Vertragen Hunde die Kälte im Winter?

Je nach Hunderasse & Hund, setzen die kalten Temperaturen schneller zu.

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Zuletzt aktualisiert am: 2.1.2023

Hund mit Menschen im Schnee.jpg

Es gibt Hunde, die die Kälte besser vertragen und andere, die schneller frieren. Dies gilt sowohl für Rassehunde, als auch Hybridhunde und Mischlinge. Worauf man als sorgsamer Halter achten sollte und was man gegen die Kälte für den Hund tun kann, erfahrt ihr hier.

Manche Hunderassen und Hunde trotzen den kalten Bedingungen besser und haben großen Spaß und Freude sich im Schnee auszutoben. Sie wälzen sich, graben ihre Schnauze tief in den Schnee ein und sind voll in ihrem Element. Andere wiederum fangen schon bei der Ansicht des kalten Weiß an zu zittern und wollen gar nicht vor die Tür. Sie leiden unter den kalten Wetterverhältnissen.

Gesunde Hunde mit dickem Fell und Unterwolle sind gut geschützt. Ältere, kranke Hunde mit dünnem Fell und fehlender Unterwolle, setzt die Kälte deutlich schneller und intensiver zu.

Wir werden in den folgenden Ausführungen tiefer in das Thema eintauchen, die Unterschiede der Rassen aufzeigen und was ihr präventiv gegen die Kälte für euren Hund tun könnt. Viel Freude beim Lesen.

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Kalte Temperaturen & Jahreszeiten sind nichts für jedermann

Es gibt Menschen, die an kalten Tagen besonders frieren. So ist es auch bei manchen Hunden.

Der eine friert, der andere hat Spaß an Kälte, Schnee & Eis

Ob Hunde die Kälte im Winter gut vertragen oder eher frösteln, kommt auf den jeweiligen Hund an. Und dass gilt für Rassehunde, Designerhunde und Mischlinge gleichermaßen.

Wir Menschen neigen eher dazu in der kalten Jahreszeit zu Hause zu verweilen, uns dick anzuziehen und über die Kälte im Winter zu jammern.

Und was machen unsere Hunde? Leiden sie auch unter der Kälte im Winter oder machen ihnen der Schnee und die frostigen Temperaturen Freude bei Spiel, Spaß und Bewegung?

Vermutlich ist dies von Hund zu Hund, von Hunderasse zu Hunderasse sehr unterschiedlich. Führt man sich vor Augen, dass doch einige Hunde uns auf dem Winterspaziergang mit einem Hundemantel entgegenkommen und dennoch einen fröstelnden Eindruck hinterlassen. Bei anderen Hunden verspürt man sofort die Freude über die kalten Temperaturen und sie sind aktiver denn je.

Wir konstatieren: Manchen Hunden macht Kälte, Eis und Schnee wenig aus und sie fühlen sich unter den kalten Bedingungen im Freien pudelwohl, andere Artgenossen hingegen würden es bevorzugen, die Pfoten gar nicht erst vor die Tür zu setzen, die häusliche Wärme weiterhin zu genießen, da sie frieren und die Kälte in Mark und Bein dringt, ihrer Konstitution zusetzt und ihr Wohlbefinden darunter leidet.

Der Grund ist schnell gefunden, denn es kommt zum großen Teil auf die Ausstattung des jeweiligen Hundes an, wie resistent sie gegenüber kalten Wetterbedingungen sind.

Kurzum, es liegt an der Rasse und deren ursprünglichem Verwendungszweck an, da deren physischen und psychischen Rassemerkmale speziell auf ihre Aufgaben, Herkunft und Einsatzzweck bei der Zucht im Vordergrund standen und damit letztlich auch für Aktivitäten in kalten Regionen ihrer ursprünglichen Heimat angepasst sein mussten - ein Husky, der als Schlittenhund in den Weiten Alaska im tiefen Schnee täglich etliche Kilometer und Stunden seiner Arbeit nachgehen musste, konnte schließlich nicht mit dünner Brustbehaarung und nackten Pfoten dieser Tätigkeit nachgehen, sondern braucht einen dicken Pelz, gepolsterte und wetterfeste Pfoten etc. Bei Mischlingen und Hybridhunden ist dies nicht anders, da diese aus verschiedenen Rassen und Kreuzungen aus diesen resultieren, also Eigenschaften zahlreicher Rassen auf dem Weg zum jeweiligen Individuen erhalten haben.

Wenn ihr Lust und Interesse habt, könnt ihr den geschichtlichen Hintergrund, die individuellen körperlichen Merkmale und geistigen Eigenschaften der verschiedenen Rassehunde und Hybridhunde, sowie deren damit verbundene klimatische und wetterseitige Eignung, in unseren Rassebeschreibungen nachlesen und miteinander vergleichen.

Zudem gibt es natürlich von Hundepersönlichkeit zu Hundepersönlichkeit generell und innerhalb einer Rasse und Hundepopulation Unterschiede, wie wetteranfällig das einzelne Hundeindividuum ist. Dies ist bei uns Menschen nicht anders und dies selbst in der eigenen Familie.

Es kommt auf die Hunderasse an. Die eine Rasse liebt die Kälte und Schnee, die andere friert.

Wie wir nun bereits im vorherigen Kapitel besprochen haben, gibt es im Bereich der Rassehunde verschiedene Hunderassen, die auf Grund ihrer Ausstattung Kälte und widrigen Wetterbedingungen ohne Probleme ausgesetzt sein können, andere Rasse dagegen sich für die Haltung in kalten Klimaregionen erheblich weniger eigenen, da ihnen die nötigen Eigenschaften fehlen.

Es gibt also Rassen, die mit einem doppelten Haarkleid, also verschiedenartig strukturiertes Deckhaar und einer flauschigen und warmen Unterwolle ausgestattet sind. Sie sind in aller Regel sehr wetterresistent und widerstandsfähig, so dass ihnen der Aufenthalt und die verschiedenen Aktivitäten im Freien an kalten Wintertagen mit Schnee, Regen, Wind und Eis nichts ausmacht. 

Andere Hunderassen, die der Kälte ausgesetzt sind, sind körperlich und folglich geistig/mental auf Grund kalter Außenbedingungen völlig überfordert, es geht ihnen an die Substanz und kann ihnen gesundheitlich schwer zusetzen und schaden, sogar im Extremfall bis zum Kälte- und Erfrierungstod führen. Nackthunde und Rassen mit feinem, dünnen Deckhaar und fehlender wolliger Unterwolle, sind daher nicht für kalte Klimaregionen geeignet, denn ihnen machen bereits frostige Tage in unseren Breitengraden zu schaffen.

Wie extrem der Unterschied alleine im Hinblick auf die Fellbeschaffenheit über die zahlreichen Hunderassen hinweg sein kann, verdeutlicht bereits der Vergleich zwischen dem St. Bernhardiner, dessen Heimatregion die Alpenregion der Schweiz rund um den Sankt Bernhard-Pass ist und bei seinen Einsätzen im Schnee bereits unzählige Menschenleben gerettet hat. Dessen Fell ist mit einem äußerst wetterfesten doppelten Haarkleid bestückt, was den Schnee vom Leib hält und den Körper ausreichend für lange Aufenthalte im Freien wärmt. Auf der anderen Seite muss man sich den Peruanischen Nackthund anschauen, der überhaupt keine Behaarung am Körper trägt und somit für kalte klimatische Voraussetzungen vollkommen ungeeignet ist, da er bei jeder kleinen kälteren Windböe bereits frieren wird.

Aber auch bereits weniger heterogene Fellarten und Rassen mit nahezu gleicher regionaler Herkunft haben aber bereits ein unterschiedliches Kälteempfinden. Nehmen wir als Beispiel Labrador Retriever und Beagle, beide zwei Jagdhunderassen mit britischer Herkunft. Aus eigener Erfahrung beim abendlichen Verweilen an einer Feuertonne zwecks eines Männertreffen in den Wintermonaten, brachten zwei Freunde ihre Hunde mit, um gemeinsam eine Zeit beim Bier zu verbringen. Beide Hunde, den vorgenannten Rassen zugehörig, legten sich auf dem kalten Boden ab. Bereits nach einer halben Stunde zitterte der Beagle vor sich hin, die Temperaturen waren einfach für die Ausstattung des Beagles und dieses Hundeinddividuums zuviel, so dass er ins Warme verbracht wurde und dort sein Nickerchen nahm. Der Labrador hingegen hatte überhaupt keine Einwände im Freien an unserer Seite weiterhin auszuharren und legte sich sogar seitlich ab. Beides Hunde, die für die Jagd gezüchtet und demnach ausgebildet und eingesetzt werden, selbst an kalten Wintermonaten mit Vollmond am Ansitz mit dem Jäger ausharren sollten. Dies lehrt uns, dass es von Rasse zu Rasse große Unterschiede gibt und das jeweilige Hundeindividuum zudem eine erhebliche Rolle spielt, wie wetterfühlig der einzelne Hund auf Kälte reagiert und mit ihr umgeht.

Um nun hinsichtlich der etwaigen Fellausstattung den Bogen noch weiter zu spannen, möchten wir noch als weiteres Beispiel den Labradoodle oder Goldendoodle nennen. Beides Hybridhunderassen, einmal ein Mix aus Labrador Retriever und Pudel, der andere aus Golden Retriever und Pudel. Da man von vornherein nie weiß, was das tatsächliche Ergebnis bei einer Verpaarung und der daraus resultierenden Kreuzung ist, muss man von Hundeindividuum zu Hundeindividuum schauen, welche Ausprägung in Sachen Fell vorliegt und damit die  Wetterresistenz ausfällt - sprich wie der Hund mit Kälte umgeht. Denn das Fell von Labrador ist deutlich widerstandsfähiger und besser für Kälte geeignet, als das des eingekreuzten Pudels. Nun kann aber genetisch bedingt der Pudels das größere und prominentere Erbgut und Anlagen liefern, so dass die daraus resultierenden Nachzuchten für Kälte schlechte Eigenschaften im Hinblick auf die Fellbeschaffenheit haben.

Bei Mischlingen sieht die Sache noch schwieriger aus, da in aller Regel Promenadenmischungen aus zahlreichen bereits gemixten Individuen bestehen und somit von Hund zu Hund sehr divergente Haarprachten mitbringen.

Wichtig ist an dieser Stelle, dass der jeweilige Halter genauestens auf das Verhalten des Hundes bei kalten Temperaturen achtet, individuell reagiert, damit der Vierbeiner nicht überfordert wird, leidet und/oder Schaden nimmt.

Folgende Hunderassen sind u.a. mit wärmender, dichter und wolliger Unterwolle ausgestattet:

Hunderassen mit Unterwolle (Doppeltes Haarkleid)
Berner Sennenhund
St. Bernhardiner
Husky
Border Collie
Golden Retriever
Labrador Retriever
Deutscher Schäferhund

Diese Hunderassen können auf Grund ihrer Fellstruktur sehr gut mit schlechtem Wetter, wie Kälte, Schnee, Regen und Feuchtigkeit leben. Das Fell schützt sie vor der Kälte im Winter und gibt ihnen die Möglichkeit eine gute Zeit im Freien auszuharren.

Folgende Hunderassen leiden u.a. besonders unter der Kälte im Winter, da sie keine Unterwolle haben:

Hunderassen ohne Unterwolle (Einfaches Haarkleid)
Windhunde
Chihuahua
Peruanischer Nackthund
Kontinentaler Zwergspaniel
Podencos
Zwergpinscher

Das Haarkleid der vorgenannten Hunderassen ist ohne Unterwolle ausgestattet, sprich die Kälte und Nässe wir zwangsläufig direkt auf die Haut des Hundes übertragen. Der Hund wir im Winter bei Kälte sehr schnell frieren.

Je dünner und feiner das Deckhaar der Hunderasse ist, desto schneller wird der Hund frieren. Da oftmals die Bauchpartie nur sehr gering mit dem Haarkleid bedeckt ist, wird der Hund bei Bodenkontakt anfangen zu zittern und zu bibbern, denn die Kälte wird sofort auf den gesamten Körper des Hundes übergreifen.

Solltet ihr somit einen Hund haben, der eine dieser Hunderassen angehört, ist es immer sinnig, eine wärmende Decke oder gar ein kleines Hundekörbchen dabei zu haben, um den Hund vor Kälte im Winter wie auch in den sonstigen Monaten zu bewahren.

Alle weiteren anerkannten Hunderassen der Fédération Cynologique Internationale (FCI), dem größten kynologischem Dachverband, sowie deren Fellausstattung und entsprechende Eignung für kältere Temperaturen, findet ihr in unseren Rasseporträts.

Schützt das Winterfell der Hunde nicht alle Rassen vor Kälte?

Nein. Durch den Fellwechsel von Sommer zu Winterfell, wird die Struktur des Fells an sich stärker und wärmespendender, aber dies allein reicht einigen Hunderassen bei weitem nicht aus, um im Winter nicht zu frieren.

Durch die fehlende Unterwolle, sind einige Hunderassen trotz des Winterfells zu sehr den klimatischen Bedingungen des Winters, mit Kälte und Nässe, ausgesetzt. Die Hunde frieren.

Als verantwortungsvoller Hundehalter, sollte man dies unbedingt beachten, da der Aufenthalt in der Kälte im Winter für viele Hunde eine Qual bedeutet.

Daher macht es natürlich überhaupt keinen Sinn, wenn ihr im Winter mit eurem peruanischen Nackthund oder dem Windhund in den Skiurlaub in die Alpen fahren wollt. Er wird sich sicherlich dort nicht wohl fühlen. Der Hund wird die Kälte hassen.

Hunderassen, die mit dichter Unterwolle ausgestattet sind und zudem ihr Winterfell in der kalten Jahreszeit tragen, tragen den optimalen Pelzmantel als Schutz vor Kälte, Nässe und schlechten klimatischen Bedingungen.

Diese Hunderassen freuen sich regelrecht, im Schnee zu spielen und die Zeit mit euch im Freien zu verbringen. Weder der lange und ausgedehnte Waldspaziergang, noch die Glühweinpause in der Stadt machen dem Hund dann zu schaffen.

Im Gegenteil, es gibt Hunderassen, die die Kälte im Winter genießen und sich gerne im Freien aufhalten. Sie sind entsprechend gut gegen die niedrigen Temperaturen geschützt und kommen eher im Sommer bei heißen Temperaturen ins Schwitzen.

Sind kleine Hunde anfälliger für die Kälte im Winter?

Kleinere Hunderassen leiden mehr unter der Kälte im Winter, als ihre größeren Artgenossen. Kommt hinzu, dass sie nur mit einem kurzen, feinem Haarkleid ohne Unterwolle bestückt sind, dann ist es schnell um sie geschehen.

Diese kleinen Hunde sind dann kaum dazu zu ermuntern, den Weg in Freie zu nehmen. Eine kurze Pipipause und ab zurück ins Warme ist dann schon häufig das höchste der Gefühle. Ausnahmen bestätigen natürlich auch in diesem Fall die Regel.

Je kleiner und damit leichter der Hund ist, umso schneller fängt er an zu frieren und verbrennt dadurch enorm viel Energie.

Welche Hunde sind von der Kälte besonders betroffen?

Alle Hunde, egal zu welcher Hunderasse sie zählen, die von Krankheiten geplagt sind, neigen schneller unter den kalten Temperaturen und der Kälte im Winter zu leiden, da sie insgesamt vom Organismus geschwächt sind.

Ältere Hunde, die sich bereits im Seniorenalter befinden, sind ebenfalls schneller kälteempfindlich. Sie frösteln und frieren bei der Kälte im Winter schneller, als ein in der Blütezeit stehender Rüde.

Hinzu kommen die Hunde, die sich in den Wintermonaten nicht gerne nach draußen bewegen und die Wärme im Haus vorziehen. Wie bei uns Menschen leiden die Hunde dann unter der trockenen Luft und sind anfälliger, wenn sie sich dann tatsächlich im Freien aufhalten und zu frieren beginnen. Schnell haben sie sich dann eine Erkältung, Infekte oder Blasenentzündung eingefangen.

Natürlich sollten wir Halter bei Hundewelpen grundsätzlich aufpassen, egal welcher Hunderasse sie angehören, damit wir ihnen bei Kälte nicht zuviel zumuten. Denn sie sind noch nicht stabil genug und äußert anfällig.

Alle genannten Risikogruppen, sind von ihrer körperlichen Konstitution und ihrem Immunsystem entweder noch nicht weit genug entwickelt, oder geschwächt.

Auf Grund der genannten Punkte, greifen viele Hundehalter auf den Hundemantel und Hundeschuhe zurück, damit sie ihren Hunden vermeintlich die schützende Hilfestellung mit den Winterutensilien bieten.

Welche Körperstellen sind besonders empfindlich?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Nase, Ohren und die Pfoten der Hunde besonders anfällig für die Kälte im Winter sind.

Und dies ist über alle Hunderassen hinweg der Fall, da diese Körperstellen am wenigsten geschützt sind und dennoch immer an vorderster Front in der Kälte, der Nässe und dem Wind stehen.

Die Pfoten sind den äußeren Bedingungen mit Schnee, Eis und Kälte besonders ausgesetzt. Wird hinzu noch mit Streusalz gegen das Eis vorgegangen, dann leiden die Pfoten, Ballen und Zehenzwischenräume besonders. Denn das Streusalz greift diese Stellen besonders an und führt häufig zu Schmerzen und Entzündungen. Worauf ihr daher unbedingt in Sachen Pfotenpflege im Winter achten solltet, könnt ihr gerne in unserem gesonderten Artikel nachlesen.

Einige Hunderassen mit geringer Behaarung am Bauch, sind von der Kälte ebenfalls schneller beeintächtigt. Sie frieren vor allen Dingen bei Kontakt mit dem kalten Boden beim Abliegen innerhalb kurzer Zeit.

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Welche Anzeichen lassen euch erkennen, dass der Hund friert?

Zittern, unruhiges Verhalten, Schwanzeinziehen sind Anzeichen, dass der Hund fröstelt.

Der Hund zeigt klare Anzeichen für ein Unwohlsein in der Kälte

Wenn euer Hund von der Kälte im Winter besonders betroffen ist, wird er schnell anfangen zu frieren.

Auch in diesem Fall kommt euch ausreichend Wissen über das Ausdrucksverhalten und die Hundesprache zu Gute, wenn ihr in der Lage seid, euren Hund und dessen Verhalten zu lesen und richtig zu deuten.

Zeigt der Hund erste Anzeichen von Zittern, Unruhe und Behäbigkeit, dann solltet ihr so konsequent sein und tunlichst eine Umgebung suchen, die dem Hund Wärme spendet.

Ein weiteres Merkmal ist das Schwanzeinziehen, da der Hund möglichst versucht alle Körperteile eng am Mann zu haben um die Wärme nicht abstrahlen zu lassen. Ein klares Zeichen, dass der Hund bei Kälte friert.

Hunde, denen die Kälte schnell zusetzt, zeigen dies mit Unwohlsein, sind zu nichts mehr zu motivieren, sind angespannt und wirken durch die Situation gestresst.

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Was schützt die Hunde vor der Kälte?

Stetige Bewegung, Hundeschutzkleidung & die richtige Ernährung unterstützen die Hunde bei Kälte.

Durch Bewegung bleibt der Organismus am Laufen und spendet Wärme

Vor allen Dingen ist ständige Bewegung sehr wichtig. Hunde haben eine bestimmte Körpertemperatur, die sie möglichst beibehalten müssen.

Jegliche Bewegung hilft ihnen dabei, dass die Körpertemperatur trotz Kälte im Winter konstant bleibt.

Wir Hundehalter sollten unseren Hunden in der Kälte im Winter genauestens im Auge halten und dafür sorgen, dass sie sich ausreichend bewegen. Somit vermeidet man, dass der Hund durch herumsitzen oder herumliegen auf dem kalten Boden, von innen auskühlt und die Körpertemperatur sinkt.

Gleichzeitig vermeidet man, dass der Hund sich, wie wir Menschen erkältet, schwere Atemwegserkrankungen oder Krankheiten wie Blasenentzündungen zuzieht. Ist der Hund einmal geschwächt wird die Kälte und Nässe ihre negative Wirkung schnell erreichen.

Wärmende Hundebekleidung kann helfen

Hunde und Hunderassen, die ein kurzes Fell und keine Unterwolle haben, kann man im Freien mit einem wärmenden Hundekleidungsstück und den richtigen Hundeklamotten unterstützen.

Es gibt wärmende Hundemäntel und Pullover, die die Hunde vor dem Auskühlen schützen. Achtet dabei aber, dass die Kleidungsstücke eine gute Passform haben und aus einem vernünftigen hautfreundlichem Material bestehen. Ansonsten könnte der Schuss nach hinten losgehen, sollte der Hund eine Unverträglichkeit entwickeln oder Körperteile eingeschnürt und damit die optimale Blutzirkulation eingeschränkt sein.

Klar ist, dass Sie vermutlich nie die Hunde sein werden, die eine lange Verweilzeit in der Kälte im Winter haben werden, dennoch kann man ihnen die Zeit mit einem Hundemantel und Hundeschuhen, im Schnee und der Kälte, etwas angenehmer und erträglicher gestalten. Denn auch sie müssen ihr Geschäft verrichten und daher eine Zeit lang nach Draußen.

Die Ernährung des Hundes im Winter

Hunde, die sich im Winter ohne Einschränkungen und Probleme im Freien aufhalten und ihren Bewegungsdrang wie auch in den warmen Monaten ausleben, haben einen erhöhten Energieverbrauch.

Die Kälte raubt ihnen zusätzlich die Energie, die ihr durch eine ausgewogene und energiereiche Fütterung auffangen müsst.

Dafür steht euch herkömmliches industriell gefertigtes Nass- und Trockenfutter, oder die Rohfütterung/Barfen zur freien Auswahl. Welches Hundefutter sich für euren Hund eher eignet, kommt auch verschiedene Aspekte an, die wir in unserem Artikel "Was gibt es für den Hund an Hundefutter" und den thematisch aufgearbeiteten Ernährungshinweisen in unseren Rassenporträts. 

Solltet ihr einen Hund halten, der zwischenzeitlich im Zwinger auch bei niedrigen Außentemperaturen verweilen muss, ist die Energiezufuhr genau zu beachten, da der Verbrauch durch stetige Kälte nach oben schießt. Der Körper muss schließlich den Ausgleich zwischen Außentemperatur und Körpertemperatur des Hundes selbst regeln.

Dasselbe betrifft Hunde, deren körperlichen Voraussetzungen nicht die gewünschten Merkmale mitbringen. Ein Hund mit dünnem Oberkleid und fehlender Unterwolle friert schneller, wodurch dessen Energieverbrauch deutlich hochgeht. Diesen gilt es auszugleichen.

Am besten bindet ihr euren Tierarzt für die Ernährungsanpassung mit ein, damit die richtigen Substanzen und Futterinhalte angepasst werden und euer Hund nicht durch eine Übertreibung an Übergewicht zulegt.

Vorsicht bei Eis & Schnee

Bei Temperaturen um die Null Grad kommt ein weiteres Problem mit der Kälte und deren Begleiterscheinungen auf die Hunde zu. Vielfach wird auf Grund der drohenden Glätte, ob Eis oder Schnee, zu Salz bzw. Streusalz und Splitt gegriffen, um der Glätte Herr zu werden.

Das Salz und der Splitt können aber sehr unangenehme Folgen für unsere Hunde haben. Es setzt sich in den Pfoten fest und verursacht teilweise starke Schmerzen, Entzündungen und Infektionen. Der Hund leidet zu der Kälte zusätzlich unter diesen Vorkommnissen und wird die Lust auf Spaziergänge und Gassirunden schnell verlieren.

Nach dem Spaziergang solltet ihr eurem Hund helfen und die Pfoten gründlich säubern. Lauwarmes Wasser lässt auch die letzten Rückstände verschwinden, die Pfoten im Anschluss gut abtrocknen und bei Bedarf mit Salben und Cremes behandeln.

Begutachtet genauestens die Pfoten, Ballen und Zehenzwischenräume, da Risse und Verletzungen einer Behandlung bedürfen.

Auf Grund der Bedeutung der Pfoten, haben wir der Pfotenpflege im Winter einen eigenen Artikel gewidmet, der euch viele hilfreiche Praxistipps und wertvolle Informationen liefert.

Wenn euer Hund bereits über Beeinträchtigung klagt oder an sich mit den Wetterbedingungen nur sehr schwer klarkommt, dann gibt es die Möglichkeit auf Hundeschuhe zurückzugreifen. Damit schützt man verletzte Pfoten und hält die Kälte optimal ab.

Eine weitere Risikoquelle, stellt der Schnee, eiskaltes Wasser und Eis für die Hunde dar, die gerne davon fressen bzw. trinken. Durch die Eiseskälte wird die Magenschleimhaut des Hundes unter Umständen gereizt, was zu Durchfall, wie auch Erbrechen führen kann.

Daher vermeidet am besten, dass euer Hund den Schnee oder sonstige eiskalte Dinge zu sich nimmt und frisst.

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