Heckenkirsche

Ist das Fressen der Heckenkirsche für den Hund giftig?

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Zuletzt aktualisiert am: 1.3.2023

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Allgemein

Familie: Geißblattgewächse
Giftig: Ja
Giftlevel: Mittel
Pilz: Nein

Synonyme

  • Geißblatt
  • Gemeine Heckenkirsche
  • Gemeines Geißblatt
  • Gewöhnliche Heckenkirsche
  • Hundskirsche
  • Lonicera

Heckenkirsche

Die Heckenkirsche ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Geißblattgewächse gehört.

Sie wird wissenschaftlich als Lonicera bezeichnet. Aber auch unter Geißblatt, Hundskirsche, Gemeine Heckenkirsche und Gemeines Geißblatt ist die Heckenkirsche geläufig.

Die Heckenkirsche ist in der Natur in Teilen Amerikas, Afrikas, Asiens und Europas zu finden. Auch bei uns in Deutschland hat die Heckenkirsche somit ihr Zuhause. Und das nahezu überall. Sie kommt in Wäldern, Wegesrändern im Feld und in angelegten Gärten über ganz Deutschland vor.

Und genau das sollte jeden Hundehalter sensibel stimmen. Denn die Heckenkirsche ist eine Giftpflanze. Der Verzehr und auch die orale Aufnahme und damit Kontakt mit den Schleimhäuten kann je nach Menge im Verhältnis zum Körpergewicht des Hundes, zu einer Vergiftung führen.

Das Giftlevel der Heckenkirsche wird als niedrig bezeichnet, was aber kein Garantieschein eines milden Verlaufs bei einer möglichen Vergiftung ist. Denn je nach Hundeindividuum können weitere Faktoren den individuellen Schweregrad und Verlauf mehr oder minder stark beeinflussen. So sind beispielsweise diverse Vorerkrankungen und altersbedingt schwächere Konstitution und Vitalität nur einige Einflüsse, die die jeweilige Hundepersönlichkeit bei einer möglichen Vergiftung nochmals stärker in Mitleidenschaft ziehen. So ist besonders ein Auge auf Hundewelpen bei ihren Erkundungstouren zu werfen, da sie neugierig sich mit all ihren Sinnen und Körperteilen an unterschiedlichen Dingen zu schaffen machen, um die Umwelt kennenzulernen. Sie berühren, lecken, knabbern und schlucken mitunter auch Dinge, von denen sie besser die "Pfoten" lassen würden. Aber auch Seniorhunde können auf Grund vorhandener Alterserscheinungen besonders gefährdet sein.

Kurz und knapp: Auf Grund der Giftigkeit der Heckenkirsche sollte möglichst jeder Hund von der Giftpflanze ferngehalten werden. Sicher ist sicher.

Sollte es dennoch zu einem unvermeidlichen Vergiftungsereignis durch das Fressen von Heckenkirschen-Früchten kommen, so deuten Symptome wie ein gestörtes Allgemeinbefinden, Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Fieber, Benommenheit etc. auf eine mögliche Vergiftung beim Hund hin. Dann solltet ihr auch gar nicht erst lange warten, sondern zügig einen Tierarzt oder die nächstgelegene Tierklinik aufsuchen.

Wie sieht denn die Heckenkirsche eigentlich aus? Auch hier wollen wir euch noch einige Infos an die Hand geben:

Die robuste und winterharte Pflanze wächst als Busch und Strauch, mit vielen Verästelungen. Die beerenartige Frucht ist rot und ein Leckerbisse für Vögel. Sie vertragen die Beeren und nutzen das natürliche Vorkommen, als Nahrungsquelle. Die Blätter sind in der Blütezeit grün, im Herbst verfärben sie sich gelblich.

Neben einem wachsamen Auge beim Verweilen im Freien, könnt ihr euren Hund durch die Vermittlung der entsprechenden Lerninhalte im Rahmen der Hundeerziehung, sehr effektiv weiterhelfen und vor möglichen Vergiftungen schützen. Im Idealfall ist euer Hund so mittels Hundetraining erzogen, dass er nichts Fressbares anrührt, ohne von euch ein eindeutiges Freigabesignal (Hör- und/oder Sichtzeichen) als klare Erlaubnis zur Futterfreigabe erhalten zu haben. Aber auch der sichere Rückruf muss sitzen, damit ihr situativ auf euren Hund einwirken und ihn abrufen könnt. Zudem braucht er eine starke aufgebaute Impulskontrolle und Frustrationstoleranz, um diversen Reizen zu widerstehen. So auch Futter und sonstigen interessanten Dingen, die er in der Umwelt so findet. So kann der Hund perspektivisch so trainiert werden, dass er sich sogar vor gefundener "Beute" ablegt, diese mit einem aufgebauten Verhalten anzeigt und auf weitere Instruktionen von seinem verantwortlichen Herrchen/Frauchen wartet. Und das, ohne das Leberwurstbrot, den Wildkadaver oder gar einen ausgelegte Giftköder trotz aller Versuchungen, anzurühren. Dies erfordert natürlich viel Fleiß, Übung und zielgerichtetes Training. Erkundigt euch doch einfach nach einem Anti-Giftköder-Training in der Hundeschule, um frühzeitig die notwendigen Trainingsinhalte mit auf den Trainingsplan zu nehmen - dies reduziert die Gefahr einer potentiellen Vergiftung um ein Vielfaches.


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