Koreanischer Jindo

Jagdhund mit Nationalhundstatus aus Korea

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Zuletzt aktualisiert am: 27.12.2022

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Koreanischer Jindo

Der Koreanische Jindo hat seinen Ursprung in Asien und stammt von der Insel Jindo, die am südwestlichen Ende der koreanischen Halbinsel im chinesischen Meer liegt. Laut den aktuellem Rassestandard soll die Rasse dort schon seit vielen Generationen ihr Zuhause haben. Lange Zeit hatte es die Hunderasse schwer, über die Insel bekannt zu werden und sich in Asien und über den Globus zu verbreiten, da lange Zeit die Transportmöglichkeiten via Schiff aufs Festland nahezu unmöglich waren. Dies war Fluch und Segen, denn einerseits war die Verbreitung beschränkt, dafür konnte sich die Rasse auf der Insel gut und unter sich vermehren.

Ihrer Heimat verdankt der Rassehund auch seinen Rassenamen - der Staat in Asien und der Inselname geben der Rasse ihre Bezeichnung.

Der Jindo-kae, wie die als Jagd- und Wachhunde jeher verwandte Hunderasse von den Einheimischen genannt wird, wurde final im Jahr 2005 von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) anerkannt und wird seitdem in der Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen mit der Standard-Nr. 334 geführt.

In ihrem Heimatland ist der Jindo-kyon in 1938 zum Nationalhund erhoben worden. Ferner steht die Rasse zwischenzeitlich unter Natur- und Artenschutz. Die Koreaner verehren ihren heimischen Jindo, der in der sonstigen weiten Welt eher unbekannt und demnach nicht allzu häufig anzutreffen ist. Vereinzelt haben es aber auch Koreanischen Jindos bis nach Deutschland geschafft. So ist aktuell eine Zucht in Bielefeld bekannt, deren Inhaberin sich leidenschaftlich um die Nachzucht des gepflegten Rassehundes kümmert. Aber auch in Großbritannien, unserem Nachbarland Dänemark und den Vereinigten Staaten von Amerika, wird die Rasse gezüchtet.

Das äußere Erscheinungsbild des mittelgroßen Rassehundes ist durch sein spitztypisches Aussehen, mit dem doppelten Haarkleid in den Farben Rötlich-Falb, Weiß, Schwarz, Schwarz und Loh, Wolfsgrau und gestromt, der buschigen Sichelrute sowie den charakteristischen Stehohren geprägt. Die Rasse ist kräftig und muskulös gebaut, steht robust und stabil auf ihren Gliedmaßen, bringt eine gute Konstitution und Vitalität mit, gilt folglich als fit, leistungsfähig und gebrauchstauglich.

Der Jagdtrieb ist von Natur aus stark verankert, zudem brauchte es für die Jagd- und Wachaufgaben einen mutigen, furchtlosen, unerschrockenen, wachsamen und wildscharfen Hund. Die Rasse agiert stets mit Bedacht und Vorsicht, ist weder ungestüm noch leicht reizbar. Zu ihrem Herrn und Gebieter ist sie extrem treu, loyal und zugetan. Die Hauptbezugsperson steht im Mittelpunkt, daher sagt man der Rasse nach, ein typischer "Einmannhund" zu sein - sprich, der Koreanische Jindo ist sehr fixiert auf seinen Menschen und Rudelführer. Der Rassestandard schreibt eine intensive Bindungsfähigkeit zu seinem Ersthalter zu, die auch im Laufe seines Hundelebens nicht vergänglich sein soll. Der erste Bindungspartner bleibt für immer und ewig abgespeichert. Was viele Hundeliebhaber freuen wird, der Jindo ist ein unwahrscheinlich sauberer und gepflegter Hund. Zudem ist er anspruchslos, auch was sein Futter betrifft.

Mehr Informationen werdet ihr zu gegebener Zeit hier finden.

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Nummer: 334
Gruppe: 5. Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion: 5. Asiatische Spitze und verwandte Rassen
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Südkorea
Patronat -
Verwendung

Jagdhund

Datum der Veröffentlichung 9. November 2004
Datum der vorläufigen Bestätigung 10. März 1995
Datum der finalen Bestätigung 6. Juli 2005
Link zum FCI-Standard FCI - Koreanischer Jindo
Lebenserwartung
Rüden
10 - 14 Jahre
Hündinnen
10 - 14 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
50 - 55 cm
Hündinnen
45 - 50 cm
Gewicht
Rüden
18 - 23 kg
Hündinnen
15 - 19 kg

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