Alaskan Husky

Schlittenhundetyp aus Nordamerika

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Zuletzt aktualisiert am: 13.3.2024

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Das wichtigste in Kürze

  • Schlittenhund aus Nordamerika mit enger Verwandtschaft zum Siberian Husky
  • Ursprünglich Arbeits- und Gebrauchshund, heute Familien-, Begleit- und Sporthund
  • Groß, kräftig, muskulös, robust, wetterfest, pflegeleicht, belastbar
  • Ausdauernder, lauffreudiger, geländegängiger Läufer voller Energie und Tatendrang
  • Für aktive und bewegungsfreudige Halter geeignet

Der Alaskan Husky trägt seinen Rassenamen nicht von ungefähr, denn er stammt einerseits aus dem fernen Nordamerika, anderseits hat der artverwandte Siberian Husky einen maßgeblichen Anteil seiner Gene durch die Kreuzung der anerkannten Hunderasse mit diversen heimischen Hundeschlägen Alaskas, zur Verfügung gestellt - sprich die Wurzeln des aktuell nicht anerkannten Hundetyps liegen in den kalten Regionen Alaskas und der Huskyschlag sibirischen Ursprungs, bildete die Grundlage im Hinblick auf die Zucht des heute in seiner Form bekannten Alaskan Husky.

Da der Alaskan Husky jeher als leistungsfähiger Arbeits- und Gebrauchshund eingesetzt wurde, dabei aber sehr unterschiedliche Aufgaben zu lösen hatte, ist die Vielfalt des Schlags groß und damit können die körperlichen und wesensseitigen Anlagen sowie das äußere Erscheinungsbild von Kreuzung zu Kreuzung und verpaarter Elterntiere stark variieren. Daher auch die große Bandbreite in Sachen Gewichtsklassen, da es einen erheblichen Unterschied machte, ob der Alaskan Husky als Schlittenhund oder für die Jagd eingesetzt wurde.

Demnach sind neben dem erwähnten Siberian Husky auch zahlreiche andere Hunde mit eingekreuzt worden, u.a. diverse Jagdhunde- und Windhundeschläge.

Es wird demnach bei der Zucht des Alaskan Husky nicht nach einem einheitlichen und festgeschriebenen Rassestandard wie bei allen anerkannten Hunderassen gezüchtet, sondern die Elterntiere vielmehr nach dem angestrebten Verwendungsziel selektiert, damit die Nachzuchten die erforderlichen Anlagen und Fähigkeiten für ihren "Job" mitbringen.

Die charakter- und willensstarken Alaskan Husky sind körperlich für das herausfordernde Klima ihrer Heimat bestens aufgestellt. Sie tragen ein doppeltes, kurzhaariges, wetterfestes, strapazierfähiges und pflegeleichtes Haarkleid. Die widerstandsfähigen und gut "besohlten" Pfoten bringen die nötige Geländetauglichkeit und -gängigkeit, um auch auf eisigen Pisten mit Schnee, sicher und unermüdlich weite Strecken zu absolvieren. Zudem überzeugt der Husky mit einem muskulösen, robusten, kräftigen und wohlproportionierten Körperbau. Daher ist der Alaskan Husky auch ein gefragter und brauchbarer Schlittenhund, sei es für das Transportieren von Mensch und Lasten, oder im Zughundesport bei Schlittenhunderennen. Der bewegungsfreudige, laufwillige, energiegeladene und belastbare Alaskan Husky kann schnell und mit enormer Ausdauer laufen. Da der Alaskan Husky als Schlittenhund im Gespann geführt wurde und bis heute aktiv wird, gilt der Husky als verträglich zu Artgenossen und ist zudem menschenfreundlich und kinderlieb. 

Durch seine Verwendung als Jagdhund, bringt der Alaskan Husky einen ausgeprägten Jagdtrieb mit, der im Hinblick auf Erziehung, Führen im Alltag und rassekonforme Auslastung berücksichtigt werden muss. Ferner braucht der Husky viel Bewegung, die man ihm idealerweise beim Zughundesport on-snow (Schlittenhunderennen) und off-snow (Dogscooting, Bikejöring, CaniCross etc.) gönnen kann. Im normalen Hundealltag ist der Alaskan Husky ein toller Begleiter beim Joggen und Fahrradfahren. Allerdings gilt bei allen Aktivitäten, auf die Wetterbedingungen zu achten, denn der Husky ist für die Polarregionen mit Kälte, Schnee und Eis gezüchtet worden. Entsprechend setzen warme Sommertemperaturen dem Hund mehr zu, wodurch die Beschäftigung eher in den frühen Morgenstunden oder spät Abends stattfinden sollten.

Hauptsächlich wird der pflegeleichte, vitale und widerstandskräftige Alaskan Husky heute als Familien- und Begleithund, sowie Sport- und Schlittenhund angeschafft.

Der ideale Lebensraum für den Alaskan Husky ist definitiv das weitläufige Landleben, wo er Möglichkeiten für viel Auslauf und Verweilen in Mutter Natur bekommt. Und aktive, sportbegeisterte sowie unternehmenslustige Halter sind bestimmt beim Husky willkommen.

Mehr Informationen werdet ihr zu gegebener Zeit hier finden.

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Nummer: -
Gruppe: 100. Nicht anerkannte Rassen
Sektion: -
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Vereinigte Staaten von Amerika
Patronat -
Verwendung -
Datum der Veröffentlichung -
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung -
Link zum FCI-Standard -
Lebenserwartung
Rüden
10 - 16 Jahre
Hündinnen
10 - 16 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
50 - 60 cm
Hündinnen
50 - 60 cm
Gewicht
Rüden
20 - 50 kg
Hündinnen
20 - 50 kg

Alaskan Husky - Erziehung & Training
Wichtige Tipps aus erster Hand vom Hundetrainer!

Die Betrachtung des Alaskan Huskys bringt uns in die unendlichen Weiten des eisigen Norden, in das Land der Züge und der Nordlichter, wo der Atem in der kalten Luft kristallisiert und deren Bewohner nach dem Rhythmus der wilden Natur und des harten Klimas schlagen. Der Alaskan Husky ist mehr als nur ein Hund; Er ist ein Symbol, ein Wesen voller Mythen und Legenden, der stolz und tapfer, getreu dem widrigen Klima seiner Heimat, seine Existenz beansprucht.

Der Alaskan Husky ist kein formell anerkannter Rassehund, sondern die Bezeichnung einer anpassungsfähigen Art von Schlittenhund, der in den frostigen Weiten Alaskas gezüchtet wurde und über außergewöhnliche Zähigkeit, Ausdauer und Schnelligkeit verfügt. Der Alaskan Husky ist das Ergebnis von generationsübergreifenden Kreuzungen zwischen verschiedenen Rassen, darunter der Siberian Husky, der Greyhound und der Deutsch Kurzhaar. Dieser herrlich unkonventionelle Mischling ist in seinem Wesen genauso vielfältig wie in seinem Aussehen.

Der Alaskan Husky zeichnet sich durch seine Arbeitsfähigkeit und seinen unermüdlichen Arbeitswillen aus. Er ist Teil einer Gemeinschaft, in der Zusammenarbeit und Koordination entscheidend sind. Eine Gesellschaft in der die Stärke der Gruppe die individuellen Fähigkeiten unterstützt und fordert. Im Mittelpunkt jeder Beziehung, die Sie mit einem Alaskan Husky pflegen möchten, steht Teamarbeit.

Sozialisation des Alaskan Husky

Die Sozialisation eines Alaskan Huskys beginnt also optimalerweise schon früh. Ein Husky-Welpe sollte idealerweise schon in seinen ersten Lebenswochen mit Menschen und anderen Hunden in Berührung kommen, um das Vertrauen und den gesellschaftlichen Umgang, der für sein zukünftiges Zusammenleben von zentraler Bedeutung sein wird, zu üben. Es ist wichtig zu vermitteln, dass Menschen und andere Tiere keine Bedrohung darstellen.

Ebenso ist die Sozialisation mit der Umwelt entscheidend: der Geräusche von Autos und Zügen, von Menschenmassen und anderen Hunden, vom Asphalt der Straßen, vom Rauschen eines Flusses. Ein Alaskan Husky, der daran gewöhnt ist, in einer Vielzahl von Umgebungen zu sein, ist sicherer und entspannter.

Grundkommandos

Für die Kommandoaufnahme ist der Alaskan Husky in gewissem Maße sehr kooperativ und intelligent, aber die Intelligenz des Alaskan Husky kann auch seine größte Herausforderung darstellen. Der Alaskan Husky ist ein freidenkender Hund, und er wird versuchen, die Grenzen dessen zu testen, was Sie ihm erlauben, und zu sehen, wie weit er gehen kann. Daher sind eine gute Führung und Konsequenz von entscheidender Bedeutung.

Gehorsamstraining – Leinentraining

Das Leinentraining muss früh anfangen, um dem Husky zu vermitteln, dass er auf seinen Menschen vertrauen muss, um die richtige Richtung zu wählen. Es kann vorkommen, dass Ihr Husky eher zerrt als geht. Es ist daher sehr wichtig, früh und konsequent dabei zu bleiben, geduldig und beständig daran zu arbeiten.

Spiel und Apportiertraining

Schließlich ist das Spiel- und Apportiertraining für einen Alaskan Husky enorm wichtig. Dies sind Hunde, die dafür gezüchtet wurden, zu arbeiten und sowohl körperlich als auch geistig herausgefordert zu werden. Ein Alaskan Husky wird immer bereit sein, etwas zu tun, sich zu bewegen und neue Herausforderungen anzunehmen. Deshalb ist das Spielen und Apportieren mehr als nur ein Zeitvertreib oder ein einfacher Zeitvertreib, es ist eine Möglichkeit, ihre natürlichen Instinkte zu stimulieren und auszudrücken.

Was sollten wir sonst noch zum Alaskan Husky wissen?

Es versteht sich von selbst, dass das Besitzen eines Alaskan Huskys eine Herausforderung darstellt. Es erfordert Engagement, Zeit und Geduld. Aber der Besitzer eines Alaskan Huskys wird sagen, dass die Belohnungen, die dieser Hund mitbringt, alle Anstrengungen wert sind.

Für den richtigen Besitzer, der die grundlegenden Bedürfnisse und die einzigartige Persönlichkeit dieses Hundes respektiert und liebt, ist der Alaskan Husky ein treuer und liebevoller Begleiter, ein Hund, der die wahre Bedeutung von Freundschaft und Loyalität verkörpert. Der ideale Besitzer für diese Rasse ist jemand, der aktiv ist, Zeit im Freien verbringt und geistig und körperlich in der Lage ist, sie zu erfüllen und herauszufordern. Die besten Voraussetzungen sind daher eine gewisse Erfahrung mit Hunden, viel Geduld, Ausdauer und natürlich eine große Liebe für den Alaskan Husky und seine Eigenheiten.

Zusammenfassung

Der Alaskan Husky ist mehr als nur ein Hund, er ist ein Reisegefährte, ein Abenteurer, ein Freund. Er verlangt viel, ja, aber er gibt noch viel mehr zurück. In seinem Blick liegt die Weite Alaskas, in seinem Herzen die Treue und der Mut seiner Ahnen. Es ist eine Reise in das Unbekannte und Faszinierende, die Herausforderung und Belohnung in sich vereint. Mit dem Alaskan Husky machen wir uns auf eine außergewöhnliche Reise, auf der nur die tiefste Loyalität, Respekt und gegenseitige Wertschätzungen zählen.

Ralf Lügger
Hundetrainer, Hund-Mensch-Coach, Autor

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