und Vitalität gesegnet. Er ist muskulös, mit sehr kräftig entwickelten Gliedmaßen bestückt. Folglich gilt die Rasse als robust, widerstandskräftig, geländegängig und belastbar. Der aufmerksame Zeitgenosse kommt mit einem lebhaften Temperament voller Power und Energie daher, hat einen starken Jagdtrieb, ist bewegungsfreudig, unternehmenslustig und aktiv. Er will mit viel Bewegung und kognitiven Aufgaben gefordert werden, damit der arbeitswillige und -eifrige Kai sich einbringen, entfalten und ausleben kann. Der Rassehund ist sehr charakter- und willensstark, mitunter dominant. Dies erfordert eine starke Führungspersönlichkeit als Rudelführer, der mit Charisma, Konsequenz und Souveränität den Kai führt und steuert. Da die Rasse auch in der Meute historisch bei der Jagd geführt wurde, ist sie sozialverträglich.

Mehr Informationen werdet ihr zu gegebener Zeit hier finden.

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Nummer: 317
Gruppe: 5. Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 5. Asiatische Spitze und verwandte Rassen
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Japan
Patronat -
Verwendung

Jagd- und Begleithund

Datum der Veröffentlichung 30. Oktober 2016
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 1. Februar 1982
Link zum FCI-Standard FCI - Kai
Lebenserwartung
Rüden
12 - 15 Jahre
Hündinnen
12 - 15 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
47 - 53 cm
Hündinnen
42 - 48 cm
Gewicht
Rüden
15 - 18 kg
Hündinnen
13 - 16 kg

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