Dysphagie beim Hund

Wenn der Hund unter Schluckbeschwerden leidet

Von:
Zuletzt aktualisiert am: 9.9.2023

Mischling mit rotem Geschirr und einer Menschenhand.jpg

Dysphagie

Hat ein Hund Probleme beim Schlucken, egal ob Futter, Wasser oder der eigene Speichel, spricht man von einer Dysphagie, zu Deutsch Schluckbeschwerden. Betroffene Hunde fallen zum Beispiel durch übermäßigen Speichelfluss (Hypersalivation), Futterverweigerung oder Husten/Verschlucken bei Fütterung auf.

Der Schluckakt selbst in ein reflexgesteuerter Ablauf verschiedener Nerven- und Muskeltätigkeiten, der durch Interaktion des Futterbreis oder Speichels mit Rezeptoren im Rachen ausgelöst wird. Es kommt daraufhin zu einem Verschluss des Kehlkopfes (Larynx) und damit Verschluss der Luftröhre (Trachea) sowie zu einem Verschluss des Nasenrachenraumes (Nasopharynx). So wird verhindert, dass der Futterbrei oder Speichel in die Nase oder über die Luftröhre in die Lunge gelangt. Anschließend wird der Futterbrei/Speichel durch Kontraktionen der Zunge in die Speiseröhre transportiert und gelangt über rhythmische Bewegungen der Speiseröhrenmuskulatur zum Magen.

Werden ein oder mehrere „Beteiligte“ des Schluckvorganges beeinträchtigt, kann es Schluckstörungen und schlimmsten Falles zu einer Aspirationspneumonie oder Atemnot kommen.

Mögliche Ursachen für Dysphagie können Fremdkörper im Rachen (z.B. verschlucktes Spielzeug), Tumore, Entzündungen oder Infektionen (z.B. Tollwut, Tetanus, Botulismus) der Schleimhäute, Nerven oder Muskeln sein. Auch angeborene Missbildungen oder Verletzungen nach Unfällen können zu Dysphagie führen.

Der Auslöser sollte schnellstmöglich gefunden und behandelt werden, um Folgeschäden zu verhindern.


Hat dir der Inhalt gefallen? Dann teile ihn doch auch mit anderen:

VGWort Zählpixel