Schnoodle

Mix aus Schnauzer und Pudel

Von:
Zuletzt aktualisiert am: 21.4.2023

Schnoodle 1.png
Schnoodle

Das wichtigste in Kürze

  • Fröhlicher und charmanter Mix aus Schnauzer und Pudel
  • Intelligenter, wachsamer, sportlicher, bewegungsfreudiger Charakterhund
  • Robust und athletisch gebaut
  • Ist bekannt für wenig bis gar kein Haarverlust
  • Geeignet für erfahrene Besitzer und konsequent und liebevoll agierende Hundeanfänger

Der Schnoodle ist ein Hybridhund, der aus der gezielten Kreuzung der anerkannten Rassehunde Schnauzer und Pudel resultiert.

Es handelt sich also um einen Mix der unterschiedlichen Schnauzer- und Pudelvarietäten. Sprich, es gibt klein- bis großgewachsene Schnoodle, je nachdem welche Elterntiere die Gene bei der Verpaarung liefern. Ferner variieren die Hundeindividuen je nachdem welche eingekreuzte Rasse dominiert, so dass das äußere Erscheinungsbild, Temperament, Wesen und angelegte Verhalten der einzelnen Schnoodle-Persönlichkeiten eine relativ große Bandbreite an diversen Farbschlägen, Fellbeschaffenheiten und Charaktereigenschaften bereithalten kann - jeder Hybridhund hält somit ein gewisses Überraschungspotential bereit.

Im allgemeinen gelten Schnoodle als aktive, lebhafte und bewegungsfreudige Vierbeiner, die ein hohes Maß an Intelligenz aufweisen, Wachsamkeit und Beschützerinstinkt mitbringen, sowie eine ordentliche Portion Willensstärke zeigen. Zudem werden Schnoodle als freundliche und liebevolle Wesen beschrieben. 

Welche weiteren Rassemerkmale auf euch warten, wie die Entstehungsgeschichte dieses Hybridhundes aussieht und worauf in Sachen Haltebedingungen, Pflege, Ernährung, Gesundheit, Beschäftigung, Erziehung etc. zu achten ist, erfahrt ihr nun in unserer ausführlichen Rassebeschreibung. Viel Freude beim Weiterlesen!

Nummer: -
Gruppe: 99. Hybridhunde
Sektion: -
Subsektion: -
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Vereinigte Staaten von Amerika
Patronat -
Verwendung -
Datum der Veröffentlichung -
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung -
Link zum FCI-Standard -

Wie entstand unser Rassenname?

Der "Rassename" der neu geschaffenen und „designten“ Hundegattung, ist mit einem Kofferwort besetzt worden. Folglich ist nicht nur der Designerhund ein Hybrid, sondern auch dessen Bezeichnung.

So griffen die Schöpfer des Schnoddles kurzerhand auf Namensteile der zur Zucht erwählten und eingesetzten Rassehunde.

 Man entschied sich vom Schnauzer für das "Schn" und packte vom englischsprachigen Begriff für den Pudel, Poodle, für das "oodle". Dann wurden die beiden Teilbegriffe zu einem Fantasiewort verknüpft, so wie es auch mit den Rassen bei der Verpaarung der Fall ist. So entstand ein sogenanntes Portemanteau-Wort. Clever und konsequent.

Am Ende des Tages war damit nicht nur eine neue "Rasse" kreiert, sondern auch dessen Name: Schnoodle.

Welches Problem sollten wir lösen?

Auch beim Erschaffen des Schnoodles, war eine treibende Motivation, einen allergikerfreundlichen Hundepartner zu kreieren. Denn zu diesem Zeitpunkt war man noch sicher, dass Hunde mit wenig Haarverlust und einer besonderen Haarbeschaffenheit, weniger Allergene produzieren und damit Menschen mit einer Hundehaarallergie entlasten würden. Diese These ist mittlerweile wissenschaftlich widerlegt. Mehr dazu findet ihr hier.

Kurzgesprochen, die Erfindung und Zucht des Schnoodles war mit dem Wunsch verbunden, ihn als Allergikerhund im Rahmen einer klassischen Haushundehaltung einzusetzen. Dafür entschied man sich für die beiden bekannten Rassen und wollte deren vermeintlich besten Eigenschaften und Stärken in einer neuen Rasse vereinen. Dass aus dem jeweiligen Haar von Pudel und Schnauzer, ein weiches und flauschiges Fell entstand, ist nicht verwunderlich. Zudem haart der Schnoddle tatsächlich kaum, was vielen Hundehaltern aus hygienischen Gründen, sehr entgegenkommt.

Wie wurden wir eingesetzt?

Seit seiner Entstehung wird der Schnoodle als menschenfreundlicher Familien- und Begleithund angeschafft. 

Eine bestimmte Aufgabe wie es bei Arbeits- und Gebrauchshunden der Fall ist, war nie Gegenstand seiner angestrebten Verwendung. Er sollte stets einen treuen Haushund abgeben und den Alltag von Herrchen/Frauchen mit seiner liebevollen Art und Anwesenheit, bereichern.

Wo stammen wir her?

Der Schnoodle ist vermutlich in den 1980er Jahren von einigen Züchtern aus Minnesota in den USA geschaffen worden. Damit liegen seine ursprünglichen Wurzeln im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den Vereinigten Staaten von Amerika.

Schnauzer und Pudel sind die Elterntiere des Schnoodle.

Welche Rassen sind unsere Vorfahren?

Der Schnoodle ist das Ergebnis aus der gezielten Zusammenführung und Kreuzung der beiden Rassehunde und anerkannten Hunderassen Schnauzer und Pudel.

Inzwischen ist die Zucht des Schnoodles so weit ausgedehnt, dass es die unterschiedlichsten Größen der beiden Urrassen vermischt werden, um als Ergebnis einen Riesen Schnoodle, den Standard Schnoodle und den Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle zu erhalten, der wiederum die meistgezüchtete Variante darstellt.

Wie haben wir uns auf der Welt verbreitet?

Von Minnesota in den USA ist der Schnoodle nach Nordamerika, sprich Kanada gekommen und hat schließlich viele Anhänger in Europa und sonstigen Teilen der Welt gefunden.

02

Aktuelles zum Schnoodle

Wie beliebt ist der Schnoodle und wie wird er heute eingesetzt?

Beliebtheit der Rasse heute

Der Schnoodle ist einer der bekannteren Designerhunde und hat eine eingeschworene Fangemeinde. Besonders in den USA ist der Hybridhund bei etlichen Haltern beliebt, die immer wieder zum Schnoodle greifen.

Aber auch in Europa und dem Rest der Welt, findet man mittlerweile den einen oder anderen Schnoodle.

Es gibt auch ein paar wenige Prominente, die sich einen Schnoodle als tierischen Begleiter zugelegt haben, wie beispielsweise die bekannte US-Schauspielerin Natalie Portman, die Schauspielkolleginnen Claire Danes und Dakota Fanning.

Trotz seiner Anhängerschaft hat es der Schnoodle, wie auch alle anderen Designerhunde bis heute nicht geschafft, von den großen kynologischen Verbänden, wie Fédération Cynologique Internationale (FCI), Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH), American Kennel Club (AKC), Canadian Kennel Club (CKC) oder der britische Kennel Club (KC), anerkannt zu werden. Folglich gibt es bis zur jetzigen Zeit auch keine einheitlichen Zuchtbestimmungen, Zuchtregeln oder gar einen Standard für den Schnoodle, was das Zuchtgeschehen für den Interessierten nicht einfacher gestaltet.

Dennoch gibt es einige kleinere Verbände in den USA, die sich den Interessen des Schnoodle angenommen haben. Allen voran sind hier der American Canine Hybrid Club, der Designer Dogs Kennel Club und der Dog Registry of America zu nennen.

Verwendung heute

Zunächst ist der Schnoodle ein beliebter Familien- und Begleithund, wo er an der Seite seiner Bezugsmenschen lebt.

Mit seiner fröhlichen und geselligen Art, pflegt er ein intensives Verhältnis und sorgt für viele schöne und spannende Momente im Hundealltag. So kann der Schnoodle hervorragend im Hundesport geführt werden, wo er je nach Größenvarietät der eingebrachten Elterntiere und entsprechend durchschlagenden Gene, für diverse Disziplinen geeignet ist und sich dort voll einbringen, entfalten und ausleben kann.

Ferner wird die Hybridhunderasse auch bei Hundeausstellungen und -shows präsentiert, darf sich im Vergleich mit ihren Artgenossen zeigen und wird von Fachleuten bewertet.

Der Schnoodle gilt als toller Anfängerhund und ist geeignet für Singles, Paare, Familien mit Kindern, jeden Alters. Sprich, auch Senioren werden viel Freude an dem leichtführigen Hundepartner finden.

Daneben vertrauen dem einfühlsamen, kooperativen, intelligenten und führigen Schnoodle, Menschen, die einen Hund zum Therapie- oder Assistenzhund ausbilden wollen. Auch das Abrichten zum Rettungshund ist machbar, sodass der Schnoodle ein wertvoller Partner für unterschiedliche Aufgabenbereiche im Dienst hilfsbedürftiger Menschen ist.

03

Wie ist es um die Physis des Schnoodles bestellt?

Welche körperlichen Rassemerkmale bringt der Schnoodle mit und welche Vor- und Nachteile hängen mit ihnen zusammen?
Lebenserwartung
Rüden
13 - 17 Jahre
Hündinnen
13 - 17 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
25 - 76 cm
Hündinnen
25 - 76 cm
Gewicht
Rüden
4.5 - 45 kg
Hündinnen
4.5 - 45 kg

Schläge und Varietäten

Es gibt beim Schnoodle drei Größenvarianten. Maßgeblicher Faktor dabei ist die zur Verpaarung eingebrachte Größenvarietät vom Schnauzer und Pudel. Denn beide werden in unterschiedlichen Größen gezüchtet und können für die Zucht des Schnoodle als Elterntiere ausgewählt werden.

So gibt es den Riesen Schnoodle, Standard Schnoodle und Miniatur / Toy Schnoodle.

Welche Größenvarietäten der Ausgangsrassen dabei bei der Zucht zum Einsatz kommen, erfahrt ihr nun nachfolgend:

  • Riesen Schnoodle

    Kreuzung von Riesenschnauzer mit Großpudel

  • Standard Schnoodle

    Kreuzung von Standard Schnauzer und Zwergpudel

  • Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle

    Kreuzung von Zwergschnauzer und Toypudel

Allgemeines Erscheinungsbild

Was das allgemeine Erscheinungsbild betrifft, kann nur eine sehr vage Beschreibung erfolgen, wodurch wir davon Abstand nehmen und durch die Beschreibung der Fellbeschaffenheit und Körpermaße einen ansatzweisen Eindruck vom Schnoodle vermitteln wollen. Die Problematik ist darin begründet, dass das jeweilige Ergebnis bei der Zucht stark variieren und sowohl mehr Attribute des Schnauzers oder des Pudels zeigen kann.

Eines können wir aber auf jeden Fall über das Aussehen des Schnoodles mit voller Überzeugung sagen: Die Hybridhunderasse bringt eine ausgesprochen auf Menschen anziehende Wirkung mit. Denn mit seinem attraktiven Äußeren, dem besonderen Haarkleid, seinen Klapp- oder Hängeohren, aufgeschlossenen und fröhlichen Auftreten sowie dem neugierigen und gewinnenden Ausdruck der dunklen Augen, erobert der Schnoodle im Handumdrehen das Herz seiner Betrachter. Durch den Mix aus Pudel und Schnauzer, tragen manche Rassevertreter den typischen Schnauzbart und die buschigen Augenbrauen vom Schnauzer, andere wiederum sind mit der lockigen Haarpracht des Pudels ausgestattet. Das Erscheinungsbild variiert demnach von Wurf zu Wurf und Schnoodle-Welpen zu Schnoodle-Welpen.

Fellfarben & Fellarten

Felldichte dicht
Fellstärke -
Fellform lockig, wellig
Fellhärte mittelhart, weich
Felllänge mittel
Unterwolle Ja
Fellmuster einfarbig, zweifarbig, dreifarbig, gestromt, gecheckt, Flecken, Abzeichen
Fellfarbe Weiß, Beige, Sand, Creme, Schwarz, Grau, Silber, Braun, Apricot, Gold, Blau etc.

Breitet man eine breitangelegte Farbpalette aus, so sind etliche Farben und Töne dieser, beim Schnoodle wiederzufinden.

Die Ausführungen sind dabei sehr vielfältig und reichen von einfarbigen Exemplaren, über zweifarbige (bicolor), dreifarbige (tricolor), bis hin zu gestromten oder gecheckten Hunden. Weiterhin sind einige mit Abzeichen und Flecken bestückt. Es ist also für jeden Geschmack gesorgt, was durch die Anlagen und Gene des Pudels beeinflusst ist.

Die Farben, die das Fell u.a. zeichnen sind beispielsweise Schwarz, Weiß, Braun, Schokolade, Grau, Silber, Beige / Tan, Creme, Sand, Gold, Blau und Apricot.

Je nachdem welcher Rassehund mehr Einfluss auf das Ergebnis des Schnoodle nimmt, fällt die Beschaffenheit und Textur des Fells aus. Prinzipiell trägt der Schnoodle ein einfaches oder doppeltes Haarkleid. Auch hier kann jeder Schnoodle anders bestückt sein. Sprich, alle sind mit Deckhaar und einer spärlichen bis keiner Unterwolle ausgestattet.

Das Haar kann durch die unterschiedlichen genetischen Vorgaben einerseits sehr weich und sanft wie beim Pudel, anderseits auch härter, rauher und drahtiger durch die dann überwiegenden Gene des Schnauzers ausfallen. Das Zuchtergebnis ist folglich ein wenig Glücksspiel.

Selbiges gilt für die Struktur der Haare. So werden Schnoodles das Licht der Welt erblicken, die eher welliges bis gekräuseltes/gelocktes Haar tragen oder eher eine glattere Fellbeschaffenheit zeigen.

Die Haarlänge des Schnoodles wird in aller Regel mittellang sein, da beide eingekreuzten Rassehunde mittellanges Haar mitbringen.

Körpermaße

Je nach Größenvariante des Schnoodles, gehören die Hunde zu den kleinen Hunderassen bis hin zu den großen Hunden.

Habt ihr Interesse am Riesen Schnoodle, so müsst ihr euch mit einer Körpergröße von 60 bis 76 cm Widerristhöhe und einem Körpergewicht von 20 bis 45 kg auseinandersetzen. Ein richtig staatliches Gardemaß, das besonders im Hinblick auf die erforderlichen Haltebedingungen beachtet werden muss.

Der Standard Schnoodle ist insgesamt etwas kleiner und leichter. Er erreicht eine Größe von ca. 38 bis 63 cm mit einem Körpergewicht um 9 bis 18 kg.

Die kleinste Ausführung des Schnoodles ist der Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle. Dieser Hund ist bei Weitem die handlichste Variante. Schnoodles dieser Klasse weisen eine Körpergröße von ca. 25 bis 38 cm auf und bringen um 4,5 bis 9 kg Gewicht auf die Waage. So liegt es nicht zu Letzt an den vorgenannten Werten, dass diese Rassevertreter, die populärsten unter den Schnoodles sind.

Stärken

Die Hauptmotivation für die gezielte Zucht des Schnoodles bestand darin, einen Hund zu schaffen, der die besondere Eigenschaft mitbringen sollte, hypoallergen. Der Hybridhund gilt bis heute als allergikerfreundlich.

Da der Pudel eingekreuzt wurde, hat der Schnoodle in der Tat das Merkmal, nahezu keinerlei Haarverlust zu haben. Dies freut alle die eine Abneigung gegen Hundehaare haben und/oder den Haushalt führen inkl. saugen und putzen, führen.

Ferner sabbert der Schnoodle nicht und Hundegeruch ist in seiner Gegenwart praktisch ein Fremdwort. Auch dies wird die allermeisten Hundefreunde begeistern.

Ansonsten ist der Designerhund in allen Größenvarietäten von einer robusten, gesunden und widerstandsfähigen Konstitution gesegnet. Durch seinen relativ quadratischen und breiten Körperbau, haben die inneren Organe ausreichend Platz sich gut zu entwickeln und damit leistungsfähig zu sein.

Der Schnoodles ist läuferisch gut auf seinen Gliedmaßen unterwegs, agil, schnell, ausdauernd, sprungstark und geländegängig - nicht umsonst kann die Herausforderungen bei den unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten und im Hundesport erfolgreich meistern.

Rundherum hat der Pudel-/Schnauzermix tolle Fähigkeiten und Talente, die er seinen hervorragenden physischen Anlagen verdankt.

Stärken

  • Beweglichkeit
  • Flinkheit
  • Geländegängigkeit
  • große Sprungkraft
  • gute Kletterer
  • schubvolle Beschleunigung
  • Wendigkeit
  • Apporttauglichkeit
  • Agilität
  • Ausdauer
  • Belastbarkeit
  • Sportlichkeit
  • ausreichend Platz für innere Organe
  • stabiles Skelett
  • Allergikerverträglichkeit
  • kaum Hundegeruch
  • wenig Haarverlust
  • wenig Sabber
  • geringer Platzbedarf
  • Robustheit
  • stabiler Stand
  • guter Geruchssinn
  • Wetterunempfindlichkeit

Schwächen

  • hoher Futteraufwand
  • hoher Pflegeaufwand
  • Kälteempfindlichkeit
  • Nässeempfindlichkeit

Schwächen

Im Hinblick auf mögliche Schwächen können wir wiederum nur auf das einzelne Schnoodle-Individuum hinweisen. Denn es kommt am Ende des Tages auf einige Faktoren wie Größe, Haarbeschaffenheit etc. an, wie der erforderliche Platzbedarf für Wohnraum und Transport sein muss oder wie die Wetterfestigkeit auf Grund vorhandener Unterwolle/fehlender Unterwolle ist.

Demnach können Schnoodle äußerst platzsparende Vierbeiner sein, aber in der großen Ausführung auch angemessene Platzbedingungen brauchen. Ebenso wird der Schnoodle mit Regen, Kälte und Schnee besser umgehen können, wenn sein Fell ein doppelschichtiges ist.

Definitiv braucht die Hybridhunderasse eine etwas ausgeprägtere Zuwendung in Sachen Hundepflege. Denn das besondere Fell muss regelmäßig gebürstet und die Ohren auf Grund ihre "hängenden" Anatomie auf Feuchtigkeit, Schmutz und ungebetene Mitbewohner, gecheckt werden.

Abschließend noch der Hinweis auf das Futterbedürfnis: Ist der Schnoodle großgewachsen und wird rassespezifisch körperlich und kognitiv richtig gefordert, braucht er ausreichende Energie über seine Nahrung, um den Energieverlust aufzufangen. Ist der Vertreter kleiner, so sind auch die nötigen Portionen verhältnismäßig anzupassen. 

04

Schnoodle: Wesen, Charakter & Temperament

Was zeichnet das Wesen und Sozialverhalten beim Schnoodle aus?

Allgemeine Merkmale

Intelligenz Hoch
Temperament Mittel
Willenstärke Hoch
Allein zuhause Mittel
Verfressenheit -
Jagdtrieb -
Wachsamkeit Hoch
Streuner-Trieb -
Bewegungsbedürfnis Mittel
Verspieltheit Mittel
Mut Mittel

Allgemeine Merkmale

Intelligenz

Schnoodles sind sehr intelligente und kluge Hunde.

Bei allen erdenklichen Aufgaben und hundgerechten Aktivitäten begreift der Hybridhund schnell was sein Halter von ihm will. Die Auffassungsgabe ist folglich hoch.

Ob beim Hundetraining, dem Hundesport oder den diversen Beschäftigungen in der Freizeit, mit dem Schnoodle an der Seite, lassen sich neue Verhalten zügig erlernen und aufbauen. Der Designerhund ist hier auf Grund seiner Ursprungsrassen bestens aufgestellt. Er ist schlau, gelehrig und lernwillig. Kurz, er verfügt über einen ausgeprägten und leistungsfähigen Hundeverstand.

Temperament

Bei einer ausgeglichenen Mischung, ist der Schnoodle mit mittelstarkem Temperament ausgestattet. Gleiches gilt für sein Energielevel und Aktivitätsgrad, welches durchaus durch mehr Anteil der Pudelgene steigen kann. Besonders, wenn die als sehr aktiv geltenden und mitunter überdrehten, kleineren Pudelvarietäten, eingekreuzt werden.

Der Hybridhund wird als bewegungsfreudig und unternehmenslustig charakterisiert. Je nach genetischen Vorgaben, die sich durch den Mix von Pudel und Schnauzer durchsetzen, wird er lebhafter oder gemäßigter im Hundealltag auftreten und auf seine Umwelt wirken.

Vom Wesen ist der Schnoodle eher ein ruhiger und durch den Schlag des Schnauzers, souveräner und gelassener Typ.

Willensstärke

Ein Schnoodle bringt die Eigenschaft mit, willensstark und zielstrebig zu sein. Sollten die Gene des Schnauzers stärker hervorstechen, so kann der Hybridhundemix durchaus etwas eigensinniger und selbständiger agieren. Zuweilen wird dieses Verhalten beim Schnauzer auch als Sturheit beschrieben. Und diese kann in Ansätzen mal mehr oder weniger, an den Schnoodle vererbt werden.

Allein zuhause

Wenn es nach dem Schnoodle geht, will er am liebsten, den ganzen Tag mit seinen Menschen verbringen. Er ist nicht der geeignete Hundepartner, der stundenlang das Haus alleine hüten soll. Um ihm aber das nötige Zeug für kurzweiliges Alleinbleiben zu vermitteln, muss er von klein auf behutsam und Stück für Stück, an das Alleinsein herangeführt und gewöhnt werden.

Wachsamkeit

Die ausgeprägte Aufmerksamkeit und Wachsamkeit, sind Eigenschaften, die dem Schnoodle von seinen Ausgangsrassen mitgegeben wurden. Seine Wachhundequalitäten und das angelegte Beschützergen wird von seinen Menschen geschätzt, denn er passt auf sie und deren Eigentum auf. Ungewöhnliches wird zuverlässig gemeldet.

Bewegungsbedürfnis

Der Hybridhund ist bei einer 50%/50%igen Verteilung der Gene der beiden gekreuzten Rassen, aktiv, bewegungs- und lauffreudig. Je stärker der Einfluss des Pudels vorhanden sein sollte, so höher kann auch der individuelle Bewegungsdrang vorhanden sein. 

Auf alle Fälle sind tägliche physische und psychische Auslastung, mit viel Auslauf, Bewegung, Denksport, Spiel und geistiger Herausforderung, unbedingt nötig. Dies gehört zwangsläufig für die artgerechte Haltung des Schnoodles zum Hundealltag dazu.

Verspieltheit

Ob nun der jeweilige Schnoodle extrem verspielt ist oder nicht, hängt ein Stückweit von den genetischen Vorgaben seiner beiden Eltern ab. Kleinere Schnoodle-Ausführungen wird in diesem Zusammenhang, eine ausgeprägtere Form nachgesagt. Lasst euch also einfach überraschen.

Mut

Eine Portion Mut und Courage kann man dem wachsamen und schutzbereiten Schnoodle nicht absprechen. Aber auch bei dieser Eigenschaften, kommt es auch die individuellen Anlagen an, die die Hundepersönlichkeit durch die vererbten Gene mitbringt.

Sozialverhalten

Sozialverträglichkeit

Eine große Freude bereitet es dem Schnoodle seine verwandten Artgenossen auf der Straße oder der Hundewiese zu begegnen. Die typischen Rituale mit Beschnuppern und Schwanzwedeln dann selbstverständlich gehören dazu. Und je nach Sympathiestatus wird dann gemeinsam getobt und gespielt. Dieser innerartige Sozialkontakt ist von klein auf für die Sozialisierung des Schnoodles immens wichtig. Denn nur durch regelmäßigen Hundekontakt kann er das innerartige Sozialverhalten in all seinen Facetten kennenlernen, studieren und üben. Bekommt er diese Gelegenheiten, wird er sich zu einer sozialverträglichen und umgänglichen Hundepersönlichkeit entwickeln. Mit zunehmender Reife wächst dann die Sozialkompetenz.

Auch in Sachen Sozialverträglichkeit bringt der Schnoodle die besten Voraussetzungen durch Pudel und Schnauzer mit. Um aus dem Rohdiamanten dann ein funkelndes Schmuckstück zu schleifen, sind wir als Menschen für dessen weitere Persönlichkeitsentwicklung maßgeblich verantwortlich und gefragt.




Freundlichkeit zu Hunden

Der Schnoddle wird in Sachen Verträglichkeit als ausgesprochen positiv beschrieben.

Von Haus aus schon bestens veranlagt, wird aus dem Pudel-Schnauzer-Mix mit einer umfassenden und intensiven Sozialisierung, ein willkommener Spielgefährte und Sozialpartner. 

Er tritt seiner Verwandtschaft in aller Regel mit großer Freundlichkeit entgegen, ist aufgeschlossen, gesellig, friedfertig und sozialkompetent.




Freundlichkeit zu Menschen

Fremden Menschen und seinen eigenen Bezugspersonen, tritt der Schnoodle freundlich und friedlich entgegen. Er hat ein sanftes und liebevolles Wesen. 

Was die Aufgeschlossenheit angeht, so sind manche Exemplare sehr offen unbekannten Personen gegenüber, andere zunächst distanziert, um die Person abzuchecken. Entsprechend fällt die Begrüßung aus. 

Der Designerhund genießt Menschen in seiner direkten Umgebung in vollen Zügen. Vor allen Dingen seine eigene Familie und bereits liebgewonnene Bekannte.




Dominanz gegenüber Menschen

Durch den charakterstarken und mitunter eingewilligen Schnauzer, kann der Schnoodle hier und da, durch dominantes Verhalten auffallen. Dies gilt besonders für die größeren Varietäten, die u.a. durch den Riesenschnauzer beeinflusst werden. Hier braucht es von Anfang an einen charismatischen, konsequenten und souverän agierenden Halter, der die Rolle des Rudelführers übernimmt und durch sein Handling ausstrahlt. Führungsschwäche und Undiszipiliniertheiten könnten je nach Hundeindividuum ausgenutzt werden. 




Bindung zum Herrchen

Der Schnoodle verhält sich stets loyal und treu Herrchen und Frauchen gegenüber. In aller Regel erwächst durch das intensive Miteinander ab dem Einzug, ein enges und vertrauensvolles Verhältnis, getragen von einer starken Bindung.

Die Hybridhunderasse gilt als aufmerksamer, anhänglicher und familienfreundlicher Hundepartner. Zuweilen kann er sich stark einer Bezugsperson hingezogen fühlen. 

Schnoodle-Halter können sich auf ihren tierischen Sozialpartner verlassen.

Durch den hohen will-to-please des Pudels, strebt auch der Schnoodle danach, es seinem Herrn und Meister, stets Recht zu machen und mit seinem Wirken zu gefallen.

Die Hybridhunderasse bringt alles Voraussetzungen mit, ein bindungsintensives und höchst funktionales Hunde-Mensch-Team aus beiden artfremde Spezies zu formen.

Dabei bilden gegenseitiger Respekt, Vertrauen und angemessene Umgangsformen die Basis. Zudem wünscht sich der Schnoodle neben der Aufmerksamkeit, auch ausreichend körperliche und mentale Zuwendung.

Mit der richtigen Herangehensweise und Führung, wird einem harmonischen Zusammenleben nichts im Wege stehen. Die Bindungsbereitschaft und -fähigkeit bringt der Schnoodle jedenfalls mit.




Erziehbarkeit

Durch die tollen genetischen Anlagen des hochintelligenten und gelehrigen Pudels und gelassenen Schnauzers, gilt der Schnoodle als leicht erziehbar. Nicht umsonst werden beide Ausgangsrassen vielfach zu Rettungshunden, Assistenzhunden, Diensthunden, Therapiehunden etc. ausgebildet. Denn sie bringen eine hervorragende Abrichtbarkeit mit, die sie an ihren Kreuzungsmix, weitergeben. 

So macht der Hybridhund einerseits bereit- und lernwillig mit, gilt also als kooperativ. Anderseits bringt er den nötigen Verstand mit, die Aufgaben und Anforderungen zu verstehen, zügig aufzugreifen und umzusetzen.

Der Schnoodle gilt in diesem Bezug auch als geeigneter Kandidat in Sachen Anfängerhund.

Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass der Hybridhund mangels abwechselnder Herausforderungen, sich auch schnell gelangweilt fühlt. Sprich, das Hundetraining, Spiel, Spaß und Sport müssen stets spannend bleiben und den Pudel-Schnauzer-Mix kognitiv und körperlich fordern.

Der nötige Führungsstil mit einem konsequenten, disziplinierten, souveränen und charismatischen Handling, versteht sich von selbst. Dann sollte der Grunderziehung und allen angestrebten Trainingszielen nichts im Weg stehen.




Kinderfreundlichkeit

Der Schnoodle ist ein toller Familienbegleiter für die Familie mit Kindern und lässt sich einfach in die bestehende Familienstruktur integrieren.

Er liebt den aktiven Umgang mit den kleinen Familienmitgliedern und dass diese ihn oft in deren Mittelpunkt stellen. Es erwächst in aller Regel eine tolle Freundschaft zwischen Hund und Kind.

Je nach Veranlagung durch die Elterntiere, gilt der Schnoodle auch als verspielter Kamerad, mit dem die Kinder des Hauses viel Freude beim Spielen im Garten haben werden.

Eine frühzeitige Sozialisierung und klare Umgangsregeln sind aber wie bei jedem anderen Hund, unumgänglich. Wenn dies beherzigt wird, so gilt der Hybridhund als kinderfreundlich und -verträglich.

Der willensstarke Charakter des Schnauzers kann dazu führen, das der Bezug und die Orientierung an einer Person der Familie überwiegt. Folglich könnte dies auf das Zusammenwirken mit den Kinder bedeuten, dass der Schnoodle eher sich zu seiner Hauptbezugsperson hingezogen fühlt und kein allzu großes Interesse an den jungen Familienmitgliedern zeigt. Ist dem so, dann ist das Modieren des Rudelführers gefragt, um dennoch für ein harmonisches Miteinander zu sorgen.




Sensibilität

Der Will-to-please wird beim Schnoodle als ausgesprochen stark bezeichnet. Er will mit seinem Verhalten und gesamten Tun, seinen Halter zufriedenstellen, ihm imponieren und gefallen. Sein Ziel ist es, mit seinem Wirken den Wünschen von Herrchen und Frauchen zu entsprechen.

Diese Charaktereigenschaft ist im Hinblick auf die Erziehung und das alltägliche Führen ein Segen, denn damit wird das gemeinsame Interagieren vom Willen des Hundes geprägt, mit seinem Verhalten den Erwartungen seines menschlichen Partners, gerecht zu werden.

Sozialverhalten

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Sozialverträglichkeit Hoch

Freundlichkeit Hoch
Dominanz Mittel
Bindung Herrchen Hoch
Erziehbarkeit Hoch
Kinderverträglichkeit Hoch
Sensibilität Hoch
05

Was gibt es beim Schnoodle im Hinblick auf die Erziehung zu wissen?

Welche rassespezifischen Erziehungsthemen können bei der Haltung des Schnoodles aufkommen?

Erziehungsthemen

Bei jedem Hundekauf sollte der zukünftige Hundehalter einige wichtige Themen rund um die Anschaffung für sich klären. Einerseits geht es darum den richtigen Hund für seine eigenen Bedürfnisse und vorhandenen Lebensbedingungen zu finden, anderseits geht es um die Tatsache, einen möglichst gesunden, wesensfesten und verhaltenssicheren Hund in die Haltung zu übernehmen.

Genau hier ist es bereits bei einem Rassehund von großer Bedeutung, gut informiert und sorgsam bei der Auswahl der Bezugsquelle vorzugehen. Der Welpenkauf oder die Adoption eines Tierheimhundes muss im Sinne aller Beteiligten wohlüberlegt sein. Eine Hauruckaktion kann letztlich nur schiefgehen, denn jeder Hund und jede Rasse, bringt seine individuellen Wesenseigenschaften und natürlich verankerten Verhalten mit. Handelt es sich sogar um einen ausgewachsenen Kandidaten aus dem Tierschutz, prägen neben den angeborenen Merkmalen, die erworbenen Eindrücke und Lebenserfahrungen maßgeblich dessen Persönlichkeit und angelegtes Verhaltensrepertoire.

Es ist also ratsam, sich über die Hundegattung (Rassehund, Hybridhund, Mischlingshund), dessen Elterntiere und Vorgängergenerationen beim Welpenkauf genau zu informieren. Im Falle eines erwachsenen Hundes, zudem sein bisheriges Hundeleben abzuklopfen, um sich ein Bild über dessen mögliche Persönlichkeitsstruktur zu verschaffen. 

Im Hinblick auf die Schnoodle-Anschaffung kommt im Gegensatz zur Rassehundezucht erschwerend hinzu, dass das Zuchtgeschehen bei Hybridhunden aktuell weder nach festen Standards und Reglements, noch in der Hand verantwortlicher Zuchtverbände, kontrolliert und organisiert abläuft. Bedeutet, dass es keine offiziell gültigen Zuchttauglichkeitsprüfung der eingesetzten Zuchthunde gibt, um möglichst nur gesunde, unbelastetet und verhaltensneutrale Elterntiere zu selektieren. Denn dann werden möglichst beste Gene bei der Verpaarung zusammengebracht und an die nächste Generation weitergegeben - und selbst dies ist kein Garantieschein, dass die Nachzuchten frei von gesundheitlichen, wesens- und verhaltensseitigen Belastungen sind. Kurzgesprochen, Augen auf beim Welpenkauf und der Adoption eines erwachsenen Hundes. Bezieht möglichst euren Hundepartner nur von seriösen, erfahrenen und aufgeschlossenen Personen, denen es um das Wohl der Hunde geht.

Nun zurück zum Schnoodle und seinen Ursprungsrassen, dem Pudel und Schnauzer. Im Hinblick auf deren Wesenseigenschaften und rassespezifischen Verhalten, können sich Halter glücklich schätzen. Denn es gibt nicht viele Erziehungsthemen, Führungsfragen oder gar Verhaltensprobleme, die im Zusammenhang mit der Schnoodle-Haltung den Alltag bestimmen.

Mit dem richtigen Handling lässt sich der Schnoodle leicht erziehen und gut führen. Entsprechend werdet ihr einen fröhlichen, friedfertigen und liebevollen Hund an eurer Seite haben.

Die Neigung, mitunter sehr fixiert auf eine Person zu sein, könnte zu Missstimmungen in der Familie und dem Zusammenleben führen. Haltet dies im Auge und moderiert als Rudelführer das Zusammenwirken und die Hierarchie in dem bestehenden Familiengefüge. 

Ferner sind die ausgeprägte Wachsamkeit und das Beschützergen, die je nach Einschlag des selbstbewussten Schnauzers stärker veranlagt sein können, Thema in Sachen Erziehung und Führen des Schnoodles. Diese Eigenschaften und damit verbundenes Verhalten sollen nicht unterdrückt werden. Sondern kontrolliert, mit klaren Regeln und Grenzen bei bestimmten Aufgaben zum Einsatz kommen. Geht er aber zu forsch beim Bewachen des Grundstücks vor oder stellt sich unangemessen beim Spaziergang vor Passanten, muss darauf frühzeitig reagiert werden. Schaltet rechtzeitig einen kompetenten Hundetrainer mit ein, um etwaiges unerwünschtes Verhalten, im Ansatz zu "therapieren".

Erziehungsthemen

  • Hund und Kind Training
  • Verhaltensanalyse & -korrektur
06

Rassetypische Krankheiten des Schnoodles

Schnoodle: Welche Erbkrankheiten, genetischen Belastungsfaktoren und sonstigen rassetypischen Hundekrankheiten können auftreten?

Krankheiten

Erbkrankheiten

Was die erblichen Krankheiten angeht, gibt es für den Schnoodle keine relevanten Datensammlungen, welche Hundekrankheiten regelmäßiger bei der Gattung auftreten und rassetypisch sind.

Auch an dieser Stelle wollen wir jedem potentiellen Hundekäufer eines Schnoodles mit auf den Weg geben, genauestens zu prüfen, wo und bei wem der Welpe bezogen werden soll. Denn es gibt in der gesamten Hybridhundezucht aktuell keine festgeschriebenen Reglements und Standards, wonach die Züchter ihre Tätigkeiten ausrichten. Daher ist der Schnoodlekäufer umso mehr auf die Seriosität und Kompetenz des jeweiligen Züchters angewiesen, damit dieser sorgsam bei der Selektion der Elterntiere vorgeht und nur Hunde zur Verpaarung eingesetzt werden, die frei von Erbkrankheiten, Wesens- und Verhaltensauffälligkeiten oder sonstigen Belastungen sind.

Prinzipiell hat der Schnoodle mit seinen "Vorfahren" als Ausgangsrassen Glück. Denn sowohl Schnauzer, als auch Puzdel, gelten als gesund und robust. aber auch sie bringen vereinzelnt Rasseprädispositionen mit.

Bei den großen Schnoodle Ausführungen sollte Herrchen und Frauchen ein Auge auf den Bewegungsapparat im Allgemeinen halten, da beispielsweise eine Hüftgelenks- oder Ellbogendysplasie häufig bei größeren Rassen auftritt. Selbiges gilt für eine Kniescheiben-Verrenkung bzw. Patellaluxation. Ebenso muss auf die Augen geachtet werden, denn verschiedene Augenkrankheiten können vererbt werden. Hier sind die Progressive Retinaatrophie, Grüner und Grauer Star exemplarisch zu nennen. Mehr dazu findet ihr in unserer Rubrik Krankheiten.

Sonstige Krankheiten

Der Schnoodle hat die Kipp- / Hängeohren von seinen Ausgangsrassen geerbt. Auch der starke Haarwuchs im Bereich der Ohren stammt vom Schnauzer, einem der eingekreuzten Rassen. Auf Grunde dessen neigt die Rasse bei unsachgemäßer Pflege, zu juckenden, schmerzhaften und übelriechenden Ohrenentzündungen.

OFA Krankheiten

    Erklärung OFA
    07

    Welche Aktivitäten eignen sich für den Schnoodle?

    Welche Hundesportarten und Alltagsbeschäftigungen eignen sich für den Schnoodle?

    Passende Sportarten

    Als Hundebesitzer eines Schnoodles, wird der tägliche Zeitplan einige Zeit einfordern, um dem Hybridhund sein Bedürfnis an Bewegung und geistiger Herausforderung zukommen zu lassen. Je größer die Schnoodle-Variante ausfällt, desto höher die erforderliche Intensität und möglichen Aufgabenfelder.

    Aber eines ist vorab beruhigend, denn der Schnoodle ist durch sein gelehriges und arbeitsfreudiges Wesen, gepaart mit den körperlichen Eigenschaften, vielseitig talentiert und damit verwendbar. 

    Um also den Schnoodle art- und rassegerecht mit geeigneten und sinnvollen Beschäftigungen zu fordern und fördern, bietet der Hundesport mit seinen zahlreichen Disziplinen, eine willkommene Plattform. Dort könnt ihr euren Hybridhund, dessen Anlagen und Triebe gezielt ansprechen, sodass er sich auf kontrollierte Weise einbringen, entfalten und ausleben kann. Die gemeinsamen intensiven Trainings und etwaigen Wettkampfteilnahmen, werden neben dem Spaß auch für weitere Pluspunkte in Sachen Bindung und Beziehung sorgen. Denn die allermeisten Sportarten werdet ihr als Team angehen und die dort gestellten Aufgaben erfolgreich lösen.

    Im Grunde könnt ihr mit eurem Schnoodle fast in jeder Hundesportart teilnehmen. Dies gilt sogar für alle Größenvarietäten. Einzig die Parcours und Aufgaben müssen an die individuellen körperlichen Vorgaben angepasst sein. Dies wird neben den Hundesportvereinen, häufig in Hundeschulen ermöglicht, auch wenn dann die Disziplinen außerhalb von Prüfungsordnungen und offiziellen Statuten ausgeführt werden.

    Die läuferischen Fähigkeiten, hohe Intelligenz und Führigkeit des Schnoodle können beispielsweise beim Agility, Agility Hoopers, Dogfrisbee, Fylball, Treibball, Breitensport/Turnierhundesport und Rally Obedience genutzt werden.

    Seine Gehorsamkeit und Teamfähigkeit sind Eigenschaften, auf die es beim Obedience ankommt.

    Aber auch die Agilität, Beweglichkeit und leichter Abrichtbarkeit sind Merkmale, die u.a. beim Dogdance gefordert sind.

    Auch das Einbinden von Geruchs- und Orientierungssinn beim Mantrailing oder der Zielobjektsuche, wird ein Fest für den cleveren Schnoodle sein, der nicht umsonst auch beim Rettungshundesport sich wiederfindet und erfolgreich geführt wird.

    Das Crossdogging ist eine weitere Sportart, die aus einer Kombination aus verschiedenen Hundsportarten besteht und das Zusammenarbeiten von Hund und Mensch fördert. Hierbei werden die Übungen gezielt auf die Vorgaben des jeweiligen Hundes zugeschnitten, sodass besonders ältere Hunde, Vierbeiner mit körperlichen Einschränkungen und sonstigen Defiziten die Möglichkeit haben, trotz individueller Belastungen, sportlich aktiv zu bleiben. 

    Schweben Herrchen / Frauchen weitere Hundesportarten vor, so geht das Probieren über Studieren. Sollte den körperlichen, geistigen und gesundheitlichen Voraussetzungen des Schnoodles nichts im Wege stehen, dann ist im Grunde alles denkbar.

    Aktivitäten für jeden Tag

    Für den Alltag sind tägliche Spaziergänge und Gassirunden ein wichtiger Baustein des Auslastungsprogramms. Zudem bieten sie dem Hund Eckpfeiler für einen strukturierten Alltag. 

    Um diesen beiden wiederkehrenden Standardaufgaben etwas mehr Spannung und Spaß einzuhauchen, können diverse Hundespiele, Suchaufgaben oder Geschicklichkeitsübungen, für willkommene Abwechslung unterwegs sorgen. Mit etwas Kreativität und gutem Willen, werdet ihr bestimmt die richtigen Aktivitäten für euren Schnoodle und dessen individuellen Bedürfnisse herausfinden.

    Für sportliche Hundebesitzer ist besonders der mittelgroße und große Schnoodle bei der Joggingrunde, dem Reitausflug oder einer ausgiebigen Fahrradtour, ein idealer und ausdauernder Begleiter.

    Anhänger des Wander- oder Trekkingsports kommen auch mit dem Schnoodle an ihrer Seite auf ihre Kosten. 

    Von Klein bis Groß wird der leicht trainierbare und kooperative Schnoodle viel Freude am Aufbau von neuem Verhalten finden. Sei es beim Trickdog oder bestimmten Trainingsinhalten im Rahmen des Gehorsams.

    Für willkommenen innerartigen Sozialkontakt bietet sich die Hundewiese oder gemeinsame Verabredungen zu Spaziergängen mit anderen Hundehaltern an.

    Es gibt also genug Möglichkeiten, mit seinem Schnoodle im Gepäck etwas zu erleben, gemeinsam eine gute und intensive Zeit zu verbringen, bei der der Hund sich neben der Bespaßung einbringen und auspowern kann.

    08

    Das sind die Anforderungen für die Haltung eines Schnoodles

    Welche Besonderheiten sind im Hinblick auf Haltebedingungen, Zeit- und Kostenaufwand beim Schnoodle zu beachten?
    Pflege Mittel
    tägliche Aktivitäten Mittel
    Gassi gehen Mittel
    Erziehung Gering

    Anforderungen an den Hundehalter

    Stadttauglichkeit, Platzbedarf Wohnung und Garten

    Bei der Betrachtung der vorgenannten Punkte, wollen wir nochmals vorwegschicken, dass es bei der Zucht des Schnoodle, drei verschiedene Größenvarianten gibt, die allesamt unterschiedliche Haltebedingungen erfordern.

    Die üblichste Variante ist die des Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle. Diesen Hybridhund kann der Halter hervorragend in der Stadt halten, da die Voraussetzungen für die Auslastung einfacher umzusetzen sind. Ferner lässt sich der kleingewachsene Hybridhund von seinem Platzbedarf hervorragend in einer kleineren Stadtwohnung halten, um seinen Wünschen in Sachen Bewegungsfreiraum und Anforderungen an dessen Schlaf- und Ruheplätze nachzukommen. Selbst die Wohnung im Obergeschoß stellt kein großes Problem dar, da der Hundebesitzer den Designerhund auf den Arm nehmen und die Treppe hinauftragen kann. Damit entlastet er die Belastung des Bewegungsapparats durch das schädliche Treppensteigen und kommt fix mit seinem Hundepartner auch ohne vorhandenen Aufzug, ins Obergeschoß.

    Ein Garten ist nicht unbedingt für eine artgerechte Haltung des Schnoodle notwendig. Sollte er vorhanden sein, kann er bei entsprechender Größe für die eine oder andere Beschäftigung (Hundespiele, Suchaufgaben, Toilettengang, Verweilen u.a.) genutzt werden und bietet dem Halter und Hund mehr Flexibilität für die Freizeitgestaltung.

    Anders gestaltet sich die Wohnraumsituation bei der großen/mittelgroßen Ausführung des Schnoodles. Denn dann sind andere Voraussetzungen erforderlich, um den Ansprüchen insgesamt gerecht zu werden. So will auch dessen Auslastungsprogramm umgesetzt werden, was u.U. eine größere Anfahrt bis zum nächstgelegenen Hundeplatz für den Hundesport oder Auslauf im Wald bedeutet.

    Natürlich müssen auf die Wohnungsgröße und der gesamte Platzbedarf an den höheren Körpermaßen orientiert sein. Solltet ihr das Angebot im öffentlichen Nahverkehr in der Stadt als ein Argument für das Stadtleben heranziehen, dann wird die Teilnahme daran mit dem Hund im Schlepptau, definitiv schwieriger werden. Einerseits will er nicht in der beengten Straßenbahn durch die Menschansammlung sich bedroht fühlen, andererseits ist die Mitnahme in Bus und Bahn oft bei größeren Hunden verboten. Kurz, die größeren Schnoodles sind weniger stadttauglich als ihre kleinen Pendants.

    Alleine schon die täglichen Gassirunden sind auf dem Land generell einfacher zu absolvieren. Ob es nun das Platzangebot für den Toilettengang, eine kurzweilige Trainingssequenz oder diverse Hundespiele sind. Für all das will man dem Hund doch eine stressfreie Umgebung bieten. Ist aber der Halter bereit, viel Zeit, Engagement und weite Strecken auf sich zu nehmen, lässt sich vieles im Sinne des Hundes in der Stadt vereinbaren.

    Kurzum, jeder Halter sollte sich überlegen, ob er dem größeren Hund die Stadt zumuten will, oder lieber auf eine andere Rasse und / oder den kleineren Hund ausweicht. Der größte Schnoodle ist sicherlich besser auf dem Land in einem Haus mit großem Garten aufgehoben, als in der Stadtwohnung. 

    Zeitaufwand Erziehung, Gassi, tägliche Beschäftigung und Pflege

    Der Schnoodle lässt sich gut und einfach abrichten, so dass der Zeitaufwand für die Grundausbildung gering ausfallen sollte.

    Die tägliche Beschäftigung und Auslastung nimmt einen mittelmäßigen Zeitrahmen in Beschlag. Die kleinste Ausführung, nämlich der Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle, benötigt weniger Programm, als seine großen Verwandten, Riesen und Standard Schnoodle.

    Tägliches Bürsten oder Kämmen ist bei der Fellbeschaffenheit des Schnoodles nicht notwendig. Es reicht vollkommen aus, sich wöchentlich der Fellpflege intensiver zu widmen. Gleichzeitig kann dann die Pflege der Ohren, Zähne, Haut, Augen und Pfoten erfolgen. 

    Je nach Einschlag des Schnauzers, ist das Trimmen des Fells ab und an gefragt. Ebenso sind gelegentlich die Haare rund um die Augenpartie und Ohren zu kürzen. Damit werden das Sichtfeld verbessert und die Ohren freigelegt, sodass die Gefahr für Entzündungen vermindert wird.

    Der regelmäßige Pflegeintervall ist aber notwendig, um das Haarkleid sauber zu halten, abgestorbenes Haar zu entfernen und Verfilzungen zu vermeiden. Ebenso werden durch die Pflegemaßnahmen alle anderen Körperbereiche auf Hygiene geprüft und in Schuss gehalten. Dies kommt somit dem Erscheinungsbild zu Gute. Auf Grund des intensiven Körperkontakts werden zudem schnell Parasiten ausfindig gemacht und Verletzungen oder andere körperliche/gesundheitliche Belastungen entdeckt. Die Hundepflege ist also für das adrette Aussehen, das Wohlbefinden und die Gesundheit des Schnoodle zuträglich.

    Um euch einen tieferen Eindruck über die generellen Aufgaben der Hundepflege zu verschaffen und hilfreiche Praxistipps zu erhalten, haben wir einen ergänzenden Artikel mit dem Titel „Hundepflege – was gehört alles zu einer umfassenden Pflege des Hunde dazu?“ in unserem Magazin zum Lesen bereitgestellt. 

    Kostenaufwand Pflege, Ernährung, Erziehung und Gesundheit

    Die regelmäßigen Kosten für die Pflege sind eher gering, denn normalerweise können die Pflegeaufgaben gut von Herrchen und Frauchen in Eigenregie übernommen werden. Hierfür benötigt es eine Grundausstattung wie Hundekamm, Hundebürste, Schere u.a., was allerdings keine großen Löcher in den Geldbeutel reißen sollte.

    Je nachdem, ob ihr nun die Pflegeaufgaben selber umsetzt oder doch lieber den Spezialisten im Hundesalon mit ins Boot nehmt, wird letztlich der finale Kostenaufwand zu kalkulieren sein.

    Bei der Ernährung kommt es wiederum auf die Größenvariante des Schnoodles an und dem damit unmittelbar zusammenhängenden Grad der Auslastungsaktivitäten. Denn der Energieverbrauch muss über die Ernährung wieder zugeführt werden und wird bei dem Riesen Schnoodle ein Vielfaches von dem des Miniatur / Toy / Zwerg Schnoodle sein.

    Durch die leichte, arbeitswillige und gelehrige Art des Schnoodle, werden im Normalfall nur die klassischen Kurse und Trainings für die Grundausbildung anfallen, denn der Hund lässt sich einfach führen und schnell abrichten.

    Zu guter Letzt steht noch die Frage nach den anfallenden regelmäßigen Gesundheitskosten im Raum. Grundsätzlich ist der Schnoodle robust und resistent. Ist dem auch so, so werden die Kosten für den Tierarzt und die veterinärmedizinischen Behandlungen ein minimales an Aufwand bedeuten und sich auf Kontrolluntersuchungen, Impfungen und Parasitenbekämpfung mit den entsprechenden Antiparasitika begrenzen, um Zecken, Würmern, Milben etc. zu Leibe zu rücken. 

    Treten aber unvorhergesehene Kosten durch Verletzungen, Unfälle oder Folgeerscheinungen auf Grund von einer unsachgemäßen Zucht auf, kann der Kostenaufwand erheblich höher ausfallen.

    Anforderungen an die Umgebung

    Stadttauglichkeit Mittel
    Platzbedarf Wohnung Mittel
    Platzbedarf Garten Mittel

    Hat dir der Inhalt gefallen? Dann teile ihn doch auch mit anderen:

    VGWort Zählpixel