Der Einzug des Welpen rückt näher. Welche Vorbereitungen stehen an? Hier unsere Checkliste.

Ratgeber, Tipps und Leitfaden rund um den Welpeneinzug.

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Zuletzt aktualisiert am: 31.5.2024

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Was ein Welpenkäufer bis zur Ankunft des Welpen alles besorgen und tun kann, damit mit dem Tag des Einzugs alles bestens vorbereit ist, erfahrt ihr hier.

Ab der Kaufentscheidung und dem endgültigen Schritt der Anschaffung eines Hundewelpen, können die weiteren Planungen losgehen.

In den ersten Wochen sieht der Welpenalltag inhaltlich vorwiegend schlafen, fressen, spielen und die ersten wichtigen Schritte und Lerninhalte der Habituations- und Sozialisierungszeit vor. Welche bedeutenden Aufgaben und Herausforderungen in der Welpenfrühentwicklung auf euch und euren Hundewelpen zukommen, könnt ihr ausführlich in unserem Beitrag „Die Entwicklungsphasen von Hundewelpen“ lesen.

Wir wollen nun aber uns weiter um die Erstausstattung und das notwendige Startpaket des Welpen kümmern, um bestens aufgestellt den jungen Hund in die Betreuung zu übernehmen.

Ein Shetland Shepdog Welpe liegt auf der Wiese und schaut den Betrachter an.
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Was kann ich für den Welpeneinzug frühzeitig besorgen?

Futternapf, Leine, Halsband und viele weitere Dinge und Hilfsmittel.

An folgende Utensilien ist für die Erstausstattung des Welpen zu denken

Die Freude wächst mit jedem Tag, wenn die Entscheidung auf einen ganz speziellen Welpen, ob Rassehund, Mischling oder Designerhund gefallen ist, bis endgültig der Tag der Abholung beim Züchter, Tierheim oder dem sonstigen Anbieter, ansteht.

Um die Wartezeit optimal nutzen zu können, könnt ihr euch mit dem Kauf und der Anschaffung verschiedenster Dinge die Zeit vertreiben, ähnlich wie es werdende Eltern vor der Niederkunft ihres Kindes tun.

Welche Utensilien, Gegenstände und Accessoires zu einer vernünftigen Erstausstattung für den Hundewelpen gehören und schlussendlich zu besorgen sind, hängt natürlich ein wenig von eurem eigenen Anspruch und den Lebensumständen ab.

Huskie Welpe mit Halsband und Spielzeug auf der Wiese.

Die folgende Checkliste soll euch einen groben Überblick für die Erstausstattung eures Welpen geben:

  • Napf

    Einen Futternapf und separaten Wassernapf benötigt der Welpe. Ob ihr mit kleinen Näpfen loslegt oder direkt normale Napfgrößen wählt, obliegt euch selbst.

    Bitte achtet aber auch auf die Höhe der Positionierung, damit der Welpe gut an sein Futter und Wasser herankommt und keine Verrenkungen machen muss. Im Laufe der Entwicklung und dem Wachstum muss die Höhe und Größe angepasst werden.

    Bei der Auswahl der Näpfe sind rutschfeste und leicht zu reinigende Varianten vorzuziehen.

  • Leine

    Eine Kurzleine/Führleine mit maximal 2 Meter länger, weiterhin eine Schleppleine (Such-/Lauf-/Feldleine), damit dem Welpen ein größerer Radius zum Entdecken und Laufen eingeräumt werden kann.

    Schon früh wird dann das Training und die Gewöhnung an die Leine und das Halsband mit dem Welpen losgehen. Hier haben wir einen ausführlichen Artikel mit dem Titel „Die Leinenführigkeit des Hundes“ geschrieben, dessen Inhalt wertvolle Informationen und praktische Tipps für die Umsetzung liefert.

  • Halsband

    Halsband mit Anhänger, auf dem die Kontaktdaten von euch Haltern vermerkt sind, sollte der Welpe sich verselbstständigen und ausbüchsen, so kann der Finder schneller den Kontakt zu euch aufnehmen.

  • Geschirr

    Alternativ je nach Verwendung ist die Anschaffung eines Geschirrs für verschiedene Aktivitäten ratsam. Greift ihr zum Hundegeschirr dann gilt: die Passform muss gut sitzen.

  • Transportbox / Hundebox

    Für die Abholung beim Züchter ist die sicherste Variante eine stabile und gutgesicherte Transportbox bzw. Hundebox, die dem Welpen einerseits einen Ort des Rückzugs liefert und ihn frühzeitig an das Transportieren mit dem Behältnis gewöhnt. Dieses kann gut für Fahrten wie zum Tierarzt oder den Familienbesuchen, aber auch für das kontrollierte Schlafen über Nacht im Schlafzimmer aus Trainingszwecken für die Stubenreinheit dienen. Du willst mehr zum Thema Stubenreinheit für Welpen erfahren? Dann lese unseren Magazinartikel mit dem Titel „Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein“, der viele nützliche Informationen und konkrete Schritte zur Vorgehensweise beinhaltet.

  • Trenngitter / Zaun

    Je nach Wohnverhältnissen solltet ihr vor der Ankunft des Welpen bereits das Haus, die Wohnung, den Balkon, die Terrasse, den Garten und alle weiteren dem Hundewelpen zugänglichen Bereiche dahingehend überprüfen, dass sie welpen- und hundgerecht abgesichert sind.

    Dafür eignen sich je nach Vorhaben, Trenngitter, Zäune, Türgitter und Laufställe.

    Verfügt der Lebensraum in dem der Welpen aufwachsen wird, über einen frei zugänglichen Garten, ist es ratsam diesen mit einem Zaun zu sichern, damit ein späteres Entlaufen verhindert wird. Manche Hunde sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht einen geeigneten Ausbruchweg zu finden oder selbst durch graben zu schaffen.

    Weiterhin kann der junge Hund dann nicht ohne Weiteres jeden Bereich erreichen, wodurch beispielsweise der Eingangsbereich im Innen- und Außenraum, für Besucher etwas abgeschottet werden kann.

    Vielleicht gibt es auch einfach Räumlichkeiten, die für den Welpen tabu sind, ob aus Gefahrengründen oder auch für eine vorübergehende Trennung von anderen Haustieren in der Eingewöhnungsphase.

    Müsst ihr kurzzeitig das Zimmer in dem der Welpe sich aufhält verlassen um den Müll rauszubringen, oder das Obergeschoss zu saugen, so greifen einige Halter zu Altbewährtem und setzen den Welpen für eine kurze Verweildauer in einen Laufstall.

  • Hundekörbchen / Hundebett / Decke

    Dem Welpen sollten im Idealfall in jedem Zimmer des Wohnraums, dass für ihn frei zugänglich sein soll, eine Möglichkeit zum Abliegen geboten werden. Mehrere Schlaf- und Ruheplätze sind für die Behaglichkeit notwendig. Die Welpen und Hunde brauchen ihre Rückzugsorte, die gleichzeitig ihre Komfort- und Wohlfühlzone zum Kuscheln sind.

    Des Weiteren dienen Decken oder eine Hundebettchen sehr gut zum Mitnehmen, wenn es in den ersten Wochen mit dem Welpen auf Tour geht, ob zur Einladung bei Freunden, dem Besuch der Familie, der Gaststätte im Ort oder einem sonstigen Ausflug. So hat der Hundewelpe jederzeit die Möglichkeit seinem Schlafpensum nachzugehen und durch das bekannte und vertraute Objekt in ungewohnter Atmosphäre dennoch zur Ruhe zu kommen.

  • Hundefutter

    Je nachdem wie der Welpe bis dato von Seiten des Züchters ernährt wurde, könnt ihr überlegen, ob ihr dasselbe Hundefutter für die Aufzucht weiterverwenden möchtet, oder auf anderes Welpenfutter in der Welpenfrühphase umstellen wollt.

    Die oberste Priorität beim Füttern ist eine ausgewogene Ernährung, damit alle notwendigen Inhaltsstoffe je nach Hund und Lebensphase, ausreichend verabreicht wird. Damit wird sichergestellt, dass es zu keinen Mangelerscheinungen kommt und damit Probleme von Seiten der körperlichen Entwicklung auftreten.

    Das Futter kann in unterschiedlichen Variationen gereicht werden, welche Möglichkeiten ihr als Halter hier habt, haben wir in unserem Magazinartikel „Was gibt es für den Hund an Hundefutter“ erläutert.

    Die herkömmliche Form der Fütterung ist in aller Regel eine Kombination aus klassischem Industriefutter, sprich Trocken- und Nassfutter. Eine weitere Variante ist die Rohfütterung, auch unter den Begrifflichkeiten Barfen und Barf bekannt. Zum Thema Barfen haben wir einen ausführlichen Artikel „Den Hund barfen und mit BARF füttern“ geschrieben, um einen tieferen Einblick in diese Art der Nahrungsreichung zu vermitteln.

    Am besten besprecht ihr den Ernährungsplan mit dem Betreiber der Zuchtstätte und dem Tierarzt unter Beachtung der jeweiligen Eigenschaften eines jeden einzelnen Welpen und Hundes, auch unter Berücksichtigung der späteren Verwendung und seines Aktivitätsgrades. Es gibt in Sachen Fütterung gerade bei Welpen einiges zu beachten. Mehr hierzu könnt ihr nun hier nachlesen.

    Hinzu kommen noch weitere Futtermittel wie Kauknochen und Leckerlis, die ihr sehr gut für die Erziehungs- und Ausbildungsmaßnahmen als Motivationsmittel einsetzen könnt. Näheres erfahrt ihr in unserem Beitrag „Richtiges Loben und Motivieren beim Welpen und Hund“.

  • Pflegeutensilien wie Hundekamm, Bürste, Schere, Zeckenzange

    Je nachdem für welche Hunderasse ihr euch beim Welpenkauf entscheidet, wird der entsprechende Aufwand für die Welpenpflege ausfallen. Die Fellbeschaffenheit ist je nach Rassehund, Mischling oder Hybridhund sehr unterschiedlich, so dass die nötige Zeit und der entsprechende Arbeitseinsatz von Welpen zu Welpen unterschiedlich ausfallen wird.

    Beispielsweise benötigen Hunde mit Unterwolle und dicken Oberfell/Deckhaar regelmäßige Fellpflege mit Bürste oder Kamm, um sie von abgestorbenem Haar zu befreien, damit das nachwachsende Haar sich besser entwickeln kann und zudem das Haarkleid schöner und glänzender bleibt.

    Erkundigt euch damit frühzeitig, wie die gesamte Hundepflege bei eurem zukünftigen Vierbeiner optimalerweise aussehen soll und welche Pflegewerkzeuge ihr dafür anschaffen müsst.

    Auch die angenehme Streicheleinheit und der wohlwollende Körperkontakt, kann den jungen Welpen hervorragend mit einer weichen Bürste im Rahmen der Pflegetätigkeiten zugestanden werden. Der Welpe wird dies genießen und als positives Ereignis abspeichern, wodurch ihr Halter unmittelbar für den Bindungsaufbau und die Beziehung zum Welpen, Pluspunkte sammelt. Was alles auf das Konto der Bindung einzahlt, könnt ihr prima in unserem Artikel „Der Bindungsaufbau zwischen dem Welpen und Mensch“ nachlesen.

    Was die Versorgung mit Mitteln zur Bekämpfung von Parasiten jeglicher Art, wie Flöhe, Zecken und Würmern angeht, solltet ihr euch mit einem Tierarzt eures Vertrauens unterhalten, wobei ihr bereits im Vorfeld vor dem Einzug, Erkundigungen nach Veterinärmedizinern in eurer Nähe, einholen solltet.

    Die Anschaffung einer Zeckenzange / Zeckenhaken / Zeckenentferner ist auf alle Fälle angesagt, denn sobald der Welpe nach draußen darf und die Zecken ihr Unwesen in Wiesen, Laub und Unterholz treiben, werden sie früher oder später auch den Hundewelpen befallen. Mit Hilfe der richtigen Werkzeuge lassen sich dann die Plagegeister gut entfernen.

  • Hundespielzeug

    Spielzeug wird einerseits für die Förderung der Sinnesorgane eingesetzt, anderseits hat der Welpe beim Spielen Spaß und Freude, seine Neugierde wird durch den Gegenstand geweckt, es löst eine Art Abenteuerlust mit Spannung aus, vieles wird nach dem Trial & Error Prinzip ablaufen, indem der Welpe sich mit dem Gegenstand auseinandersetzt und versucht herauszufinden, wofür dieser verwendet werden kann.

    Das Hundespielzeug sollte von der Beschaffenheit derart ausgestattet und konstruiert sein, dass der Hundewelpe beim Spielen sich weder verletzen, noch durch das Zubeißen den Gegenstand zerstören und Teile davon verschlucken kann. Gut geeignet sind jegliche Spielzeuge aus Hartgummi und verschiedene Taue und Seile. Plüschtiere eignen sich nicht, da sie schnell zerbissen werden und dann das Innenleben häufig gefressen wird.

    Wenn ihr direkt von Anfang an euren Welpen mit Spielsachen und Kauartikeln bzw. Kauspielzeugen spielen lasst, werdet ihr vermutlich erreichen, dass er erst gar nicht in die Versuchung kommt, sich Alternativ an Hausratgegenständen oder den Schuhen, mit Knabbern und Zerkauen auszulassen.Denn manche Welpen neigen extrem auf allem Erdenklichen herum zu kauen bis der Gegenstand sich quasi aufgelöst hat.

  • Autozubehör

    Wird der Welpe von Anfang an mit dem Auto zu den verschiedensten Unternehmungen mitgenommen, so ist neben der frühzeitigen Prägung an das KFZ, die Sicherheit ein großes Thema. Hierzu haben wir einen ausführlichen Magazinartikel, unter dem Gesichtspunkt der Rechtslage, mit dem Titel „Mit dem Hund sicher im Auto unterwegs“ geschrieben.

    Der Welpe und später ausgewachsene Hund, muss zur Sicherheit aller im KFZ befindlichen Insassen, aller sonstigen Verkehrsteilnehmer und nicht zu Letzt auch für sich selbst, gut gesichert und mindestens angeschnallt befördert werden.

    Leider sind aber immer wieder Gegenbeispiele zu sehen, in denen der Vierbeiner im Fahrzeuginnern sich frei bewegen kann und unangeschnallt herumturnt.

    Die korrekte Sicherung kann auf vielfältige Weise geschehen. Dies kann sofort mit einer Hundebox erreicht werden, ansonsten ist das Thema Trenngitter für den Kofferraum, Sicherheitsgurte und Sicherheitsgeschirr ein probates Mittel.

    Die Gewöhnung des Welpen an das Auto und Autofahren steht ebenfalls in der Frühphase der Welpenaufzucht auf dem Programm. Mehr hierzu findet ihr nun in unserem ergänzenden Artikel.

  • Außenhaltung / Zwingerhaltung

    Wird der Welpe und Hund zukünftig in Teilen im Außenbereich gehalten, so muss der komplette Bereich den Ansprüchen der Außenhaltung nach der Tierschutz-Hunde-Verordnung (TierSchHuV) entsprechen, damit die Haltung art- und rassegerecht ausfällt. Schließlich soll der Vierbeiner vernünftige Haltebedingungen für seinen Aufenthalt im Freien vorfinden.

  • Winterbekleidung

    Wenn euer zukünftiger Welpe zu einer Hunderasse gehört, die weder Unterwolle hat und zu den Hunden gehört, die schnell durch die winterlichen Witterungsverhältnisse durch Eis, Schnee und Kälte frieren, kann ein Hundemantel oder Hundeschuhe durchaus weiterhelfen. Erkundigt euch frühzeitig und sorgt im Sinne des Welpen vor.

  • Wetterfeste, bequeme und strapazierfähige Kleidung für den Halter

    Wenn der Neuankömmling euer erster Hund ist, dann überprüft ob ihr für die Aktivitäten im Freien die richtigen wetterfesten und strapazierfähigen Kleidungsstücke in eurem Kleiderschrank habt. Ansonsten stattet euch entsprechend aus, damit ihr gegen Regen, Wind, Kälte, Dreck und scharfe Krallen gut geschützt seid. Zudem sollten die Klamotten und Schuhe bequem sein, da ihr viel Zeit mit dem Welpen und Hund draußen bei Spiel, Spaß und Bewegung verbringen werdet.

  • Zubehör fürs Welpentraining / Welpenerziehung / Welpenausbildung

    Sei es das Clickertraining oder Targettraining, einfache Trainingsübungen für die Grundausbildung wie Sitz, Platz, Hier oder andere Ausbildungsmaßnahmen, es werden sicherlich je nach Trainingsvariante Hilfsmittel wie ein Clicker, Targets, Hundepfeife, Leckerchentasche und anderes Zubehör benötigt.

  • Maulkorb

    Solltet ihr einen Welpen anschaffen, der den sogenannten Listenhunden angehört, so kann es durchaus möglich sein, dass besondere Haltebedingungen je Bundesland zu beachten sind.

    Hierzu kann beim Führen eines solchen Hundes auch ein Maulkorb gehören.In unseren Rassebeschreibungen haben wir jeweils einen Vermerk, ob die jeweilige Hunderasse dieser Kategorie Hund angehört. Also informiert euch frühzeitig.

  • Erstapotheke / Erste-Hilfe-Set

    Wie bei kleinen Kindern ist es auch für die Welpenaufzucht von Vorteil, beispielsweise ein Fieberthermometer im Haus zu haben. Was das Thema Fieber beim Hund betrifft, raten wir euch unseren Artikel „Was bedeutet Fieber bei einem Hund?“ zu lesen.

    Des Weiteren kann es nicht schaden Desinfektionmittel, wie Betaisodona oder Octenisept, im Haus zu haben, um kleinere Wunden zu versorgen. Druckverbände und Kompressen sind ebenfalls von Vorteil, da damit das Stillen etwaiger Blutverluste erreicht werden kann.

    Splitter oder sonstige Fremdkörper können behutsam mit einer Pinzette entfernt werden.

    Alles Weitere kann dann mit dem zukünftigen Veterinärmediziner besprochen werden, denn es muss wohl abgewogen werden, ob ihr eurem Welpen eigenhändig in dem einen oder anderen Fall etwas verabreicht oder z.B. mit einer Vasiline die Pfoten einreibt, Beruhigungsmittel für Silvester vorhaltet oder lieber direkt zum Tierarzt fahrt und ihm als Fachmann lieber die Behandlung überlasst. Der Tierarzt wird euch sicherlich Auskunft über den Inhalt eines Erste-Hilfe-Sets für zu Hause geben.

  • Alte Handtücher und Küchenrolle

    Eine der vielen Aufgaben in den ersten Wochen, ist den Welpen sobald als möglich stubenrein zu bekommen. Bis dahin werden sicherlich das eine oder andere Malheur passieren, dass dann von euch mit Geduld wegzumachen und zu säubern ist. Hierfür sollte ihr ausreichend Küchenrolle im Haus haben und alte ausgesonderte Tücher.

    Wie ihr am besten die Stubenreinheit mit eurem Welpen trainiert, erfahrt ihr in unserem Artikel „Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein“.

  • Kotbeutel / Tüten

    Für das Gassigehen und die täglichen Toilettengänge benötigt ihr einen ausreichenden Vorrat an Tüten und Beutel, um die Ausscheidungen eures Welpen beim Geschäftemachen aufzusammeln und diese zu entsorgen.

    Um einen größeren Überblick in diesem Zusammenhang zu gewinnen, was die Pflichten eines Halters in Sachen Hundehaufen entfernen sind, haben wir den Magazinartikel „Hundehaufen entfernen“ aufbereitet.

  • Ausdrucksverhalten und Hundesprache

    Um auf die Aufgaben und Herausforderungen im Umgang mit dem Welpen und Hund optimal vorbereitet zu sein, raten wir in den Wochen vor der Ankunft noch ausreichend Lektüre zum Thema Welpe und Hund zu lesen als möglich, denn die beste Basis im Miteinander und der Kommunikation mit dem Vierbeiner, stellt das Grundwissen dar.

    Hier legen wir euch wärmsten unsere Magazinartikel „Die Hundesprache und deren Ausdrucksverhalten lesen können“ und „Die Kommunikation zwischen Hund und Mensch“ ans Herz, damit ihr einigermaßen die Hundesprache versteht und was euch euer Welpe und Hund, in welcher Situation auch immer, mitteilen möchte. Damit entsteht dann ein Dialog und nicht ein einseitiger und ggf. missverstandener Monolog.

  • Eine große Portion Liebe, Zuneigung, Geduld und Fingerspitzengefühl

    Die Welpenaufzucht mit all seinen Facetten fordert sicherlich auch einiges an guten Nerven, viel Zeit und physischen und psychischen Einsatz.

    Da die positive Bestärkung bzw. Verstärkung bei vielen Haltern die Grundlage der Erziehungs- und Ausbildungsmaßnahmen für den Welpen beinhaltet, setzt dies ein starkes Nervenkostüm, Geduld und enorme Feinfühligkeit voraus.Man darf nie vergessen, dass es sich bei dem Welpen um ein „Kleinstkind“ handelt und ihr daher dem jungen Hund auch Fehler beim Erforschen der neuen Welt, Ungeschicktheiten bei jeglichen Aktivitäten und ungewünschtes Verhalten bei seinen Unternehmungen zugestehen müsst.

    Dies alles wird passieren, ihr werdet sein Leittier sein, den jungen Welpen an die Hand nehmen müssen und ihn in allen Bereichen fit für das zukünftige Hundeleben machen. Wer hierzu nicht willig und bereit ist, sollte den Welpenkauf mehr als hinterfragen.

 

Der Hund liegt in seinem Bett und daneben liegt alle Hundeaccessoires ausgebreitet.
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Was kann ich sonst noch vor dem Welpeneinzug organisieren?

Welpenschule, Tierarztsuche, Haftpflichtversicherung und andere Dinge.

Notwendige und nützliche Dinge für die Welpenaufzucht

Neben der Welpenausstattung, die im Vorfeld des Einzugs besorgt werden kann, stehen auch einige weitere organisatorische Angelegenheiten an, die ab der Ankunft und Übernahme des Hundewelpen anfallen.

Je früher diese bereits erledigt und aus den Füßen geschaffen sind, desto mehr Zeit verbleibt für die Aufgaben der Welpenaufzucht und ihr könnt euch völlig auf die Aktivitäten rund um den Hundewelpen konzentrieren.

Folgende Themen können frühzeitig vor dem Welpeneinzug bereits organisiert und abgearbeitet werden:

  • Haus / Wohnung hundgerecht einrichten und umstellen

    Da Welpen und Hunde ihr neues Zuhause erkunden und sich in den Wohnräumen bewegen, macht es Sinn sich die eigenen Lebensverhältnisse nochmals anzuschauen und zerbrechliche Gegenstände, wie Vasen, Lampen und Skulpturen so umzustellen, dass vor etwaigen Ungeschicktheiten des Welpen wertvoller und zerbrechlicher Hausrat geschützt ist.

    Aber es lauern auch jede Menge Gefahren im Haus bzw. der Wohnung, die zum Wohle des Welpen frühzeitig entfernt und umpositioniert werden müssten.

    Wir raten diesbezüglich dringend dazu, giftige Substanzen zukünftig in abgeschlossenen Räumen zu lagern, damit dem Welpe und später erwachsene Hund, der Zugang hierzu verwehrt bleibt.

    Für die ersten Wochen solltet ihr alle Teppiche in den Räumen, in denen sich der Hundewelpe aufhalten wird, entfernen. Da die Welpen noch nicht stubenrein sind, vermeidet man so, dass die Teppiche durch ein Missgeschick benässt werden. Hinzu schont es sicherlich dem einen oder anderen Mitbewohner die Nerven.

    Jegliche Stromkabel sollten vor den Zähnen des Welpen geschützt werden, damit dieser nicht durch sein Knabbern unnötig in Gefahr gerät. Welpen spielen viel und erkunden ihre Umwelt, besonders wenn noch alles nach dem Einzug neu für ihn ist. Dabei kann es schnell zu einem Unglück kommen und die angeknabberte Leitung versetzt ihm einen vermeidbaren Stromschlag.

    Vorsicht ist auch im Hinblick auf giftige Pflanzen im Haus und Garten, wie beispielsweise Hyazinthen, Goldregen und Chrysanthemen, angesagt. Ihr wollt ja sicherlich jedwede Vergiftung vermeiden.

  • Organisation des Tagesablaufs in den ersten Wochen

    Genug Zeit kann ein Welpenkäufer in den ersten Lebenswochen des Hundewelpen gar nicht haben. Es fallen derartig viele Aufgaben an, die Welpenzeit ist an sich sehr begrenzt, dem gegenüber stehen viele facettenreiche Lerninhalte, die es zu vermitteln gilt.

    Am besten lest ihr eingehend unseren sehr ausführlichen Artikel „Die Entwicklungsphasen von Hundewelpen“, um einen groben Überblick zu erhalten, damit ihr euch frühzeitig einen Plan aufstellen könnt.

    Versucht im Sinne des Welpen, alle unnötigen Arbeiten und Aufgaben in dieser Zeit möglichst zu verschieben und euch in der allermeisten Zeit mit dem Welpen zu beschäftigen. Natürlich könnt ihr einige Dinge in den Schlafphasen des Hundewelpen erledigen, da diese Phasen einen Großteil der Zeit einnehmen. Wir raten unbedingt früh zu etwaigen Urlaubsplanungen beim Arbeitgeber.

  • Aufgabenverteilung in der Familie

    Wird der Welpe Einzug in einen Familienhaushalt nehmen, in dem sich Eltern und bereits ältere Kinder befinden, so plant alle gemeinsam, wer in der Familie, welche Aufgaben innerhalb der Hundehaltung übernehmen möchte und verteilt diese Verantwortungsbereiche.

  • Kinder auf Umgang mit Welpen vorbereiten

    Feste Regeln und Basiswissen für den richtigen Umgang mit dem Welpen, solltet ihr euren Kindern vor der Ankunft des Hundewelpen vermitteln.

    Um euch hierbei zur Seite zu stehen, haben wir für euch unseren Leitfaden „Goldene Regeln für Kinder beim Umgang mit einem Hund“ bereitgestellt.

  • Regeln für den Welpen / Hund aufstellen

    Feste Regeln definieren, was der Welpe und Hund zukünftig darf und was nicht. An diese Vereinbarungen müssen sich dann alle Haushaltsmitglieder halten, damit der Welpe nicht verzogen wird.

  • Name / Rufname für den Welpen

    Eine sehr zentrale Frage ist die nach dem zukünftigen Rufnamen des Welpen, also wie will ich meinen Welpen ab seiner Ankunft nennen. Warum?

    Wir haben hierzu einen umfassenden Artikel „Welcher Hundename ist der Richtige?“ geschrieben, dessen Lektüre sich mehr als lohnt. In den Ausführungen haben wir das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet, besonders im Hinblick auf die jeweilige Bezugsquelle beim Kauf bzw. der Anschaffung. Denn es gibt hier kleine aber sehr feine Unterschiede, ob der Welpe vom Rassehundezüchter, aus dem Tierheim oder vom privaten Züchter (Hobbyzucht) kommt.

  • Gedanken zu Aktivitäten und Laufmöglichkeiten machen

    Welche Aktivitäten sollen zukünftig mit dem Welpen und Hund gemacht werden?

    Wollt ihr zum Hundesport und beispielsweise Agility, Obedience oder Turnierhundesport mit dem Hund machen?

    Wo könnt ihr den täglichen Spaziergang und die Gassirunden unternehmen, gibt es Wege, die ihr aus Gefahrengründen lieber meiden solltet? Wo gibt es Hundewiesen, damit der Welpe und Hund den nötigen Sozialkontakt erhält und mit Artgenossen spielen, raufen und toben kann?

    Macht euch einfach ein paar Gedanken, wie die körperliche und geistige Auslastung zukünftige aussehen soll.

  • Tierarzt / Tierarztpraxis

    Die Hundehaltung beinhaltet als eine der großen Themenfelder die Gesundheit des Welpen und Hundes.

    Da ihr ein großes Stück Verantwortung für ein Haustier mit der Anschaffung übernehmt, solltet ihr im Vorfeld euch bereits informieren, welche Tierarztpraxen für die Betreuung des Welpen und Hundes in eurer Nähe in Frage kommen.

    Hört euch in der community um, schaut euch die Praxen persönlich an und verschafft euch damit einen eigenen Eindruck, um vergleichen zu können und am Ende des Tages den für euch und euren Hundewelpen richtigen Tierarzt auszusuchen.

    Es lohnt sich früh eine Anlaufstelle im Auge zu haben, alleine um den Welpen ggf. nach dem Einzug nochmals einem gesundheitlichen Check-up zu unterziehen, die bisherigen Behandlungen gegen Parasiten, inkl. Entwurmungen zu kontrollieren und mit dem Tierarzt etwaig notwendige Impfungen zu besprechen.

  • Tierklinik / Notrufnummern

    Sucht euch zur Sicherheit für den absoluten Ernstfall einer schweren Vergiftung oder massiven Bissverletzung Tierkliniken in der Umgebung raus, die auch außerhalb der normalen Sprechstunden eures Tierarztes zu erreichen sind, damit eurem Welpen und Hund im Notfall weitergeholfen wird.

    Zusätzlich gibt es regionale Notrufnummern, die für Vergiftungsfälle wie beispielsweise durch die Aufnahme eines Giftköders, Fressen von Rattengift oder sonstigen Pestiziden in der Garage, dem Vorratsraum oder sonstigen Bereichen, ideale Hilfe leisten.

    Im Fall der Fälle Ruhe bewahren, überlegt handeln und zügige Entscheidungen treffen, damit keine wertvolle Zeit verstreicht.

  • Hundeschule / Hundetrainer / Welpentreff

    Mit dem Tag des Einzugs wird während der Welpenaufzucht einiges an Erziehungs- und Ausbildungsmaßnahmen anstehen, sei es die Basisausbildung (Grundgehorsam) mit Kommando wie Sitz, Platz, Hier, alltägliche Erziehungsmaßnahmen wie Pfui oder Nein, die Sozialisierung mit anderen Hunden im Welpenkindergarten bzw. der Welpenschule, die ersten Schritte in Sachen Stubenreinheit, Leinenführigkeit, Alleinbleiben, Abrufen/sicherer Rückruf, weiteren Sozialisierungs- und Prägungseinheiten und viele andere Trainings.

    Was für all diese Maßnahmen grundsätzlich benötigt wird, ist das notwendige Basiswissen oder direkt die Unterstützung durch einen Hundeprofi.

    Sucht euch frühzeitig die Hundeschulen und Hundetrainer in eurer Umgebung heraus und überlegt euch, wie euer Welpe perspektivisch verwendet und eingesetzt werden soll, damit direkt von Anfang an die Ausbildung entsprechend ausgerichtet wird. Warum? Wenn ihr euren Welpen als Jagdgebrauchshund einsetzen wollt, wird er sicher eine andere Ausbildung genießen als ein klassischer Haushund.

  • Hundesalon

    Je nachdem für welche Hunderasse ihr euch entscheidet, sind die Pflegemaßnahmen doch sehr umfangreich. Solltet ihr auf professionelle Hilfe durch einen Hundesalon bzw. Hundefriseur zurückgreifen wollen, so nehmt Erkundigen über die Anbieter in eurer Umgebung auf.

  • Hundesteuer

    Sobald der Welpe von euch beim Züchter abgeholt wurde, ist eine der ersten Amtshandlungen, die Anmeldung des Hundewelpen bei der örtlichen Gemeinde bezüglich der Hundesteuer.

    Nähere Informationen erfahrt ihr in unserem Leitartikel zur Hundesteuer „Die Hundesteuer ist Pflicht!“.

  • Hundehalterhaftpflichtversicherung

    Eine weitere Formalität ist die Absicherung einer Hundehalterhaftpflichtversicherung, die euch als Hundehalter vor den Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Welpe und Hund im Alltag Dritten gegenüber zufügt, schützt.

    Um die Thematik eingehender beurteilen zu können, raten wir euch zum Lesen des Magazinartikel „Hundehalterhaftpflicht: Wichtig für Hund & Halter“.

  • Krankenversicherung für den Hund

    Macht euch frühzeitig Gedanken, ob ihr eine Hundekrankenversicherung abschließen wollt, damit die hohen Kosten für notwendige Operationen, beispielsweise nach einem Kreuzbandriss oder einer Hüftoperation, abgedeckt sind.

  • Jagdhaftpflichtversicherung

    Schafft ihr euch einen Welpen an, der als Jagdgebrauchshund ausgebildet und verwendet wird, so wird zu gegebener Zeit eine Jagdhaftpflichtversicherung notwendig.

    Bei manchen Anbietern können zusätzlich Jagdhunde-Unfallversicherungen und Jagdhunde-Todesfallversicherung abgeschlossen werden.

  • Registrierung des Welpen vormerken

    Solltet ihr euren Welpen bei einem seriösen Züchter kaufen, so wird dieser direkt gechipt und erhält eine Registrierungsnummer. Diese könnt ihr dann bei Tasso e.V. registrieren lassen, damit bei Abhandenkommen die Zusammenführung beim Auffinden des Hundes einfacher funktioniert.

  • Haushaltsplan aufstellen

    Abschließend wollen wir euch noch auf einen weiteren Magazinartikel mit dem Titel „Was kostet die Hundehaltung?“ aufmerksam machen. Solltet ihr einen Gesamtüberblick gewinnen wollen, welche Kosten insgesamt für die Hundehaltung auf euch zukommen werden, dann lasst euch durch die Ausführungen einen tieferen Einblick gewinnen. Zumindest seid ihr dann auf der sicheren Seite, dass euch kein entscheidender Faktor bei der Kalkulation des Gesamtaufwandes untergeht.

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