Havaneser

Charmante und einnehmende Rasse von Kuba

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Zuletzt aktualisiert am: 6.12.2023

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Havaneser

Das wichtigste in Kürze

  • Kleiner aber robuster Rassehund
  • Charmanter und quirliger Familien- und Begleithund für Groß und Klein, Jung und Alt
  • Für Hundeanfänger mit Kindern geeignet
  • Aufgeweckter, verspielter, fröhlicher, clownhafter und aktiver Alltagsbegleiter
  • Seidig-weiches, langes Haarkleid in weiß, falbfarben, schwarz und diversen Brauntönen

Der Havaneser ist ein charmanter, aufgeweckter und fröhlicher kleiner Hund, der mit seinem bezaubernden äußeren Erscheinungsbild und seinem Wesen gewinnt. Die Rasse gehört zu den Bichons, ist äußerst liebevoll und fröhlich, verspielt und wirkt mitunter durch ihr temperamentvolles und ausgelassenes Verhalten lustig und clownhaft. 

Aktuell ist der Havaneser einer der beliebtesten Gesellschafts- und Begleithunde, die sich durch ihre Anhänglichkeit und Geselligkeit hervorragend in eine bestehende Familie integrieren lassen, sehr fixiert und menschenbezogen sind und entsprechend die Nähe ihrer Bezugsmenschen suchen. Am Abend genießen sie es mit auf dem Sofa zu liegen und ihre tägliche Schmuseeinheit einzuheimsen, die Balsam für ihr Wohlbefinden ist. 

Apropos Familie: Der kleine robuste und lebhafte Havaneser ist Kindern sehr zugetan und erwächst in aller Regel zu einem treuen Spielgefährten.

Trotz, dass der Havaneser häufig als Schoßhund bezeichnet wird, ist er aber ein quickfideler und bewegungsfreudiger Zeitgenosse, der regelmäßig körperlich und kopfseitig beschäftigt werden will.

Zusammenfassend kann man sich nur dem Rassestandard anschließen, der den Havaneser als "anziehend" beschreibt, denn er schafft es immer wieder von Neuem, das Herz der Menschen im Flug zu erobern.

Jetzt seid ihr sicherlich hochgespannt und wollt noch mehr über den kleinen Rassehund mit dem außergewöhnlichen Haarkleid erfahren. Auf geht´s, in unserer nachfolgenden Rassebeschreibung findet ihr alle wissenswerten und hilfreichen Informationen, die es für die Anschaffung und Haltung eines Havanesers benötigt. Viel Spaß beim Lesen!

Nummer: 250
Gruppe: 9. Gesellschafts- und Begleithunde
Sektion: 1. Bichons und verwandte Rassen
Subsektion: 1. Bichons
Arbeitsprüfung notwendig? Nein
Ursprung
Kuba
Patronat -
Verwendung

Gesellschafts- und Begleithund

Datum der Veröffentlichung 31. Oktober 2016
Datum der vorläufigen Bestätigung -
Datum der finalen Bestätigung 24. September 1963
Link zum FCI-Standard FCI - Havaneser

Wie entstand unser Rassenname?

Der offizielle Rassename von uns Havanesern, könnte nach der Landeshauptstadt Havana (Kuba) entstanden sein, was grundsätzlich logisch klingt. Und ein Bezug hierzu besteht bestimmt, denn:

Unsere Vorfahren gelangten laut dem Rassestandard durch die Überfahrt aus dem Mittelmeerraum mit den Besatzungen und reisenden Geschäftsleuten der Handelsschiffe nach Kuba. Die seinerzeit eingereisten Hundeschläge wurden auf Kuba weiter gekreuzt. Aus diesen Kreuzungen ist schließlich der Blanquito de la Habana entstanden, der wiederum durch das Einkreuzen des Pudels, zum Havaneser weiterentwickelt wurde.

Der zu dieser Zeit am häufigsten entstandene Farbschlag, nämlich eine tabakähnliche Farbgebung, die weitläufig als Havanna-Farbe bezeichnet wurde, verlieh vermutlich der heutigen Havaneser-Rasse ihre offizielle Benamsung, da man folglich ihren Ursprung nach Kuba, in die Landeshauptstadt Havana/Habana, legte. 

Ob diese Tatsache tatsächlich der Wahrheit entspricht, kann nicht mit endgültiger Sicherheit nachgewiesen werden, so dass es hier und da weitere Thesen zur Entstehungsgeschichte der Rasse und deren Rassebezeichnung gibt.

Welches Problem sollten wir lösen?

Der Literatur nach, sollen unsere Vorfahren bei der Einreise nach Kuba, als Mittel zum Zweck gedient haben.

Um vermutlich die Geschäftsbeziehungen zu verbessern, die geschäftlichen Absichten zu vereinfachen und schlichtweg gute Stimmung zu verbreiten, wurden unsere Vorläufer gerne als Mitbringsel und Gastpräsent an Handelspartner und andere Privilegierte überreicht.

Unsere Hauptaufgabe bestand darin, durch unsere pure Anwesenheit an der Seite unserer neuen Besitzer, die primär der oberen Gesellschaftsschicht angehörten, als Schoßhund und vertrautem Gesellschaftshund zu dienen - wir sorgten für Geselligkeit und sollten Langeweile durch den gemeinsamen Zeitvertreib, fernhalten.

Vereinzelt wurden wir auch von Bauern auf dem Land zur Unterstützung für verschiedene Tätigkeiten gehalten.

Wie wurden wir eingesetzt?

Von jeher wurden wir zunächst von den Privilegierten in Kuba und Teilen Europas gehalten. Auf Kuba waren wir die Gesellschaftshunde der Zuckerbarone und des Landadels. In Europa dienten wir der Aristokratie in Frankreich, England und Spanien als tierischer Begleiter.

Bei den Landwirten wurden wir als Hütehunde für das Geflügel verwendet. Vermutlich sorgten wir zudem dafür, dass kein Nagetier dem Geflügel zu nahe kam und hielten die Örtlichkeiten von den Nagern frei. Ähnlich der anderen Hunderassen, die als Rattler eingesetzt wurden.

Wo stammen wir her?

Wir kleinen Havaneser haben unsere ursprüngliche Herkunft im westlichen Mittelmeergebiet. Besonders in den Küstenregionen Spaniens und Italiens fand die Entwicklung unserer Hunderasse statt.

Durch eines der typischen Fortbewegungsmittel der früheren Geschichte, der Schifffahrt, sind wir wahrscheinlich bei Überseefahrten nach Kuba gelangt, welches als Ursprungsland im Rassestandard des FCI heute geführt wird.

Unsere Vorläufer, die auf die Karibikinsel kamen, bekamen dort durch Einkreuzen anderer Hunde und Rassen ihren letzten Schliff, auf dem Weg zur heutigen Havaneser-Rasse. Daher gilt Havana/Habana als Usprung und Namensgeber.

Der Havaneser ist das letztliche Ergebnis aus der Kreuzung des kubanischen Blanquito de la Habana und dem Pudel.

Welche Rassen sind unsere Vorfahren?

Wir Havaneser sind mit unseren verwandten Hunderassen, dem Malteser, Bologneser, Bichons Frisé, dem Loewchen und dem Coton de Tuléar, der FCI Gruppe der "Bichons und verwandte Rassen" zugeordnet.

Wir alle haben gemein, dass wir von unserer Statur kleingewachsen und sehr auf den Menschen fixiert sind. Ferner sind wir allesamt mit einem langen Haarkleid ausgestattet.

Unser aller Vorfahren stammen aus dem westlichen Mittelmeergebiet.

Diese Vorfahren sind während der Renaissance mit den Kolonialisten aus den westlichen Mittelmeergebieten, auf ihren Schiffstouren in die gesamte Welt mitgenommen worden.

Dort wurden sie vermutlich mit einheimischen Hunderassen gekreuzt, wodurch die genannten heutigen Hunderassen entstanden sind.

Die Vorfahren von uns Havanesern sind dabei von Europa, um Ende des 17. Jahrhunderts, nach Kuba gekommen. Durch diverse Verpaarungen/Kreuzungen ist hieraus der Blanquito de la Habana hervorgegangen. Es handelte sich um einen kleinen, reinweißen Hund. 

Der kleinwüchsige weiße Hund gilt als der direkte Vorfahre von uns Havanesern, die im Fortgang der Geschichte mit Pudel gekreuzt wurden, wodurch letztendlich wir heutigen Havaneser hervorgingen. 

Wie haben wir uns auf der Welt verbreitet?

Der Startschuss und die erste Entwicklung der Havaneser-Geschichte haben ihren Anfang an der westlichen Mittelmeerküste Italiens und Spaniens.

Durch den Transport und die Reisen mit dem Schiff, sind wir im weiteren Verlauf unserer Verbreitungsgeschichte bei Überseefahrten mitgenommen worden und nach Kuba gelangt. 

Unsere Beliebtheit und die Haltung als Gesellschaftshund fand bis in die privilegierten Kreise und die Oberschicht statt. Beispielsweise wurden wir auf Kuba von den ansässigen Zuckerbaronen und vom gesamten dortigen Landadel bewundert und gerne als Gesellschaftshund gehalten. Aus diesen Gründen wurden wir häufig als Gastgeschenke an die Handelspartner von den Einreisenden verschenkt, um im Grunde eine wohlwollende Basis für anstehende Geschäftsaktivitäten und den Handel mit der Gabe der entzückenden kleinen Hündchen, zu legen. 

Dennoch sind bis heute leider alle alten Blutlinien von uns Havanesern auf Kuba ausgestorben, da die gezielte Zucht zu keiner Zeit offiziell gefördert wurde.

Von Kuba sind wir Havaneser durch den Schmuggel, vermutlich von geflüchteten kubanischen Staatsbürgern, die ins Exil flüchteten, in die Vereinigten Staaten von Amerika gelangt, wo wir als Rasse durch die Nachkommen dieser Hunde, überlebten. 

In den USA wurde unsere Hunderasse fortan weitergezüchtet und damit gefördert.

Von den Vereinigten Staaten von Amerika reisten wir Havaneser mit unseren Besitzern zurück nach Europa. Auch in Europa, insbesondere in England, Frankreich und Spanien, erlangten wir eine große Beliebtheit bei der oberen gesellschaftlichen Schicht bis zum Adel.

Bei einem Auftritt einiger Exemplare von uns Havanesern am Hofe in England, konnten wir mit unserer charmanten und anziehenden Wirkung, auch Queen Anne, die von 1655 bis 1714 England, Schottland und Irland regierte, von uns mehr als überzeugen. Wir verzauberten sie und sie legte sich zwei Havaneser zu und wurde vermutlich die erste Havaneser Besitzerin. 

Später wurde auch Queen Victoria Besitzerin von zwei Havanesern, die Chico und Golia hießen. Die Hunde wurden direkt bei einer Dame in Havanna auf Kuba besorgt und nach Großbritannien verbracht.

Die Bewunderung von uns kleinen Havaneser-Hunden erreichte auch Kulturschaffende und Intellektuelle. So befanden wir uns u.a. im Besitz von den Schriftstellern und Literaten, Charles Dickens und Thomas Carlyle.

Die Beliebtheit für uns Havaneser hielt zunächst bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts an, sowohl in Kuba, als auch in den genannten europäischen Ländern. Die folgenden fünf Jahrzehnte hörte man allerdings nicht mehr sehr viel von uns. Durch das Chaos der beiden Weltkriege kann man davon ausgehen, dass die Population an Havanesern in Europa stark dezimiert wurde.

In Kuba wiederum veränderten sich unsere Lebensverhältnisse. Denn die bedeutsamen Zuckerbarone verkauften ihre Liegenschaften und Unternehmen an große amerikanische Unternehmen. 

Hierdurch verschwanden die Dynastien, in denen wir Bichon havanais, bisher primär als Gesellschaftshund gehalten wurden. Durch die gesellschaftliche Veränderung, hielten wir fortan Einzug in die Heime des besser situierten und wohlhabenderen Bürgertums und der Mittelschicht Kubas. 

Die gesamte Popularität nahm in Kuba, wie auch sonst auf der Welt, ab. So auch durch die Kubanische Revolution, bei der viele Menschen die Flucht Richtung USA und Costa Rica antraten, dabei die allermeisten ihrer Havaneser zurückließen. Nur ein paar wenige von uns konnten mit ihren Besitzern gemeinsam Kuba den Rücken kehren. So sind auch die ersten Exemplare folglich in Costa Rica aufgetaucht.

Die Amerikanerin Dorothy Goodale, erwarb eine Hündin mitsamt ihrer Welpen, sowie einen Rüden. Ein paar Jahre später erhielt sie die Möglichkeit 5 weitere Havaneser Rüden mit Stammbaum-Nachweisen zu erwerben und ging mit 8 ihrer Hunde fortan der gezielten Zucht der Havaneser Hunderasse nach.

Mit Fug und Recht kann man behaupten, dass Dorothy Goodale damit die Stammmutter der Havaneser-Zucht ist. Sorgsam führte sie über die Zucht Buch, wodurch heute noch in den allermeisten Stammbäumen von uns Havanesern, einer der 8 ehemaligen Hunde Goodale´s in der Ahnenbetrachtung auftauchen.

Bereits seit 1963 ist die Hunderasse Havaneser vom Weltverband FCI als eigenständige Rasse anerkannt.

Im Jahre 1979 wurde in den USA der "Havaneser Club of America" gegründet. Heute wird dieser unter dem American Kennel Club (AKC) geführt, denn 1996 erlangte man dort die offizielle verbandsseitige Anerkennung. 

Erst im Jahre 1981 gelangten wir Bichon havanais von Amerika nach Deutschland. Eine deutsche Züchterin brachte zwei Havaneser mit und legte mit ihnen den Grundstock der Havaneserzucht in Deutschland.

Die Schweiz erreichten wir ebenfalls kurz danach als direkter Export aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Nachdem in Deutschland die Mauer gefallen ist, erreichten wir den Ostblock, allen voran Russland und Ungarn.

Zurück nach Kuba: Dort gründete man 1991 den "Club Cubano del Bichon Habanero". Zu Ehren unserer Rasse, wurden wir in der Folge zum Nationaltier Kubas ernannt.

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Aktuelles zum Havaneser

Wie beliebt ist der Havaneser und wie wird er heute eingesetzt?

Beliebtheit der Rasse heute

Wir Havaneser sind eine äußerst beliebte Hunderasse und kommen entsprechend häufig in deutschen Hundehaushalten vor.

Immerhin werden wir vom Verband für das Deutsche Hundewesen e.V. (VDH), unter den ersten 50 Hunderassen ihrer jährlich erscheinenden Welpenstatistik, geführt.

Aktuell sind von den zum VDH und dessen Mitgliedsverbänden gehörenden Züchtern, 811 neugeborene Havaneser-Welpen gemeldet und registriert worden. Diese warten auf ein neues Zuhause und stehen somit für die Weitervermittlung in sorgsame und passende Hände bereit.

Schaut man in Sachen Popularität über den großen Teich in die Vereinigten Staaten von Amerika, dann wird man über den Stellenwert des Havanesers als täglicher Begleiter in amerikanischen Haushalten, erstaunt sein. Denn der Havaneser liegt aktuell auf einem beachtlichen 24. Platz im Beliebtheitsranking des American Kennel Club (AKC).

Auch in Großbritannien hat der Havaneser die letzten Jahrzehnte stetig an Renomee zugenommen. Hier kommt der Havaneser in die Top 50 der favorisierten Rassen unter den britischen Hundeliebhabern.

Auf Grund ihres tollen, sanften und liebevollen Wesens und ihrer "platzsparenden" Größe, finden und befanden sich auch zahlreiche Havaneser in prominenter Haltung - sei es nun unsere ehemalige Miss-Tagesthemen Sabine Christiansen mit ihre Havaneser-Hündin Paula, die Moderatorin Marijke Amado und ihr Havaneser-Rüde Jottum, Andrew Lloyd Webber bis hin zu Jane Fonda.

Verwendung heute

Die große Nachfrage nach uns Havanesern entsteht bestimmt nicht umsonst. 

Wir sind tolle und liebevolle Familien-, Gesellschafts- und Begleithunde. Zahlreiche Singlehaushalte und Familien mit Kindern, halten uns primär als Haushund und treuen Begleiter. Aber auch Senioren sind von unserer täglichen Anwesenheit und guten Laune begeistert.

Im Rahmen unserer Haltung kommen wir regelmäßig bei Hundeausstellungen zum Einsatz, wo unsere Besitzer uns für die Präsentation im Ausstellungsring schick machen, um bestmögliche Ausstellungserfolge zu erzielen.

Zudem eignen wir uns durch unser lebhaftes und unternehmenslustige Temperament und unsere Sportlichkeit, prima für diverse Hundesportarten.

Auf Grund unserer guten Erzieh- und Ausbildungsfähigkeit und herausragenden Wesen, werden wir auch immer wieder zu Therapiebegleithunden abgerichtet, um hilfsbedürftigen Menschen durch unsere Anwesenheit und Aura, bei der tiergestützten Therapie beispielsweise in Pflege- und Seniorenheimen, zu helfen.

Und ihr werdet es nicht glauben, aber vereinzelt werden wir Bichon Havanais auch zu Assistenzhunden in einer Spezialausbildung gelehrt, um an der Seite von erkrankten und auf Hilfe angewiesenen Personen zu leben und ihnen wertvolle bis hin zu lebensrettenden Maßnahmen durch antrainiertes Verhalten zu gewähren. So findet man Rassevertreter als Lebensbegleiter von Menschen mit Diabetes oder posttraumatischen Störungen, die im Vorfeld etwaiger sich abzeichnender Diabetesschocks oder Panikattacken von z.B. durch Anstupsen frühzeitig gewarnt werden.

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Wie ist es um die Physis des Havanesers bestellt?

Welche körperlichen Rassemerkmale bringt der Havaneser mit und welche Vor- und Nachteile hängen mit ihnen zusammen?
Lebenserwartung
Rüden
12 - 15 Jahre
Hündinnen
12 - 15 Jahre
Widerristhöhe
Rüden
21 - 29 cm
Hündinnen
21 - 29 cm
Gewicht
Rüden
4 - 9 kg
Hündinnen
4 - 9 kg

Allgemeines Erscheinungsbild

Wir Havaneser sind entzückende, niederläufige Kleinhunde, die mit ihrer positiven Aura und erhellendem äußeren Erscheinungsbild, geprägt von den dunklen und glänzenden Knopfaugen, jeden Betrachter für sich vereinnahmen und begeistern.

Trotz der relativ geringen Körpergröße, die uns Gesellschafts- und Begleithunde, zu den kleinen Hunderassen gehören lässt, fällt sofort unsere kräftige und stabilwirkende Körperstatur auf.

Wir wirken charmant, reizend, anziehend und verzaubern viele Menschen mit unserer Art und dem adretten Aussehen.

Betrachtet man uns in der Fortbewegung, dann unterstreicht unser lebhafter und leichtfüßiger Gang unsere gesamte Agilität, Sportlichkeit, Lebens- und Bewegungsfreude, die wir generell mitbringen und tagtäglich mit unserem Verhalten zeigen. Des Weiteren ist unser Gangwerk geschmeidig, elastisch und schubvoll.

Der Kopf ist bei uns Havanesern mittelgroß, der Schädel flach, aber breit gebaut. Der Stopp ist mäßig ausgebildet. Nimmt man den Schädel von oben in Augenschein, wird die runde Form des Hinterkopfes auffällig, wohingegen der sonstige Kopf von allen Seiten betrachtet, quadratisch aussieht.

Für den Geruchssinn ist unsere Nase zuständig. Der Nasenschwamm ist entweder Schwarz oder Braun.

Der Fang verjüngt sich leicht zur Nasenspitze, wirkt aber niemals spitz oder stumpf. Laut dem Rassestandard soll die Länge des Fangs, gemessen von der Nasenspitze bis zum Stopp in gleicher Länge, wie vom Stopp bis zum Hinterhauptstachel, ausfallen.

Wir Bichon havanais haben trockene und enganliegende Lefzen, die von ihrer Struktur dünn sind.

Unser Kauwerkzeug besteht aus einem vollständigen Scherengebiss.

Die Backen sind bei uns Havanesern sehr flach ausgebildet.

Mit dem freundlichen Blick aus den dunklen und mandelförmigen Augen, verzaubern wir die allermeisten Betrachter. Die Augen sind dabei groß und die Umrandung sollte schwarzfarbig oder dunkelbraun sein.

Alle Geräusche unserer Umgebung nehmen wir mit unseren hoch angesetzten Hängeohren auf. Seitlich fallen die Ohren an unseren Backen entlang herunter. Die Ohren sind mäßig spitz zulaufend und mit langen Fransen versehen.

Der Hals ist bei uns Havanesern mittellang gebaut.

Was unsere Körperlänge betrifft, ist diese nur leicht größer, als die Höhe unseres Widerrists. Sie soll ca. 4:3 im Verhältnis zueinander betragen.

Von der Seite aus betrachtet, verläuft die obere Profillinie gerade.

Die Kruppe hat eine leicht abfallende Tendenz.

Die Rippen sind so ausgeformt, dass sie eine gute Wölbung zeigen, wodurch die inneren Organe viel Platz haben.

Die Rute wird von uns Havanesern hoch getragen. Dabei sollte laut der Rassebeschreibung die Rute in gerollter Form über dem Rücken präsent sein. Ansonsten ist auch die Form des Krummstabs erlaubt. Weiterhin ist die Rute mit einer lange Befederung ausgestattet, deren Haare eine seidige Struktur haben.

Unsere Gliedmaßen sind insgesamt mit einer guten Knochenstruktur versehen, sprich die Knochen sind kräftig und stabil gebaut.

Die Vorderläufe stehen parallel und gerade. Die Muskulatur ist dabei trocken, also der Fettanteil äußerst gering. Der Rassestandard des FCI wünscht zudem, dass die Länge von unserem Ellenbogen bis zum Widerrist nicht von der Länge vom Boden bis zum Ellenbogen übertroffen wird.

Die Hinterläufe sind nur leicht gewinkelt. 

Die Pfoten an Vorder- und Hinterläufen sind klein. Die Form ist leicht länglich und die Zehen stehen dabei eng aneinander liegend.

Fellfarben & Fellarten

Felldichte -
Fellstärke dick
Fellform wellig, glatt
Fellhärte weich
Felllänge lang
Unterwolle Ja
Fellmuster einfarbig, zweifarbig, gefleckt, Brand, schattiert, gewolkt
Fellfarbe Schwarz, Braun, Weiß, Falb

Wenn sich ein potentieller Hundehalter für uns Havaneser interessiert und sich mit dem Gedanken trägt einen Havaneser-Welpen beim Züchter zu kaufen, so wird er die Qual der Wahl bei den möglichen Farben unseres Haarkleids je nach Wurf haben.

Unser Fell reicht dabei von einfarbig bis zweifarbig und unter Umständen mit Schattierungen, von hell bis dunkel, einer bestimmten Farbe.

Auch gewolkte Exemplare gibt es, die laut dem Rassestandard bei den Zuchtergebnissen erlaubt werden.

Durchaus gibt es uns Bichon havanais in einer einfarbig reinweißen Ausführung, die allerdings äußerst selten erscheint.

Weiterhin findet man bei der Suche nach Havaneser-Rassevertreter, Hunde die in unterschiedlichen falbfarbenen Tönungen vorkommen. Diese können dann von Fahlgelb bis Hellgraubraun ihr Haarkleid tragen. Dabei tritt die angesprochene gewolkte Fellvariante, in leichtem Schwarz hier und da auf, die der Weltverband FCI, bei der Zucht ausdrücklich gestattet.

Hinzu kommen Farbvarianten in Schwarz und Braun. Die Brauntöne sind in Havanabraun, Tabak, Rötlichbraun anzutreffen. Auch Flecken in den entsprechenden Farben sind zugelassen. 

Bei den Schattierungen dürfen gemäß dem Standard bei uns Havanesern, Brand-Markierungen das Haarkleid schmücken. 

Kommen wir zu der Fellbeschaffenheit unseres Haarkleides: 

Wir Havaneser sind mit einem sehr langen Deckhaar ausgestattet.

Bei ausgewachsenen Rüden und Hündinnen unserer Hunderasse, kann das Deckhaar eine Länge von 12 bis 18 cm erreichen. Die Struktur der Deckhaare ist dabei weich und üppig. Die Haare sind bei uns Havanesern glatt oder gewellt und wir können einzelne lockige Strähnen haben.

Eine sehr dürftige Unterwolle ziert unseren Körper, bietet allerdings durch die sehr schwache Ausprägung, wenig Vorteile. Bei zahlreichen Rasseangehörigen fehlt sogar das wollige Unterfell komplett.

In Ausnahmefällen gestattet der Rassestandard, dass uns die Haare an den Pfoten gesäubert werden. Ebenfalls gekürzt werden dürfen die Haare auf der Stirn, um das Bedecken der Augenpartie zu vermeiden. Weiterhin ist das Stutzen der Haare am Fang gestattet.

Eine vom FCI zur Zucht nicht anerkannte Variante des Havanesers, sind die kurzhaarigen Hunde, die auch als Stockhaarhavaneser, bekannt sind. Aus einem genetisch bedingten Prozess, ist bei dieser Variante das Haarkleid kurz und das Aussehen grundsätzlich in Nuancen anders. So tragen Kurzhaarhavaneser ihren Fang beispielsweise spitzer zulaufend, als beim üblichen Havaneser. Die Wesensmerkmale sind hingegen identisch. 

Körpermaße

Mit unserer Körpergröße und Widerristhöhe gehören wir Havaneser zu den kleinen und zugleich durch die mäßige Länge unserer Läufe, zu den niederläufigen Hunderassen.

Sowohl die Rüden und Hündinnen unser Havaneser-Rasse, werden vom Widerrist eine Höhe von 23 bis 27 cm im ausgewachsenen Stadium erreichen.

Der Rassestandard lässt allerdings eine kleine Abweichung und Toleranz beim Widerrist zu. Somit sind Havaneser in einer Größenkategorie ihres Widerrists von 21 bis 29 cm geduldet.

Unser Körpergewicht kann je nach Größe, Körperbau und Geschlecht schwanken und wird sich von Havaneser zu Havaneser unterscheiden.

Man findet durchaus muskulöse Hunde und zierlichere Exemplare. Das Gewicht wird sich bei uns in einem Bereich von 4 bis 9 kg bewegen.

Stärken

Eine sehr angenehme Nebenerscheinung bringen wir Bichon havanais hinsichtlich des potentiellen Haarverlusts mit. Denn wir gehören zu den Hunderassen, die keinen Fellwechsel von Sommer- oder Winterfell vollziehen. Dadurch kommt zu der üblichen Zeit des Fellwechsels, mit dem äußerst starken und unangenehmen Haarverlust, keine zusätzliche Arbeit auf euch als Havaneser-Halter zu.

Zudem verlieren wir auch nur ganz selektiv das sonstige Jahr über von unserem Haar. Dies ist einerseits im Hinblick auf die Sauberkeit im Haus, Auto und auf dem Sofa ein enormer Vorteil, hingegen müssen wir möglichst täglich gut gebürstet werden, da unser Fell ansonsten verknotet und verfilzt.

Apropos Sauberkeit: Sabbern ist für uns Havaneser quasi ein Fremdwort.

Mit unseren mäßig langen Läufen sind wir sehr flink, agil, beweglich und wendig unterwegs, haben ein hohe und schubvolle Antrittsgeschwindigkeit, was uns auf dem Hundeplatz bei diversen läuferischen Disziplinen im Hundesport, wie auch bei verschiedenen Freizeitaktivitäten, die uns Laufvermögen ansprechen, sehr entgegenkommt. Außerdem sind wir ausdauernde Läufer.

Ferner  lieben wir Havaneser das Wasser und sind gute Schwimmer. Rund um sagt man uns nach, dass wir eine sportliche Rasse sind.

Die Rippenpartie ist gut gewölbt und bietet ausreichend Platz für das Wachstum der inneren Organe, wodurch diese eine hohe Leistungskapazität und -fähigkeit im Alltag zeigen.

Des Weiteren bietet unsere Körpergröße den Vorteil, dass wir nicht sehr viel Platz im Allgemeinen benötigen, wodurch unser Herrchen sich beispielsweise für den Transport kein großes Fahrzeug anschaffen oder in einem riesigen Haus wohnen muss. Ebenfalls kann er uns einfach mit zu Freunden, zum Friseur oder ins Café nehmen.

Wir Havaneser sind durch unsere hervorragende Knochenstruktur und gesamte Konstitution grundsätzlich nicht verletzungsanfällig, gelten als robuste Rasse, haben eine hohe Lebenserwartung, die bei uns kleinen Hunderassen im Schnitt immer deutlich höher ist, als bei unseren großen Artgenossen.

Auf Grund unserer ursprünglichen Herkunft aus Kuba und der den dortigen Verhältnissen angepaßten Fellstruktur, halten wir Wärme gut aus.

Stärken

  • Beweglichkeit
  • Flinkheit
  • schubvolle Beschleunigung
  • Wendigkeit
  • gute Schwimmer
  • Ausdauer
  • ausreichend Platz für innere Organe
  • wenig Haarverlust
  • wenig Sabber
  • geringer Platzbedarf
  • Verletzungsresistenz
  • Wärmeresistenz

Schwächen

  • hoher Pflegeaufwand
  • Kälteempfindlichkeit
  • Nässeempfindlichkeit
  • Schneeempfindlichkeit

Schwächen

Wir Havaneser haben zwar ein langes Deckhaar, dafür aber nur eine ganz leichte Unterwolle. Diese bietet uns kaum Schutz vor Kälte und Nässe, wodurch das lange Verbleiben im Freien bei schlechtem Wetter für uns unangenehm sein kann.

Das Fell sorgt für einen größeren Pflegeaufwand.

Unsere Hängeohren müssen regelmäßig gesäubert werden, damit Nässe und Dreck keine Entzündungen verursachen.

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Havaneser: Wesen, Charakter & Temperament

Was zeichnet das Wesen und Sozialverhalten beim Havaneser aus?

Allgemeine Merkmale

Intelligenz Hoch
Temperament Hoch
Willenstärke Mittel
Allein zuhause Gering
Verfressenheit Mittel
Jagdtrieb -
Wachsamkeit Hoch
Streuner-Trieb -
Bewegungsbedürfnis Mittel
Verspieltheit Hoch
Mut -

Allgemeine Merkmale

Intelligenz

Unsere Intelligenz wird von Hundebesitzern und Züchtern regelmäßig mit hoch eingeschätzt.

Wir sind schlaue Kerlchen und Weibchen, die eine gute Auffassungsgabe haben und schnell kapieren, was man von uns erwartet. Dementsprechend wollen wir auch vom Kopf her gefordert und beschäftigt werden, Aufgaben lösen und uns geistig/mental betätigen. Zudem lieben wir es, mit unseren Bezugsmenschen neue Dinge zu erlernen und erarbeiten, gemeinsame Erfolge und Trainingsziele zu erreichen.

Zudem sagt man uns Havanesern eine ordentliche Portion Cleverness nach, da wir zuweilen geschickt unser anvisiertes Vorhaben zielstrebig umzusetzen versuchen und wenn nötig, durch unsere herzerwärmende Art und gewinnenden Blick mit unseren dunklen Knopfaugen, etwaige Widerstände von Herrchen/Frauchen mit unserem Auftreten gewandt und smart aus dem Weg räumen - manch einer erliegt uns dann und ist nachgiebig.

Temperament

Wir Havaneser sind sehr aufgeweckte Hunde. Wir haben ein fröhliches Wesen.

Mit unserem gesamten Verhalten zeigen wir deutlich die gesamte Lebensfreude und Energie, die in uns steckt.

Quirlig bewegen wir uns und man spürt förmlich unseren Optimismus, Spaß und Freude. Unsere Agilität kann man bei jeglicher Form der Bewegung erfassen. 

Wir sind bewegliche und flinke Hunde, was uns bei den Hundesportarten und den Freizeitbeschäftigungen gut zu Gesicht steht.

Da wir situationsbedingt gerne umhertollen und Bewegung haben, dies allerdings nicht den gesamten Tag, sind wir auch gut für ältere Menschen, als Begleit- und Haushund zu halten. Und unsere Liebe werden sie sicher genießen und durch die Aufgaben und Tätigkeiten mit uns jung und fit bleiben.

Man sagt uns nach, äußerst verspielt zu sein, zuweilen närrisch und pfiffig aufzutreten - wir sind lebhafte und aktive Hunde.

Willensstärke

Der clevere Havaneser weiß situativ ganz genau, wie er seinen eigenen Willen und Kopf durchsetzen vermag, in dem er mit seiner entzückenden, bezaubernden und umgarnenden Art, Herrchen/Frauchen an der Nase herumführt - andere würden sagen um den Finger wickelt.

Allein zuhause

Da wir Havaneser bekanntlich sehr an unseren Bezugspersonen hängen und deren Nähe suchen, ist das Alleinebleiben eine unangenehme und unschöne Sache für uns - wir mögen das Alleinsein schlichtweg nicht.

Wir sind auf keinen Fall der richtige Hund, um den halben oder ganzen Tag zu Hause auf die Rückkehr von unseren Besitzern zu warten, wenn sie auf der Arbeit sind oder sich sonstwo in der Weltgeschichte ohne uns herumtreiben wollen. 

Wir sind schließlich als Gesellschaftshunde gezüchtet worden, sprich unsere angedachte Verwendung lag jeher darin, unseren Besitzern mit unserer Anwesenheit das eigene Alleinsein zu ersparen, ihnen als vertrauter Sozialpartner stetig zur Seite zu stehen, Langeweile zu vermeiden, als fröhlicher Lebensbegleiter zu dienen und dabei sicherlich auch hin und wieder den Seelentröster zu spielen.

Auf Grund unserer Wesenseigenschaften und unserer körperlichen Ausstattung, eignen wir uns auf gar keinen Fall als Zwingerhund oder für eine sonstige Außenhaltung abseits unserer Familie. Daher wollen wir möglichst den ganzen lieben Tag am Familienleben teilnehmen und nicht unbeachtet unser Dasein fristen. 

Natürlich mag es den einen oder anderen Havaneser geben, der etwas besser mit dem Alleinsein parat kommen mag, dennoch gilt für alle gleichermaßen, dass wir bereits in der Welpenfrühphase an das Alleinsein behutsam und Schritt für Schritt herangeführt und gewöhnt werden müssen, damit ihr uns zumindest perspektivisch für eine kurze Zeit zu Hause lassen könnt - denn es gibt immer Situationen und Termine, wo wir als Hunde leider nichts verloren haben, egal wie klein und anpassungsfähig wir Havaneser generell auch sein mögen.

Also: Wenn möglich wollen wir am liebsten immer bei euch sein und euch überall hinbegleiten. Wenn ihr nun aber mal zum Friseur oder Arzt müsst, ist vielleicht der Hundesitter oder eine Hundetagesstätte eine gute Alternative, damit wir nicht allein sind und fürsorglich während eurer Abwesenheit betreut werden.

Verfressenheit

Etwas Leckerem sind wir Havaneser nicht abgeneigt, mitunter je nach Hundeindividuum sicher mehr oder weniger "verfressen" - allerdings ist unsere Neigung in diesem Zusammenhang nicht so ausgeprägt wie bei manch anderen Rassehunden, wie beispielsweise dem Labrador Retriever oder Beagle.

Wachsamkeit

Eine Begabung, die wir unter anderem mitbringen, ist die Tatsache, dass man uns sehr einfach zu einer lebendigen Alarmanlage umfunktionieren kann. Sprich, wir Havaneser geben sofort Laut, wenn wir Gefahr für Hab und Gut unseres Herrchens sehen.

Wir halten dafür die Umgebung gut im Auge, sind aufmerksam und bellen los, wenn es Zeit ist Alarm zu geben.

Kurz: Wir Havaneser sind gute Aufpasser und leicht zu alarmgebenden Partnern zu erziehen.

Bewegungsbedürfnis

Wir sind nicht die Hunderasse, die von morgens bis abends ständig ihre Energie durch Freizeitaktivitäten, Hundesport und Spiel und Spaß abbauen wollen und müssen, um auf unsere Kosten zu kommen. Das Bewegungsbedürfnis hält sich in Grenzen, auch wenn wir lebhaft und bewegungsfreudig sind. Allerdings sind wir Havaneser definitiv keine Hochleistungssportler, aber durchaus sportlich und entsprechend gerne aktiv.

Ein ausgiebiger Spaziergang und die notwendigen Gassirunden sind defintiv Pflicht, um ausreichend bewegt zu werden. Und dabei ist es durchaus sinnvoll und ratsam, als Hundebesitzer einen festgelegten Tagesrhythmus zu haben, um uns eine feste Struktur zu bieten. 

Dennoch freuen wir Havaneser uns, wenn unser Herrchen mehr Zeit und Lust aufwenden will und uns zum Spielen oder zu einer sonstigen artgerechten Beschäftigungsform animiert. Auch bei diversen Hundesportarten gehen wir förmlich mit all unseren Fähigkeiten und Stärken auf. 

Generell spielen wir auch sehr gerne, freuen uns mit Herrchen/Frauchen die unterschiedlichsten Hundespiele, Tricks und Kunststücke zu üben, werden im Falle von Kindern im Haushalt, permanent an ihnen kleben und mit ihnen unentwegt spielen, wenn niemand in der Nähe ist, sind wir zudem in der Lage uns selber zu beschäftigen.

Verspieltheit

Wir sind eine Hunderasse dies sehr gerne ausgelassen spielt, sei es mit unserer Hauptbezugsperson, den erwachsenen Familienmitgliedern und noch viel lieber, mit den Kindern des Hauses.

Ebenso kann man uns immer wieder dabei erwischen, dass wir verspielten Zeitgenossen uns prima bei diversen spielerischen Aktivitäten selber begeistern und amüsieren können.

Mitunter neigen wird dabei zu clownhaften Verhalten und albern herum, was druchaus für Belsutigung bei unseren Bezugsmenschen sorgt.

Auf alle Fälle sind wir sofort dabei, wenn man uns zum Spielen und Toben animieren will - wenn wir euch nicht schon zuvorgekommen sind und mit eindeutigen Spielaufforderungsgesten um euch herumscharwenzelt sind.

Ferner wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass wir uns gleichermaßen mit Artgenossen auf innerartliche und hundtypische Weise gerne austoben und artgerecht ausleben wollen. Sprich regelmäßige Hundebegegnungen geben uns die Möglichkeit, einfach mal Hund zu sein und unsere spielfreudige und verspielte Ader, ausgiebig auf der Hundewiese oder anderen Begegnungsstätten, zur Entfaltung kommen lassen möchten. 

Sozialverhalten

Sozialverträglichkeit

Havaneser sind generell von Haus aus sehr sozialverträgliche Hunde, freundlich, aufgeschlossen, umgänglich, anpassungsfähig und gesellig, sei es im Hinblick auf sozialen Kontakt mit Menschen oder Artgenossen.

Trotz bester natürlicher Anlagen ist es dennoch für die Formung und Entwicklung der jeweiligen Havaneser-Persönlichkeit von großer Bedeutung, im frühen Welpenalter auf positive Weise ausreichende Erfahrungen und Eindrücke im Rahmen der Prägung und Sozialisierung vermittelt bekommen zu haben, damit wir die Spezies Mensch als "Freund" verinnerlichen und unser innerartliches Sozialverhalten mit den entsprechenden arttypischen Umgangsnormen, durch regelmäßige soziale Interaktionen von klein auf lernen, üben und uns innerhalb unseres Verhaltensrepertoire aneignen. Denn so werden wir zu verhaltenssicheren und sozialverträglichen Hundeindividuen, die mit der Zeit durch das Reifen in ihrer Persönlichkeitsstruktur, im Idealfall eine ausgeprägte und hochqualitativ Sozialkompetenz ausbauen.

Auch die Sozialverträglichkeit ist wiederum ein wichtiger Faktor, der in Bezug auf den Welpenkauf u.a. bei der Recherche und Informationssammlung im Hinblick auf die richtige Bezugsquelle, unbedingt beachtet werden sollte. Denn organisierte, kontrollierte und geprüfte Züchter, die mit großem Engagement, Kompetenz und Fürsorge ihrem Zuchtbetrieb nachgehen, legen Wert auf gesunde, verhaltenssichere, charakterstarke, rassetypische und sozialverträgliche Welpen zu züchten, die sich einfach mit den nötigen Maßnahmen in den Alltag und das Zusammenleben mit Menschen und anderen Hunden integrieren lassen. Hierfür liegt es in der Verantwortung des jeweiligen Zuchtbetriebs, nur geeignete Zuchthunde durch eine disziplinierte Zuchtauswahl einzusetzen, die bestmöglich Gene an ihre Nachzuchten weitergeben. Mit dieser Basis ist es aber noch nicht getan, denn mit dem Start des Welpenlebens geht es dann aufbauend auf den individuellen Rassemerkmalen erst richtig in Sachen Welpenentwicklung los. Der Züchter hat dabei als erster verantwortlicher "Erziehungsberechtigter" idealerweise die Zügel in der Hand, damit er durch sein aktives fürsorgliches und intensives Zutun, dem jeweiligen Welpen die besten Grundlagen und das unerschütterliche Fundament in Sachen Persönlichkeitsentwicklung mit auf den weiteren Weg seines Hundelebens mitgeben kann. Sprich der Züchter ist in der Lage mit Hilfe der angemessenen erzieherischen Maßnahmen und dem Umgang mit dem Welpen, die Weichenstellung durch Vermittlung wichtiger Werte, zu beeinflussen und seinen Nachzöglingen beste Bedingungen mitzugeben, auf denen dann der zukünftige Halter, das Welpenindividuum weiterentwickeln und formen kann.

Was in Sachen Prägung, Habituation und Sozialisierung alles bei der Welpenaufzucht auf den Halter zukommt, um am Ende des Tages einen alltagstauglichen, verhaltenssicheren und sozialverträglichen Vierbeiner an seiner Seite zu haben, könnt ihr gerne in unserem Leitartikel über die diversen Welpenphasen nachlesen.




Freundlichkeit zu Hunden

Anderen Hunderassen und Artgenossen sind wir aufgeschlossen und vom Benehmen sehr freundlich zugeneigt. Wir werden als umgänglich, friedfertig und sozial beschrieben. Unsere Rasse liebt die Gesellschaft von Gleichgesinnten.

Auch im gemeinsamen Rudel zu Hause in einem Haushalt, können wir gut mit den anderen Hunden gemeinsam leben. Je früher vom Lebensalter wir zusammengeführt werden, desto besser.

Zieht nach uns ein weiterer Hund ein, benötigen wir eine Eingewöhnungsphase, da der Neuankömmling zunächst einen Teil unseres Reviers beansprucht. Aber auch dies wird sich in der Regel gut einpendeln. Was ihr im Fall einer Zusammenführung beachten solltet, könnt ihr in unserem ergänzenden Magazinbeitrag herausfinden.




Freundlichkeit zu Menschen

Wir Havaneser zeichnen uns durch unseren fröhlichen und heiteren Charakter aus, sind Menschen gegenüber im Allgemeinen freundlich, friedvoll und liebenswert gestimmt.

Von unserer Art und unserem gesamten Auftritt bezaubern wir viele Menschen und erobern schnell ihr Herz. Wir treten gewinnbringend auf, wodurch sich Klein und Groß regelrecht zu uns hingezogen fühlen. Wir gehen mit Menschen charmant, aufgeschlossene und offenherzig um - wir sind sehr unkomplizierte Vierbeiner.

Auch Fremde sind immer willkommen, sie werden mit tösendem aber freundlichem Bellen begrüßt.

Mit unserer positiven Art stecken wir unsere Familie und alle anderen Personen an. Schlechte Laune verfliegt in unserer Gegenwart ganz schnell.

Ob Kinder, Erwachsene, Senioren, Paare, Familien oder Singles, wir sind durch unsers liebevolle und vertrautes Wesen, ideale Lebensbegleiter.




Bindung zum Herrchen

Die Beziehung zu unseren Bezugspersonen ist uns Havanesern sehr wichtig. 

Durch einen intensiven und innigen Kontakt von klein auf, werden wir mit unseren Bezugsmenschen zu einem eingeschweißten Team zusammenwachsen, das von seiner tiefen und stabilen Bindung geprägt ist.

Wir Havaneser sind sehr menschenbezogen und suchen ständig die Nähe unserer Liebsten. Wir wollen aktiv als vollwertiges Rudelmitglied am Familienleben teilnehmen und fester Bestandteil des familiären Alltags sein. 

Man liegt völlig richtig, wenn man uns Bichon havanais nachsagt, dass wir eine treue und loyale Rasse sind, die durch ihre ausgeprägte Geselligkeit, am Liebsten der Mittelpunkt ihrer Menschenfamilie sind. Anhänglichkeit wird bei uns großgeschrieben.

Die Havaneser-Rasse hat ein ganz großes Herz für seine Menschen.

Neben der Aufmerksamkeit und Fürsorge unserer Besitzer, ist uns zudem ausreichende körperliche Zuwendung und Zuneigung mit viel Schmusen und ausreichenden Streicheleinheiten wichtig, da dies Balsam für unser Seelenwohl ist. Wir Havaneser genießen die körperliche Nähe und werden dabei gerne geliebkost. Bei einem schönen Fernsehabend oder beim Lesen auf dem Sofa, kuscheln wir uns regelmäßig zu unserem Herrchen oder dem Rest der Familie.




Erziehbarkeit

Die Erziehung und Ausbildung klappt hervorragend, wir verhalten uns hierbei sehr kooperativ, arbeiten unwahrscheinlich gerne mit Herrchen/Frauchen zusammen und ziehen an einem Strang. Wir sind leicht zu führen.

Da wir intelligente Hunde sind, haben wir eine schnelle Auffassungsgabe und setzen die gewünschten Lerninhalte flott um. Wir Bichon havanais sind lernfähig und gelehrig.

Man kann durchaus sagen, dass wir Havaneser eine leicht erziehbare und einfach zu trainierende Hunderasse sind.

Geht dabei aber bitte immer mit Geduld, Fingerspitzengefühl und Bedacht vor. Unangemessene, zu strenge und harte Ansprache und Umgangsformen lehnen wir ab, zeigen dann auch durchaus ein gewisses Maß an Bockigkeit. Liebevolle Konsequenz und positive Bestärkung sind die Schlüssel zum Erfolg, bei der Vermittlung angestrebter Lerninhalte und auf dem Weg zum Erreichen der gewünschten Trainingsziele.

Da wir in der Handhabung so umgänglich sind, eignen wir Havaneser uns auch hervorragend als Anfängerhunde.




Kinderfreundlichkeit

Kinder lieben wir Havaneser-Hunde unwahrscheinlich - wir sind richtig verrückt nach ihnen. 

Hier kann man mit Fug und Recht behaupten: Havaneser und Kinder, das passt!

Wir sind kinderlieb, ausgesprochen verträglich und genießen den Umgang mit Kindern. Beim Spielen können wir dabei durchaus etwas verrückt und gaga wirken.

Am liebsten wollen wir so viel und so oft mit den Kindern bei Spaß und Spiel herumtollen, wie es nur geht. Hierbei ist nicht immer klar, wer wen zum Spielen und Quatschmachen animiert.

Wir sind ideale Familienhunde und Spielgefährten.

Dennoch sollten Eltern trotz des tollen und liebevollen Wesens von uns Havanesern, immer aufmerksam das Zusammensein von Kind und Hund beobachten. Kinder neigen schon mal mit ihrer eigenen Art, Hunde etwas gröber anzupacken und hierbei kann die Reaktion eines Hundes nie vorhergesagt werden. Auch bei einem Bichon havanais nicht. 




Sensibilität

Wir gefallen unserem Herrchen und allen anderen Bezugsmenschen unwahrscheinlich gerne, haben einen ausgeprägten will-to-please

Wenn man uns Havaneser zu etwas auffordert, egal ob es beim Hundetraining oder anderen erziehungsrelevanten Übungen geht, oder es sich um Tricks und Spiele handelt, wir wollen sie immer perfekt ausführen, um es euch recht zu tun und damit zu imponieren.

Wenn unsere Bezugspersonen uns dann Lob und Gefallen zeigen, können wir uns gar in das Imponiergehabe hineinsteigern und zu Höchstleistungen hochschaukeln.

Sozialverhalten

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Sozialverträglichkeit Hoch

Freundlichkeit Hoch
Dominanz -
Bindung Herrchen Hoch
Erziehbarkeit Hoch
Kinderverträglichkeit Hoch
Sensibilität Hoch
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Was gibt es beim Havaneser im Hinblick auf die Erziehung zu wissen?

Welche rassespezifischen Erziehungsthemen können bei der Haltung des Havanesers aufkommen?

Erziehungsthemen

Viele verschiedene Faktoren spielen eine gewaltige Rolle, ob es während der Haltung eines Hundes im Allgemeinen und im Speziellen in unserem Fall beim Havaneser zu rassespezifischen Erziehungsfragen auf Grund unüblicher Verhaltensmuster kommt.

Denn neben den angeborenen Merkmalen des Havanesers, sind im Hinblick auf das angelegte Verhaltensrepertoire, erlangte Erfahrungen und Eindrücke während der Prägung, Habituation und Sozialisierung maßgebliche Parameter, die die jeweilige Hundepersönlichkeit formen, sprich wie umweltsicher und sozialverträglich sich der Vierbeiner beim Interagieren mit seiner gesamten Umwelt verhält. Ferner können weitere Belastungsfaktoren wie Krankheiten, Vergiftungen, Alterserscheinungen, Unterforderung, Stress etc. das Verhalten negativ beeinflussen und den Hund aus den gewohnten Bahnen, ereignisbedingt, werfen.

So liefert also u.a. die gesamte Welpenaufzucht einen ganz wesentlichen Beitrag hinsichtlich der Persönlichkeitsentwicklung des Welpenindividuums, um den jungen Vierbeiner zu einem verhaltenssicheren und alltagstauglichen Wesen mit der Vermittlung entsprechender positiver Lerninhalte zu füttern. Daher brauchen Welpen generell viel Fürsorge und Aufmerksamkeit durch ihre Bezugsmenschen, die eine enorme Verantwortung für die richtige Weichenstellung und Anlernen des nötigen Rüstzeugs übernehmen. Hier sind zunächst die Züchter und auf den erlangten Erfahrungswerten, die zukünftigen Halter gefragt. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn nicht alle Verantwortlichen zeigen gleichermaßen die angebrachte Fürsorge, Aufmerksamkeit, Engagement und Sachkenntnis, damit die jungen Hunde bestmöglich auf ihr weiteres Hundeleben vorbereitet werden, sich angebrachtes Verhalten aneignen und aufbauen können und durch ein möglichst breitgefächertes und tiefgehendes Schulen, angemessen mit innerartlichen und artfremden Spezies in soziale Interaktion treten. Hundehaltung bedeutet eben neben viel Freude und Spaß, auch viel Arbeit und Einsatz.

Bevor wir nun auf potentielle rassespezifische Erziehungsfragen beim Havaneser näher eingehen, noch folgenden Tipp:

Sollte euer Havaneser während der Haltung vermeintliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen, nicht so hören wie ihr es euch wünscht oder einfach untypisch verhalten, dann zieht frühzeitig einen erfahrenen Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten hinzu, um möglichst schnell der Ursache auf den Grund zu gehen und nicht unerwünschtes Verhalten verfestigen zu lassen. Besonders Menschen ohne Hundeerfahrung stoßen sonst schnell an ihre Grenzen und manches "Problem" wird durch eigenes Herumdoktern nur noch schlimmer gemacht - schließlich belastet dies auch eure Bindung / Beziehung und ihr wünscht euch doch sicherlich nichts mehr, als ein intaktes und harmonisches Verhältnis.

Wir Havaneser sind unwahrscheinlich gesellige, anhängliche und menschenbezogene Zeitgenossen. Sprich, wir wollen möglichst ständig bei euch sein, hängen euch daher überall an den Fersen und folgen euch. Dies ist aber auch ganz normal, denn schließlich wurden wir jeher als umgängliche, zutrauliche, anschmiegsame Sozialpartner gezüchtet und als Gesellschafts- und Begleithunde bereits im Adel und den Privilegierten gehalten - hier dienten wir Havaneser als vertraute Lebensbegleiter und für den Zeitvertreib. Demnach sind wir als Rasse bis heute so veranlagt, dass das Alleinsein nicht zu unseren Stärken zählt, im Gegenteil, wir lieben die permanente Anwesenheit unserer Familie. Diese Tatsache muss man von vornherein als potentielle Havaneser-Halter auf dem Schirm haben und unbedingt in die geplante Haltung einbeziehen. Wir eignen uns auf keinen Fall für eine Zwinger- oder Außenhaltung abseits unserer Liebsten, nicht nur von unseren körperliche Eigenschaften, sondern auch insbesondere durch unser Nähe suchendes Wesen. Zudem wollen wir nicht den ganzen Tag alleine zu Hause auf die Rückkehr von Herrchen/Frauchen warten, wenn sie arbeiten sind. Da wir größenmäßig und von unserer Wesensanlage durchaus mit gutem Gewissen überall hin mitgehen können, sind die allermeisten Aktivitäten auch kein Problem mit uns gemeinsam zu unternehmen. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch Termine, die nur ohne Hund möglich sind, denke man beispielsweise an einen Arzttermin oder Behördengang. Aber kein Problem, für eine kurze Weile können wir gut mit entsprechender vorheriger Gewöhnung und Training, eine Zeit das Heim hüten. Wann und wie dies idealerweise geschehen sollte, könnt ihr gerne hier nachlesen.

Für unser Seelenleben ist es zudem sehr bedeutsam, regelmäßig Zeit für Zweisamkeit mit Herrchen/Frauchen und den Kindern des Hauses zu haben. Wir kuscheln und schmusen können, da dies unserem Wohlbefinden durch die intensive Zuwendung gut tut. Werden wir aber mangels Interesse oder Zeit links liegen gelassen, so wird uns dies schwer zusetzen und auf Grund der fehlenden Zuneigung früher oder später seine Spuren hinterlassen.

Auch im Bereich unserer Auslastung und Beschäftigung brauchen wir entsprechend unseren Rassebedürfnissen genug Bewegung und geistige Aufgaben, damit wir lebhaften und bewegungsfreudigen Hunde ausreichend gefordert werden. Langeweile und Unterforderung sind schließlich absolute Treiber für das Ausbilden von diversen Verhaltensproblemen.

Wie viele unserer Artgenossen, sind wir Havaneser einem leckeren Happen nicht abgeneigt. Daher müssen auch bei unserer Erziehung in diesem Zusammenhang einige Lerninhalte auf dem Trainingsprogramm stehen. Bestenfalls werden wir dahingehend erzogen, dass wir nur noch Fressen//Fressbares aufnehmen, wenn ihr als Rudelführer uns durch einen einstudierten Freigabebefehl, ausdrücklich die Erlaubnis erteilt habt. Dies ist generell im Hinblick auf die Verfestigung der Rangordnung auch angeraten, da damit ihr als ranghöchstes Rudelmitglied eure Autoritätsposition durch Bestimmen von Anfang und Ende des Fressverhalten, manifestiert. Zudem schützt es uns davor, dass wir unterwegs ungesunde oder gar gefährliche Dinge aufnehmen und verspeisen. Ein Antigiftködertraining ist daher mehr als ratsam.

Wir Havaneser sind äußerst kinderlieb und wollen am liebsten den gesamten Tag mit dem Spielen mit den Kindern verbringen. Wir sind vom Wesen überhaupt nicht aggressiv veranlagt, ganz im Gegenteil. Wir sind einfühlsam, sanft und liebevoll im Umgang mit den Kindern des Hauses. Und dennoch müssen Hund und Kinder sich durch intensives Interagieren kennenlernen und aneinander gewöhnen, um das jeweilige Gegenüber und dessen Verhalten verinnerlichen und einschätzen zu können. Zudem bedarf es einer klaren Hausordnung mit Regeln und Grenzen für beide Parteien, denn auch wir Havaneser sind kein Spielzeug. Gerade bei sehr kleinen Kindern sollten daher die Erziehungsberechtigten beim Miteinander stets anwesend sein, um das Spielen und Verweilen zu moderieren und ggf. einwirken zu können. Gerade Kleinstkinder sind häufig noch grobmotorisch unterwegs, mitunter kann unbeabsichtigterweise das Zupacken des Kindes zu grob sein und der Vierbeiner sich genötigt fühlen, eine aus seiner Sicht angemessene Reaktion zu zeigen.

Neben unseren Goldenen Regeln für Kinder, macht an dieser Stelle ein Hund-Kind-Kurs in der Hundeschule als wertvolle Ergänzung viel Sinn.

Erziehungsthemen

  • Angsttraining
  • Antigiftködertraining/Klauen von Lebensmitteln
  • Hund und Kind Training

Havaneser - Erziehung & Training
Wichtige Tipps aus erster Hand vom Hundetrainer!

Die bezaubernde Hunderasse des Havanesers hat ihre Wurzeln in Kuba und ist bekannt für ihre lebhaften, intelligenten und liebenswürdigen Eigenschaften. Der Havaneser ist ein beeindruckend anpassungsfähiger Begleiter, der sich glücklich in städtischen Apartments oder auf weiten Ländereien einlebt. Es ist eine agile und leichte Rasse, die für ihre sprudelnde Persönlichkeit und ihr dichtes, welliges Fell, das sie wie ein flauschiges Bündel der Freude aussehen lässt, geschätzt wird.

Sozialisation des Havanesers

Die Sozialisierung des Havanesers ist ein entscheidendes Element ihrer Entwicklung. Diese Rasse ist aufgrund ihrer natürlichen Neugier und ihres Verlangens nach Gesellschaft besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Begegnungen und Erfahrungen. Es ist unerlässlich, dass der Havaneser schon in jungen Jahren die Chance erhält, eine Vielzahl von Menschen, Tieren und Umgebungen kennenzulernen. Dies hilft, gut angepasste und ausgeglichene Hunde zu entwickeln, die sowohl mit Menschen als auch mit anderen Tieren gut auskommen können.

Grundkommandos

Hinsichtlich der Grundkommandos sind Havaneser aufgrund ihrer hohen Intelligenz leicht zu trainieren. Wichtige Befehle wie "Sitz", "Platz", "Bleib" und "Hier" sollten frühzeitig eingeführt werden. Wie bei jeder Hunderasse ist Konsistenz der Schlüssel - daher ist es wichtig, Regelmäßigkeit und feste Erwartungen zu etablieren.

Gehorsamstraining – Leinentraining

Das Gehorsamstraining für diese Rasse sollte positiv und belohnungsbasiert sein, um ihre natürliche Begeisterung und ihren Wunsch zu lernen zu nutzen. Leckereien, Lob und Spiele können als Motivation dienen. Das Führen an der Leine ist eine weitere wichtige Komponente der Ausbildung, die es dem Hund ermöglicht, sich sicher in der öffentlichen Umgebung zu bewegen. Es ist wichtig, positive Assoziationen mit der Leine zu schaffen, um sicherzustellen, dass das Leinentraining problemlos verläuft.

Spiel- und Apportiertraining

Havaneser lieben es zu spielen und zu apportieren, was als Trainingselement genutzt werden kann. Dieses Spiel motiviert den Hund nicht nur zur Bewegung, sondern fördert auch den Gehorsam und das Lernen neuer Fähigkeiten. Es ist hilfreich, Apportierspiele mit Befehlen zu kombinieren - der Havaneser lernt so spielerisch und freudig.

Was sollten wir sonst noch zu dieser Rasse wissen?

Der bezaubernde und fröhlich aufgelegte Havaneser ist ein sehr beliebter Alltagsbegleiter für Jung und Alt, Groß und Klein. Er kann hervorragend von erfahrenen Hundebesitzern und Hundeneulingen gehalten werden. Zudem eignet er sich bei entsprechender Beschäftigung im Freien als Wohnungshund in der Stadt und ebenso für das Landleben.

Wie groß wird ein Havaneser?

Ein Havaneser wird in der Regel etwa 21 bis 29 Zentimeter groß und wiegt zwischen 4 und 9 Kilogramm.

Wie viel Pflege benötigt ein Havaneser?

Ein Havaneser benötigt regelmäßige Pflege, da sein langes, seidiges Fell dazu neigt, zu verfilzen. Es ist ratsam, das Fell täglich zu bürsten, um Verfilzungen zu vermeiden. Außerdem sollte das Fell alle paar Wochen professionell geschnitten werden. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, und die Augenpartie erfordert ebenfalls Aufmerksamkeit, um Tränenflecken zu vermeiden. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Zahnpflege wichtig, um die Mundgesundheit des Havanesers zu erhalten.

Sind Havaneser für Allergiker geeignet?

Ja, Havaneser gelten als hypoallergene Hunde und werden oft als geeignet für Allergiker angesehen. Ihr Fell ist weich und seidig, und sie haaren wenig bis gar nicht. Dennoch ist es wichtig zu beachten, dass keine Hunderasse zu 100% allergenfrei ist, da Allergien individuell variieren können. Es wird empfohlen, vor der Anschaffung eines Havanesers Zeit mit der Rasse zu verbringen, um sicherzustellen, dass keine allergische Reaktion auftritt.

Wie viel Bewegung benötigt ein Havaneser pro Tag?

Ein Havaneser benötigt täglich etwa 60 bis 120 Minuten Bewegung, um gesund und glücklich zu bleiben. Dies kann in Form von Spaziergängen, Spielzeit im Garten oder auch anderen Aktivitäten erfolgen. Es ist wichtig, die Bewegung an die individuellen Bedürfnisse und das Energielevel des Hundes anzupassen.

Eignen sich Havaneser gut als Familienhund?

Ja, Havaneser sind bekannt für ihre freundliche, liebevolle und anhängliche Natur, weshalb sie sich gut in Familienumgebungen integrieren. Sie sind in der Regel verspielt, geduldig und gutmütig, was sie zu großartigen Begleitern für Familien macht. Havaneser sind auch bekannt dafür, gut mit Kindern auszukommen und können sich gut an verschiedene Lebensstile anpassen. Es ist jedoch wichtig, dass sie genügend Aufmerksamkeit und soziale Interaktion erhalten, da sie sehr anhänglich sind.

Zusammenfassung

Schließlich, wenn Sie das Glück haben, ein Besitzer eines Havanesers zu sein, ist es besonders wichtig, Zeit und Engagement für Ihre Hassliebe zu investieren. Havaneser genießen und benötigen viel menschliche Interaktion. Sie sind bekannt dafür, ihre Besitzer zu "verfolgen" und lieben es, an allen Aktivitäten beteiligt zu sein. Sie sollten auch die Fellpflege des Havanesers nicht vernachlässigen, die regelmäßiges Bürsten und Trimmen erfordert, um das Fell gesund und mattfrei zu halten.

Zusammenfassend ist der Havaneser eine liebevolle, anpassungsfähige und gesellige Rasse, die eine sorgfältige und konsequente Ausbildung in den Bereichen Sozialisierung, Grundbefehle, Gehorsam, Leinentraining und Spiel- und Apportiertraining erfordert. Als Besitzer eines Havanesers ist es entscheidend, das Engagement und die Zeit aufzubringen, um eine starke Bindung zu Ihrem Hund aufzubauen und ihn sowohl physisch als auch geistig zu stimulieren. Mit Liebe, Geduld und Konsequenz werden Sie einen ausgeglichenen, gehorsamen und glücklichen Havaneser besitzen, der Ihr Leben mit Freude bereichert.

Ralf Lügger
Hundetrainer, Hund-Mensch-Coach, Autor
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Rassetypische Krankheiten des Havanesers

Havaneser: Welche Erbkrankheiten, genetischen Belastungsfaktoren und sonstigen rassetypischen Hundekrankheiten können auftreten?

Erbkrankheiten

Wir Bichon havanais sind von Mutter Natur mit einer sehr robusten und stabilen Gesundheit gesegnet worden. Dies kommt nicht zu Letzt durch die disziplinierte Reinzucht unserer Rasse, denn wir Havaneser sind nicht für exzessive Zuchtaktivitäten und Überzüchtung bekannt. Dadurch bringen wir auch wenig bekannte Rasseprädispositionen für diverse Erbkrankheiten mit.

Damit der Welpenkauf eines neugeborenen und heranwachsenden Havaneser-Welpen auch wunschgemäß läuft, ihr einen gesunden, verhaltenssicheren und rassetypischen Hund übernehmt, muss dennoch in einigen Punkten genau hingeschaut werden, um an die richtige Bezugsquelle zu geraten - denn nicht nur äußerst fürsorgliche, engagierte, kompetente, seriöse, organisierte und kontrollierte Züchter bieten ihre Nachzuchten an, sondern Hobbyzuchten und diverse "Hundehändler" tummeln sich auf dem "Markt" des Welpenverkaufs. 

Und nicht alle Anbieter fokussieren sich bei ihren Zuchttätigkeiten darauf, durch eine sorgsame Selektion und Zuchtauswahl der eingesetzten Zuchthunde, für beste genetische Voraussetzungen im Hinblick auf die Nachzuchten zu sorgen, gleichzeitig tierschutzrechtlich alle geforderten Haltebedingungen einzuhalten und im Hinblick auf die veterinärmedizinische Versorgung der Zuchthunde und der neugeborenen Welpen, allen erforderlichen Maßnahmen wie Impfungen, Entwurmungen und Kontrolluntersuchungen durch Veterinärmediziner nachzukommen. Und dies alles hat einen maßgeblichen Einfluss auf den Gesundheitszustand und die Konstitution der Hunde, das Seelenleben und damit gesamte Wohlbefinden.

Worauf es also rund um den Welpenkauf zu achten gilt, haben wir in unserem ergänzenden Leitartikel „Was muss ich alles rund um den Welpenkauf beachten“ detailliert beschrieben.

Nun kommen wir aber zu den Dispositionen, die im Hinblick auf mögliche Erbkrankheiten und genetische Belastungsfaktoren für uns Havaneser bekannt sind:

Da wäre zum einen, die erblich bedingte Schilddrüsen-Unterfunktion, mit denen sich einige Rassevertretern in seltenen Fällen herumschlagen. 

Ferner sind auch wir, wie viele andere Hunderassen, ab und an von der erblichen Hüftgelenksdysplasie (HD) betroffen. Diese beeinträchtigt unseren Bewegungsapparat je nach Stadium und Verlauf mehr oder minder stark und führt mitunter neben den körperlichen Einschränkungen zu starken Schmerzen.

Eine weitere erbliche Krankheit ist die Sebadenitis. Hierbei wird die Talgdrüse unserer Haut durch eine Entzündung irreparabel zerstört.

Die Ellenbogendysplasie (ED) ist eine wachstumsbedingte Krankheit, bei der das Ellenbogengelenk betroffen ist. Es gibt dabei verschiedene Schweregrade, die dann entsprechende Folgen nach sich ziehen - so kann es u.a. zu Arthrose im Ellenbogen und zur Lahmheit führen.

Des Weiteren gibt es die Hämopilie A, die bei einigen Bichon havanais bereits diagnostiziert wurde. Dabei handelt es sich um eine Blutgerinnungsstörung.

In den Vereinigten Staaten von Amerika, sammelt die Orthopedic Foundation for Animals (OFA), Daten von tiermedizinischen Untersuchungen zu allen Hunderassen.

Diese führt in ihren Datensammlungen, die Osteochondrosis dissecans (OCD), auf. Hierbei ist die Schulter von uns Havanesern, beeinträchtigt. Es ist eine Entwicklungsstörung des Skeletts, die bei 1,9% der untersuchten Bichon havanais festgestellt wurde.

Die Kniescheiben-Verrenkung, auch Patella-Luxation genannt, führt die Orthopedic Foundation for Animals (OFA), bei 0,9% der Havaneser auf. 

Weiterhin sind bei 4,6% der untersuchten Bichon havanais beim Zahnstatus Unregelmäßigkeiten aufgeführt.

Sonstige Krankheiten

Um im Hinblick auf mögliche sonstige rassebedingte Krankheiten oder auch Verletzungen alles zu tun, damit möglichst früh etwaige gesundheitliche Probleme und Beeinträchtigungen diagnostiziert werden, raten wir unbedingt zu regelmäßigen Gesundheitschecks beim Tierarzt. Denn je früher eine unbemerkte Verletzung oder Krankheit entdeckt wird, desto besser kann sie therapiert und geheilt bzw. gelindert werden.

Weiterhin stehen in regelmäßigen Abständen wichtige Impfungen an und die übliche Behandlung mit Antiparasitika um akut und präventiv gegen möglichen Parasitenbefall wie Würmer, Zecken, Flöhe und Milben, vorzugehen. Denn damit dämmt man nachhaltig die Risiken gegen Infektionskrankheiten aller Art ein, die zu Teilen schwerwiegende Verläufe und damit gesundheitliche Belastungen nach sich ziehen.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können dennoch die eine oder andere rassebedingte Hundekrankheit auf uns zukommen:

Eine Augenerkrankung, die besonders in der späteren Lebensphase als Senior bei uns Havaneser-Hunden zum Vorschein kommt, ist der Graue Star. Dabei ist die Linse des Auges betroffen, wodurch das Auge eingetrübt ist und zu Sichtproblemen führt.

Ferner sind durch die Hängeohren mit dem dichten Haarbewuchs, einige unserer Rasse von Ohrenentzündungen geplagt. Eine umfassende und regelmäßige Ohrenpflege ist demnach bei unserer Rasse angesagt, um durch das aktive Zutun, möglichst die Entzündungen zu vermeiden.

Neben den vorgenannten rassespezifischen Belastungen, kann es natürlich je nach Verwendung, Alter, Haltebedingungen, Futter, Pflege und sonstigen externen Faktoren zu weiteren Einflüssen hinsichtlich etwaiger Krankheiten oder Verletzungen kommen. 

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Welche Aktivitäten eignen sich für den Havaneser?

Welche Hundesportarten und Alltagsbeschäftigungen eignen sich für den Havaneser?

Passende Sportarten

Wir Havaneser sind eine Hunderasse, die vielen neuen Dingen, neugierig und aufgeschlossen entgegentreten.

Auch beim Hundesport lassen sich wir kleinen Hunde zu vielen Dingen animieren und finden Spaß daran, im Team mit euch uns zu bewegen und Aufgaben gemeinsam zu lösen. Eigentlich sind wir Havaneser auch für fast jeden Hundesport zu haben - er muss allerdings für unsere Größe realistisch sein und unserer Rasse entsprechen, denn die Ausbildung zum Schutzhund mit Sprüngen über 2 Meter hohe Hindernisse, ist nichts für uns.

Sowohl die körperlichen Voraussetzungen als auch unsere innere Einstellung, bieten ein gutes Fundament für das Erlernen der unterschiedlichen Disziplinen im Hundesport. Ihr werdet erstaunt sein, zu was wir lebhaften und bewegungsfreudigen Kleinhunde in der Lage sind.

Bevor es aber losgehen kann, noch ein paar Tipps:

Während unserer Wachstumsphase gilt es noch mit Sprüngen und körperlich belastenden Übungen zurückhaltend zu sein, damit keine Schäden durch zu frühzeitige Belastungen an unseren Gelenken, Bändern, Sehnen und unserem Skelett durch eine Überforderung zurückbleiben. Daher ist es ratsam, mit eurem Tierarzt über die anstehenden sportlichen Ambitionen frühzeitig zu sprechen, uns durchchecken zu lassen und euch das "Go" für den Start mit den Hundesportdisziplinen von fachmännischer Seite zu holen.

Ferner müssen uns die diversen in Frage kommenden Übungen und Aufgaben auch Spaß machen, damit wir voll in den Beschäftigungen aufgehen, uns entfalten und mit all unseren Stärken freudig einbringen. Solltet ihr den Eindruck gewinnen, dass ihr uns zu irgendetwas überreden müsst, dann lasst es sein - Sport und Spiel sollen schließlich förderlich für Körper und Seele sein.

Folgende Hundesportarten sind eine Auswahl, die zu uns Havaneser passen. Dennoch gilt auch hier, Probieren geht über Studieren:

Agility

Beim Agility wird Agilität, Wendigkeit und Flinkheit erwartet. 

Diese Eigenschaften bringen wir Havaneser allesamt mit. Daher passt der Agility Hundesport sehr gut zu unserer Hunderasse.

Wir müssen mit unserer Beweglichkeit und guter Auffassungsgabe eine abgesteckte Strecke mit Hindernissen auf Zeit absolvieren. Unser Herrchen als Hundeführer weist uns mit Zeichen und Befehlen den richtigen Weg. 

Auf das Team kommt es somit an…

Dogfrisbee / Discdogging 

Beim Dogfrisbee müssen wir eine Frisbee-Scheibe in drei unterschiedlichen Disziplinen fangen.

Auch bei dieser Hundesportart kommt uns Bichon havanais unsere Freude für jegliches Spielen und sportliche Bewegungsabläufe entgegen. 

Die 3 Varianten des Discdogging sind der Freestyle, Long- und Mini-Distance.

Flyball 

Beim Flyball müssen wir Havaneser Hunde gegen andere Teams antreten und parallel zueinander auf zwei Bahnen vom Start zu einer Ballmaschine laufen, diese durch Drücken mit der Pfote auslösen und den von der Ballmaschine geworfenen Ball auffangen und an Start und Ziel zurückbringen.

Die Beweglichkeit und Flinkheit, die wir mitbringen, sind hierfür ideal.

Obedience 

Bei der Hundesportart Obedience, kommt es voll und ganz auf das eingespielte Hund-Mensch-Team an. Obedience wird auch als die hohe Schule des Gehorsams bezeichnet, sprich zahlreiche Übungen und Elemente sind für auch für den Hundealltag brauchbar und können hier im Zusammenwirken einzug finden. Es gilt verschiedene Übungen schnell, kontrolliert und korrekt auszuführen. 

Dogdancing 

Da wir Havaneser verspielte Zeitgenossen sind, die zudem sehr gelehrig sind, passt das Dogdancing bzw. Dogdance bestens zu unseren Anlagen.

Hierbei führen wir mit unserem Herrchen eine einstudierte Choreographie zu laufender Musik auf. Drehungen, Piruetten und Sprünge inclusive. Dies bereitet uns viel Freude.

Trick Dog 

Dieser Kurs wird in vielen Hundeschulen angeboten und verbindet Spaß mit geistiger Auslastung und körperlicher Forderung.

Es werden verschiedene Tricks (Rückwärtslaufen, Bellen auf Kommando, Totstellen, Slalom durch die Beine des Herrchens uvm.) beim Trickdog trainiert, die die Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Agilität von uns einfordern.

Da wir hierfür ideale Spiel- und Trainingspartner sind, wird dieser Kurs bei uns Havanesern garantiert gut ankommen.

Treibball

Ziel bei der Ausübung von Treibball ist das Verbringen von Bällen in ein aufgestelltes Tor mittels Anstoßen mit dem Fang.

Hierbei müssen wir unsere Agilität und Flinkheit beim Laufen unter Beweis stellen.

Turnierhundesport

Der Turnierhundesport fordert körperliche und geistige Fitness von uns Havaneser Hunden und unserem Hundeführer.

Gemeinsam müssen wir die Disziplinen beim Turnierhundesport ausüben und gegen die Zeit anrennen.

Der Turnierhundesport besteht aus der Variante Vierkampf, mit den Disziplinen Hürdenlauf, Slalom, Hindernislauf und Gehorsamkeitsübungen.

Des Weiteren kommt der Geländelauf mit unterschiedliche langen Distanzen vor. Es werden Wegstrecken zwischen 1000, 2000 und 5000 m absolviert.

Aktivitäten für jeden Tag

Außerhalb vom Hundeplatz, werdet ihr mit uns Havanesern einen Großteil des gesamten Hundealltags verbringen. Auch hier wollen wir bespaßt und ausgelastet werden. Es gibt eine Reihe von sinnvollen und geeigneten Beschäftigungen für das private Umfeld, mit denen ihr uns eine Freude machen könnt:

Spaziergänge

Die wohl klassischste Form uns Hunden Bewegung zu verschaffen, sie die täglichen Spaziergänge. 

Am besten zu festen Zeiten, damit wir Havaneser einen geregelten Rhythmus haben.

Die Spaziergänge sollten abwechslungsreich sein, unterschiedliche Wegstrecken und Schwierigkeitsgrade.

Unterwegs sind wir glücklich, mit verschiedenen Aktivitäten, beispielsweise auf einer großen Hundewiese, oder mit weiteren Artgenossen bei Spiel und Spaß, unseren Spiel- und Bewegungsdrang, freien Lauf zu lassen.

Wanderungen

Auf Grund unserer körperlichen Eigenschaften und unserer Leidenschaft, mit unseren Bezugspersonen jegliche Aktivität gemeinsam zu unternehmen, eignen wir Bichon havanais uns auch hervorragend als Begleithund für die ausgedehnte Wandertour.

Radtouren

Sollte unser Herrchen und dessen Familie gerne Fahrrad fahren, sind wir Havaneser gute Läufer und wollen mit.

Wir müssen allerdings langsam und mit Bedacht an etwas längere Strecken herangeführt werden, da noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Wir haben keinerlei Lust mit einer Erschöpfung umzufallen.

Tricks und Spiel

Wir Havaneser sind prima Spielkameraden und für nahezu jegliche Beschäftigung, die uns Spaß bereit, zu haben.

Eine abwechslungsreiche Art der geistigen und körperlichen Anstrengung und Auslastung, sind das Einstudieren von Hunde-Tricks, wie Rückwärtslaufen, Pirouetten einstudieren, das Männchen-Machen, durch die zum Kreis geschlossenen Arme unsere Herrchen springen und viele weitere Aufgaben.

Das Schöne daran ist, dass man die Übungen bei schlechtem Wetter drinnen machen kann oder wenn es die Witterungsverhältnisse zu lassen, im Garten oder unterwegs auf der Hunderunde.

Apportierspiele mit Ball, Stock, Frisbee

Spiele mit Lerneffekten sind notwendige und gewinnbringende Beschäftigungsformen für uns Hunde, denn sie halten uns körperlich und kopfseitig fit und agil.

Entweder im Garten, auf weitläufigen Wiesen oder während des Spaziergangs, sind Apportierspiele mit einem kleinen Gummiball, der Frisbee-Scheibe oder einem einfachen Stock, hervorragende Ergänzungen, um uns körperlich etwas mehr zu fordern und durch die nötige Konzentration auf das Spielgerät und euch, auch vom Kopf zu beschäftigen.

Zudem sorgt es für jede Menge Spaß - Welcher Hund mag schon nicht einen geworfenen Ball holen zu gehen…

Schwimmen

Wir Havaneser sind Hunde, die gerne ins Wasser gehen. 

Wenn unser Halter im Garten einen Pool hat, das wäre grandios. Ansonsten freuen wir uns auch im kleinen See oder Bachlauf auf der Hunderunde zu baden und zu schwimmen.

Intelligenz- und Suchspiele

Ferner freuen wir uns diebisch, wenn ihr im Garten oder während der Hunderunde, Leckerchen versteckt, die wir durch unseren Geruchssinn auffinden sollen. Die fordert unsere Sinne und strengt damit den Kopf an. Zudem werden wir sicher durch das erfolgreiche Auffinden, mit einem Leckerlie belohnt, oder?

Da wir Hundetricks und dem Einstudieren von Kunststücken sehr zugetan sind, bieten diverse Intelligenzspiele eine hervorragende weitere Alternative, die Kopfarbeit bei uns Havanesern zu fördern. Auch an kalten und nassen Tagen, sind wir für unterschiedliche Hundespiele im Wohnraum dankbar, damit wir trotz widriger Wetterverhältnisse auf unsere Kosten kommen. Mehr hierzu findet ihr hier.

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Das sind die Anforderungen für die Haltung eines Havanesers

Welche Besonderheiten sind im Hinblick auf Haltebedingungen, Zeit- und Kostenaufwand beim Havaneser zu beachten?
Pflege Hoch
tägliche Aktivitäten Mittel
Gassi gehen Mittel
Erziehung Gering

Anforderungen an den Hundehalter

Stadttauglichkeit

Vorausgesetzt unser Herrchen sorgt für genug Auslaufmöglichkeiten bei Spaziergängen, Gassirunden und Spielen auf Hundespielplätzen und Hundewiesen, dann sind wir gut in der Stadt zu halten. Wir eignen uns also mit den entsprechenden Haltebedingungen gut als Stadthund.

Platzbedarf Wohnung

Unsere Körpergröße ist klein, dennoch bewegen wir uns gern und ausreichend. Auch in der Wohnung.

Es muss für eine Ruhe- und Schlafzone gesorgt sein, die uns Havanesern ausreichend Platz verschafft.

Die Größenverhältnisse der Wohnung oder des Hauses brauchen nicht zu groß zu sein, eine mittelgroße Fläche ist uns lieber, damit wir etwas Platz zum Spielen und Toben haben. Es reicht aber prinzipiell wenig Wohnraum.

Platzbedarf Garten

Auch bei unserem Anspruch der Größe des Gartens sind wir nicht wählerisch. Es reicht ein kleiner Garten für die Not.

Sollte mehr Platz da sein, umso besser, dann haben wir hier zusätzliche Auslaufmöglichkeiten.

Zeitaufwand Erziehung

Wir Havaneser sind eine Hunderasse, die gut zu erziehen und auszubilden ist. Dennoch braucht eine vernünftige Erziehung mit allen Trainings und Übungseinheiten ihre Zeit und die notwendige Geduld.

Die Ausbildung von uns Havaneser sollte so früh als möglich starten, also bereits als Welpe in den frühen Welpenentwicklungsphasen.

Angefangen mit den gesamten zu lernenden Situationen während der Prägungsphase, die Lernschritte ganz am Anfang, bis die Stubenreinheit gewährleistet ist, die wichtigsten Befehle und Kommandos für die Grundausbildung, bis hin zur weiterführenden Hundeausbildung wie Hundeführerschein und Begleithundeprüfung. Hierzu findet ihr viele weitere informative und hilfreiche Artikel in unserem Magazin unter der Rubrik „Erziehung“.

Um eine gut funktionierende Grunderziehung zu erreichen, kann man uns Havaneser mit einem geringen Zeitaufwand einstufen, vorausgesetzt, unser Halter ist geduldig, nachsichtig und liebevoll bei der Umsetzung. 

Zeitaufwand Gassi

Das eine oder andere Geschäft müssen wir abseits des Spaziergangs über den Tag verteilt erledigen. Wenn wir zu Hause einen Garten haben und wir Havaneser unter Umständen auch dort Groß oder Klein erledigen dürfen, dann bringt dies unserem Hundebesitzer etwas zeitliche Flexibilität. 

Zwei bis drei kleine Gassirunden sollten aber schon drin sein, die zeitlich keinen großen Faktor im Tagesplan ausmachen.

Der Zeitaufwand, der einkalkuliert werden sollte, ist mittel.

Zeitaufwand tägliche Beschäftigung

Da wir Bichon havanais einen gewissen Bewegungswunsch mitbringen, muss unser Besitzer schon etwas Zeit täglich investieren.

Dabei ist es nicht notwendig, uns den gesamten Tag zu beschäftigen, aber einen langen und ausgedehnten Spaziergang, die notwendigen Gassirunden und etwas Spiel und Spaß wollen wir haben.

Der Zeitaufwand ist mittelmäßig.

Zeitaufwand Pflege

Die gesamte Hundepflege ist bei uns Havanesern sehr umfangreich und kann zeitlich sicher als anspruchsvoll eingestuft werden.

Jeder der uns Havaneser in Augenschein nimmt und unser wunderschön seidiges und langes Fell erblickt, kann direkt erahnen, dass es mit einer schnellen und sehr unregelmäßigen Pflege nicht getan ist.

Und es gilt: Früh übt sich. Schon der Havaneser Welpen sollte an die Pflege herangeführt werden.

Jeder Halter von uns Havanesern sollte zudem überlegen, wie wir individuell aussehen sollen und ob er sich an die Vorgaben des Rassestandards der FCI hält.

Die tägliche Fellpflege ist auf jeden Fall bei uns Havanesern Pflicht. 

Dazu zählen dann die Aufgaben Bürsten und Kämmen, Schneiden und. Baden und einiges mehr.

Das Bürsten unseres Fells und Haarkleids ist das eine. Standardaufgabe. Das Verfilzen der Haare gilt es zu vermeiden, egal ob Langhaar oder Kurzhaar.

Das Schneiden der Haare an der Stirn muss ab und an angegangen werden, damit die Haare nicht über die Augen fallen.

Dasselbe betrifft die Haare an unserem Fang, die zwischendurch gestutzt werden.

Bei der Pflege von uns Havanesern sind unsere Ohren regelmäßig zu säubern, da die Hängeohren sonst gerne zu Feuchtigkeitsansammlungen und Dreck neigen, die oftmals zu Infektionen ausblühen.

Da wir einen starken Ohrenhaarwuchs haben, werden diese in regelmäßigen Abständen gestutzt. Auch dies dient der gesamten Luftzufuhr der Ohren, wodurch die potentielle Infektionen und entzündlichen Herde vermieden bzw. reduziert werden.

Des Weiteren kämpfen einige von uns mit überhöhtem Tränenfluss, wodurch eine höhere Aufmerksamkeit den Augen seitens der Pflege gilt.

Hinzu kommt die Kontrolle und Pflege der Zähne, damit so wenig Karies und Zahnstein als möglich sich bildet. Zähneputzen, Kontrolle beim Tierarzt, spezielles Futter, das die Zahnpflege übernehmen uvm.

Die Pfoten sind eine ganz wichtige Körperpartie bei uns Hunden im Allgemeinen, denen Beachtung geschenkt werden muss. Sie werden überaus stark beansprucht und benötigen quasi tägliche Pflege.

Ob es nach dem Spaziergang oder dem Hundesport ist, die Pfoten und Zehen sollten überprüft werden und Dreck, Steinchen sowie Salz und Splitt im Winter stets mit lauwarmen Wasser und behutsamer Säuberung befreit werden. Hinzu sollten die Ballen auf Risse gecheckt und die Pfoten insgesamt auf Entzündungen überprüft werden.

Die Haare an den Pfoten, sind bei uns Havanesern sehr stark ausgeprägt, diese sind bei der Pflege zu kontrollieren und säubern.

Zu guter Letzt noch die Krallen: Auch um die Krallen muss sich einer kümmern und uns diese unterstützend schneiden. 

Am Ende der jeweiligen Pflegetätigkeit sollte der Besitzer und die ausführende Kraft, jeden Hund für sein Mitmachen gebührend gelobt werden.

Kostenaufwand Pflege

Wenn die Pflege von uns Havanesern größtenteils durch externe Dienstleister, wie Hundesalon, Hundepfleger und Tierärzte erfolgen soll, werden die Kosten durchaus hoch sein.

Natürlich kann auch der Halter sich um einige Pflegearbeiten für seinen Havaneser selbst kümmern, dennoch sollte dies sach- und artgerecht erfolgen und dies bedeutet die richtige Pflege erlernen. Auch dies kann ggf. Kosten verursachen.

Hinzu kommen die unterschiedlichsten Utensilien und Werkzeuge, die für die Hundepflege benötigt werden.

Auf jeden Fall stellt dieser Kostenblock unter Umständen einen nicht zu unterschätzenden Teil der monatlichen Ausgaben für den Hund dar.

Kostenaufwand Ernährung

Je nachdem in welchem Lebensalter wir uns befinden, muss die Ernährung regelmäßig an die damit verbundene Lebensphase angepasst werden.

Wenn wir Bichon havanais gerade im Wachstum als Junghund sind, ist der Energieverbrauch in der Regel höher, als wenn wir ein Seniorrüde oder Seniorhündin sind und die Aktivität etwas nachgelassen hat.

Trotz unseres Energieverbrauchs für Hundesport und Freizeitbeschäftigungen, sind die Kosten zwar durchaus variabel aber im geringen Aufwand.

Kostenaufwand Erziehung

Für die Welpenschule und den Junghundekurs werden sicherlich Kosten für die Erziehung, Welpenprägung und Sozialisierung von uns Havanesern entstehen.

Da wir einfach zu erziehen sind und gut begreifen, sollten die Kosten gering sein. Diese erhöhen sich natürlich mit jeder weiteren Ausbaustufe seitens der Ausbildungsmaßnahmen.

Kostenaufwand Gesundheit

Auf Grund unserer guten Gene sollten die Tierarztkosten für den Erhalt und die Wiederherstellung unserer Gesundheit gering ausfallen.

Treten wiedererwartend Krankheiten oder Verletzungen durch etwaige Unfälle auf, können auch bei uns Havaneser die Kosten je nach Vorfall sich deutlich nach oben schrauben.

Tipp:

Zu guter Letzt wollen wir unsere zukünftigen Hundebesitzer darauf aufmerksam machen, dass bei dem Kauf eines Havaneser Welpen, Grundsatzentscheidungen im Vorfeld zu treffen sind.

Jeder Mieter ist zwingend aufgerufen, sein Mietverhältnis zu überprüfen, ob ein Hund erlaubt ist. Denn sind wir erstmal eingezogen und Ärger droht, dann sind wir Havaneser die Leittragenden.

Des Weiteren sollten alle Personen im Haushalt frei von Hundehaarallergien sein.

Auch die grundsätzlich artgerechte Haltung muss möglich sein und ein Hund sich gut und einfach in den bisherigen Alltag mit eingliedern lassen. 

Was passiert beispielsweise, wenn unser Halter berufstätig ist. Dürfen wir mit zur Arbeitsstelle oder ist für einen Hundesitter oder eine Hundetagesstätte gesorgt?

Sind unsere Bezugspersonen Menschen die gerne weit verreisen, ist auch die Unterbringung in dieser Zeit zu organisieren.

Allen voran sollte man vor dem Kauf und der Anschaffung beachten, dass wir Havaneser eine hohe Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahre haben und daher für einen langen Zeitraum bei euch einziehen möchten.

Anforderungen an die Umgebung

Stadttauglichkeit Hoch
Platzbedarf Wohnung Gering
Platzbedarf Garten Gering

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