Tosa

Wachsamer und mutiger Riese aus Japan

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Zuletzt aktualisiert am: 4.1.2023

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Tosa

Der Tosa Inu hat eine lange Tradition in seinem Heimatland Japan, wo der imposante Hüne innerhalb von Hundekämpfen eingesetzt. Die Rasse hat es auf der japanischen Insel zu großem Ruhm geschafft, denn sie ist dort eine lebende Legende mit Nationalhundstatus und wird von den Einheimischen regelrecht vergöttert.

Der Japanische Mastiff, wie der Tosa ebenfalls genannt wird, ist das Kreuzungsergebnis aus dem Shikoku-Ken mit diversen westlichen Hunderassen. Einfluss auf den Tosa nahmen laut den Ausführungen des Rassestandards Bulldogs, Mastiffs, Deutsche Vorstehhunde und Deutsche Doggen. Ferner gelten der Bernhardiner und Bull Terrier als weitere Genlieferanten.

Seinen Rassenamen verdankt er der ehemaligen japanischen Provinz "Tosa", wo seine Wurzeln liegen und die Entwicklung des Riesen begann. In Deutschland ging die Zucht des Tosa erst in den 1970er Jahren los. Ein maßgeblicher Förderer war Prof. Hermann Heuser, der das erste Tosa-Pärchen nach Deutschland brachte und mit ihnen seine Zuchtättigkeiten mit dem Kennel "vom Breinigerberg" startete.

Das allgemeine Erscheinungsbild des Tosa wird von seinem großen Körpergebäude mit viel Muskulatur, starker Knochensubstanz und dem markanten Kopf geprägt. Der Rassehund sorgt beim Betrachter für bleibenden Eindruck und durch den selbstbewussten, selbstsicheren und würdevollen Auftritt mit seiner stattlichen Statur, verschafft er sich ausreichend Respekt.

Die Rasse gilt als äußerst wesensfest, hat also eine hohe Reizschwelle, ist geduldig und gelassen, kann aber wenn nötig ebenso impulsiv von 0 auf 100 mit enormen Nachdruck, mutig und unerschrocken aus sich herausgehen. Er zeigt damit beste Anlagen für die verantowrtungsvolle Aufgabe eines wehrhaften und verteidigungsbereiten Wächters - denn heute wird der Tosa regelmäßig als Wachhund eingesetzt. Zudem attestiert man dem Koloss, treu, unbestechlich und loyal zu sein. Er liebt seine Familie und ist sehr kinderverträglich.

Und trotz ihres tollen Wesens, wird der Tosa in Deutschland und diversen anderen Ländern, den Listenhunden zugerechnet. Dies bringt zwangsläufig einige besonder Haltebedingungen mit, was man als potentieller Käufer und Halter wissen muss.

Der charakterstarke Tosa braucht eine konsequente, disziplinierte, charismatische Führungspersönlichkeit, die mit Souveränität, Respekt und Versiertheit seinen japanischen Giganten erzieht und durch den Alltag führt. Denn Gehorsam und Führigkeit sind das A und O, da ihr den starken Rassehund mit purer Muskelkraft garantiert nicht im Griff und unter Kontrolle halten könnt. Aber keine Panik, mit dem richtigen Handling, der nötigen Ausstrahlung und Ausübung der Rolle als Rudelchef und Autoritätsperson, werdet ihr einen folgsamen und gefügigen Partner an eurer Seite haben.

Es gibt noch so viel zum gutmütigen und familientauglichen Tosa zu erzählen. Seid ihr interessiert? Dann wünschen wir euch viel Freude bei der Lektüre der nachfolgenden Ausführungen mit Infos rund um die Entstehungsgeschichte, Rassemerkmale, Erziehungsfragen, Aktivitäten, Gesundheit, Pflege, Ernährung, Haltebedingungen etc..

Nummer: 260
Gruppe: 2. Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion: 2. Molossoide
Subsektion: 1. Doggenartige Hunde
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Japan
Patronat -
Verwendung

Ehemaliger Kampfhund, heute Wachhund

Datum der Veröffentlichung 9. Dezember 1997
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 1. April 1964
Link zum FCI-Standard FCI - Tosa
Lebenserwartung
Rüden
10 - 12 Jahre
Hündinnen
10 - 12 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
60 - 80 cm
Hündinnen
50 - 70 cm
Gewicht
Rüden
37.5 - 90 kg
Hündinnen
30 - 70 kg

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