Den Hund mit ins Bett nehmen?

Ist es clever seinem Hund es zu erlauben mit ins Bett zu gehen?

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Zuletzt aktualisiert am: 3.2.2023

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Den Hund mit ins Bett zu nehmen mag sehr schön sein. Man genießt den engen Kontakt zum Tier und festigt die Bindung und Beziehung. Ob es perspektivisch die richtige Entscheidung ist, muss man sehen.

Wie jeder einzelne Halter diese Thematik für sich uns seinen Hund angehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Denn jegliches Vorgehen ist vollkommen legitim und vollkommen in Ordnung. Daher soll es jeder so handhaben, wie er es wünscht.

Wer kennt das Gefühl nicht - ob Kinder oder Haustiere, wie schön es ist, sie mit im Bett zu haben und mit ihnen zu knuddeln, zu kuscheln und ihnen ihre Streicheleinheit zu geben. Auch für den Halter mag dies sehr entspannend sein und für ein angenehmes Wohlbefinden sorgen.

Aber ist das tatsächlich der richtige Platz oder sollten wir lieber davon loslassen und ihnen frühzeitig aufzeigen, wo eigenes Reich ist?

Gehört man der Fraktion an, die das Bett als Tabuzone für den Hund ansieht, sollten ein paar grundlegende Regeln aufgestellt werden. Denn ist man hier zu nachlässig, können sich die Probleme bis zu Rangordnungskämpfen ausdehnen.

Will man hingegen dem Hund erlauben, mit ins Bett zu kommen oder seine Ruhepause dort zu genießen, gibt es ein paar Dinge, die man wissen sollte.

Wir werden in den nachfolgenden Kapiteln auf die Einzelheiten eingehen. Viel Spaß beim Lesen!

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Warum den Hund mit ins Bett nehmen?

Die schönen Seiten des gemeinsamen Faulenzens

Der Hund ist der beste Freund

Wie schön ist es doch, wenn man ein harmonisches und inniges Verhältnis zu seinem Vierbeiner aufgebaut hat, dessen Fundament von einer engen und festen Bindung und starkem Vertrauen geprägt ist.

Je besser wir unseren Hund kennen und einschätzen können, seine Hundesprache verstehen und seine Kommunikationssignale deuten können, desto besser können wir auf seine Bedürfnisse eingehen und angemessen handeln.

Zum Sozialkontakt gehört natürlich noch mehr, denn auch Wertschätzung, Aufmerksamkeit, körperliche Nähe und Zuneigung wie beispielsweise regelmäßige Streicheleinheiten, Kuscheln und Knuddeln, gehören für viele Halter mit ins Pflichtprogram. Sie sorgen für ein Wohlgefühl, Wärme und Geborgenheit. Dies geht in aller Regel bereits im Welpenalter in den frühen Lebensphasen los, wo neben den bedeutsamen Aufgaben rund um Prägung, Sozialisierung und Erziehung auch Spiel, Spaß und Zweisamkeit nicht zu kurz kommen dürfen, da alle Maßnahmen zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung und dem Bindungsaufbau beitragen.

Aber auch im weiteren Verlauf des Hundelebens, freut sich der Hund über die Liebkosungen und Nähe, wozu er teilweise seinen Halter aktiv auffordert. Die allermeisten Hunde suchen den direkten Kontakt zu ihren Bezugspersonen, schließlich sind sie fester Bestandteil des Rudels.

So erwächst in aller Regel ein funktionierendes, eingespieltes und vertrauensvolles Hund-Mensch-Gespann, eine enge Partnerschaft und Freundschaft heran.

So ein bester Freund an der Seite, ist etwas Himmlisches und tröstet auch in schweren Momenten über vieles hinweg. Warum der Hund als bester Freund des Menschen gilt, haben wir in unserem ergänzenden Magazinbeitrag "Der beste Freund des Menschen, der Hund" ausführlich beschrieben.

Hunde sind generell sehr sensible Wesen mit ganz feinen Antennen, die alle Gefühlsschwankungen und Stimmungen ihrer Bezugsmenschen sofort wahrnehmen. Euer Hund spürt, wenn es euch schlecht geht und versucht mit seinem Verhalten euch aufzumuntern. Er ist dann für euch da, will euch Trost spenden und Rückhalt sein.

Andersherum ist es selbstverständlich dasselbe und wir bemuttern unseren Hund, sollte er mal eine Phase haben, in der er sich aus den verschiedensten Gründen nicht wohlfühlt. Er frisst nicht so wie sonst, er reagiert schreckhaft und ängstlich oder er ist einfach etwas lethargisch und lustlos. Kurzum, wir machen uns ernsthaft Sorgen, es beschäftigt uns und wir suchen nach Lösungen, damit wir unserem „Kind“ und Freund weiterhelfen können.

Die Beziehung und tiefe Zuneigung zu unserem Vierbeiner gehen teilweise sogar soweit, dass der Hund beim Zubettgehen, seinen festen Platz im Bett hat. Sprich, durch das besondere Verhältnis haben manche Halter das Bedürfnis nicht nur das Haus und Sofa mit ihrem Hund zu teilen, sondern auch ihr Bett.

Ob nun der Hund auch in der Nacht beim Schlafen direkt Seite an Seite mit Herrchen und Frauchen verweilen sollte, oder es Gründe gibt, doch eher darauf zu verzichten, wollen wir weiter besprechen.

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Gehört ein Hund wirklich mit ins Bett?

Tue ich mir als Hundehalter und meinem Hund einen Gefallen, wenn der Hund abends mit ins Bett darf? Oder gibt es Gründe, die sogar dafür sprechen?

Jede Meinung ist legitum - Entscheidet selbst

Sicherlich wird hier die Hundefangemeinde zu unterschiedlichen Meinungen und Ansichten kommen, ob der Hund mit ins Bett darf oder nicht. Generell darf dies jeder für sich halten, wie er will. Und das ist auch gut so.

Dennoch führt die Frage unter den Hundeliebhabern zu Diskussionen, genauso wie zu Hause in den eigenen vier Wänden mit den Partnern und Kindern.

Solltet ihr eine Familie haben, will euer Lebenspartner bzw. Ehepartner dies auch und trägt die Entscheidung vollends mit, den Hund im Bett zu haben? Oder darf der Hund ausschließlich bei einem der Kinder schlafen? Soll der Vierbeiner überhaupt bei uns liegen und das warme Bett für sich einnehmen, oder sollte hier aus verschiedenen Gründen eine Grenze gezogen werden?

Fragt um Gottes Willen nicht euren Hund nach seinem Befinden und seiner Einstellung zu dem Thema. Er wird euch gerne begleiten und will am liebsten rund um die Uhr bei euch sein. Eure Vierbeiner lieben den engen Kontakt zu ihren Bezugsmenschen, Familie und Rudelmitgliedern, schließlich handelt es sich um eine natürliche Verhaltensweise aus dem Sozialverhalten der Hunde. Nicht umsonst sieht man auch bei Rudeltieren in freier Wildbahn, wie sie engumschlungen beim Schlafen und Ruhen zusammenliegen und die direkte Körpernähe suchen.

Die Hunde genießen es in den Betten ihrer Bezugspersonen zu verweilen, die flauschige und weiche Bettdecke oder das Kopfkissen sind ideale Unterlagen, bequem und voll mit Eigengeruch und den gewohnten Gerüchen der Bezugsmenschen. Noch schöner ist es, wenn Herrchen und Frauchen zugegen sind und der Körperkontakt unmittelbar gehalten werden kann.

Hier fühlt sich der Hund wohl, fühlt die Nestwärme, die ihm Geborgenheit, ein angenehmes Wohlbefinden, Schutz- und Sicherheitsgefühl vermitteln.

Und dabei schauen sie einen derart herzerwärmend an, dass man nur sehr schwer etwas dagegen haben kann.

Selbst wenn es normalerweise ein Tabu sein sollte und ihr euren Hund erwischt, wird er Beschwichtigungssignale senden und einen mit seinem treuen Dackelblick anschauen, da er genau weiß, was er falsch gemacht hat. Was soll man dann noch sagen?

Normalerweise ist es ja so, dass die Vierbeiner genug Möglichkeiten haben, sich schlafen zu legen oder ihre Ruhephasen zu genießen. Irgendwo im Haus haben sie ihren festen Platz. Ihr habt bestimmt dafür gesorgt, dass es ausreichende Hundedecken, Hundekörbchen oder andere wärmende, weiche und bequeme Stellen im Haus oder Wohnung gibt, wo sich der Hund zurückziehen kann. Aber wird die Umsetzung in deutschen Hundehaushalten tatsächlich so gelebt, dass konsequenterweise der Hund immer auf seinen zugewiesenen Plätzen zum Schlafen und Ruhen ausharrt?

Im Jahr 2013 hat TNS Infratest eine Umfrage bei Deutschen Haustierbesitzern im Auftrag der Tierhaarfusselrollen-Marke Scotch-Brite, mit dem Ergebnis durchgeführt, dass etwas mehr als ein Drittel der Hunde in Deutschland nachts zu Frauchen und Herrchen ins Bett dürfen. Bei Singlehaushalten ist die Zahl noch höher, demnach dürfen hier ca. 60% aller Hunde mit ins kuschelige Bett. Scotch-Brite ist ein Unternehmen des US-amerikanischen Konglomerat 3M. Eine gewaltige Zahl.

Wie sieht es nun mit den entsprechenden Meinungsbildern aus, ob der Hund im Bett den richtigen Platz, oder dort generell nichts zu suchen hat?

Kritiker und Personen, die es ablehnen, dass Hunde mit ins Bett dürfen, bringen u.a. das Argument, dass der Hund durch das erhöhte Liegen auf einer Stufe mit der Bezugsperson, indirekt aufgefordert werden könnte, in einen direkten Rangordnungskampf mit der entsprechenden Person zu treten. Je dominanter der Hund veranlagt ist, desto eher könnte dieser Umstand als Konsequenz auftreten. Sprich, die bisherige Unterordnung des Hundes, wird ggf. unbewusst untergraben.

Daher wäre es ihrer Ansicht nach ratsam, dem Vierbeiner lieber einen bequemen Platz direkt neben dem Bett zuzuweisen. Damit ist der Hund unmittelbar in der Nähe seiner Bezugsmenschen, verspürt die Zuneigung und Wärme des Rudels, das Zusammengehörigkeitsgefühl bleibt intakt, dennoch wird durch die klar zugewiesene Stelle, eine gewisse Grenze bewusst gezogen.

In ganz extremen Fällen könne es euch ansonsten passieren, dass der Hund ausgeprägtes Dominanzverhalten zeigen könne, sich auf das Bett begibt und den Zugang Herrchen und Frauchen nachdrücklich verwehrt.

Befürworter können hingegen direkt mit anderen Erkenntnissen gegenhalten:

Denn die amerikanische Mayo Clinic untersuchte im Jahr 2015 mit der Frage "Sind Haustiere im Schlafzimmer ein Problem?", wie sich Hund und Katze auf den Schlaf ihrer Besitzer auswirkt. Dabei wurden in ihrem Zentrum für Schlafmedizin in Arizona 150 Patienten interviewt, wovon 74 Personen angaben, Haustiere zu besitzen. Davon wiederum besaßen 31 Personen mehrere Tiere, sprich lebten in einer Mehrhundehaltung, Mehrkatzenhaltung oder Mischhaltung, was vielfach bestens harmoniert, wie wir in unserem Artikel "Zusammenleben von Hund und Katze" ausführlich beschreiben.

Weiters erlaubten mehr als die Hälfte der Tierhalter ihrem Haustier im Schlafzimmer zu verweilen und dabei das Bett für ihren wohlverdienten Schlaf zu nutzen.

Davon gaben 31 Personen an, von der Anwesenheit ihrer Tiere nicht gestört zu sein, eher sogar deren Gegenwart beim Schlaf als vorteilhaft zu betrachten. Sprich, trotz der Hunde im Schlafzimmer, berichten sie von einem tieferen, ruhigeren und besseren Schlaf. Zudem würden sie schneller in den Schlaf finden. Ferner gaben die Probanden an, dass sie durch die Nähe ihrer Tiere ein wohligeres, beruhigendes und sichereres Empfinden und Gefühl hätten, sich insgesamt geborgener fühlten.

Viele Hunde- und Katzenhalter genießen sogar die direkte Nähe ihres Haustieres bei Nacht.

Auf der anderen Seite sagten nur 15 Tierhalter, dass sie sich von der Anwesenheit ihres Tieres im Bett und Schlafzimmer gestört fühlten, da sie die Schlafgeräusche der Tiere, ihr zwischenzeitliches Umherlaufen und das nächtliche Aufsuchen der Toilette wahrnähmen und dadurch ihr Schlaf im Gesamten unruhiger wäre.

Für den einen oder anderen unter uns, sicherlich gut nachvollziehbar, denn je mehr Lebewesen im Bett sind, umso weniger Platz ist für alle da, es sorgt für zusätzliche Wärme, die manch einer als unangenehm empfindet und die Geräusche und Bewegungen des anderen lassen bestimmt nicht alle zu einem gesegneten Schlaf kommen.

Wie kommen dann aber diese Studienergebnisse zustande? Woran dies wohl liegen mag? Liegen hier psychologische Gründe vor? Vermittelt der Hund einfach Sicherheit und ein gutes Schutzgefühl? Suchen Frauchen oder Herrchen Geborgenheit, Nähe und Wärme, die ihnen an anderer Stelle fehlt? Sind es etwaige Einbrecher vor denen wir uns durch die direkte Anwesenheit des Hundes so geschützter fühlen? Vielleicht sind die Gründe noch viel tiefgründiger und in Problemen mit dem eigenen Partner zu suchen? Ist der Hund einfach für viele inzwischen der Ersatzpartner, der dann auch mit ins Bett soll?

Sicherlich hat jeder so seine eigenen Gründe und sollte deshalb getrost für sich entscheiden, ob der Hund mit ins Schlafzimmer und Bett darf oder eben nicht. Es ist also grundsätzlich jedem selbst überlassen, wie er diese Frage für sich beantworten möchte und aktiv lebt.

Wir haben nun gelernt, dass es zwei konträre Lager und Meinungen geben kann und dass jede Antwort vollkommen legitim ist.

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Ratschläge & Praxistipps

Hilfestellungen was das Zubettgehen mit Hund angeht.

Der Hund geht mit ins Bett - Ratschläge

Solltet ihr zu der Fraktion gehören, die eurem liebsten Vierbeiner das Schlafen in eurem Bett gestattet, gibt es ein paar Dinge, denen ihr Beachtung schenken solltet.

Generell kann die Nähe des Hundes für viele ein besseres Wohlbefinden, Entspannung und Stressreduktion bedeuten, sprich positiv auf das Seelenleben und die körperliche Gesamtkonstitution auswirken.

Ein paar gute Tipps und Ratschläge:

Gut zu wissen
Sorgt dafür, dass euer Hund regelmäßig die notwendigen Antiparasitika wie Zeckenschutzmittel erhält, damit die Gefahr von Zecken zumindest etwas reduziert wird. Er ist Transporteur dieser gefährlichen Parasiten. Diese im Bett zu haben, mit dem Risiko, dass ihr von ihnen gebissen werdet, können zu schlimmen Folgen führen. Vermeidet die Gefahr einer Borreliose
Ob Dreck und Hundehaare im Bett in Ordnung sind, muss jeder selber entscheiden, manch einer behauptet sogar, dass dies für die Abwehrkraft förderlich sei.  Dennoch gilt gerade bei Hundehaaren Vorsicht. Diese könnten bei Allergikern zu Problemen führen. Menschen mit Hundeallergie leiden unter den Allergenen, wie ihr in unserem Artikel "Krank wegen Hundehaaren – die Hundehaarallergie" nachlesen könnt. Darum testet im Vorfeld vor dem Welpenkauf, ob bei einer Person im Haushalt eine Hundeallergie besteht und bevor ihr ggf. den Hund mit ins Bett nehmt.
Schaut, dass der Vierbeiner regelmäßig einer Entwurmungskur unterzogen wird. Denn die verschiedenen Wurmarten, wie Bandwurm und Spulwurm können auch auf euch Menschen übertragen werden.
Auch Flöhe können zu sehr unangenehme Bettgenossen werden. Viel Freude damit, wenn ihr auch dieses Risiko eingehen wollt und dem Hund eine Mitschlafgelegenheit gebt.
Wechselt öfter die Bettwäsche, damit etwaige Mitbewohner und Dreck entfernt werden.
Etwaige Bakterien können sich ebenfalls verbreiten und auf euch Hundehalter übertragen werden.
Solltet ihr eurem Vierbeiner erlauben bei den Kindern zu schlafen, dann macht dies nicht, wenn sie sehr klein sind, da das unbeaufsichtigte Zusammensein zu gefährlich werden kann (z.B. Erstickungsgefahr, Verletzungen usw.) Zudem müssen für beide Hund und Kind klare Regeln gelten, die wir in unserem Leitfaden "Goldene Regeln für Kinder beim Umgang mit einem Hund" zusammengefasst haben.
Solltet ihr eurem Welpen, da er soooooo süß ist, es einmal gestattet haben bei euch zu schlafen, so wird es brutal schwierig es ihm später wieder abzugewöhnen. Es wird zur Qual für ihn, da er in jungem Alter ein Verhalten beigebracht bekommen hat, das sich für ihn als Normalität eingeprägt und verfestigt hat.
Ob ihr in Gegenwart des Hundes durch mehr Bewegung, Unruhe und Platzmangel einen tiefen Schlaf bekommt, müsst ihr testen. 
Körperliche Beeinträchtigungen und Schäden können die Folge von schlechten Liegepositionen sein. Je weniger Platz im Bett, desto größer die Gefahr, dass man eine unnatürliche Position im Schlaf einnimmt.
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Schlussfolgerungen

Noch ein paar Gedanken zum Schluss.

Jeder Halter ist für sich verantwortlich - urteilt selbst, ob der Hund ins Bett darf

Da es unangebracht ist, jedem Hundehalter eine konkrete Empfehlung auszusprechen, was und was er nicht mit seinem Hund machen sollte, seid ihr selbst gefragt.

Wägt alle genannten Einwände für euch ab, diskutiert es in eurer Familie und versucht eine einstimmige Entscheidung herbeizuführen, die konsequent von allen Beteiligten bei der Frage, ob der Hund mit ins Bett darf oder nicht, mitgetragen wird.

Die getroffene Entscheidung sollte langfristig angelegt sein und nicht nur im Welpenalter auf Grund der besonderen Attribute eines Babyhundes, gelebt werden. Denn heute so und morgen so, sollte unbedingt im Sinne des Hundes vermieden werden.

Eingeprägte Gewohnheiten und feste Ressourcen den Hunden zu entziehen, wenn sie dann doch wieder aus dem Bett verschwinden sollen, wird für Unsicherheiten sorgen und sicherlich nur mit Mühe, Geduld und ausgesprochener Konsequenz umzusetzen sein.

Zudem könnte es bei Hunden mit einem sensiblen Charakter dazu führen, dass sie sich durch die Änderungen ausgegrenzt und abgeschoben fühlen. Dies kann dann zu Verhaltensproblemen und unerwünschtem Verhalten führen.

Kurzum, der Hund wird sicherlich nicht begeistert sein, wenn er sich daran gewöhnt hat im Bett zu schlafen, plötzlich am Boden liegen zu müssen oder gar aus dem Zimmer gewiesen wird.

Ferner gilt es genau das Verhalten des Hundes zu beobachten, wenn ihr ihm erlaubt mit im Bett zu verweilen. Zeigt er plötzlich dominantes Verhalten und lässt unter den Partnern keinen Körperkontakt und Berührungen mehr zu, dann ist es höchste Zeit mit entsprechenden Maßnahmen klare Grenzen zu ziehen. Besonders Hunde und Hunderassen mit ausgeprägter Dominanz sollte vielleicht lieber von Anfang an das Bett verwehrt bleiben. Welche Rassen hier einen starken eigenen Willen und Dominanzverhalten mitbringen, könnt ihr in unseren Rasseporträts in Erfahrung bringen.

Wird der Vierbeiner von Anfang an darauf konditioniert, seinen eigenen Platz neben dem Bett über Nacht einzunehmen, so ist dies für ihn völlig in Ordnung und ihm wird damit nichts Wesentliches verwehrt.

Zusammenfassend sind unter Einhaltung bestimmter Regeln also beide Meinungen über das Für oder Wider den Hund mit ins Bett zu nehmen völlig legitim und so sollte jedes Lager des anderen Meinung respektieren. Sprich, wie ihr die Angelegenheit mit eurem Hund umzusetzen gedenkt, liegt alleine bei euch.

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