American Bully

Amerikanische Kreuzung mit Bulldogen-Optik

Von:
Zuletzt aktualisiert am: 13.3.2024

Brauner American Bully.jpg

Listenhund in:

Länder

Bundesländer

Der American Bully hat seine Wurzeln im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind die Heimat des bulligen Hundes, der aktuell weder von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) noch vom größten amerikanischen Dachverband, American Kennel Club (AKC), anerkannt ist.

Allerdings hat der Umnited Kennel Club (UKC) bereits 2013 sich der Rasse angenommen.

Die Gene bei der Entwicklung des American Bullys, lieferte der American Pit Bull Terrier. Die ist unschwer zu erkennen, den die typische Bullterrier-Optik erkennt man sofort. Im weiteren Verlauf wurden dann weitere Rassen wie American Bulldog, English Bulldog und Olde English Bulldogge hinzugekreuzt.

In den USA ist der American Bully Kennel Club (ABKC) bereits seit 2004 aktiv und vertritt die Interessen des American Bully. Laut deren Homepage wird der American Bully in 4 unterschiedlichen Größenvarietäten gezüchtet. Von der kleinsten Form bis zur größten Varietät sind dies: Pocket, Standard, Classic, XL.

Das äußere Erscheinungsbild wird von dem muskulösen, stämmigen und bulligen Körperbau, dem typischen Bulldoggen-Aussehen und dem kurzhaarigen Fell geprägt. Es sind nahezu alle erdenklichen Fellfarben in den verschiedensten Farbmuster/-kombinationen erlaubt, außer der Farbe "Merle". Sprich, es gibt beispielsweise einfarbige, zweifarbige, mehrfarbige Hunde in weiß, schwarz, braun, grau etc. Das Haarkleid ist kurzgewachsen, glatt, dicht und mittelhart.

Von seinem Wesen wird der American Bully als selbstbewusst, lebensfroh, freundlich und sanft charakterisiert. Er gilt gleichermaßen als beliebter und geeigneter Familienhund. Allerdings braucht auch der American Bully eine umfassende Sozialisierung und eine liebevolle, konsequente und souveräne Führung.

Mit einem Urteil vom Januar 2023 hat nun das Verwaltungsgericht Berlin/Brandenburg (Urteil vom 10.11.2022, VG 37 K 517/20) entschieden, dass der American Bully als "gefährliche Hunderasse" gilt. In einem konkreten Fall hatte ein Sachverständiger im Auftrag des Gerichts wesentliche Merkmale eines American Staffordshire Terriers festgestellt, der nach dem geltenden Hundegesetz, zu den Listenhunden gehört. Der Sachverständige urteilte, dass der American Bully keine eigenständige Rasse sei. Der American Bully wäre vielmehr eine sogenannte Designerrasse, die keine eigenständigen Eigenschaften im Hinblick auf das Phänotyp mitbringe.

Mehr Informationen werdet ihr zu gegebener Zeit hier finden.

Vielleicht habt ihr durch eure besondere Leidenschaft für die Rasse und spezifischen Kenntnisse über den American Bully auch Lust, uns mit eurem Wissen aktiv zu unterstützen. Oder aber ihr kennt jemanden, der wiederum jemanden kennt, der besonderes Wissen über die Rasse hat und dies mit anderen gerne teilen möchte. Lasst uns gemeinsam die Rasse durch eure wertvollen Beiträge hierzulande bekannter machen und anderen interessierten Lesern wertvolle und hilfreiche Informationen mit euren Inhalten bieten. Wir freuen uns auf eure Mithilfe und Kontaktaufnahme.

Nummer: -
Gruppe: 100. Nicht anerkannte Rassen
Sektion: -
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Vereinigte Staaten von Amerika
Patronat -
Verwendung -
Datum der Veröffentlichung -
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung -
Link zum FCI-Standard -
Lebenserwartung
Rüden
8 - 14 Jahre
Hündinnen
8 - 14 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
43 - 51 cm
Hündinnen
40.5 - 48 cm
Gewicht
Rüden
18 - 50 kg
Hündinnen
18 - 50 kg

American Bully - Erziehung & Training
Wichtige Tipps aus erster Hand vom Hundetrainer!

Meine Damen und Herren, der American Bully steht in seinem vollen Stolz und beeindruckt einen wirklich, wenn man ihn zum ersten Mal betrachtet. Er ist robust und stark, mit beeindruckenden Muskeln und einem Kopf, der größer erscheint als es eigentlich der Fall ist, dank seines breit geschnittenen Kiefers und den weit auseinander stehenden Augen. Ein Dogge, ein Bulldogge, Nein, er ist keinem von beiden, auch wenn er so aussieht, wie eine Mischung aus beiden. Er ist anders, doch gleichzeitig auch ähnlich. Er ist der American Bully.

Dieser Hund ist ein Beispiel dafür, was der menschliche Einfallsreichtum und die Liebe zur Hundezucht bewirken können. Die Rasse wurde ursprünglich in den 1980er Jahren in den Vereinigten Staaten gezüchtet, als Züchter das Beste aus verschiedenen Rassen wie dem American Pitbull Terrier und dem Staffordshire Bullterrier nahmen und einen Hund schufen, der sowohl körperliches Erscheinungsbild als auch Temperament ins Extrem zog.

Sozialisation des American Bully

Bezüglich des Temperaments, das mich zu einem der wichtigsten Aspekte dieses Gesprächs führt - die Sozialisierung. Der American Bully ist ein freundlicher, ausgelassener und enthusiastischer Hund. Er liebt es, mit Menschen zusammen zu sein und zeigt gerne seine Zuneigung. Obwohl er mit seiner beeindruckenden Statur potenziell einschüchternd sein kann, hat er ein Herz aus Gold und keine aggressive Ader. Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht trainiert werden muss. Wie alle Hunde, erfordert der American Bully sorgfältige, konsequente Sozialisierung um sicherzustellen, dass er sich in seiner Umwelt wohl fühlt und mit anderen Hunden und Menschen gut auskommt.
Dieser Hund muss von Geburt an richtig sozialisiert werden. Das bedeutet, dass man ihn von Anfang an mit verschiedenen Situationen, Menschen und Tieren konfrontiert, damit er lernen kann, wie er sich in jeder neuen Situation verhalten soll. Es ist sehr wichtig, dass er lernt, dass er kein Alpha-Hund sein muss, dass er sich unterordnen und Anweisungen befolgen kann. Ein gut sozialisierter American Bully ist ein freundlicher, ausgeglichener Hund, der seine Umgebung genießt, ohne ängstlich oder aggressiv zu sein.

Grundkommandos

Ein American Bully muss gut trainiert sein, um seine starke Persönlichkeit zu kontrollieren. Das Training sollte schon im Welpenalter beginnen und sich auf grundlegende Befehle wie "Sitz", "Bleib", "Hier" und "Nicht" konzentrieren. Es ist wichtig, das Training positiv und belohnungsorientiert zu gestalten, um den Hund auf dem richtigen Weg zu halten. Ein gut ausgebildeter American Bully ist nicht nur eine Freude zu haben, sondern kann auch eine Vielzahl von Aktivitäten und Jobs ausführen, vom Familienbegleiter bis zum Therapiehund.

Gehorsamstraining – Leinentraining

Leinentraining ist ein weiterer wichtiger Teil des Trainings eines American Bully. Diese Hunde sind sehr stark und wenn sie nicht lernen, ordentlich an der Leine zu gehen, können sie leicht ihren Halter mitziehen. Es ist wichtig, dass Leinentraining von frühem Welpenalter an beginnt und konsequent fortgesetzt wird, um sicherzustellen, dass der Hund sich wohl fühlt and daß Leine zu gehen und nicht an der Leine zu ziehen.

Spiel und Apportiertraining

Spiel- und Apportiertraining ist eine weitere wesentliche Aspekt des Trainings eines American Bully. Diese Hunde sind extrem spielerisch und genießen es zu apportieren und zu spielen. Es ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, ihre Energie zu verbrauchen und sie geistig und körperlich herausgefordert und aktiv zu halten.

Was sollten wir sonst noch zum American Bully wissen?

Zusätzlich zu all dem, sollte der Besitzer eines American Bully bewusst sein, dass dieser Hund eine spezielle Pflege erfordert. Seine kräftige Statur bedeutet, dass er eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung benötigt, um fit und gesund zu bleiben. Seine kurze, glänzende Mähne erfordert regelmäßige Pflege, um sicherzustellen, dass es gesund und glänzend bleibt. Er ist auch anfällig für bestimmte gesundheitliche Probleme und sollte regelmäßig von einem Tierarzt untersucht werden.

In Bezug auf die Erziehung eines American Bully gibt es vier wichtige Punkte, die berücksichtigt werden sollten:

  • Sozialisierung: Ein American Bully muss richtig sozialisiert werden, um sicherzustellen, dass er mit anderen Hunden und Menschen gut auskommt.
  • Training: Dieser Hund muss gut ausgebildet sein, um seine starke Persönlichkeit zu kontrollieren.
  • Pflege: Ein American Bully erfordert besondere Pflege, um fit und gesund zu bleiben.
  • Gesundheitsfürsorge: Dieser Hund ist anfällig für bestimmte gesundheitliche Probleme und sollte regelmäßig von einem Tierarzt untersucht werden.
Zusammenfassung

Zusammengefasst ist der American Bully eine beeindruckende Rasse, die sowohl Körper als auch Geist fordert. Wenn Sie bereit sind, die Zeit und Mühe in ihre Erziehung, Sozialisierung, und Ausbildung zu investieren, können Sie sich auf einen loyalen, liebevollen Begleiter freuen, der lebenslang Freude bringt. 

Ein idealer Halter für einen American Bully ist jemand, der auf lange Spaziergänge oder Läufe gehen kann, um sicherzustellen, dass der Hund ausreichend Bewegung bekommt und jemand, der dazu in der Lage ist, konsequente und liebevolle Führung zu geben. Darüber hinaus sollte der zukünftige Besitzer finanziell dazu in der Lage sein, eventuell auftretende gesundheitliche Probleme behandeln zu lassen. Wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind, ist der American Bully ein loyaler, liebevoller und wunderbarer Begleiter. Der Idealfall wäre, wenn der Hund in eine Familie kommt, in der er die Möglichkeit hat, viel zu spielen und zu interagieren, und bei Bedarf ausreichend Platz hat, um zu laufen und zu spielen. 

Wenn Sie sich also für einen American Bully entscheiden, denken Sie daran, dass dies nicht nur einen neuen Gefährten in Ihrem Leben bedeutet, sondern auch eine Verantwortung, denn Sie werden die Augen, Ohren und das Herz dieses Hundes sein.

Ralf Lügger
Hundetrainer, Hund-Mensch-Coach, Autor

Hat dir der Inhalt gefallen? Dann teile ihn doch auch mit anderen:

VGWort Zählpixel