Macadamia

Die Macadamia ist für den Hund giftig

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Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2023

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Macadamia

Die Macadamia ist eine Nussart, deren natürliches Vorkommen auf den Kontinenten Afrika, Amerika und Australien/Ozeanien liegt. Aber auch bei uns in Europa und demnach Deutschland kann man auf die beliebte Macadamia-Nuss als Nahrungs- und Genussmittel in den Haushalten und Bars, Restaurants, Flughäfen etc. stoßen, wo sie als Snack von den Menschen gegessen werden.

Macadamia-Nüsse sind die Frucht der Macadamiapflanze, die als Baum bis annähernd 20 Meter Höhe in der Flora der oben genannten Regionen wächst. Es gibt zwei verschiedene Sorten, deren wissenschaftlicher Name Macadamia integrifolia und Macadamia tetraphylla sind.

Die zunächst grünen unreifen Macadamia bestehen aus einer Außenschale, die die Nuss im Innern schützt. Im Reifezustand ist diese dann braun.

Der Macadamia hat besonders in Australien jeher bei der Urbevölkerung einen hohen Stellenwert als Nahrungsmittel - und diese Ausnahmestellung unter den Nüssen, heimste ihr den Titel "Königin der Nüsse" ein.

So populär die feinschmeckende Macadamia als abendlicher Snack vorm Fernseher, als Beiwerk im Müsli oder gebackenes Gebäck auch sein mag, sollten die Nüsse vor Hunden unzugänglich gelagert werden.

Warum? Die Macadamia ist für den Hund giftig. Der Verzehr der Macadamia muss unbedingt vermieden werden, da ansonsten je nach gefressener Menge im Verhältnis zum Körpergewicht, eine Vergiftung droht. Eine verlässliche Aussage zum Giftigkeitlevel ist an dieser Stelle schwer, da der Vergiftungsgrad von der jeweiligen Hundepersönlichkeit und wie viel er von der Macadamia frisst abhängig ist - deshalb bewerten wir die Macadamia als mittelgiftig, um auf jeden Fall auf die Unverträglichkeit im Sinne der Hunde hinzuweisen.

Welche klinischen Symptome deuten auf eine etwaige Vergiftung durch die orale Aufnahme der Macadamia beim Hund hin?

Eine Macadamia-Vergiftung beim Hund kann je nach Schweregrad und Verlauf von einigen Symptomen begleitet werden. Prinzipiell wird das Allgemeinbefinden gestört sein, der Hund sich ggf. unruhig und nervös verhalten oder gar zurückziehen. Im Regelfall treten Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet von einem aufgeblähten Bauch und Bauchschmerzen auf. Weiter können Krämpfe, Zittern, Lähmungen, Steifheit, Lahmheit, Bewegungs- und Koordinationsstörungen, Schwäche, Depression, Apathie und lethargisches Verhalten den Vergiftungsverlauf kennzeichnen. Weitere mögliche Symptome entnehmt ihr bitte der Tabelle.

Auf jeden Fall gilt es im Verdachtsfall einer Vergiftung ohne Zeitverzögerung im Sinne des Hundes zu handeln und einen Tierarzt zu kontaktieren. Der Hund muss durchgecheckt und wenn nötig, behandelt werden. Es ist keine Zeit zu verlieren, denn Vergiftungen können durchaus das Hundeleben ernsthaft bedrohen.

Schließt also im Wohnraum möglichst alles weg, was sich die Fellnase in einem unbeobachteten Moment einverleiben und seine Gesundheit gefährden könnte. Haltet keine giftige Pflanze im Wohnraum oder Garten, es gibt ausreichende Pflanzenarten, die unbedenklich und dennoch eine Augenweide sind. Ferner sollte bestenfalls keine Schokolade, Lebkuchen, Nüsse oder andere unverträgliche Nahrungsmittel auf dem Tisch stehen. Und auch Haushaltsmittel und andere Lösungen mit toxischen Substanzen müssen an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Besonders verfressene und neugierige Welpen sind stark gefährdet. Die einen schlingen alles in sich hinein, was ihnen zwischen die "Pfoten" kommt, die anderen probieren sich bei ihren Erkundungstouren an allem aus. Sie berühren, lecken, knabbern und schlucken die unterschiedlichsten Dinge. Und hier könnten auch giftige Gegenstände das Interesse der heranwachsenden Fellnasen wecken.

Auch im Hinblick auf die Hundeerziehung kann man als verantwortlicher Halter von klein auf mit dem Hund wichtige Lerninhalte neben dem Grundgehorsam mit Sitz, Platz, Bleib etc. trainieren, die allesamt auf die Karte des kontrollierten Fressverhaltens einzahlen - sprich, dass sich der Hund nicht von jedem einwirkenden Reiz verleiten lässt (Impulskontrolle/Frustrationstoleranz), sondern auch leckeren Versuchungen widerstehen kann und ihr zuverlässige Tools verknüpft mit aufgebautem Verhalten im Führungsrepertoire habt, die wirksam in notwendigen Situationen eingesetzt werden können. So z.B., wenn ihr euren Hund auf Distanz abrufen und zu euch zurückkommandieren wollt. Dazu gehört auch ein zuverlässiges Abbruchssignal, dass unerwünschtes Verhalten unterbindet. Nimmt der Hund etwas in den Fang auf, so soll beispielsweise das Signal "Aus" ihn dazu bringen, den Gegenstand unverzüglich "auszuspucken". Die Teilnahme an einem Anti-Giftköder-Training ist in diesem Zusammenhang sehr ratsam, da hier unter Anleitung eines Hundeprofis die entsprechenden Lerninhalte geübt werden.


Allgemein

Giftig: Ja
Giftlevel: Mittel

Synonyme

  • Macadamia integrifola
  • Macadamia tetraphylla
  • Macadamia-Nuss
  • Macadamianüsse

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