Muskatnuss

Muskatnuss ist für den Hund giftig

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Zuletzt aktualisiert am: 28.10.2023

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Muskatnuss

Muskatnuss ist ein Gewürz, das aus dem Muskatnussbaum gewonnen wird. Der Samen des Muskatnussbaums ist die Muskatnuss. Demnach ist die Muskatnuss trotz ihres Namens keine Nuss, sondern der Samenkern des Baumes.

Der wissenschaftliche Name der Muskatnuss ist Myristica.

Der Muskatnussbaum und ihr Samen, die Muskatnuss, hat ihren natürlichen Lebensraum in Afrika, Amerika und Asien.

Zunächst trägt der Muskatnussbaum an seinen Blättern weiße Blüten, aus denen dann die Muskatnussfrucht erwächst. Sie ist gelb- bis orangefarben, rund und öffnet sich mit zunehmendem Reifegrad. Im Innern befindet sich dann die uns bekannte Muskatnuss.

Muskatnuss ist ein vielfach verwendetes Gewürz in der Küche auf der ganzen Welt. So wird Muskat auch bei der Herstellung von Kartoffelpüree verwendet. Dabei wird entweder vorgeriebenes Muskatpulver verwertet oder mit einer Reibe die Muskatnuss und die als Macis bezeichnete Hülle direkt in das Püree gerieben. Dies gibt der Kartoffelspeise das gewisse Etwas.

Aber nicht nur der charakteristische Geschmack der Muskatnuss bereichert die Speisen von uns Menschen, sondern auch dessen Duft ist bei Liebhabern ebenso populär. Die Muskatnuss duftet stark.

In dosierter Form soll Muskatnuss für den Verdauungstrakt des Menschen eine stabilisierende und heilende Wirkung haben. Aber zu viel des Guten ist auch für den Menschen schädlich.

Nun wollen wir aber den Bogen zu den Hunden spannen. Denn für Hunde ist Muskatnuss ein No-Go. Bei Hunden können bereits kleinste Mengen zu einer Vergiftung führen.

Der Schweregrad und Verlauf einer potentiellen Vergiftung durch Muskatnuss beim Hund hängt von der gefressenen Menge im Verhältnis zum Körpergewicht ab. Zudem kommen beeinflussende Faktoren wie Gesundheitszustand, Vitalität, Konstitution etc. dazu. Eine verlässliche Aussage zum Giftigkeitlevel ist an dieser Stelle schwer, da der Vergiftungsgrad von der jeweiligen Hundepersönlichkeit und wie viel er von der Muskatnuss frisst abhängig ist - deshalb bewerten wir die Muskatnuss als mittelgiftig, um auf jeden Fall auf die Unverträglichkeit im Sinne der Hunde hinzuweisen.

Welche Symptome können im Vergiftungsfall mit Muskatnuss den Hund belasten?

Dies kann natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Aber das Allgemeinbefinden wird bei allen Hunden mehr oder minder gestört sein. Hinzu gesellen sich oft Nervosität und Unruhe. Die Fellnase kann an Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen leiden. Ferner sind Vergiftungssymptome wie Zittern, Krämpfe, Abgeschlagenheit, Desorientierung, Halluzinationen, Benommenheit, Schwäche und lethargisches Verhalten bekannt. Es können weiters u.a. Atembeschwerden bis zur Atemnot hinzukommen.

Passt also stets gut auf euren Hund auf, schaut immer mal wieder hin was er gerade macht. Sprich, einmal ist die Aufmerksamkeit ein guter Ratgeber, um bei Bedarf mit den richtigen Instrumenten auf euren Hund einwirken und ihn vor möglichen Gefahren bewahren zu können.

Um aber situativ angemessen und wirkungsvoll mit den richtigen Führungstools den Hund kontrollieren und erwünschtes Verhalten abrufen zu können, braucht es einige wesentliche Lerninhalte rund um die Hundeerziehung. Einmal muss der Grundgehorsam solange trainiert werden, bis Sitz, Platz, Bleib etc. zuverlässig sitzen. Daneben braucht es einen sicheren Rückruf und ein Abbruchsignal. So könnt ihr auf Distanz eure Fellnase abrufen, sollte sie beim Herumschnuppern sich an etwas auf dem Boden zu sehr interessieren. Nimmt sie sogar den Fund auf, muss das Abbruchsignal das unerwünschte Verhalten unterbinden und der Hund den Gegenstand auswerfen. Denn dies könnte sowohl ein Stück Holz, Leberwurstbrot, oder eben ein Giftköder sein. Bestenfalls wird der Hund via Hundetraining sogar so konditioniert, dass er etwaige Funde durch absitzen anzeigt und auf weitere Anweisungen wartet. Hierfür müssen eine starke Impulskontrolle und Frustrationstoleranz aufgebaut werden, die dem Hund verhelfen, derartigen Reizen zu widerstehen. Auch ein Freigabesignal kann dazu beitragen, dass Fressverhalten des Hundes als verantwortlicher Halter zu kontrollieren. Abschließend wollen wir auch die Teilnahme an einem Anti-Giftköder-Training anraten. Dort werden unter Anleitung eines kompetenten Hundetrainers vorgenannte Themen umfassend geschult und praxisnah trainiert.


Allgemein

Giftig: Ja
Giftlevel: Mittel

Synonyme

  • Muskat
  • Muskatnüsse
  • Myristica

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