Ehrlichiose beim Hund

Parasitäre Infektionserkrankung durch den Zeckenbiss

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Zuletzt aktualisiert am: 13.9.2023

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Ehrlichiose

Ehrlichiose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Einzeller („Ehrlichien“) verursacht wird. Die Erkrankung kann akut oder chronisch auftreten. Entsprechend sieht die Symptomatik aus und wird von Abgeschlagenheit, über gerötete Bindehautentzündungen, Nasenbluten, Erbrechen bis hin zu Gewichtsverlust, Schwäche, Milzschwellung und Nierenschwäche begleitet. Therapieverlauf und Prognose hängen von der Schwere der Erkrankung ab. 

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Erklärung: Was ist Ehrlichiose beim Hund?

Um was für eine Krankheit beim Hund handelt es sich, wie wird sie diagnostiziert und wie sieht das klinische Bild aus?

Erklärung

Ehrlichiose ist eine durch Einzeller („Ehrlichia canis“) verursachte Infektionskrankheit, die durch die Braune Hundezecke (Ripicephalus sanguineus) übertragen wird. Sie kommt in Europa v.a. in Mittelmeerländern vor, ist aber auch in Nordamerika, Asien und Australien verbreitet.

Klinische Symptome treten 1-3 Wochen nach Infektion auf. In diesem akuten Stadium leiden betroffene Hunde v.a. an unspezifischen Symptomen wie Fieber und Abgeschlagenheit. Meist ist hier schon eine Schwellung der Milz („Splenomegalie“) nachweisbar.

Im chronischen Stadium, ca. 3 Monate nach Infektion, fallen erkrankte Tiere durch Blutungen in Haut und Schleimhäuten, sowie Nasenbluten, blutigen Urin und blutigen Kot auf.  

In ganz seltenen Fällen kann der Hund eine Meningitis entwickeln, die von weiteren Symptomen wie Verwirrtheit und Gleichgewichtsstörungen begleitet werden.

Nachweisbar ist die Erkrankung durch mikroskopische Untersuchungen von Blutausstrichen, Erreger-DNA-Nachweise mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) oder Immunfluoreszenztests (IFT).

Eine Therapie sollte erst bei bestehenden Symptomen erfolgen. Mittel der Wahl ist hier das Antibiotikum Doxycyclin, das über mehrere Wochen eingenommen werden sollte.

Laborwerte:

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Was führt zu Ehrlichiose beim Hund? Risiken & Ursachen

Welche Risikofaktoren und Ursachen sind für die Ehrlichiose beim Hund bekannt?

Risikofaktoren

  • Auslandsaufenthalt in Ehrlichiose-/Zeckengebieten z.B. Frankreich, Italien, Bulgarien, Rumänien etc.
  • Kontakt zu infizierten/Zecken-befallenen Tieren (direkt oder über Bluttransfusion)
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Ehrlichiose: Symptome & Krankheitsanzeichen beim Hund

Welche Symptome und Krankheitsanzeichen sind für die Ehrlichiose beim Hund bekannt und wie äußert sie sich?

Symptome & Krankheitsanzeichen

  • Müdigkeit / Schlappheit / Teilnahmslosigkeit
  • Fieber
  • Oberflächenblutungen
  • blutiger Urin/Kot
  • Milzschwellung (Splenomegalie)
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Behandlung & Therapie von Ehrlichiose beim Hund

Wie kann die Ehrlichiose beim Hund behandelt und therapiert werden?

Behandlung

  • Antibiotika (meist Doxycyclin)
  • symptomatische Therapie
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Ehrlichiose beim Hund - Vorbeugung & Prävention

Welche präventiven Maßnahmen helfen hinsichtlich der Ehrlichiose beim Hund und was kann der Halter vorbeugend tun?

Vorbeugung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Hund vor einer Ehrlichiose zu schützen. Wobei zu beachten ist, dass keine der genannten Möglichkeiten einen 100%igen Schutz bietet. Eine Kombination der verschiedenen Maßnahmen ist immer sinnvoll. 

  • Zeckenprophylaxe mit Antiparasitika (Tierarzt!)
    • Halsband
    • Spot-on
    • Tablette
  • Vermeidung des Kontaktes
    • Vermeidung entsprechender Zeckengebiete
    • Vermeidung von Kontakt zu erkrankten Tieren

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